Es ist aus Brüsseler Sicht schon eine Unverfrorenheit an sich, dass Donald Trump einigen europäischen Ländern Strafzölle androht, um ihnen die Insel Grönland abzupressen. Aber der Zeitpunkt, an dem die Nachricht aus Washington am Samstag bekannt wurde, machte die Drohung noch einmal delikater. Exakt in jenen Minuten unterzeichneten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident…
Der Busfahrer, der eine Flanke in den gegnerischen Strafraum schlägt, und der Zeugwart, der hochspringt und versucht, den Ball mit der Stirn ins Tor zu lenken: Es hätte ein durchaus interessantes Experiment werden können, wenn Markus Kauczinski dieses Duo aufgestellt hätte. So weit ging der Trainer des TSV 1860 München dann aber doch nicht, als…
Militäreinsatz zwischen Schnee und Eis Kommandochef beschreibt Bedingungen auf Grönland als »sehr, sehr beschwerlich« Bis zu 40 Grad – minus. Keine Bäume, Fahrwasser voller Eis: Soldatinnen und Soldaten europäischer Nato-Staaten erwarten bei einer Militärübung auf Grönland widrige Bedingungen, mahnt der Chef des Arktischen Kommandos. Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min Link kopieren…
Anhaltende Proteste in Iran 13.000 demonstrieren in Hamburg gegen islamisches System Hamburg hat die größte iranische Community in der EU. Tausende von ihnen sind nun auf die Straße gegangen – für einen Führungswechsel in ihrem Herkunftsland. Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen Link kopieren Bild vergrößern…
Grönland-Konflikt Europäer warnen Trump vor Eskalation »Die Übung stellt für niemanden eine Bedrohung dar«: Deutschland und die anderen betroffenen Staaten kritisieren den US-Präsidenten nach dessen Zollankündigung. Auch Kanzler Merz äußert sich. Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen Link kopieren Bild vergrößern Dänische Soldaten auf Grönland: »Wir…
Deutsche Skihoffnung Aicher siegt erneut vor Superstar Vonn Ein Sieg, ein zweiter Platz: Die deutschen Skirennläuferinnen nähren Hoffnungen auf Olympiamedaillen. Emma Aichers Trainer zieht schon erste Vergleiche zu US-Star Lindsey Vonn. Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen Link kopieren Bild vergrößern Emma Aicher (r.) und Lindsey…
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Ein Gastro-Imperium in einem der teuersten Schweizer Ski-Orte, eine Villa und ein Fuhrpark teurer Luxus-Karossen. Nach der Feuerkatastrophe mit 40 Toten in Crans-Montana fragen sich die Ermittler: Wie konnten die Bar-Betreiber Jessica (40) und Jacques Moretti (49) in nur zehn Jahren so reich werden? Lesen Sie mit BILDplus, welche kriminelle Geschichte hinter dem Aufstieg der…
Es ist aus Brüsseler Sicht schon eine Unverfrorenheit an sich, dass Donald Trump einigen europäischen Ländern Strafzölle androht, um ihnen die Insel Grönland abzupressen. Aber der Zeitpunkt, an dem die Nachricht aus Washington am Samstag bekannt wurde, machte die Drohung noch einmal delikater. Exakt in jenen Minuten unterzeichneten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa in Paraguay für die Europäische Union das Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten.
Der Busfahrer, der eine Flanke in den gegnerischen Strafraum schlägt, und der Zeugwart, der hochspringt und versucht, den Ball mit der Stirn ins Tor zu lenken: Es hätte ein durchaus interessantes Experiment werden können, wenn Markus Kauczinski dieses Duo aufgestellt hätte. So weit ging der Trainer des TSV 1860 München dann aber doch nicht, als er seinen Kader berief. Zwar fehlten ihm elf Spieler und damit eine gesamte Mannschaft, als die Löwen am Samstag auf Rot-Weiss Essen trafen – auf den Busfahrer oder den Zeugwart war er aber noch nicht angewiesen, im Gegenteil: Trotz aller Ausfälle gelang es Kauczinski, ein Team aufzustellen, das die Misere auf durchaus beachtliche Weise überwand und sich ein 1:1 erkämpfte.
