• Zwischen Dietramszell und Holzkirchen: Autofahrer kracht mit zwei Promille gegen Baum

    Zwischen Dietramszell und Holzkirchen: Autofahrer kracht mit zwei Promille gegen Baum

    Mit zwei Promille Alkohol im Blut ist ein 33-jähriger Autofahrer in der Nacht auf Sonntag auf halber Strecke zwischen Dietramszell und Holzkirchen gegen einen Baum gefahren. „Der Fahrzeugführer blieb glücklicherweise unverletzt“, heißt es im Polizeibericht. Das Auto des massiv betrunkenen Mannes war nach dem Unfall hingegen Schrott. Der Schaden wird auf 55 000 Euro geschätzt.…

  • Borussia Dortmund: Der Kanzler sieht das alte Muster

    Borussia Dortmund: Der Kanzler sieht das alte Muster

    Für den Bundeskanzler Friedrich Merz war Samstag ein guter Tag. Am Vormittag hatte er in Dortmund vom Bäcker-Innungsverband West den „Großen Stutenkerl“ verliehen bekommen. Und am Nachmittag sah er im örtlichen Fußballstadion mit einem schwarz-gelben Schal um den Hals, wie sein Herzensverein Borussia Dortmund im Spiel gegen den FC St. Pauli durch eine strittige Schiedsrichterentscheidung…

  • Toppmöller-Entlassung in Frankfurt: Ein Torfestival zu viel

    Toppmöller-Entlassung in Frankfurt: Ein Torfestival zu viel

    Niemand wird Eintracht Frankfurt vorwerfen können, sich diese Trennung leicht gemacht zu haben. Der Klub mag gerade seine ewige Komplexität wiederbeleben, aber die erste Trainerentlassung in einer laufenden Saison seit einem Jahrzehnt zog sich über ein ganzes Wochenende. Auf den nächsten wilden Auftritt beim SV Werder (3:3) am Freitagabend folgte eine Krisensitzung der Vorstände Axel…

  • Schriftstellerin Leïla Slimani »Die denken, man wandert ein. Punkt« Die marokkanisch-französische Schriftstellerin

    Schriftstellerin Leïla Slimani »Die denken, man wandert ein. Punkt« Die marokkanisch-französische Schriftstellerin

    Schriftstellerin Leïla Slimani »Die denken, man wandert ein. Punkt« Die marokkanisch-französische Schriftstellerin Leïla Slimani mahnt: In den Debatten über Migration gehe ein Punkt unter. »Vor allem die Politiker machen sich keine Vorstellung davon, wie anstrengend es ist, einzuwandern.« Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen Link kopieren…

  • Verliert Hannover 96 seinen besten Stürmer? In seiner ersten Zweitliga-Saison startete Benjamin

    Verliert Hannover 96 seinen besten Stürmer? In seiner ersten Zweitliga-Saison startete Benjamin

    <!–> –> Verliert Hannover 96 seinen besten Stürmer? In seiner ersten Zweitliga-Saison startete Benjamin Källman (27) sofort durch. Der Finne erzielte in 17 Begegnungen zehn Treffer und bereitete einen weiteren vor. Dabei war er die ersten sechs Partien nur Joker. Die Tor-Quote hat längst internationale Interessenten für den 37-maligen Nationalspieler (zehn Treffer) auf den Plan…

  • ER ist Stuttgarts Mann der Stunde.Vor allem dank Jamie Leweling (24) darf

    ER ist Stuttgarts Mann der Stunde.Vor allem dank Jamie Leweling (24) darf

    <!–> –> ER ist Stuttgarts Mann der Stunde. Vor allem dank Jamie Leweling (24) darf der VfB von der Champions-League-Teilnahme träumen. Heute (15.30 Uhr/DAZN) will er mit den Schwaben gegen Ex-Klub Union Berlin den nächsten Schritt in Richtung Königsklasse machen. Auch interessant Anzeige Auch interessant Anzeige In Berlin kam er in der Saison 2022/2023 zwar…

  • Große Darts-Show im Weserpark!Bis Samstagabend kämpften 24 Teilnehmer in Bremens Top-Shopping-Adresse um

    Große Darts-Show im Weserpark!Bis Samstagabend kämpften 24 Teilnehmer in Bremens Top-Shopping-Adresse um

    <!–> –> Große Darts-Show im Weserpark! Bis Samstagabend kämpften 24 Teilnehmer in Bremens Top-Shopping-Adresse um den Sieg im Darts Cup. Mit dabei: zwei BILD-Gewinner, die sich mit Stars der Szene messen durften. Lars Penzin unterlag Luke „Woody“ Woodhouse (Nr. 21 der Welt) und Matthias Ellmers hatte gegen Max Hopp (Nr. 83) keine Chance. Ellmers: „Ich…

  • Das 27:30 bei der Handball-EM gegen Serbien könnte der Anfang vom Ende

    Das 27:30 bei der Handball-EM gegen Serbien könnte der Anfang vom Ende

    <!–> –> Das 27:30 bei der Handball-EM gegen Serbien könnte der Anfang vom Ende sein! Im Dyn-Podcast „Harzblut“ rechnen die Handball-Legenden Stefan Kretzschmar (52), Pascal Hens (45) und Michael Kraus (42) mit Bundestrainer Alfred Gíslason (66) ab. Ihr Vorwurf: schlechte Führung, fehlende Ideen, vercoacht. Das Halbfinale war das erklärte Ziel. Jetzt droht nach der überraschenden…

