PolitikInterviews mit PolitikernUS-Medienaufsicht verschärft Regeln für Talkshows 22.01.2026, 05:47 Uhr Die Regel zielt vor allem auf Late-Night-Formate wie das von Jimmy Kimmel. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)FacebookXWhatsAppE-MailLink kopierenArtikel druckenTeilenFolgen auf:Late-Night-Shows wie die von Jimmy Kimmel sind dem US-Präsidenten schon länger ein Dorn im Auge. Im Wahljahr bekommen die Redaktionen nun strengere Regeln auferlegt. Kritiker sehen darin einen staatlichen Einschüchterungsversuch.Die US-Medienaufsichtsbehörde FCC verschärft die Regeln für Talkshows, die Politiker interviewen. Sendungen wie die populären Late-Night-Shows müssen künftig auch gegnerischen Kandidaten eine vergleichbare Sendezeit einräumen, wenn sie politische Gäste einladen, teilte die Behörde mit. Damit kippt die FCC eine seit 2006 geltende Praxis, die es den Sendern erlaubte, solche Interviews als redaktionelle Nachrichteninhalte zu behandeln und von der sogenannten “Equal Time”-Regel auszunehmen. Die Behörde erklärte, es gebe keine Beweise dafür, dass die aktuellen Talkshows die Kriterien für eine solche Ausnahme erfüllten. Amerikas Konservative – und allen voran US-Präsident Donald Trump – beschweren sich schon lange darüber, dass die in den USA populären Late-Night-Shows zu sehr nach links tendieren und weitaus häufiger Demokraten als Republikanern eine Plattform bieten würden. Der von Trump ernannte FCC-Vorsitzende Brendan Carr hatte bereits im September eine Überprüfung gefordert, ob Sendungen wie die Talkshow “The View” oder “Jimmy Kimmel Live”, die oft kritisch über Trump berichten, gegen die Regeln verstoßen. Carr sorgte im letzten Jahr auch für Aufsehen, als er nach umstrittenen Äußerungen Kimmels zum Tod des rechten Aktivisten Charlie Kirk Druck auf den Sender ABC ausübte. Die Show wurde daraufhin kurzzeitig abgesetzt. Nach kritischer FrageTrump wütet gegen ABC und lässt Verträge prüfen”Jahrelang gingen die etablierten Fernsehsender davon aus, dass ihre Shows als ‘echte Nachrichtensendungen’ gelten – selbst wenn sie aus rein parteipolitischen Zwecken handelten”, sagte Carr nun. Die FCC erinnere sie an ihre Verpflichtungen. Talkshows, die in einem Wahljahr politische Kandidaten als Gäste einladen, müssten bei der FCC eine Ausnahmegenehmigung beantragen – oder den Gegnern der Kandidaten eine gleichwertige Sendezeit zur Verfügung stellen. Die Ausnahmeregelungen würden nicht “leichtfertig” erteilt, deutete Carr weiter an.Demokratin sieht Angriff auf MeinungsfreiheitDer Medienrechtsanwalt Andrew Jay Schwartzman sagte der “New York Times”, die Absicht scheine darin zu bestehen, “bestimmten Talkshows die Segel zu stutzen” und eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Talkshows könnten es sich zweimal überlegen, im Wahljahr politische Kandidaten einzuladen. Der Schuss könne aber auch nach hinten losgehen, wenn konservative Radiomoderatoren der Gegenseite ebenfalls die gleiche Sendezeit einräumen müssten.Die demokratische Kommissarin der FCC, Anna Gomez, kritisierte die Anweisung scharf. Sie sei eine “Eskalation in der andauernden Kampagne dieser FCC, die Meinungsäußerung zu zensieren und zu kontrollieren”. Es handle sich um staatliche Einschüchterung. “Sender sollten sich nicht unter Druck gesetzt fühlen, aus Angst vor regulatorischer Vergeltung ihre kritische Berichterstattung abzuschwächen, zu bereinigen oder zu vermeiden”, sagte Gomez. Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt gefordert, Sendern wie ABC die Lizenz zu entziehen. Die großen Fernsehsender äußerten sich zunächst nicht. Quelle: ntv.de, ino/rtsVideos02:52 minEntspannteres Verhältnis zu KanadaWie China von Trumps aggressiver Außenpolitik profitiert19:15 minWirtschaftstalk aus DavosMercosur auf Eis – “Wir schießen uns mal wieder ins Knie”Videos 05:04 minExperte zur Trump-Rede in Davos”Sind vom Unvorstellbaren zum Unfassbaren gekommen”10:52 minKrause blickt auf US-PräsidentenTrump ist “eine gestörte Persönlichkeit”02:06 minSupermacht bei Wirtschaftsgipfel”Arrogante” US-Delegation löst Kontroverse in Davos ausVideos02:48 min”Nicht die richtige Richtung”Trump rechnet in Davos-Rede mit Europa ab01:19 min”Dann ist man raus”Baerbock stellt Fußball-Weltmeisterschaft infrage100 Bilder”Goldenes Zeitalter von Amerika”Ein Jahr Trump – zwischen Maduro und Epstein, Grönland und ZöllenVon Markus Lippold96 BilderJahrzehnte der UnterdrückungDas Mullah-Regime klammert sich seit 1979 an die MachtVon Markus Lippold
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PolitikGespräch mit TrumpRutte: Um Souveränität Grönlands ging es nicht22.01.2026, 01:19 Uhr Nach
PolitikGespräch mit TrumpRutte: Um Souveränität Grönlands ging es nicht22.01.2026, 01:19 Uhr Nach dem Gespräch mit Rutte klingt Trump versöhnlicher. (Foto: REUTERS)FacebookXWhatsAppE-MailLink kopierenArtikel druckenTeilenFolgen auf:Auf eine feindselige Rede in Davos lässt US-Präsident Trump wenig später eine überraschende Ankündigung folgen: Die angedrohten Strafzölle kommen doch nicht, im Grönland-Streit sei eine Einigung greifbar. Wie könnte die aussehen? Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Angaben von US-Präsident Donald Trump zu einem Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen bestätigt. Was Trump mitgeteilt habe, sei völlig korrekt, sagte der Niederländer am Rande von Gesprächen beim Weltwirtschaftsforum in Davos der ARD. Details wollte er allerdings nicht nennen. Er sagte lediglich, es werde weitere Gespräche geben. Um die Souveränität des autonomen Gebiets sei es nicht gegangen, sagte Rutte später dem US-Sender Fox News. Das “Thema kam in meinen Gesprächen mit dem Präsidenten heute Nacht nicht mehr auf. Vielmehr konzentriere Trump sich auf den Schutz der “riesigen arktischen Region”, so Rutte.Einigung “für die Ewigkeit”Trump: Rahmenabkommen zu Grönland erzielt – Keine ZölleTrump hatte am Abend auf seiner Plattform Truth Social überraschend verkündet, es gebe nun einen Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion, basierend auf einem Treffen mit Rutte. Die von ihm angedrohten Strafzölle gegen Deutschland und andere Länder sollten deshalb doch nicht kommen. Die Einzelheiten der “etwas komplexen” Übereinkunft würden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Eine Sprecherin des Nato-Generalsekretärs ergänzte wenig später, Rutte habe ein sehr produktives Treffen mit Trump zur Sicherheit in der Arktisregion gehabt. Die eigentlichen Gespräche stünden allerdings noch aus. Sie würden sich nun darauf konzentrieren, die Sicherheit in der Arktis durch das gemeinsame Handeln der Alliierten zu gewährleisten, insbesondere der sieben arktischen Alliierten USA, Kanada, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island. “Die Verhandlungen zwischen Dänemark, Grönland und den Vereinigten Staaten werden fortgesetzt – mit dem Ziel sicherzustellen, dass Russland und China in Grönland niemals Fuß fassen, weder wirtschaftlich noch militärisch”, sagte sie.Es geht womöglich um MilitärstützpunkteAngaben