Die eine oder andere Personalie, an der sich Sechzigs angespannte Lage zu Beginn des neuen Jahres ablesen ließ, gab es aber sehr woh. Etwa Noah Klose, 20, der weder Busfahrer noch Zeugwart ist, sondern Sohn des Weltmeisters Miroslav und daher selbstverständlich von Geburts wegen Mittelstürmer. Eigentlich spielt er für die U21 in der fünftklassigen Bayernliga, doch am Samstag gehörte Klose erstmals dem Spieltagskader der Drittliga-Mannschaft an. Einer seiner Teamkollegen aus der Reserve – Damjan Dordan, 23 – stand bei seinem Debüt sogar auf Anhieb in der Startelf und wusste durchaus zu überzeugen.
Welche Blüten die Verletztenliste trieb, zeigte sich auch im Tor, das René Vollath zum ersten Mal seit dreieinhalb Monaten hütete. Hinterher nannte er dieser Ausfälle „verhext“ und „brutal“, erklärte aber auch: „Es war unsere Herangehensweise zu sagen, wir brechen die Widerstände. Am Ende ist sowas für eine Teamdynamik mehr wert, als wenn alles immer super laufen würde.“
Davon, dass alles immer super läuft, ist Sechzig zwar schon laut Vereinssatzung ziemlich weit entfernt – was Vollath aber meinte, war der Kern der Botschaft, die von den 90 Minuten am Samstag ausging. Sie lautete: Der TSV 1860 ist auf dem rechten Weg und lässt sich auch von einer ganzen Reihe an Rückschlägen nicht davon abbringen.
„Wir haben in dieser Konstellation gezeigt, dass wir dranbleiben können“, sagt Kauczinski
Als Vollath in die Analyse ging, stand er auf grauen Pflastersteinen, interpretierte sie in gewisser Weise aber als Theaterbühne und war neben seiner präzisen Einordnung auch zu Scherzen und Sprüchen aufgelegt. So hatte sein Auftritt etwas Symbolhaftes für die Gemütslage der Löwen zum Jahresbeginn. Vollath verhehlte nicht, dass es etwas mit der Psyche der Mannschaft machte, als sich in den Tagen vor dem Spiel einer nach dem anderen abmeldete – er konnte aber auch darauf verweisen, welch erwachsenen und reifen Umgang Sechzig damit gefunden hatte.
Das war also die Deutung dieses 1:1, das Innenverteidiger Max Reinthaler nach einer Ecke kurz vor Schluss hergestellt hatte. Auch Kauczinski ordnete den Auftritt seines Teams vor allem als Signal ein. „Essen ist ein Spitzenteam, wir wollen uns ranrobben und haben in dieser Konstellation gezeigt, dass wir dranbleiben können“, sagte Sechzigs Trainer.
Vor der Winterpause hatte er mit seinem Team vier von fünf Spielen gewonnen und sich damit in Stellung gebracht. Aktuell sind es sechs Punkte, die die Löwen vom Relegationsrang trennen, ebenso viele von einem direkten Aufstiegsplatz. Und schon bald dürfte Kauczinskis Team noch mehr Schlagkraft entwickeln, wenn der eine oder andere aus dem Verletztenstand zurückkehrt. Für den Busfahrer und den Zeugwart heißt das: Sie bleiben Busfahrer und Zeugwart. Aber vermutlich ist das auch in ihrem Sinne.
Kommandochef beschreibt Bedingungen auf Grönland als »sehr, sehr beschwerlich«
Bis zu 40 Grad – minus. Keine Bäume, Fahrwasser voller Eis: Soldatinnen und Soldaten europäischer Nato-Staaten erwarten bei einer Militärübung auf Grönland widrige Bedingungen, mahnt der Chef des Arktischen Kommandos.
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Erkundungsmission auf Grönland
Foto: Alessandro Rampazzo / AFP
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Soldatinnen und Soldaten europäischer Nato-Staaten müssen sich bei einer Militärübung auf Grönland
auf besondere Herausforderungen einstellen. Darauf hat der Chef des Arktischen Kommandos, Søren Andersen, in Nuuk hingewiesen. »Es ist sehr, sehr beschwerlich, hier oben zu operieren, vor allem auf dem Land«, sagte Andersen. Dafür sei »Training notwendig«.
