Deutschen Handballern droht EM-Debakel »Vercoacht« – Kritik an Trainer Gíslason nach Serbien-Niederlage Buzzer-Fauxpas, Pleite gegen den Außenseiter, unzufriedene Spieler: Die deutschen Handballer müssen um den Einzug in die EM-Hauptrunde zittern. Trainer Alfred Gíslason nimmt die Schuld auf sich. Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen Link kopieren…
»Friedensrat« für internationale Konflikte Für eine Milliarde Dollar wird man Dauermitglied in Trumps Gegen-Uno Mit seinem »Friedensrat« will der US-Präsident eigentlich den Gazakonflikt dauerhaft lösen. Nun hat Trump ein Einladungsschreiben verschickt. Offenbar stellt er sich das Projekt weitaus größer vor – und als exklusiven Klub. Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min Link…
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Diese Statistik ist bemerkenswert! Beim Sieg von Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen war die Foul-Verteilung sehr unausgeglichen – die TSG foulte mehr als doppelt so oft! Die TSG begeht die meisten Fouls in der Bundesliga! Lesen Sie hier, wie TSG-Trainer Ilzer die Hoffenheimer Foul-Weltmeister erklärt.
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Nach 1:0-Führung unnötige 1:2-Niederlage in Köln: Erheblicher Dämpfer für Mainz 05 im Kampf um den Klassenerhalt. Jetzt redet der erste Profi Klartext! Wer es ist? Welche Fehler er anprangert? Lesen Sie es hier mit BILDplus
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten: Wenn an diesem Montag das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos beginnt, soll die Sonne über den schneebedeckten Schweizer Bergen strahlen. Das war es dann aber auch schon mit den schönen Aussichten für diese Woche, ansonsten sieht es ziemlich düster aus. Und das liegt vor allem an einem Mann: Donald…
Wegen des hohen Krankenstands stellt Bundeskanzler Friedrich Merz erneut die telefonische Krankschreibung infrage. Darüber müsse man mit dem Koalitionspartner SPD sprechen, sagte der CDU-Vorsitzende im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg. Merz sagte in Bad Rappenau, die Beschäftigten in Deutschland kämen im Schnitt auf 14,5 Krankentage. „Das sind fast drei Wochen, in denen die Menschen in Deutschland aus…
»Vercoacht« – Kritik an Trainer Gíslason nach Serbien-Niederlage
Buzzer-Fauxpas, Pleite gegen den Außenseiter, unzufriedene Spieler: Die deutschen Handballer müssen um den Einzug in die EM-Hauptrunde zittern. Trainer Alfred Gíslason nimmt die Schuld auf sich.
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Trainer Alfred Gíslason: »Mein Auszeit-Fehler hat die Mannschaft mindestens einen Punkt gekostet«
Foto: Gerhard Koffler / Kessler-Sportfotografie / IMAGO
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Die Niederlage gegen Außenseiter Serbien ist ein Rückschlag für Deutschlands Ambitionen bei der Handball-EM. Ausgerechnet vor dem entscheidenden Vorrundenspiel gegen Spanien am Montag (20.30 Uhr, TV: ZDF, Dyn) wird Kritik an Bundestrainer Alfred Gíslason laut. Dieser hatte die Pleite nach seinem Buzzer-Fauxpas auf sich genommen.
»Mein Auszeit-Fehler hat die Mannschaft mindestens einen Punkt gekostet. Ich habe den Fehler gemacht, nach oben zu gucken. Dieses Tor hätte uns extrem gutgetan. Das war ein Schock für die Mannschaft«, befand der Isländer einen halben Tag nach dem 27:30 gegen Serbien.Was war passiert? In der 58. Minute hatte Juri Knorr eigentlich den Ausgleich zum 26:26 erzielt, doch Gíslason hatte an der Seitenlinie auf den roten Buzzer gedrückt, um eine Auszeit zu nehmen. Weil der Ball zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Torlinie passiert hatte, zählte der Treffer nicht. »Das ist natürlich fatal aus meiner Sicht und geht völlig auf mich«, sagte Gíslason.