aus informierten Kreisen in Davos deuteten darauf hin, dass es bei der Übereinkunft zwischen Trump und Rutte nicht um den Besitz der ganzen Insel zu gehen scheint. Demnach soll ein zwischen den USA und Dänemark 1951 geschlossenes Verteidigungsabkommen für Grönland neu ausgearbeitet werden. Zudem soll es um das Thema Investitionskontrolle gehen – die Amerikaner wollen mitentscheiden, wer auf Grönland investiert und zum Beispiel Rohstoffe abbaut. Teil der Übereinkunft soll den Angaben nach auch ein stärkeres Engagement der europäischen Nato-Staaten im arktischen Raum sein.Die “New York Times” berichtete unter Berufung auf Regierungsbeamte, Teil der Diskussion in der Nato über einen möglichen Kompromiss sei, dass Dänemark den Vereinigten Staaten die Souveränität über kleine Gebiete Grönlands übertragen könnte, auf denen die USA dann Militärstützpunkte errichten könnten. In dem Bericht wurde aber auch klar, dass noch vieles im Fluss zu sein scheint.05:04 minExperte zur Trump-Rede in Davos”Sind vom Unvorstellbaren zum Unfassbaren gekommen”Immer stärker deutet sich an, warum Trump es auf Grönland abgesehen haben könnte: Auf der Insel plant er den Bau des größten “Golden Dome”, den es je gegeben hat. Das wäre ein Verteidigungssystem, ähnlich wie Israel es nutzt. Der Schutzschild soll Nordamerika verteidigen, Trump sprach davon auch in seiner Rede in Davos. Die Übereinkunft mit Rutte könnte Trump nun die Möglichkeit eröffnen, diesen “Dome” auf Grönland zu errichten. Zurückhaltende Reaktion von KlingbeilDänemark und weitere EU-Länder reagierten mit vorsichtiger Erleichterung auf die Ankündigung Trumps. “Zwei Dinge nehme ich aus Davos mit: Dass Trump sagt, dass er Grönland nicht angreift (…) und dass der Zoll-Krieg auf Standby ist. Das ist positiv”, sagte der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen dem dänischen Rundfunk. Der niederländische Regierungschef Dick Schoof schrieb auf X, es sei “positiv, dass wir nun auf dem Weg zu einer Deeskalation” seien und zusätzliche Zölle vom Tisch seien. Ähnlich äußerte sich Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die ein gutes Verhältnis zu Trump pflegt.Nach Trumps AnkündigungDänischer Minister: “Tag endet besser, als er begonnen hat”Aus der Bundesregierung kam eine erste zurückhaltende Reaktion auf Trumps Zollrückzieher. “Nach dem Hin und Her der letzten Tage warten wir jetzt mal das Substanzielle ab, welche Verabredung es zwischen Herrn Rutte und Herrn Trump gibt”, sagte Vizekanzler Lars Klingbeil im ZDF-“Heute Journal”. “Es ist gut, dass man im Dialog ist, aber ein bisschen abwarten muss man schon und zu früh freuen sollte man sich auch nicht.” Es sei alles noch sehr frisch. Am Donnerstag könnte sich Bundeskanzler Friedrich Merz zu Trumps Ankündigung verhalten. Dann ist er dran in Davos mit einer Rede.Quelle: ntv.de, ino/dpaVideos02:52 minEntspannteres Verhältnis zu KanadaWie China von Trumps aggressiver Außenpolitik profitiert19:15 minWirtschaftstalk aus DavosMercosur auf Eis – “Wir schießen uns mal wieder ins Knie”Videos 10:52 minKrause blickt auf US-PräsidentenTrump ist “eine gestörte Persönlichkeit”02:06 minSupermacht bei Wirtschaftsgipfel”Arrogante” US-Delegation löst Kontroverse in Davos aus02:48 min”Nicht die richtige Richtung”Trump rechnet in Davos-Rede mit Europa abVideos01:19 min”Dann ist man raus”Baerbock stellt Fußball-Weltmeisterschaft infrageLIVE”Bitte nur um ein Stück Eis”Trumps “größtes Statement” – Grönland-Aussagen im Wortlaut100 Bilder”Goldenes Zeitalter von Amerika”Ein Jahr Trump – zwischen Maduro und Epstein, Grönland und ZöllenVon Markus Lippold96 BilderJahrzehnte der UnterdrückungDas Mullah-Regime klammert sich seit 1979 an die MachtVon Markus Lippold