»Wir, meine Soldaten hier oben, sind das gewohnt, aber es gibt sehr viele Einheiten der Streitkräfte – auch in Dänemark – die es auch nicht gewohnt sind, hier oben zu arbeiten«, sagte der Kommandochef. Es sei eine besondere Ausrüstung nötig, »besondere Schlafsäcke, eine besondere Winterausrüstung«.Zudem sei es einfach »speziell, in einer Umgebung zu arbeiten, in der es keine Bäume gibt, man kann sich schwer verstecken, deshalb muss man auf eine ganz bestimmte Art und Weise operieren, und das ist etwas, das man lernen muss«, sagte der Kommandochef.
»Es ist gefährlich, hier Schiff zu fahren«Nachdem US-Präsident Donald Trump wiederholt Annexionspläne geäußert hatte, hatten mehrere Nato-Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, Soldaten nach Grönland geschickt. Ziel war den Angaben zufolge eine Erkundungsmission. Am Sonntag befanden sich die Bundeswehrsoldaten wieder auf dem Rückweg.Trump hatte den Streit zuvor eskalieren lassen und zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder ab Anfang Februar angekündigt. Die gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, teilte Trump mit.
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Kommandochef Andersen bezeichnete Deutschland als einen engen Partner Dänemarks, »mit dem wir unglaublich gut zusammenarbeiten«. Das deutsche Militär habe viele Kapazitäten. »Das können sowohl Spezialeinheiten sein als auch Flugzeuge«, sagte Andersen, er nannte zudem U-Boote und Schiffe, die im hohen Norden trainieren könnten.Es sei anders als in der Ostsee zu arbeiten: »Die Fahrwasser hier sind voller Eis, es ist gefährlich, hier Schiff zu fahren, es sind andere Wellen hier oben«, sagte Andersen. »Es herrschen Minusgrade. Wenn wir nach Kangerlussuaq kommen, kann es an einem ganz normalen Wintertag minus 30, minus 40 Grad kalt sein.«
13.000 demonstrieren in Hamburg gegen islamisches System
Hamburg hat die größte iranische Community in der EU. Tausende von ihnen sind nun auf die Straße gegangen – für einen Führungswechsel in ihrem Herkunftsland.
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Solidarität mit Iranerinnen und Iranern: Demonstration am Hamburger Hauptbahnhof
Foto: ABBfoto / picture alliance
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Unter dem Motto »Nein zur Islamischen Republik Iran« haben in Hamburg mehrere Tausend Menschen gegen die politische Führung in Teheran demonstriert. Nach Polizeiangaben beteiligten sich am Samstagnachmittag rund 13.000 Menschen an dem Protestzug durch die Innenstadt.
Aufgerufen zu der Kundgebung hatte die Constitutionalist Party of Iran, die für eine konstitutionelle Monarchie eintritt. Viele Demonstrierende bekundeten ihre Unterstützung für die Proteste in Iran sowie für Reza Pahlavi, den im US-Exil lebenden Sohn des 1979 gestürzten Schahs. In Sprechchören riefen Teilnehmerinnen und Teilnehmer »Nieder mit der islamischen Regierung!«.Messerstiche am Rande der DemoMehrere Demoplakate nahmen Bezug auf Pahlavi. Auf einem Schild stand: »Dies ist die letzte Schlacht, Pahlavi, der Schah von Iran, kommt.« Andere zeigten ein Porträt Pahlavis über dem Slogan »Make Iran great again«, angelehnt an das Wahlkampfmotto von US-Präsident Donald Trump. Zahlreiche Frauen und Männer trugen iranische Flaggen mit dem Löwensymbol aus der Schah-Ära; vereinzelt waren auch Deutschland- und Israelflaggen zu sehen. Eine Fotomontage kombinierte das Gesicht des iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei mit dem von Adolf Hitler.