Den Spielbericht lesen Sie hier
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Nach der Partie hatte Spielmacher Juri Knorr ungewohnt deutliche Kritik an seinem Trainer geäußert. Diese hatte nichts mit der unglücklichen Schlussphase zu tun. Auslöser war vielmehr die Personalpolitik, die der deutsche Spielmacher nicht nachvollziehen konnte: »Wir haben die Serben in der ersten Halbzeit überrannt – und dann ändern wir alles. Das verstehe ich nicht. Ich stand in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel auf der Platte», sagte der 25-Jährige.
Mit diesen Worten konfrontiert, versuchte Gíslason zunächst, die Brisanz herauszunehmen. »Wir sprechen intern sehr viel, aber was er in der Presse gesagt hat, weiß ich nicht«, sagte der 66-Jährige. Erst auf erneute Nachfrage räumte der Isländer Versäumnisse ein: Kapitän Johannes Golla hätte mehr Pausen gebraucht, Justus Fischer kommen müssen.Routinier Lukas Mertens wollte von Unruhe im Team hingegen nichts wissen und nahm auch seinen Trainer in Schutz. »Wenn wir Spieler anfangen, darüber zu sprechen, ich will da spielen oder dort, macht das alles keinen Sinn. Der Trainer entscheidet, wer wann und wo auf der Platte steht«, befand der 29-Jährige.
Der Bundestrainer musste indes nicht nur Knorrs Kritik aushalten. Auch die Dyn-Experten um Handball-Ikone Stefan Kretzschmar schossen sich verbal auf Gíslason und seine Schützlinge ein. »Alfred, scheiße gecoacht. Vercoacht», kritisierte etwa Ex-Weltmeister Michael Kraus.Kretzschmar ging ebenfalls mit dem deutschen Offensivauftritt hart ins Gericht. Besonders die Außenpositionen seien praktisch nicht eingebunden gewesen. »Da hätten auch der Busfahrer und der Physiotherapeut stehen können – da kam ja gar kein Ball hin«, sagte Kretzschmar.So kommt Deutschland noch in die HauptrundeDie Lage vor dem Vorrunden-Abschluss ist zwar schwierig, aber nicht aussichtslos. Spanien führt die Tabelle mit 4:0 Punkten an, dahinter folgen Serbien und Deutschland (beide 2:2). Österreich ist mit 0:4 Zählern Letzter. Die ersten beiden Teams kommen weiter.
Will sich die DHB-Auswahl nicht auf die Schützenhilfe der Österreicher verlassen, muss gegen Spanien ein Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied her. Dann wäre der Olympia-Zweite im Falle eines Sieges von Serbien beim Dreiervergleich definitiv Gruppenzweiter vor Spanien.Optimal wäre, wenn die DHB-Auswahl gegen Spanien gewinnt und Serbien zuvor gegen Österreich maximal unentschieden spielt. Nur dann würde das deutsche Team mit 2:0 Punkten in die Hauptrunde starten. Selbst eine Niederlage könnte bei einer bestimmten Konstellation zum Weiterkommen reichen.Modus, Spielplan, Ergebnisse: Alles Wichtige zur Handball-EM lesen Sie hier.
Für eine Milliarde Dollar wird man Dauermitglied in Trumps Gegen-Uno
Mit seinem »Friedensrat« will der US-Präsident eigentlich den Gazakonflikt dauerhaft lösen. Nun hat Trump ein Einladungsschreiben verschickt. Offenbar stellt er sich das Projekt weitaus größer vor – und als exklusiven Klub.
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US-Präsident Donald Trump
Foto: Leah Millis / REUTERS
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Eigentlich soll das Gremium die aus Technokraten bestehende Übergangsregierung in Gaza überwachen: Donald Trump hat jüngst die Bildung eines »Friedensrates« für die Region bekannt gegeben, wie dies auch der zweite Teil des Friedensplans des US-Präsidenten vorsieht. Nun aber zeigt sich anhand des von Trump an zahlreiche Staaten geschickten Einladungsschreiben, dass das Projekt wohl deutlich größer angelegt ist.