  • Reinickendorf – Nur ein halber Meter fehlte – dann hätte es Tote

    Reinickendorf – Nur ein halber Meter fehlte – dann hätte es Tote

    <!–> –> Reinickendorf – Nur ein halber Meter fehlte – dann hätte es Tote geben können! Am vergangenen Mittwoch gegen 9.30 Uhr spielten sich in der bekannten Hochhaussiedlung Märkisches Viertel in Berlin-Reinickendorf erschreckende Szenen ab. Plötzlich krachten Gegenstände aus großer Höhe auf einen Gehweg. Erst aus dem 13. Stock, kurz darauf auch aus dem zweiten…

  • Geesthacht – Riesige Schollen schieben sich übereinander, bis zu zehn Meter hoch

    Geesthacht – Riesige Schollen schieben sich übereinander, bis zu zehn Meter hoch

    <!–> –> Geesthacht – Riesige Schollen schieben sich übereinander, bis zu zehn Meter hoch türmen sich einige Eisberge auf! Auf der Elbe vor Hamburg spielen sich bizarre Winterszenen ab, obwohl längst das Tauwetter eingesetzt hat … Sechs Eisbrecher sind im Dauer-Einsatz und kämpfen sich durch die gefrorenen Barrieren, um den Fluss wieder passierbar zu machen. Brisante…

Categorie: Nieuws

  • Zwischen Dietramszell und Holzkirchen: Autofahrer kracht mit zwei Promille gegen Baum

    Zwischen Dietramszell und Holzkirchen: Autofahrer kracht mit zwei Promille gegen Baum

    Mit zwei Promille Alkohol im Blut ist ein 33-jähriger Autofahrer in der Nacht auf Sonntag auf halber Strecke zwischen Dietramszell und Holzkirchen gegen einen Baum gefahren. „Der Fahrzeugführer blieb glücklicherweise unverletzt“, heißt es im Polizeibericht. Das Auto des massiv betrunkenen Mannes war nach dem Unfall hingegen Schrott. Der Schaden wird auf 55 000 Euro geschätzt.

    Während der Unfallaufnahme bemerkten die Polizeibeamten, dass der Mann nach Alkohol roch. Da der Atemtest einen so hohen Wert anzeigte, wurde ihm umgehend der Führerschein abgenommen. Sein Unfall ist wegen der hohen Alkoholisierung keine Privatsache mehr, ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

  • Borussia Dortmund: Der Kanzler sieht das alte Muster

    Borussia Dortmund: Der Kanzler sieht das alte Muster

    Für den Bundeskanzler Friedrich Merz war Samstag ein guter Tag. Am Vormittag hatte er in Dortmund vom Bäcker-Innungsverband West den „Großen Stutenkerl“ verliehen bekommen. Und am Nachmittag sah er im örtlichen Fußballstadion mit einem schwarz-gelben Schal um den Hals, wie sein Herzensverein Borussia Dortmund im Spiel gegen den FC St. Pauli durch eine strittige Schiedsrichterentscheidung in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter bekam, den Emre Can zum 3:2-Sieg verwandelte.

    Nachdem die Dortmunder eine 2:0-Führung (Julian Brandt, 45+1., und Karim Adeyemi, 54.) verspielt hatten, drohte ihnen mit dem 2:2 (James Sands, 62., und Ricky-Jade Jones, 72.) schon eine Blamage. Ehe der Schiedsrichter Harm Osmers auf Zuraten des Videoassistenten Johann Pfeifer entschied, dass ein Foul des Paulianers Jones am Dortmunder Maximilian Beier offenbar so gerade eben noch im Strafraum-Eck und nicht, wie zunächst gedacht, außerhalb desselben geschehen war. So richtig bewiesen werden konnte dies zumindest durch die TV-Bilder allerdings nicht. Nach dem Spiel sagte St. Paulis Trainer Alexander Blessin: „Ich habe keine Kameraeinstellung gesehen, wo man das sicher sehen kann.“

    MeinungDie Serie des FC Bayern

    :Kompany und Kane sind die Gesichter der Gnadenlosigkeit

    SZ PlusKommentar von Markus Schäflein

    Der Kanzler Merz mag sich gewünscht haben, der Kölner Keller könnte auch auf andere strittige Konstellationen in der Welt positiven Einfluss nehmen. Am Vormittag vor den Bäckern hatte Merz über die Entwicklungen in der Welt noch gesagt: „Wir sind konfrontiert mit einer fundamentalen Veränderung der globalen Ordnung.“ Im Fußball erweist sich derweil, dass die nationale Ordnung in Stein gemeißelt bleibt. Trotz des Sieges hat der BVB als Tabellenzweiter weiterhin elf Punkte Rückstand auf den FC Bayern München.

    Diese elf Punkte Rückstand haben in Dortmund einen größeren emotionalen Effekt als die 39 Punkte, die die Borussen in bisher 18 Ligaspielen gesammelt haben. So viele Punkte hatten sie zu diesem Zeitpunkt einer Saison seit sieben Jahren nicht mehr, aber Begeisterung macht sich deshalb noch keine breit. „Es würde noch besser aussehen, wenn wir nicht im Süden eine Mannschaft hätten, die es geisteskrank macht in dieser Saison“, meinte Julian Brandt und schob die Schuld an einer gewissen Unzufriedenheit rund um Dortmund der Münchner Souveränität zu. An genau dieser Art von Konstanz lassen es die Dortmunder ihrerseits vermissen, wofür das 3:2 gegen St. Pauli vor des Kanzlers Augen wieder ein Muster war.