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Demonstration in Hamburg: Eine Frau trägt eine Maske mit »Free Iran«-Aufschrift
Foto: Georg Wendt / dpa / picture alliance
Am Rande der Demonstration wurden am Jungfernstieg zwei Männer durch Messerstiche verletzt. Die Polizei nahm drei Tatverdächtige fest. Ob die Tat im Zusammenhang mit der Kundgebung steht, ist nach Polizeiangaben noch unklar.Hintergrund der Hamburger Demonstration sind die anhaltenden, gewaltvollen Proteste in Iran. Sie hatten Ende Dezember begonnen und sich zunächst an der schlechten Wirtschaftslage entzündet, weiteten sich dann aber rasch zu einer Massenbewegung gegen die religiöse und politische Führung der Islamischen Republik aus.
Die Behörden gingen in der Folge brutal gegen die Demonstrierenden vor. Laut Angaben aus dem Auswärtigen Amt sollen seit Beginn der Proteste mindestens 2600 Menschen getötet und 19.000 weitere inhaftiert worden sein. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen spricht sogar von 3428 Demonstrierenden, die nachweislich von iranischen Sicherheitskräften getötet worden seien.
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Hamburg gilt als Heimat der größten Community iranischer und iranischstämmiger Menschen in der EU. Ende 2024 lebten dem Statistikamt Nord zufolge mehr als 12.000 Iranerinnen und Iraner in der Hansestadt, einschließlich eingebürgerter Deutscher waren es rund 31.500.
Über Jahrzehnte hatte das vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestufte Islamische Zentrum Hamburg (IZH) seinen Sitz an der Alster. Es betrieb auch die »Blaue Moschee«. Im Juli 2024 wurde die Organisation von der damaligen Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) verboten.SPD, Grüne und CDU verurteilten zuletzt das Vorgehen der Revolutionswächter (IRGC) und die systematische Unterdrückung der Bevölkerung in einer gemeinsamen Resolution. Darin fordern sie den Senat auf, sich auf Bundes- und EU-Ebene für die Einstufung der IRGC als Terrororganisation einzusetzen und gegen regimenahe Strukturen in Hamburg vorzugehen. Die Bürgerschaft soll die Resolution am 28. Januar beraten.
Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), der derzeit auch der Innenministerkonferenz vorsteht, sagte: »Wo Menschen nach Freiheit streben, müssen wir an ihrer Seite stehen.« Ein Regime, das seine Macht nur noch mit Gewalt gegen die eigene Bevölkerung sichere, habe »jede Legitimität verloren«. Europa müsse den Druck erhöhen und insbesondere die Revolutionswächter auf die Terrorliste der EU setzen.
»Die Übung stellt für niemanden eine Bedrohung dar«: Deutschland und die anderen betroffenen Staaten kritisieren den US-Präsidenten nach dessen Zollankündigung. Auch Kanzler Merz äußert sich.
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Dänische Soldaten auf Grönland: »Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren«
Foto: Marko Djurica / REUTERS
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Deutschland und die übrigen betroffenen europäischen Länder haben die Drohung von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt zurückgewiesen.»Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation«, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung Deutschlands mit Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Großbritannien.
Die von Dänemark koordinierte Übung »Arctic Endurance«, an der auch Bundeswehrsoldaten teilnahmen, diene der Sicherheit in der Arktis, heißt es weiter. »Die Übung stellt für niemanden eine Bedrohung dar.«Die acht Länder betonen, »in voller Solidarität an der Seite des Königreichs Dänemark und der Bevölkerung Grönlands« zu stehen. Man sei bereit, in einen Dialog zu treten – allerdings auf Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität. »Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.«
Kanzler Friedrich Merz postete am Sonntag ein Statement mit ähnlichem Wortlaut in den sozialen Medien.
Wir stehen entschlossen und geeint an der Seite Dänemarks und der Bevölkerung Grönlands. Als NATO-Mitglied sind wir der Stärkung der Sicherheit in der Arktis verpflichtet. Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation.— Bundeskanzler Friedrich Merz (@bundeskanzler) January 18, 2026
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Deutsche Soldaten reisen wieder abUS-Präsident Donald Trump hatte am Samstag unter Verweis auf den Konflikt um Grönland zusätzliche Zölle gegen acht europäische Staaten angekündigt, die zuvor Soldaten nach Grönland geschickt hatten. Ab Anfang Februar würden diese demnach zehn Prozent betragen, ab Juni würden sie auf 25 Prozent erhöht werden, falls Grönland bis dahin nicht in amerikanischer Hand sei.