Mit ihm selbst als Vorsitzenden solle eine neue internationale Organisation gebildet werden, teilt US-Präsident Donald Trump in einem der Schreiben mit, das der Nachrichtenagentur Reuters, der »Financial Times
« sowie dem Medienunternehmen Bloomberg vorliegt. Mehrere Staats- und Regierungschefs hatten eigenen Angaben zufolge zuletzt ein Einladungsschreiben erhalten.Die dem Brief angefügte Charta sieht den Berichten zufolge vor, dass die teilnehmenden Staaten eine Milliarde Dollar zahlen sollten, wenn sie länger als drei Jahre Mitglied bleiben wollen. Trump argumentiert, durch den vorgeschlagenen Friedensrat habe man die Chance auf einen »dauerhaften Frieden«. Die Eingeladenen hätten die Ehre, durch »Vorbild zu führen« und »brillant« in eine sichere und wohlhabende Zukunft zu investieren. Die Einladung gehe deshalb an »wundervolle und engagierte« Partner. Diese könnten einen Repräsentanten ernennen, der dem von ihm geführten Rat angehören solle.
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»Jeder Mitgliedstaat hat eine Amtszeit von höchstens drei Jahren ab Inkrafttreten dieser Charta, die vom Vorsitzenden verlängert werden kann«, heißt es in dem begleitenden Dokument zu dem Brief. »Die dreijährige Mitgliedschaftsdauer gilt nicht für Mitgliedstaaten, die innerhalb des ersten Jahres nach Inkrafttreten der Charta mehr als eine Milliarde US-Dollar an Barmitteln an den Friedensrat leisten«.
Im Text der Charta wird nach Angaben der »Financial Times« Gaza überhaupt nicht erwähnt. Zudem verleihe sie Trump als Vorsitzenden derart weitreichende Befugnisse, sodass er sowohl Mitgliedstaaten ernennen als auch entfernen könne, berichtet das Blatt. Eine entsprechende Entscheidung könne nur mit einer Zweidrittelmehrheit der Mitglieder aufgehoben werden.Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder Kritik an der Uno geübt. Ein Friedensrat in der von ihm angekündigten Form könnte die Bedeutung der internationalen Organisation wohl erheblich schmälern. Allerdings dürfte eine Zustimmung europäischer Staaten zu der Charta unsicher sein. Bundesregierung und EU hatten in der Vergangenheit immer wieder betont, dass sie die Uno als wichtigste internationale Organisation zur Wahrung des Völkerrechts ansehen.
München (Bayern) – Senta Berger (84) kehrt mit „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ auf die Kinoleinwand zurück – und fordert in BILD einen anderen Umgang mit älteren Menschen.
Das große Interview mit einer der größten Film-Diven Deutschlands!
BILD: Stimmt es, dass Sie eigentlich schon aufhören wollten?
Senta Berger: „Habe ich wirklich gesagt, dass Schluss ist? Nein. Natürlich ändert sich ab einem gewissen Alter und in einer gewissen Lebenssituation die Einstellung zur Arbeit. Aber Gott sei Dank bin ich ja in einem Beruf, in dem man nicht in Rente geschickt wird. Insofern muss ich das Ende selbst bestimmen. Ich habe also nie aufgehört, zu spielen. Und meine Lesungen sind ein großer Ansporn, mich auch weiterhin mit Literatur zu beschäftigen.“
Literatur ist ein gutes Stichwort: Die Vorlage zu Ihrem neuen Film ist der gleichnamige Bestseller von Joachim Meyerhoff.
Senta Berger: „Ich habe meinem Sohn Simon das Buch geschenkt. Aber in Wahrheit ist der Film ein Geschenk an uns beide, weil wir wieder miteinander arbeiten konnten. Und wenn ich mit dieser Rolle meinem beruflichen Leben vor der Kamera ein Ende setzen würde, dann wäre es in Ordnung. Ich habe mir lange überlegt, ob ich diese Rolle überhaupt spielen kann – oder ob ich lieber zu Hause bleibe. Wissen Sie, ich bin ja nun auch wirklich schon sehr alt …“
1986: Senta Berger (damals 45) am Set von „Kir Royal”
Wann fängt das Alter denn überhaupt an?
Senta Berger: „Das weiß ich nicht. Was ich weiß: Ich war lange unglaublich naiv. Mit 50 habe ich überhaupt nicht daran gedacht, dass ich schon 50 bin. Mit 60 habe ich dann angefangen, meine Reihe ‚Unter Verdacht’ zu drehen, daraus wurden 30 Folgen. Und dann wurde ich plötzlich 70 – und habe immer noch viel gedreht. Mit 75 war ich irgendwie immer noch nicht alt. Ich hatte zwar schon Enkelkinder, und von außen hätte mein Leben durchaus alt aussehen können, aber ich fühlte mich nicht so. Wirklich alt fühle ich mich erst jetzt.“
Warum jetzt?