    Trainer Niko Kovac deutet die mangelnde Souveränität in Hartnäckigkeit um

    Dass den Dortmundern nur durch eine strittige Entscheidung der siebte Sieg im neunten Heimspiel vergönnt blieb, deutete Trainer Niko Kovac später immerhin in Hartnäckigkeit und Leidenschaft um: „Dass wir gewonnen haben, zeigt, dass die Mannschaft an sich glaubt. Wir haben mal wieder ein Spiel zum Schluss gebogen, klar, glücklich, aber oftmals glücklich ist auch Können“, sagte er.

    Tatsächlich haben die Dortmunder in dieser Saison von 27 Pflichtspielen nur drei verloren: in der Bundesliga beim FC Bayern (1:2), in der Champions League bei Manchester City (1:4) und im DFB-Pokal-Achtelfinale daheim gegen Bayer Leverkusen (0:1). Das ist keine schlechte Bilanz, und Kovac ärgert es offenkundig, dass er und seine Mannschaft sich trotzdem wiederholt öffentlicher Kritik ausgesetzt sehen. So hatte Kovac schon vor dem St.-Pauli-Spiel im Sky-Interview streng gesagt: „Nicht immer das Haar in der Suppe suchen!“ Aber klar, wer wollte, der fand natürlich auch beim anschließenden Sieg wieder ein Haar.

    Am Dienstag gastieren die Dortmunder in der Champions League beim Premier-League-Vierzehnten Tottenham Hotspur. Im Champions-League-Tableau kämpfen die beiden punktgleichen Tabellennachbarn um die direkte Qualifikation fürs Achtelfinale. Dieses Vorhaben wird für die Dortmunder mit dem Gastspiel in London und einem Heimspiel eine Woche später gegen Inter Mailand allerdings nicht ganz einfach zu realisieren sein.

  • Toppmöller-Entlassung in Frankfurt: Ein Torfestival zu viel

    Toppmöller-Entlassung in Frankfurt: Ein Torfestival zu viel

    Niemand wird Eintracht Frankfurt vorwerfen können, sich diese Trennung leicht gemacht zu haben. Der Klub mag gerade seine ewige Komplexität wiederbeleben, aber die erste Trainerentlassung in einer laufenden Saison seit einem Jahrzehnt zog sich über ein ganzes Wochenende. Auf den nächsten wilden Auftritt beim SV Werder (3:3) am Freitagabend folgte eine Krisensitzung der Vorstände Axel Hellmann und Markus Krösche am Samstag mit dem Hauptausschuss des Aufsichtsrats. Aber erst am Sonntagmittag verkündeten die Hessen, dass Trainer Dino Toppmöller trotz eines bis 2028 laufenden Vertrags seinen Job verliert. Unter dem früheren Assistenten des heutigen Bundestrainers Julian Nagelsmann waren in den vergangenen Wochen, ja Monaten, besorgniserregende Abwehrschwächen aufgetreten, die einen internationalen Startplatz inzwischen akut gefährden. Im März 2016 musste Armin Veh noch gehen, weil der Abstieg drohte.

    Spektakel ist grundsätzlich in der heimlichen Fußball-Hauptstadt Deutschlands gewollt, aber mit dem 3:3 gegen Borussia Dortmund, dem 2:3 beim VfB Stuttgart und dem 3:3 in Bremen hat sich der vor zweieinhalb Jahren installierte Toppmöller ein Torfestival zu viel geleistet. 39 Gegentore markieren einen Negativrekord in der Liga. Für einen Champions-League-Teilnehmer ein fast peinlicher Wert, zumal sich in der Königsklasse weitere 16 Gegentreffer addieren. Die Entscheidung sei denn auch „das Ergebnis einer umfassenden sportlichen und strukturellen Analyse der zurückliegenden Wochen unter Berücksichtigung der Eindrücke der ersten drei Spiele im neuen Kalenderjahr“, hieß es nun im amtlichen Pressemitteilungs-Deutsch der Eintracht.

    Markus Krösche im Interview

    :„Dann wird auch mal gefeilscht“

    Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche erklärt, wie er Spitzenfußballer teuer verkauft, was ein Schlaf-Experte mit der Entwicklung des Bundesligaklubs zu tun hat – und wie er damit umgeht, als zukünftiger Manager des FC Bayern zu gelten.

    SZ PlusInterview von Sebastian Fischer und Philipp Selldorf

    Man habe an Toppmöller die „fachliche Kompetenz, seine Professionalität, seine akribische Arbeitsweise und seinen menschlichen Umgang mit der Mannschaft“ sehr geschätzt. Dennoch sei man zu der Überzeugung gelangt, erklärte Krösche, „dass wir aufgrund der rückläufigen Entwicklung einen neuen sportlichen Impuls benötigen“. Dem Anspruch, „als Eintracht Frankfurt für einen dynamischen, aggressiven und kompakten Fußball zu stehen, sind wir in dieser Saison bislang nur unzureichend gerecht geworden“.

    Bereits am Freitagabend hatte Krösche am Bremer Osterdeich zornig angemerkt: „Wir haben jetzt seit 17, 18 Partien immer wieder die gleichen Themen, die uns begleiten. Wir kriegen unfassbar einfache Gegentore. Wir sind im Ballbesitz viel zu hektisch und haben keine Struktur. So können wir nicht weitermachen.“ In seiner ersten Saison 2023/24 hatte Krösches Wunschkandidat Toppmöller die SGE auf Platz sechs geführt, vergangene Spielzeit folgten viele spektakuläre Partien und der gefeierte Einzug in die Königsklasse. Doch in dieser Runde wirkte der Formverlust wettbewerbsübergreifend eklatant.