In seinem Post erwähnte Trump die Mission auf Grönland ausdrücklich. Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland spielten ein »gefährliches Spiel«, schrieb er. Trump warf den betroffenen Ländern vor, im Konflikt um Grönland ein »Risiko« in Kauf zu nehmen, das nicht länger »tragbar« sei.Die Soldaten der Bundeswehr reisten unterdessen am Sonntag wieder aus Grönland ab. Die 15 Soldaten werden die Arktisinsel mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen verlassen, sagte ein Sprecher des operativen Führungskommandos.
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»Das Erkundungsergebnis ist so, dass alle zufrieden sind und in Deutschland nun die Auswertung vorgenommen wird.« Der Einsatz sei nicht etwa abgebrochen worden. »Die Erkundung ist auftragsgemäß abgearbeitet worden.«
Das deutsche Team weilte seit Freitagabend deutscher Zeit in Nuuk. Noch am Samstagabend hatte es geheißen, es sei nicht absehbar, wie lang der Aufenthalt andauern werde.
Ein Sieg, ein zweiter Platz: Die deutschen Skirennläuferinnen nähren Hoffnungen auf Olympiamedaillen. Emma Aichers Trainer zieht schon erste Vergleiche zu US-Star Lindsey Vonn.
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Emma Aicher (r.) und Lindsey Vonn bei der Siegerehrung in Tarvisio: »Bis Olympia ist es schon noch ein gutes Stück hin«
Foto: Marco Bertorello / AFP
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Knapp drei Wochen vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Italien hat Emma Aicher den Super-G im italienischen Tarvisio gewonnen. Die 22-Jährige, in der Abfahrt starke Fünfte, fuhr bei ihrem zweiten Saisonsieg in der zweitschnellsten alpinen Disziplin in einer eigenen Liga. Am nächsten kam ihr Superstar Lindsey Vonn (0,27 Sekunden). Die drittplatzierte Ester Ledecka aus Tschechien, Olympiasiegerin von 2018, lag schon 0,94 Sekunden zurück.
Aicher nährte mit ihrem insgesamt vierten Weltcuperfolg ebenso deutsche Hoffnungen auf eine olympische Medaille wie Kira Weidle-Winkelmann (Achte/+1,22), die am Tag zuvor als Zweite in der Abfahrt geglänzt hatte – gab sich aber gewohnt zurückhaltend. »Bis Olympia ist es schon noch ein gutes Stück hin«, sagte sie zu ihren Chancen bei den Spielen, »bis dahin konzentriere ich mich auf mein Skifahren, und dann werden wir es sehen, wenn wir da sind.«
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Emma Aicher beim Super-G in Italien: »Die Emma ist auf der gleichen Stufe wie die Lindsey vom Gefühl her«
Foto: Mattia Radoni / ZUMA Press Wire / dpa
Aicher hatte bei ihrem Sieg Mitte Dezember bei einer von zwei Abfahrten in St. Moritz schon einmal vor Vonn gelegen. Die 41-jährige Amerikanerin hatte am Vortag hinter Nicol Delago (Italien) und Weidle-Winkelmann Rang drei belegt – in den acht Speed-Rennen dieses Winters stand sie nun siebenmal auf dem Podest. Sie fährt als große Medaillenfavoritin zu den Rennen in Cortina d’Ampezzo.Ihr Trainer wagt erste VergleicheBundestrainer Andreas Puelacher wagt dennoch schon erste Vergleiche. »Die Emma ist auf der gleichen Stufe wie die Lindsey vom Gefühl her«, sagte er unlängst.