Senta Berger: „Das hat sicherlich damit zu tun, dass ich jetzt alleine bin. Zusammen alt werden ist einfach leicht. Und es kann übrigens sehr komisch sein, wenn man Humor hat – den braucht man dringend – und einigermaßen gesund bleibt.“
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Senta Berger hat ihr eigenes Tempo im Leben gefunden
Der Film zeigt auf sehr charmante Weise das Miteinander der jungen Generation mit der Generation der Großeltern. Haben Sie den Eindruck, dass unsere Gesellschaft dieses Miteinander ausreichend lebt?
Senta Berger: „Das Miteinander zwischen Alt und Jung war vielleicht nie leicht, aber dadurch, dass wir jetzt mehr Medien haben, wird das Miteinander nicht leichter und oft auch harscher im Ton. Wenn ich beispielsweise lese, dass jemand ein alter weißer Mann ist und bitteschön mit 75 endlich abtreten möge, frage ich mich schon, in welcher Welt wir eigentlich leben. Wir sollten uns eher anschauen, was ältere Menschen alles erlebt, erfahren und durchgestanden haben, und uns fragen, was wir davon für uns mitnehmen können. Ich sehe eine Merkwürdigkeit in unserer Gesellschaft im Umgang mit älteren Menschen, die es sicherlich so in anderen Kulturen gar nicht gibt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es bei uns, also als ich jung war, auch so war. Alt zu sein, scheint heute ein Makel zu sein. Ich werde im nächsten Mai 85 und ich denke nicht selten: Das kann doch gar nicht sein! Ich war doch eben noch ‚Die schnelle Gerdi‘ … Die Serie ist aber auch schon über 35 Jahre alt. Oder ich war doch eben noch das Mädchen auf der Schauspielschule! Es ist sonderbar, wie die Zeit vergeht. Deshalb muss man sich irgendwann herausziehen und sein eigenes Tempo im Leben finden.“
[–>Wie geht das?
Senta Berger: „Das gelingt einem möglicherweise erst dann besser, wenn man älter wird. Und wenn man nicht enttäuscht ist vom Leben. Ich glaube, man kann ganz gut alt werden, wenn man das Gefühl hat, ein tolles, reiches Leben gelebt zu haben. Ein Leben, das ich immer noch lebe. Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, dass ich etwas versäumt habe. Es wäre undankbar von mir, mich jetzt einfach so fallen zu lassen. Aber es ist halt wirklich schwer, wenn man mit einem Menschen 60 Jahre verbracht hat, der jetzt nicht mehr an deiner Seite ist.“
Kann man von Ihnen möglicherweise lernen, einfach trotzdem weiterzumachen?
Senta Berger: „Von mir sollte bitte niemand etwas lernen. Ich finde das anmaßend. Alles ist jetzt. Die Zeit ändert sich ständig. Und nichts ist mehr so, wie zu der Zeit, in der ich angefangen habe. Dass man in meinem Beruf diszipliniert sein muss, das weiß man sowieso. Und dass man das Glück haben kann und auch braucht, einen guten Regisseur zu haben, wie ich ihn jetzt hatte, das weiß man auch. Ja, ich war sicher immer privilegiert, dass ich mit guten Leuten arbeiten konnte. Und ich hatte eben auch das Glück, einen äußerst interessanten Mann an meiner Seite zu haben, sodass ich nie das Gefühl hatte, jemals etwas versäumt zu haben. Vielleicht haben wir versäumt, noch öfter nach Venedig zu fahren. Aber es ist eben so: Man denkt, man hat noch unendlich viel Zeit vor sich. Das stimmt aber nicht.“
Senta Berger und ihr Mann Michael Verhoeven (†85) waren fast 60 Jahre lang verheiratet
Senta Bergers Mann verstarb im Frühjahr 2024
Ihr Film behandelt Themen, die Sie in jüngerer Vergangenheit als Familie auch durchlebt haben, nämlich den Umgang mit Verlust und Endlichkeit. Im Frühjahr 2024 ist Ihr Mann, Michael Verhoeven, verstorben.