    Zu Trainer Marco Rose besteht ein guter Draht, auch die Namen von Roger Schmidt und Matthias Jaissle kursieren

    Vorerst übernehmen nun der bei der U19 als Trainer tätige Vereinsheld Alex Meier und U23-Coach Dennis Schmitt interimsweise die Aufgabe. Beide sollen auf der am Dienstag startenden Dienstreise nach Aserbaidschan für einen Stimmungsumschwung sorgen, wenn die Eintracht gegen Karabach Agdam ums Weiterkommen in der Champions League spielt (Mittwoch, 18.45 Uhr). Meier entschied einst in Baku mit einem Doppelschlag das Playoff-Spiel zur Europa League gegen diesen unbequemen Gegner im August 2013 im Alleingang. Auch das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am nächsten Samstag soll das Duo wohl noch verantworten.

    Danach soll in aller Ruhe ein Trainer gesucht werden, der die Position dauerhaft besetze, ließ Krösche wissen. Ein guter Draht besteht zu Marco Rose, der seit seiner Freistellung bei RB Leipzig im März vergangenen Jahres ohne Job ist. Hellmann wie Krösche können gut mit dem gebürtigen Leipziger, der offiziell noch bei den Sachsen unter Vertrag steht. Einer zeitnahen Einigung muss das nicht im Wege stehen. Auch die Namen von Roger Schmidt oder des derzeit in Saudi-Arabien arbeitenden Matthias Jaissle werden in den entsprechenden Kreisen geraunt. Kein Thema soll der bei Real Madrid entlassene Xabi Alonso sein.

    Es heißt, dass Toppmöller das Team mit Informationen überfrachtet habe

    Fakt ist: Der internationale Anspruch spielt bei einem Verein heutzutage mit, der mit seinem Proficamp geografisch im Herzen von Europa verortet ist. Der Klub kann es sich bei dem teuren Kader inzwischen nicht mehr leisten, den Europapokal zu verpassen. Ansprüche und Personalaufwand sind gleichermaßen schnell gewachsen. Zuletzt hatte die SGE trotz eines Umsatzes von 389 Millionen Euro einen Fehlbetrag von 8,3 Millionen vermeldet.

    Auch wegen seines in den 90er Jahren für die Eintracht tätigen Vaters Klaus und seiner Zeit als Spieler bei der Eintracht nach der Jahrtausendwende besaß Dino Toppmöller eine hohe Identifikation mit dem Klub. „Ich hätte sehr gerne mit dieser Mannschaft weitergearbeitet und mich weiter den Herausforderungen gestellt“, teilte der 45-Jährige mit, aber er „akzeptiere die Entscheidung“. Etwas Pathos hinterließ er auch noch: „Es war mir eine Ehre.“

    Toppmöller hatte wohl schon in Bremen geahnt, dass es eng werden könnte. Die instabile Abwehr sei „ein leidiges Thema“, hatte er nach dem 3:3 eingeräunt, „und natürlich bin ich da in allererster Linie in der Verantwortung“. Im Spiel gegen den Ball fehlte dem Team seit Wochen jede Geschlossenheit, was nicht am fehlenden Willen, sondern offenbar an den taktischen Vorgaben lag. Es heißt, der aus seiner gemeinsamen Zeit beim FC Bayern und bei RB Leipzig stark von Nagelsmann beeinflusste Toppmöller habe das Team mit Informationen überfrachtet. Viele Spieler wirkten jedenfalls überfordert. Die Bremer konnten zum Rückrundenauftakt jedenfalls nach Herzenslust stürmen. Und nicht mal der glückliche Ausgleich durch Ansgar Knauff tief in der Nachspielzeit konnte Frankfurts Cheftrainer den Job retten.

  • Schriftstellerin Leïla Slimani »Die denken, man wandert ein. Punkt« Die marokkanisch-französische Schriftstellerin

    Schriftstellerin Leïla Slimani »Die denken, man wandert ein. Punkt« Die marokkanisch-französische Schriftstellerin

    Schriftstellerin Leïla Slimani

    »Die denken, man wandert ein. Punkt«

    Die marokkanisch-französische Schriftstellerin Leïla Slimani mahnt: In den Debatten über Migration gehe ein Punkt unter. »Vor allem die Politiker machen sich keine Vorstellung davon, wie anstrengend es ist, einzuwandern.«

    Zur Merkliste hinzufügen

    Artikel anhören (3 Minuten)
    3 Min

    Link kopieren

    Weitere Optionen zum Teilen

    Link kopieren

    Bild vergrößern

    Schriftstellerin Leïla Slimani: »Man fragt sich ständig: Aber was mache ich da? Ist es richtig, dass ich mich so verbiege?«

    Foto: Jp Pariente / SIPA / picture alliance

    if (typeof(Event) === ‘function’) {window.dispatchEvent(new Event(‘POLYGON_DOM_LARGEST_CONTENTFUL_PAINT_READY’));}

    Identität und Fremde, Freiheit und Entwurzelung, die Zerrissenheit zwischen zwei Ländern und Kulturen 

    : Das sind die großen Themen der marokkanisch-französischen Familiensaga der Schriftstellerin Leïla Slimani. Den dritten Band hat sie gerade abgeschlossen und mahnt auch vor dem Hintergrund ihrer eigenen Biografie, nicht zu unterschätzen, vor welchen Herausforderungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stehen.