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PolitikWendepunkt der Beziehung?USA-Besuch von Venezuelas Übergangspräsidentin Rodriguez angekündigt21.01.2026, 22:38 Uhr Artikel anhören(03:27
PolitikWendepunkt der Beziehung?USA-Besuch von Venezuelas Übergangspräsidentin Rodriguez angekündigt21.01.2026, 22:38 Uhr Artikel anhören(03:27 min)00:00 / 03:270.5×0.8×1.0×1.2×1.5×2.0xNach einem Telefonat vor rund einer Woche bezeichnete Trump die Venezolanerin Rodríguez als “fantastisch”. (Foto: picture alliance / Anadolu)FacebookXWhatsAppE-MailLink kopierenArtikel druckenTeilenFolgen auf:Venezuelas Präsident Maduro sitzt in New York im Gefängnis. Seine Stellvertreterin ist eine enge Verbündete des gestürzten Diktators. Trotzdem erhält sie Lob aus Washington. Nun folgt offenbar der nächste Schritt in der Entspannung beider Länder. Venezuelas neue Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez wird US-Angaben zufolge demnächst in die USA reisen – ein weiteres Zeichen für die Bereitschaft von US-Präsident Donald Trump, mit der neuen Führung des ölreichen Landes zusammenzuarbeiten. Ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses erklärte, Rodríguez werde bald zu Besuch kommen, ein Datum stehe jedoch noch nicht fest. Rodríguez wäre damit das erste amtierende venezolanische Staatsoberhaupt seit mehr als 25 Jahren, das die USA besucht. Wenn man von den Präsidenten absieht, die an Sitzungen der UNO in New York teilgenommen haben.Nach der Entführung des linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in Caracas Anfang Januar war seine Stellvertreterin Rodríguez zur Übergangspräsidentin ernannt worden. Maduro wurde in New York inhaftiert, wo ihm wegen “Drogenterrorismus” der Prozess gemacht werden soll. Gegen die Übergangspräsidentin verhängte US-Sanktionen, darunter ein Einfrieren ihrer Vermögen, sind immer noch in Kraft. Die Einladung von Rodríguez könnte nun einen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen Washington und Caracas darstellen.01:38 minFolgt auf Maduro nach FestnahmeDas ist Venezuelas Interimspräsidentin Delcy RodríguezObwohl Rodríguez eine enge Verbündete Maduros war, hatte sich Trump bereiterklärt, mit ihr zusammenzuarbeiten, solange ihre Regierung sich an die Vorgaben Washingtons hält. Nach einem Telefonat vor rund einer Woche bezeichnete der US-Präsident die Venezolanerin als “fantastisch”. Rodríguez erlaubte den USA, die immer noch Kriegsschiffe vor der Küste Venezuelas stationiert haben, venezolanisches Öl zu verkaufen, erleichterte ausländische Investitionen und ließ Dutzende politische Gefangene frei.Möglicher Widerstand der Regierung Rodríguez’ USA-Besuch, der von venezolanischer Seite noch nicht bestätigt wurde, könnte für die Übergangspräsidentin in der eigenen Regierung allerdings schwer zu vermitteln sein, deren Mitglieder Washington teilweise imperialistische Politik vorwerfen. Innenminister Diosdado Cabello und Verteidigungsminister Vladimir Padrino López sind nach wie vor einflussreich. Analysten zufolge ist es keineswegs sicher, dass sie Rodríguez unterstützen.Maduro-Zirkel herrscht weiterSo ist die Macht in Venezuela jetzt verteiltVon Kevin SchulteIn der vergangenen Woche hatte Trump die venezolanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado empfangen und von ihr