Senta Berger: „Ich glaube, das hat bei diesem Film keine Rolle gespielt. Sie müssen wissen: Als Simon das Angebot bekam, diesen Film zu machen, lebte mein Mann noch. Der Film ist also keine Aufarbeitung meines privaten Lebens. Dass es dann so gekommen ist, dass der Film doch sehr viel mit mir persönlich zu tun hat, das war sicher nicht leicht. Aber weil ich eben einen sehr guten und dazu liebevollen Regisseur hatte, der mich und meine Situation selbst schmerzhaft kannte, bin ich trotzdem jeden Tag froh und gerne zur Arbeit gegangen.“
Senta Berger (damals 30) mit Ehemann Michael Verhoeven (damals 32) bei der Berlinale 1971. Das Paar arbeitete oft zusammen
Würden Sie sagen, dass Sie als Schauspielerin besser sind, wenn Sie der Emotion, die Sie spielen müssen, privat auch gerade nahe sind oder waren?
Senta Berger: „Nein. Dann müsste ich ja immer ein privates Schicksal durchleben, wenn ich dramatische Szenen zu spielen habe, um besonders glaubhaft zu sein.“
Simon Verhoeven, der Sohn von Senta Berger und Regisseur von „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, kommt spontan zum Gespräch dazu.
Simon Verhoeven: „Ich hoffe, ich störe nicht …“
Senta Berger: „Tust Du nicht. Ich habe gerade gesagt, dass ich jeden Tag gerne zur Arbeit gekommen bin. Aber auch, dass unsere private Situation nichts damit zu tun hat, ob ich im Film besser oder schlechter spielen konnte, dass mein Mann stirbt.“
Simon Verhoeven: „Aber die Situation gab es bei uns zu Hause halt auch. Und wir haben im Film eine Szene, in der der Sarg des Ehemannes aus dem Haus getragen wird. Ich jedenfalls habe gefühlt, dass diese Situation für uns beide besonders intensiv war. Und auch schwierig. Natürlich ist Verlust ein sehr großes Thema des Films.“
Sehen Sie sich selbst in Ihrem Sohn, wenn Sie mit ihm als Regisseur arbeiten?
Senta Berger: „Ja, oh ja! Es macht mir wirklich großen Spaß, Simon zuzusehen. Wie fein er mit den Schauspielern arbeitet, wie er mitgeht, wenn etwas gelingt. Eigentlich muss ich mir die Szene, die gerade gedreht wird, gar nicht auf dem Monitor angucken. Mir reicht, wenn ich sein Gesicht sehe. Das ist sehr schön. Das war bei Michael, also Simons Vater, auch so.“
Michael Verhoeven, Senta Berger und der gemeinsame Sohn Simon Verhoeven (53)
Simon Verhoeven: „Ich freue mich ganz oft, wenn ich erlebe, dass etwas, das ich geschrieben habe, durch Schauspieler wie meine Mutter besser wird, wenn sie den Text sprechen. Das macht mich glücklich. Ich genieße es sehr, wenn ich mit meiner Mutter arbeiten kann. Wir begegnen uns dann auf einer Ebene, die für uns beide besonders ist. Wenn wir miteinander arbeiten, sind wir oft harmonischer, als wenn wir nicht miteinander arbeiten. Wir streiten uns privat mehr als am Set.“
Senta Berger: „Oh ja, unbedingt!“ (lacht)
Simon Verhoeven: „Am Set ist meine Mutter meine Schauspielerin, die genau wie ich möchte, dass die Arbeit gelingt. An jedem anderen Ort ist sie meine Mutter.“
Dann sollten Sie einfach mehr miteinander arbeiten.
Simon Verhoeven: „Wenn meine Mutter weiterhin die Lust und die Kraft dazu hat, würde ich das auch sehr gerne tun. Aber sollte aus irgendeinem Grund dieser Film jetzt unser letzter gemeinsamer Film sein, so haben wir beide Grund zur Freude und zur Dankbarkeit.“
Frau Berger, Sie haben in dem Film eine dramatische, letzte Szene, deren Ausgang wir jetzt nicht spoilern, aber der Sie eine komische Note gegeben haben, indem Sie eine übergroße Sonnenbrille im Krankenbett tragen. Hilft Humor, die tragischen Momente des Lebens zu überstehen?