    Wenn man gefallen wolle, müsse man wie die Leute vom neuen Ort werden, sagte die 44-jährige Schriftstellerin, die französische und marokkanische Wurzeln hat, der »Süddeutschen Zeitung« 

    vom Wochenende. »Die sind misstrauisch, sie hören ganz genau hin, ob man die Sprache auch wirklich gut spricht, ob man einen Akzent hat, ob man die Nuancen in einem Witz versteht. Es ist demütigend.«»Die denken: Man wandert ein, Punkt«Man riskiere dabei, die Person zu verlieren, die man vorher gewesen sei, erklärte die Schriftstellerin. »Man fragt sich ständig: Aber was mache ich da? Ist es richtig, dass ich mich so verbiege? Mache ich das nur, um den anderen zu gefallen, oder gefällt es mir selber auch?« In den gesellschaftlichen Debatten zur Migration gehe dieser Punkt unter.

    »Vor allem die Politiker machen sich keine Vorstellung davon, wie anstrengend es ist, einzuwandern, wie schmerzvoll, wie körperlich, wie viel Zeit das braucht«, sagte Slimani. »Die denken: Man wandert ein, Punkt. Dabei dauert es oft zwei Generationen, bis man angekommen ist, bis man Franzose ist, Engländer, Deutscher.«Wie sie ihre eigene Identität als Französin und Marokkanerin empfindet, beschrieb die Autorin so: »Natürlich ist es eine Nichtidentität. Die Leute sagen immer zu mir: Was für ein Reichtum, doppelt zu sein! Aber so ist das nicht, ich bin nicht doppelt – ich bin nichts.«

    Mehr zum Thema

    Nach acht Jahren: Leïla Slimani schließt ihre Romantrilogie ab

    Said Etris Hashemi, 28: »Wenn Hetze Alltag wird, wird Gewalt zur Konsequenz«

    Aufgezeichnet von Özlem Gezer

    »Landesamt für Einwanderung« in Berlin: Deutsch werden im Akkord

    Von Frauke Hunfeld

    Slimani zählt in Frankreich zu den bekanntesten Autorinnen der Gegenwart. Sie wurde 1981 in Rabat geboren, studierte und arbeitete in Frankreich und wurde 2016 schlagartig durch ihren verstörenden Thriller »Dann schlaf auch du« berühmt, für den sie den französischen Literaturpreis Prix Goncourt erhielt. Auch ihre nachfolgenden Bücher wurden weltweit übersetzte Bestseller.

    fok/dpa/KNA

    = $appBridge.minAppNavigationHomepageVersion ? $publish(‘APP_NAVIGATION’, { targetId: ‘homepage’ }) : window.location.href = $el.href”>

    = $appBridge.minAppNavigationHomepageVersion? $publish(‘APP_NAVIGATION’, { targetId: ‘homepage’ }) : window.location.href = $el.href”>
    Startseite

  • Verliert Hannover 96 seinen besten Stürmer? In seiner ersten Zweitliga-Saison startete Benjamin

    Verliert Hannover 96 seinen besten Stürmer? In seiner ersten Zweitliga-Saison startete Benjamin

    <!–>

    –>

    Verliert Hannover 96 seinen besten Stürmer? In seiner ersten Zweitliga-Saison startete Benjamin Källman (27) sofort durch. Der Finne erzielte in 17 Begegnungen zehn Treffer und bereitete einen weiteren vor. Dabei war er die ersten sechs Partien nur Joker.

    Die Tor-Quote hat längst internationale Interessenten für den 37-maligen Nationalspieler (zehn Treffer) auf den Plan gerufen – einen von der Insel. Wie „SportsBoom“ berichtet, hat Norwich City Källman auf der Winter-Einkaufsliste.

    Hannover 96: Norwich heiß auf Källman?

    Der englische Zweitligist bereitet sich auf den Abgang seines Top-Stars Josh Sargent (25) vor. Im Sommer wurde der Amerikaner bereits vom Bundesligisten VfL Wolfsburg umworben, war den Niedersachsen allerdings zu teuer. Der Marktwert des Ex-Bremers (Januar 2018 bis Sommer 2021) beträgt derzeit 20 Mio. Euro (Quelle: transfermarkt.de). Weg will der Nationalspieler immer noch, derzeit sollen ihn u.a. Toronto und Burnley im Fokus haben.

    Bei einem denkbaren Sargent-Abgang soll Källman weit oben auf der Wunsch-Liste von Norwich-Coach Philippe Clement (51) stehen. Finanzierbar sollte der Finne für die Engländer sein. Der Marktwert des Mittelstürmers liegt derzeit bei 3 Mio. Euro.

    [–>Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass Hannover seinen Top-Angreifer Richtung England ziehen lässt. Bei den Niedersachsen hat der bullige Rechtsfuß noch einen Vertrag bis Sommer 2028 und nimmt bei der Mission Bundesliga-Aufstieg eine wesentliche Rolle ein.

    Bei Norwich müsste er übrigens um den Klassenerhalt in der Championship kämpfen. Da macht das Rennen um die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus sicher mehr Spaß. Und genau das ist sein Ziel. „Das wäre natürlich überragend, wenn es irgendwann mal zu einem solchen Erfolg in der Karriere kommen würde. Was kommt, das kommt. Die Basis ist sowieso immer, die kleinen Dinge richtig zu machen, damit es zu großen Dingen kommen kann“, betonte Källman einst.