die Medaille des Friedensnobelpreises überreicht bekommen. Nachdem er Machado zunächst nicht zugetraut hatte, die mächtigen Streitkräfte und Geheimdienste Venezuelas zu kontrollieren, sagte Trump, er würde es “sehr begrüßen”, wenn sie “in irgendeiner Form beteiligt” wäre.Die Partei Machados sieht sich als Gewinnerin der Wahl 2024, zu deren offizieller Sieger Maduro erklärt worden war. Auch Washington wirft Maduro vor, den Sieg gestohlen zu haben.Quelle: ntv.de, mwa/AFPVideos02:52 minEntspannteres Verhältnis zu KanadaWie China von Trumps aggressiver Außenpolitik profitiert19:15 minWirtschaftstalk aus DavosMercosur auf Eis – “Wir schießen uns mal wieder ins Knie”Videos 05:04 minExperte zur Trump-Rede in Davos”Sind vom Unvorstellbaren zum Unfassbaren gekommen”10:52 minKrause blickt auf US-PräsidentenTrump ist “eine gestörte Persönlichkeit”02:06 minSupermacht bei Wirtschaftsgipfel”Arrogante” US-Delegation löst Kontroverse in Davos ausVideos02:48 min”Nicht die richtige Richtung”Trump rechnet in Davos-Rede mit Europa ab01:19 min”Dann ist man raus”Baerbock stellt Fußball-Weltmeisterschaft infrage100 Bilder”Goldenes Zeitalter von Amerika”Ein Jahr Trump – zwischen Maduro und Epstein, Grönland und ZöllenVon Markus Lippold96 BilderJahrzehnte der UnterdrückungDas Mullah-Regime klammert sich seit 1979 an die MachtVon Markus Lippold
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PolitikNach Kämpfen in SyrienUS-Militär will Tausende IS-Häftlinge in den Irak verlegen21.01.2026, 21:19
PolitikNach Kämpfen in SyrienUS-Militär will Tausende IS-Häftlinge in den Irak verlegen21.01.2026, 21:19 Uhr Im Nordosten Syriens liegen mehrere Lager und Gefängnisse für IS-Kämpfer und deren Angehörige. (Foto: picture alliance / Anadolu)FacebookXWhatsAppE-MailLink kopierenArtikel druckenTeilenFolgen auf:Syrische Streitkräfte rücken tagelang in kurdisch kontrollierte Gebiete vor. Das durch die Kämpfe entstandene Chaos nutzen IS-Kämpfer zur Flucht aus einem Gefängnis. Nun wollen die USA weitere Ausbrüche verhindern.Die USA haben nach eigenen Angaben eine “Mission zur Verlegung” von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus Nordostsyrien in den Irak gestartet. Ziel sei es, die sichere Inhaftierung der Extremisten dauerhaft zu gewährleisten, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit.Im Rahmen der Operation hätten US-Streitkräfte zunächst 150 IS-Kämpfer aus einem Gefangenenlager in Hasaka im Nordosten Syriens an einen gesicherten Ort im Irak gebracht. Insgesamt könnten nach Angaben von Centcom bis zu 7000 IS-Häftlinge aus Syrien in irakisch kontrollierte Einrichtungen verlegt werden. Es wurde nicht weiter ausgeführt, ob es sich dabei um irakische Staatsbürger oder auch Gefangene mit anderen Staatsbürgerschaften handelt.01:25 minTrump: “Massiver Schlag”Aufnahmen sollen US‑Vergeltungsschlag in Syrien belegenDas US-Militär arbeite eng mit regionalen Partnern wie der irakischen Regierung zusammen, hieß es. Die geordnete und sichere Verlegung der IS-Gefangenen sei entscheidend. So könnten Ausbrüche verhindert werden, die eine direkte Bedrohung für die USA und die regionale Sicherheit darstellen würden. Im Jahr 2025 nahmen die USA und ihre Partnerstreitkräfte in Syrien demnach mehr als 300 IS-Kämpfer fest und töteten über 20 von ihnen.Kurden mussten IS-Lager verlassenDie Übergangsregierung ist in den vergangenen Tagen in einer Offensive immer weiter in die bisher kurdisch kontrollierten Gebiete im Nordosten Syriens vorgerückt. Dort liegen auch mehrere