Senta Berger: „Darüber muss ich kurz nachdenken.“
Simon Verhoeven: „Ich finde schon, dass Humor, wie wir ihn im Roman und auch im Film sehen, ein ganz großer Trostspender ist.“
Senta Berger: „Also, mich tröstet Humor dann für eine kurze Zeit, ja. Für Momente. Aber eben nicht mehr.“
Simon Verhoeven: „Aber Du bist jeden Tag ziemlich beseelt nach Hause gegangen.“
Senta Berger: „Die Arbeit war wunderbar. Aber sie hat mich natürlich nicht hinweggetröstet über den Tod von Michael. Trost ist etwas anderes. Die Arbeit war ganz wichtig für mich, das stimmt. Und ich hätte das letzte Jahr wahrscheinlich nicht so gut überstanden, hätte ich diesen Film nicht gedreht. Und wäre ich deswegen nicht jeden Tag mit Simon zusammen gewesen. Klar, ich kann sagen: Meine Kinder und meine Enkel trösten mich, weil sie für mich da sind. Aber auch sie können mich nicht wirklich über den Tod meines Mannes hinwegtrösten.“
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Simon Verhoeven: „Ich verstehe, dass Trost als Begriff zu groß ist, weil man ja hofft, dass es nach dem Trösten besser wird. Aber meine Mutter meint, dass ihr Leben nach diesem Verlust niemals wieder so gut werden kann, wie es war. Und das stimmt natürlich.“
Sie sagen im Film den Satz: „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ Können Sie diesen Satz unterschreiben?
Senta Berger: „Das ist ein schöner Gedanke. Damit kann ich mich hundertprozentig identifizieren. Auch, wenn die Erinnerungen manchmal schmerzhaft sind.“
Sie haben schon erwähnt, dass Sie 2026 ihren 85. Geburtstag feiern. Wie blicken Sie auf das Jahr?
Senta Berger: „Ich habe mir nichts vorgenommen. Keinen Film jedenfalls. Aber ich freue mich über alle Kinder in unserer Familie. Es ist schön, meine Enkel aufwachsen zu sehen. Sie erfreuen mich und ich muss über sie lachen.“
Diese Statistik ist bemerkenswert! Beim Sieg von Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen war die Foul-Verteilung sehr unausgeglichen – die TSG foulte mehr als doppelt so oft!
Die TSG begeht die meisten Fouls in der Bundesliga!
Lesen Sie hier, wie TSG-Trainer Ilzer die Hoffenheimer Foul-Weltmeister erklärt.
Oliver Glasner (51) könnte nach seiner Wutrede und Abschiedsankündigung schon bald das Traineramt bei Crystal Palace verlieren.
Laut englischen Medienberichten sind die Klubbosse des Vereins verärgert über die öffentlichen Aussagen des 51-Jährigen, der mit der Vereinsführung abgerechnet hat. Glasner hatte kürzlich bekanntgegeben, dass er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängert.
Die Daily Mail und der Guardian berichten, dass Crystal Palace erwägt, ihn vorzeitig zu entlassen. Auslöser der Wutrede vom Österreicher war der geplante Transfer von Leistungsträger Marc Guehi zu Manchester City kurz vor dem Premier-League-Spiel gegen den AFC Sunderland.
Glasner sagte: „Unseren Kapitän einen Tag vor einem Spiel zu verkaufen, da habe ich überhaupt kein Verständnis für“. Und weiter: „Wenn dein Herz dir zweimal in einem Jahr herausgerissen wird, zuerst mit Eze, einen Tag vor einem Spiel im Sommer, und mit deinem Kapitän einen Tag vor einem Spiel – das kann ich nicht verstehen.“
[–>Der Trainer spielte auf den Wechsel von Eberechi Eze im vergangenen Sommer zum FC Arsenal an. „Wir fühlen uns im Stich gelassen“, betonte er und fügte hinzu: „Keine Unterstützung“.
Die sportliche Lage bei Crystal Palace ist ebenfalls angespannt: Der letzte Sieg gelang am 11. Dezember in der Conference League gegen den FC Shelbourne (3:0). Am vergangenen Wochenende hat Palace gegen Sunderland verloren, somit stehen sie derzeit auf Platz 13 der Premiere League.
Ob Glasner nach dieser Wutrede noch Trainer von Crystal Palace bleibt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.