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Abfahrerin Weidle-Winkelmann: Drei Jahre fuhr sie hinterher, jetzt steht sie wieder auf dem Podest
Aicher gehört nicht nur in der Abfahrt und im Super-G zum Kreis der Medaillenanwärterinnen, auch im Slalom ist ihr zuzutrauen, auf das Podest zu fahren. Bereits zweimal erreichte sie in dieser Disziplin in diesem Winter Rang drei im Weltcup.Im Gesamtweltcup liegt Aicher, die als einzige Läuferin alle Rennen im Weltcup fährt, hinter Mikaela Shiffrin (USA) und Camilla Rast (Schweiz) nun schon auf Rang drei.
Berlin – Mehr denn je muss Europa Einigkeit demonstrieren. Der europäische Film versucht dies schon seit 1988. Am Samstagabend schaute wieder ganz Film-Europa an die Spree. Denn im Haus der Kulturen der Welt fanden in Berlin die 38. European Film Awards statt.
Der große Abräumer des Abends: „Sentimental Value“, das gleich sechs der begehrten Trophäen einheimste. Die deutsche Oscar-Hoffnung „In die Sonne schauen“ war siebenmal nominiert, gewann am Ende aber nur einen Preis.
Das Team von „Sentimental Value“ hatte mehrfach Grund zur Freude. Sie gewannen in den Kategorien „Bester europäischer Film“, „Beste Regie“, „Beste Hauptdarstellerin“, „Bester Hauptdarsteller“, „Beste Filmmusik“ und „Bestes Drehbuch“. In dem Film geht es um zwei Schwestern, die sich auseinandergelebt haben. Nach dem Tod der Mutter taucht ihr entfremdeter Vater plötzlich wieder auf
Norweger sind die Abräumer des Abends
Das norwegische Drama „Sentimental Value“ geht jetzt auch ins Oscar-Rennen. Der Film wurde von der Berliner Filmproduktion „Komplizen Film“ mitproduziert. Aber auch Frankreich, Dänemark und Schweden waren an dem Projekt beteiligt. Die Produktion ist quasi eine europäische Zusammenarbeit. So zeigt man Einigkeit!
Die war auch am roten Teppich spürbar. Da tummelten sich neben deutschen Stars wie Maria Schrader (60) und David Bennent (59) auch der Däne Mads Mikkelsen (60, nominiert für „Therapie für Wikinger“) und die Französin Juliette Binoche (61), Präsidentin der Europäischen Filmakademie.
Die deutsche Schauspielerin Maria Schrader (60, „Aimée & Jaguar“) zu Gast beim Europäischen Filmball
Schauspiel-Star Mads Mikkelsen (60, „James Bond 007: Casino Royale“, „Tage des Zorns“) kam in Begleitung von Ehefrau Hanne Jacobsen (65) zur Verleihung
Norwegische Grand Dame des Schauspiels geehrt
In dieser Funktion überreichte sie der Schauspielerin und Regisseurin Liv Ullmann (87) den Ehrenpreis – gewiss der bewegendste Moment des Abends. Die norwegische Grand Dame war gerührt, bekam Standing Ovations und sagte:
„Ich zittere nicht, weil ich aufgeregt, sondern jetzt in dem Alter bin.“ Berlin bezeichnete sie als eine der schönsten Städte: „Wir sind hier im Haus der Kulturen der Welt. Könnte es einen besseren Namen für ein solches Event geben?“
Die norwegische Schauspielerin Liv Ullmann (87, „Szenen einer Ehe“, „Persona“) bekam von der Präsidentin der Europäischen Filmakademie, Schauspielerin Juliette Binoche (61), den Ehrenpreis verliehen
Berliner Regisseurin war gleich siebenmal nominiert
Vielleicht ein Wermutstropfen für die Berliner Regisseurin Mascha Schilinski (41), die für „In die Sonne schauen“ siebenfach nominiert war. Am Ende gab es nur einen Preis für „Beste Kostüme“ an Sabrina Krämer (43). Neben ihr wurde nur noch Maskenbildner Torsten Witte (58) aus Deutschland ausgezeichnet, allerdings für den irischen Beitrag „Bugonia“.