Lager und Gefängnisse für IS-Kämpfer und deren Angehörige. Bisher waren die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) für deren Bewachung und Verwaltung zuständig. Im Zuge der Offensive sahen sie sich gezwungen, unter anderem vom al-Hol-Lager abzuziehen. Es ist das größte Lager für Angehörige von IS-Kämpfern in Syrien.Kurden müssen Gebiete aufgebenWorum geht es bei den Kämpfen in Syrien?Einige Insassen konnten aus einem Gefängnis für IS-Kämpfer entkommen, sagte Obaida Ghadban, Analyst für strategische Fragen im syrischen Außenministerium. Die SDF hätten ihre Verantwortung aufgegeben und damit die nationale Sicherheit und regionale Stabilität gefährdet. Die meisten Gefangenen seien jedoch wieder eingefangen worden. Diese Maßnahmen spiegelten Syriens anhaltendes Engagement im Kampf gegen den Terrorismus wider, so Ghadban. Die syrische Übergangsregierung sei ein “aktiver und verantwortungsvoller” Partner in der von den USA angeführten Koalition gegen den IS.Ursprünglich waren die SDF der wichtigste Partner der USA im Kampf gegen den IS. Mittlerweile gehört aber auch die Übergangsregierung der internationalen Koalition an. Der US-Gesandte Tom Barrack sagte dazu gestern: Der ursprüngliche Zweck der SDF, als primäre Anti-IS-Truppe vor Ort zu fungieren, habe ausgedient. Damaskus sei nun sowohl bereit als auch in der Lage, die Sicherheitsverantwortung zu übernehmen – einschließlich der Kontrolle über IS-Haftanstalten und -Lager.Quelle: ntv.de, mwa/dpaVideos02:52 minEntspannteres Verhältnis zu KanadaWie China von Trumps aggressiver Außenpolitik profitiert19:15 minWirtschaftstalk aus DavosMercosur auf Eis – “Wir schießen uns mal wieder ins Knie”Videos 05:04 minExperte zur Trump-Rede in Davos”Sind vom Unvorstellbaren zum Unfassbaren gekommen”10:52 minKrause blickt auf US-PräsidentenTrump ist “eine gestörte Persönlichkeit”02:06 minSupermacht bei Wirtschaftsgipfel”Arrogante” US-Delegation löst Kontroverse in Davos ausVideos02:48 min”Nicht die richtige Richtung”Trump rechnet in Davos-Rede mit Europa ab01:19 min”Dann ist man raus”Baerbock stellt Fußball-Weltmeisterschaft infrage100 Bilder”Goldenes Zeitalter von Amerika”Ein Jahr Trump – zwischen Maduro und Epstein, Grönland und ZöllenVon Markus Lippold96 BilderJahrzehnte der UnterdrückungDas Mullah-Regime klammert sich seit 1979 an die MachtVon Markus Lippold
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US-Präsident Donald Trump teilt gegen seine Gegner gerne aus. Joe Biden bezeichnete
US-Präsident Donald Trump teilt gegen seine Gegner gerne aus. Joe Biden bezeichnete er einmal als nahe dem “Gemüse-Stadium”. Wer ein neues Video der Grünen-Vorsitzenden Franziska Brantner schaut, könnte den Eindruck gewinnen, sie verarbeite Trump symbolisch als solches. -

PolitikWende im russischen Luftkrieg? Ukraine fürchtet den nächsten Schwarmangriff21.01.2026, 19:07 Uhr Artikel
PolitikWende im russischen Luftkrieg? Ukraine fürchtet den nächsten Schwarmangriff21.01.2026, 19:07 Uhr Artikel anhören(06:00 min)00:00 / 06:000.5×0.8×1.0×1.2×1.5×2.0xKiew im vierten Kriegswinter. (Foto: picture alliance / NurPhoto)FacebookXWhatsAppE-MailLink kopierenArtikel druckenTeilenFolgen auf:Die russischen Luftangriffe treffen die Ukraine empfindlich: Nacht für Nacht schlagen feindliche Geschosse ein. Seit kurzem zeigt sich dabei ein neues Muster: Daten der Luftabwehr deuten auf einen russischen Strategiewechsel hin.Der russische Dauerbeschuss aus der Luft hält im mittlerweile vierten Kriegswinter an: Die ständige