2026 beginnt für den FC St. Pauli wie das vergangene Jahr. Mit zwei Niederlagen. Damals stand der Klub mit 14 Punkten auf Rang 14. Jetzt ist er mit 12 Punkten Bundesliga-Schlusslicht. Vergangene Saison reichten 32 Punkte zum direkten Klassenerhalt. Wird hart, es gibt aber vor dem Derby gegen den HSV (Freitag, 20.30 Uhr, Sky) auch Positives.
Drei Derby-Mutmacher für St. Pauli
Wirbel-Jones! Der Engländer Ricky-Jade Jones (23) war in Dortmund St. Paulis tragischer Held. In der 64. Minute eingewechselt, stellte er mit seiner Schnelligkeit und Robustheit in den Zweikämpfen die BVB-Defensive vor deutlich mehr Probleme als Vorgänger Martijn Kaars (26). Dazu sein Traum-Tor zum 2:2 (72.). Fast wäre ihm ein weiterer Treffer gelungen.
[–>Doch sein unnötiges Foul an Beier in der Nachspielzeit (Can verwandelte den Elfmeter zum 2:3) entriss der Mannschaft den einen Punkt, für den er vorher noch gesorgt hatte. Dennoch: Der Turbo-Sprinter ist einer, der dem Gegner wehtun kann. Bewies er mit seinem Kopfball zum späten Ausgleich in Köln (1:1). In Wolfsburg (1:2) setzte er als erster Anläufer die Abwehr-Kette unter Druck.
Jones fehlen nach langer Pause (Schulter-OP) noch ein paar Körner. Alexander Blessin (52) brachte ihn deshalb von der Bank. St. Paulis Trainer: „Wie er gearbeitet hat, wie er sich gewehrt hat, das gibt mir Hoffnung. Auf dem Level muss er weiter performen.“
Ando-Debüt! Der neue Japaner Tomoya Ando (27/aus Fukuoka geholt) kam beim BVB in der 64.Minute in die Partie. Die ersten Bundesliga-Minuten für St. Pauli. Was überraschte: Ando (spricht kaum Englisch) fand sich erstaunlich schnell zurecht. Der Nationalspieler strahlte Ruhe am Ball aus, gab der Defensive mit guter Technik Halt.
Blessin: „Ich muss ihm Spielzeit geben, ob jetzt linke oder rechte Seite. Er hat das sehr gut gemacht. Er gibt mir ein gutes Gefühl für das nächste Spiel am Freitag.“ Ando: „Ich bin bereit.“
Der nächste Gegner! „Es ist gut, dass wir jetzt nicht gegen irgendeine andere Mannschaft daheim spielen“, sagt Blessin nach der BVB-Niederlage. Sondern gegen HSV. „Da ist jeder gleich wieder fokussiert und kann ein Ausrufezeichen setzen. Gegen den HSV wäre es umso schöner, dem ersten Sieg den zweiten folgen zu lassen.“ Dafür spricht die Serie. Seit 2019 gab es in fünf Heimspielen vier Siege und ein Unentschieden.
Nach 1:0-Führung unnötige 1:2-Niederlage in Köln: Erheblicher Dämpfer für Mainz 05 im Kampf um den Klassenerhalt. Jetzt redet der erste Profi Klartext! Wer es ist? Welche Fehler er anprangert? Lesen Sie es hier mit BILDplus
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten: Wenn an diesem Montag das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos beginnt, soll die Sonne über den schneebedeckten Schweizer Bergen strahlen. Das war es dann aber auch schon mit den schönen Aussichten für diese Woche, ansonsten sieht es ziemlich düster aus. Und das liegt vor allem an einem Mann: Donald Trump.
Wegen des hohen Krankenstands stellt Bundeskanzler Friedrich Merz erneut die telefonische Krankschreibung infrage. Darüber müsse man mit dem Koalitionspartner SPD sprechen, sagte der CDU-Vorsitzende im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg. Merz sagte in Bad Rappenau, die Beschäftigten in Deutschland kämen im Schnitt auf 14,5 Krankentage. „Das sind fast drei Wochen, in denen die Menschen in Deutschland aus Krankheitsgründen nicht arbeiten.“ Der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wandte sich im Tagesspiegel sagte, eine Verbesserung lasse sich durch „Vorbeugemedizin“ erreichen, aber nicht durch „Gängelei der Kranken“. Linken-Geschäftsführer Janis Ehling forderte, mehr über Personalmangel und krank machende Arbeitsbedingungen zu reden.