  • ER ist Stuttgarts Mann der Stunde.Vor allem dank Jamie Leweling (24) darf

    ER ist Stuttgarts Mann der Stunde.Vor allem dank Jamie Leweling (24) darf

    <!–>

    –>

    ER ist Stuttgarts Mann der Stunde.

    Vor allem dank Jamie Leweling (24) darf der VfB von der Champions-League-Teilnahme träumen. Heute (15.30 Uhr/DAZN) will er mit den Schwaben gegen Ex-Klub Union Berlin den nächsten Schritt in Richtung Königsklasse machen.

    In Berlin kam er in der Saison 2022/2023 zwar auf 25 Pflichtspiele, stand im Schnitt aber nur 13 Minuten auf dem Platz. Er flüchtete nach Stuttgart, ließ sich zunächst ausleihen („Die beste Entscheidung meiner Karriere“), ehe der VfB ihn 2024 für 5 Mio. Euro fest verpflichtete.

    Empfindet er rückblickend Genugtuung? Leweling zu BILD: „Nein, das nicht. Ich wusste schon immer, was ich kann und dass ich gut bin. Es hat damals einfach noch nicht sein sollen, dass ich bei Union durchstarte.“

    Der VfB ist seit vier Spielen ungeschlagen, gewann u. a. in Leverkusen (4:1). Durch einen Leweling-Doppelpack! Kein Wunder, dass das Begehrlichkeiten weckt. Zuletzt lehnten die Schwaben ein Angebot über 40 Mio. Euro für Leweling von Bournemouth ab.

    [–>Der Flügelflitzer (Vertrag bis 2029): „Ich habe das natürlich mitbekommen, das ist normal im Fußball. Was ich sagen kann: Ich bleibe hier! Das ist definitiv. Deshalb habe ich das Thema auch schnell abgehakt.“

    Und wie denkt er über solche Summen? Leweling: „Ich habe mich schon etwas erschrocken, aber so ist das Fußballgeschäft. Vor fünf Monaten hätte ich niemals gedacht, dass jemand dazu bereit ist, so viel für mich zu bezahlen.“

    VfB-Teamkollege Deniz Undav (29) schwärmte zuletzt: „Wenn er so weitermacht, bringt er sich auf einen riesigen Markt. Er ist ein perfekter Spieler für die Premier League.“ Was er dazu sagt? Leweling lacht: „Wenn er das sagt, muss es stimmen.“

    Im Oktober 2024 feierte er gegen Holland sein Debüt in der Nationalmannschaft, traf gleich zum 1:0-Sieg. Inzwischen hat er unter Julian Nagelsmann (38) vier Länderspiele absolviert. Klar, dass er im Sommer zur WM in den USA, Kanada und Mexiko will.

    Stuttgart-Star träumt vom WM-Titel

    Leweling: „Der Bundestrainer weiß, was er von mir bekommt. Ich hoffe, dass ich bis zum Sommer beim VfB meine Leistung bringe. Falls ich dann zur WM mitfahren darf, wäre das wahrscheinlich nicht als Stammspieler, da gibt es andere Kandidaten. Ich wäre schon sehr zufrieden, wenn ich hin und wieder zum Einsatz kommen würde.“

    Und weiter: „Ende des vergangenen Jahres hat mir der Bundestrainer eine Sprachnachricht geschickt und mir gesagt, was er von mir erwartet. Das nehme ich mir zu Herzen und hoffe, dass ich im März wieder dabei bin.“

    WM-Teilnahme oder Champions-League-Qualifikation – was würde er eher nehmen?

    Leweling: „Beides ist möglich. Wenn wir mit dem VfB eine gute Saison spielen und dann in die Champions League kommen, habe ich gute Chancen, bei der WM dabei zu sein. Das baut aufeinander auf.“

    Und dann holt er mit Deutschland den Titel?

    Der Stuttgart-Star: „Die Konkurrenz ist groß: Spanien, Frankreich, Argentinien. Auch Portugal wird gut drauf sein. Wenn in der Nationalmannschaft jeder Spieler bei 100 Prozent ist, haben wir eine Top-Mannschaft. Am Ende gehört bei einem Turnier immer auch etwas Glück mit dazu.“

  • Große Darts-Show im Weserpark!Bis Samstagabend kämpften 24 Teilnehmer in Bremens Top-Shopping-Adresse um

    Große Darts-Show im Weserpark!Bis Samstagabend kämpften 24 Teilnehmer in Bremens Top-Shopping-Adresse um

    <!–>

    –>

    Große Darts-Show im Weserpark!

    Bis Samstagabend kämpften 24 Teilnehmer in Bremens Top-Shopping-Adresse um den Sieg im Darts Cup. Mit dabei: zwei BILD-Gewinner, die sich mit Stars der Szene messen durften. Lars Penzin unterlag Luke „Woody“ Woodhouse (Nr. 21 der Welt) und Matthias Ellmers hatte gegen Max Hopp (Nr. 83) keine Chance. Ellmers: „Ich war supernervös, als es auf die Fläche ging und ich gegen solch einen Profi antreten konnte. Leider habe ich dann auch krachend verloren.“

    Darts Cup im Weserpark: Hopp machte BILD-Gewinner nervös

    Neben Woodhouse und Hopp war auch Scott Williams (Nr. 44) am Start, der es bei der WM 2024 bis ins Halbfinale geschafft hatte. Die Stars gaben beim Darts Cup hilfreiche Tipps, schrieben Autogramme und ließen Selfies machen.