Die großen Abräumer des Abends waren schließlich Stellan Skarsgård (74) als „Bester Darsteller“, Renate Reinsve (38) als „Beste Darstellerin“ Joachim Trier (51) als „Bester Regisseur“ – alle für das Familiendrama „Sentimental Value“, und obendrauf gab es noch Trophäen für Drehbuch, Musik und den „Besten Film“.
Freute sich sichtlich über seinen Sieg: Der norwegische Filmregisseur und Drehbuchautor Joachim Trier (51) wurde in der Kategorie „Bester Regisseur“ für das Familiendrama „Sentimental Value“ ausgezeichnet
[–>Erstmals fand die Verleihung der European Film Awards im Januar statt. Grund: mehr Sichtbarkeit in der internationalen Filmpreis-Saison zwischen den Golden Globes und den Oscars.
Ob es gelingt, mit „Sentimental Value“ europäische Einigkeit zu demonstrieren? „Es ist wirklich ein europäischer Gemeinschaftsfilm“, so Joachim Trier. „Wir versuchen in der EU auch Filme zu machen, die riskant sind, weil sie nicht nur der kommerziellen Vermarktung dienen. Durch das großartige Finanzierungssystem unterstützen wir uns dabei gegenseitig. Das ist wunderbar.“
Bei Fortuna Düsseldorf ragt einer ganz besonders heraus: Elias Egouli. Und das nicht nur wegen seiner Größe. Satte 2,04 Meter ist der Innenverteidiger groß – der längste Profi im Düsseldorfer Kader und der längste Feldspieler der 2. Liga.
Doch der 23-Jährige überzeugt vor allem auf dem Platz. Beim 1:0-Sieg gegen Bielefeld zum Start der Rückrunde stand Egouli wie ein Fels in der Abwehr. Seit dem schwachen 1:2 in Dresden gehört er zur Startelf – und Fortuna ist kaum wiederzuerkennen.
Anfang lobt Abwehr-Kante
Vier Spiele, viermal von Beginn an – und plötzlich stimmt die Stabilität. Im November bekam Egouli seinen Profivertrag. Dabei war er erst 2024 aus Düren (5. Liga) zur Fortuna gewechselt und zunächst nur für das Viertliga-Team vorgesehen. Jetzt aber ist er aus der Abwehr nicht mehr wegzudenken.
Die Zahlen sprechen für sich: 9 Spiele, 14 Punkte mit Egouli auf dem Platz. Das macht 1,56 Punkte pro Spiel – ein starker Wert! Trainer Markus Anfang (51) schwärmt: „Ich glaube, er wird noch besser werden. Er ist sehr klar in seinen Abläufen und sehr geerdet. Er macht einen sehr stabilen Eindruck.“
Egouli selbst bleibt bescheiden: „Es war ein richtig gutes Gefühl. Ich will mir meinen Platz sichern und jede Woche spielen.“ Mit Leistungen wie zuletzt dürfte das kein Problem sein. Nach dem ersten Sieg des Jahres sagt der Abwehr-Hüne: „Wir hatten den Glauben und die Qualität. Hinten die Null, vorne ein Tor – so holt man drei Punkte. Und wir haben noch viel vor in der Rückrunde.“
[–>16 Spiele bleiben Fortuna, um den Klassenerhalt klarzumachen. Mit Egouli in der Abwehr stehen die Chancen gut. Kurios: Seiner Bruder Noah (19) misst sogar 2,05 Meter und spielt für Fortunas U23 in der Regionalliga. Zwei Riesen in der Innenverteidigung – ein echter Alptraum für gegnerische Stürmer!
Ein Gastro-Imperium in einem der teuersten Schweizer Ski-Orte, eine Villa und ein Fuhrpark teurer Luxus-Karossen. Nach der Feuerkatastrophe mit 40 Toten in Crans-Montana fragen sich die Ermittler: Wie konnten die Bar-Betreiber Jessica (40) und Jacques Moretti (49) in nur zehn Jahren so reich werden?
Lesen Sie mit BILDplus, welche kriminelle Geschichte hinter dem Aufstieg der Morettis steckt, seine Vergangenheit im Rotlichtmilieu – und was der Mafia-Experte und Bestseller-Autor Roberto Saviano (46, „Gomorrha“) über den Fall sagt.