    [–>Der Darts Cup im Weserpark fand bereits zum siebten Mal statt und ist das größte Darts-Event im kleinsten Bundesland.

  • Das 27:30 bei der Handball-EM gegen Serbien könnte der Anfang vom Ende

    Das 27:30 bei der Handball-EM gegen Serbien könnte der Anfang vom Ende

    <!–>

    –>

    Das 27:30 bei der Handball-EM gegen Serbien könnte der Anfang vom Ende sein! Im Dyn-Podcast „Harzblut“ rechnen die Handball-Legenden Stefan Kretzschmar (52), Pascal Hens (45) und Michael Kraus (42) mit Bundestrainer Alfred Gíslason (66) ab. Ihr Vorwurf: schlechte Führung, fehlende Ideen, vercoacht. Das Halbfinale war das erklärte Ziel. Jetzt droht nach der überraschenden Pleite das vorzeitige Aus. Das wäre ein historisches Debakel. Für die Handball-Experten ist klar: Das lag nicht nur an den Spielern, sondern auch an den Entscheidungen des Trainers.

    Kretzschmar nimmt den Angriff auseinander: „Wir sind so unkreativ, ohne Lösung, ohne Flow im Angriff. Das macht mir Sorgen. Da sehe ich mir das Spiel an und denke mir: ‚Was ist denn die Idee?‘“ Für ihn fehlt ein klarer Plan, eine erkennbare Handschrift. Stattdessen wirkte das Spiel statisch und ratlos.

    Hens stören die fehlenden Wechsel. „Golla spielt und spielt und spielt. Der braucht eine Pause. Stell da mal einen frischen hin. Super, dass wir die Breite haben, aber die spielen halt nicht, und dann geht ein wenig die Kraft aus.“ Die viel gelobte Breite des Kaders bleibe Theorie, wenn sie nicht genutzt werde.

    Handball-EM: Scharfe Legenden-Kritik an Gíslason!

    Besonders hart fällt Hens’ Urteil über die Schlussphase aus. Das DHB-Team versuchte, die Serben mit einer offensiven Deckung zu stoppen, kassierte dadurch Tor um Tor. „Allein die letzte Aktion, da muss doch jeder geschnallt haben, wir gewinnen das nicht mehr und fangen uns noch ein Tor und verlieren mit 3. Jetzt ist die Situation deutlich komplizierter“, schimpft Hens. Seine Kritik richtet sich klar an die Bank: „Mir hat die Führung von außen gefehlt. Die Jungs wussten in der zweiten Halbzeit auch nicht mehr was und waren verunsichert. Grgic kommt rein, macht zwei Sachen und sitzt wieder.“

    [–>Auch Kretzschmar sieht dort ein Kernproblem. Während Serbien und Trainer Raul Gonzalez die Turnierkonstellation im Blick gehabt hätten, habe die deutsche Bank den Überblick verloren: „Raul Gonzalez, der Trainer der Serben, wusste ganz genau: Sie müssen mit drei gewinnen. Wir haben uns gar nicht damit beschäftigt. Raul nimmt die Auszeit und sagt: Wir brauchen das dritte Tor.“ Für den Einsatz von Grgic findet er ebenfalls klare Worte: „Bei Grgic bin ich komplett bei dir. Damit helfe ich dem Jungen ja auch nicht.“

    Immer wieder geht es aber um das gleiche Thema: Die DHB-Auswahl habe angeblich viele Optionen, diese würden aber kaum genutzt. Kretzsche: „Wenn wir uns dafür feiern, dass wir in der Breite so talentiert sind, wie nie zuvor, dann kannst du nicht mit sieben Leuten durchspielen. Dann musst du den Talente-Pool auch nutzen.“

    Handball-EM: Gíslason hat laut Kraus „scheiße gecoacht“

    Mimi Kraus (42) prangert deshalb auch den Auftritt des Bundestrainers an: „Alfred hat scheiße gecoacht, vercoacht. So kann man es zusammenfassen, weiter geht’s. Das war einfach kacke im Angriff.“

    Hens ergänzt die Generalabrechnung mit einem taktischen Vorwurf. „Wenn’s im Angriff nicht läuft, haben wir keinen Plan B. Seit Ewigkeiten gibt es das Sieben gegen Sechs. Gibt es bei uns nicht. Vier Rückraumspieler, haben wir nicht.“ Für ihn ist klar: „So was müssen wir doch auch irgendwie in der Nationalmannschaft etablieren. Auch da müssen wir uns weiterentwickeln. Es geht nicht mehr ohne das.“

  • Reinickendorf – Nur ein halber Meter fehlte – dann hätte es Tote

    Reinickendorf – Nur ein halber Meter fehlte – dann hätte es Tote

    <!–>

    –>

    Reinickendorf – Nur ein halber Meter fehlte – dann hätte es Tote geben können!

    Am vergangenen Mittwoch gegen 9.30 Uhr spielten sich in der bekannten Hochhaussiedlung Märkisches Viertel in Berlin-Reinickendorf erschreckende Szenen ab. Plötzlich krachten Gegenstände aus großer Höhe auf einen Gehweg.

    Erst aus dem 13. Stock, kurz darauf auch aus dem zweiten Stock. Unter den Wurfgeschossen waren ein Kinderfahrrad und ein großer Holzbildrahmen.

    Das Hochhaus im Berliner Ortsteil Märkisches Viertel

    Das Hochhaus im Berliner Ortsteil Märkisches Viertel

    Diesen Verdächtigen nahm die Polizei fest

    Besonders dramatisch: Ein siebenjähriges Kind und seine 36-jährige Mutter standen zu diesem Zeitpunkt auf der Straße. Der massive Holzbildrahmen schlug nur rund 50 Zentimeter neben ihnen auf. Ein halber Meter, der über Leben und Tod oder schwere Verletzungen entschied. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Mutter und Kind kamen mit dem Schrecken davon. Die Polizei nahm einen 30-jährigen Tatverdächtigen fest. Der Mann ist wohnungslos und hat laut eines internen Polizeischreibens eine litauisch-lettische Staatsangehörigkeit.

    Die Polizisten brachten ihn zunächst in ein Gewahrsam. Hinweise auf einen möglichen Vorsatz ergaben sich für die Polizei nicht – der Mann wurde wieder freigelassen.

    Ein Einsatzwagen der Polizei vor dem Hochhaus im Märkischen Viertel. Ein 30-Jähriger hatte Gegenstände geworfen

    Ein Einsatzwagen der Polizei vor dem Hochhaus im Märkischen Viertel. Ein 30-Jähriger hatte Gegenstände geworfen

    „Das ist unverantwortlich“

    Gewerkschafter Thorsten Schleheider, Landesvize der GdP, äußerte sich deutlich zu dem Vorfall. „Wir sind erst einmal froh, dass dem Kind und der Mutter rein äußerlich nichts passiert ist“, sagte Schleheider. Doch er warnte eindringlich: „Wer Gegenstände aus einem Hochhaus wirft, riskiert schwerste Verletzungen und den Tod von Menschen.“ Besonders scharf kritisierte er den Umgang mit dem Tatverdächtigen: „Dass man einen wohnungslosen Täter sofort wieder auf freien Fuß lässt, ist unverantwortlich, aber leider in dieser Stadt keine Seltenheit.“

    Schleheider verwies auf ähnliche Fälle in der Vergangenheit. „Wir haben in den letzten Jahren bereits mehrere Fälle dieser Art gesehen, die nicht als das behandelt wurden, was sie sind – versuchter Totschlag.“

  • Geesthacht – Riesige Schollen schieben sich übereinander, bis zu zehn Meter hoch

    Geesthacht – Riesige Schollen schieben sich übereinander, bis zu zehn Meter hoch

    <!–>

    –>

    Geesthacht – Riesige Schollen schieben sich übereinander, bis zu zehn Meter hoch türmen sich einige Eisberge auf! Auf der Elbe vor Hamburg spielen sich bizarre Winterszenen ab, obwohl längst das Tauwetter eingesetzt hat …

    Sechs Eisbrecher sind im Dauer-Einsatz und kämpfen sich durch die gefrorenen Barrieren, um den Fluss wieder passierbar zu machen.

    Bis zu fünf Meter hoch ist das Eisschollen-Feld, welches sich bei der Elbbrücke Geesthacht nach Niedersachsen aufgetürmt hat

    Brisante Lage: Bis zu zehn Meter hohe Eisberge türmen sich rund um die Elbbrücke Geesthacht nach Niedersachsen auf

    „Das hatten wir so auch noch nicht“, sagt Andreas Schultz, Leiter der Spezialschiff-Flotte beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA). Das ungewöhnliche Naturschauspiel zieht zahlreiche Schaulustige an. An den Ufern sammeln sich Menschen, zücken ihre Handys und fotografieren die Eisberge auf der Elbe. Langsam vorbeifahrende Autofahrer sorgen teilweise sogar für Stau.

    [–>Wie kam zu den Eis-Massen?

    Eiskalte Temperaturen von bis zu minus 10,8 Grad am vergangenen Sonntag – und dazu Niedrigwasser. Eine fiese Kombination!

    Schaulustige sind zwischen den auf den Elbstrand gedrückten Eisbergen unterwegs

    Schaulustige sind zwischen den auf den Elbstrand gedrückten Eisbergen unterwegs

    Der Abfluss der Elbe lag teilweise bei nur 300 Kubikmetern (300.000 Liter) pro Sekunde. Viel zu wenig, so Schultz: Mindestens 200 Kubikmeter mehr müssten es sein, „damit das Eis vernünftig ablaufen kann“.

    Durch Niedrigwasser kam es zum Grundeis, welches aufstieg und die Elbe blockiert

    Durch Niedrigwasser kam es zum Grundeis, das aufstieg und die Elbe blockiert

    Die Folge: Das Grundeis bildete sich am Boden, stieg nach oben und setzt die Oberfläche zu. Als am Montag Tauwetter einsetzte, griffen die Eisbrecher an. Doch die Eis-Massen waren kaum wegzubekommen.

    6 Eisbrecher sind auf der Elbe im Einsatz. Vor das 5-Millionen-Euro-Schiff „Keiler“

    Sechs Eisbrecher sind auf der Elbe im Einsatz

    Eisbrecher im Dauer-Einsatz

    Seitdem ist unter anderem XXL-Eisbrecher „Keiler“ im Einsatz. Mit rund 1100 PS fährt das Schiff immer wieder sogar auf die Eisbarrieren, setzt auf und zerdrückt das Eis: Tag und Nacht!

    Ein Vogel hockt auf einem Mini-Eisberg, lässt sich auf dem Wasser treiben

    Ein Vogel hockt auf einem Mini-Eisberg, lässt sich auf dem Wasser treiben

    Und wann ist Schluss? Schon in dieser Woche droht neuer Frost. Zum Ende des Monats könnte der Winter sogar erneut zweistellige Minusgrade bringen …