Bedrohung aus der Luft zielt offenkundig darauf ab, den Widerstandswillen der Bevölkerung zu zermürben und die Infrastruktur des Landes zu zerstören.Doch während die Angriffe in der ersten Hälfte des Winters 2025/26 noch einem fast regelmäßigen Muster folgten, verzeichnet die ukrainische Luftabwehr mittlerweile ein deutlich verändertes Vorgehen. Die Intensität der russischen Angriffswellen scheint sich zu abzuschwächen.Intensive Massenattacken mit mehr als 500 anfliegenden Waffensystemen wie noch im Herbst sind seit dem Jahreswechsel nicht mehr zu verzeichnen. Wie aus den täglich veröffentlichten Angaben aus Kiew hervorgeht, liegt der letzte russische Großangriff mit mehr als 400 eindringenden russischen Waffensystemen bereits mehr als 20 Tage zurück.Zuletzt erfassten ukrainische Beobachter in der Nacht von Freitag auf Samstag, 27. Dezember insgesamt 519 Kampfdrohnen, zehn ballistische Raketen und 30 Marschflugkörper. Seitdem gab es lediglich drei Angriffsnächte mit deutlich mehr als 200 russischen Geschossen. Gehen dem russischen Militär etwa die Waffensysteme aus? Oder spart Russlands Machthaber Wladimir Putin die verfügbaren Bestände nur auf für die nächste kombinierte Mega-Attacke? Eine Million in Kiew ohne WärmeTrumps Schatten hilft Putins TerrorEin Kommentar von Volker PetersenZum Vergleich: Im vergangenen Herbst vergingen im Schnitt nicht mehr als fünf Tage, bis nach verhältnismäßig ruhigen Nächten in der Ukraine mit dem nächsten russischen Großangriff zu rechnen war. In der Spitze waren es nicht mehr als neun Tage. Mit der Hilfe von Verbündeten wie Iran und Nordkorea und unterstützt durch Material aus China weitete Russland den Luftkrieg in der Ukraine bisher stetig aus.Seit dem Sommer mussten die Menschen in Städten wie Kiew, Charkiw, Odessa, Dnipro und selbst das weit im Westen gelegene Lwiw insgesamt 12 Großangriffsnächte mit mehr als 500 Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern überstehen. In sieben Nächten überstieg die Zahl der angreifenden Geschosse sogar die 600er-Schwelle.Die russischen Schwarmangriffe folgen einer brutalen Logik: Die große Anzahl an eindringenden Drohnen soll die ukrainische Luftabwehr nach Einschätzung westlicher Beobachter schlicht durch ihre Masse überfordern. Die Kapazitäten lokaler Flak-Batterien sind schnell erschöpft, die Reichweite ist selbst bei moderneren Hightech-Systemen wie Iris-T oder Patriot beschränkt. Und nicht jede anfliegende Bedrohung rechtfertigt den Einsatz millionenteurer Abwehrraketen.01:34 minEiszapfen in den WohnungenKiew friert zu – keine Heizung, kein Strom, kein WasserDie mobilen Luftabwehrtrupps in der Ukraine stehen unter Dauerstress. Die in Massen einfliegende Drohnen kommen jede Nacht aus unterschiedlichen Richtungen. Auf den Radarsystemen sollen Schwärme an Dummy-Drohnen von der Hauptangriffsrichtung ablenken – oder die Munitionsvorräte aufzehren, bevor die eigentliche Welle an Angreifern folgt.Wann kommt der nächste Großangriff?Die ukrainischen Verteidiger müssen die nächtlichen Einsätze nicht nur mit einer eng begrenzten Zahl an Luftabwehrsystemen planen. Zu schützen gilt es zudem eine Vielzahl an leicht verwundbaren möglichen Angriffszielen. Der russische Beschuss richtet sich nicht nur gegen Großstädte und Bevölkerungszentren, sondern auch gegen Kraftwerke, Häfen, Staudämme, Brücken und andere Einrichtungen der kritischen Infrastruktur. Das veränderte Angriffsmuster ist in den Zahlen aus Kiew leicht zu erkennen. Sehr viel schwerer ist es jedoch, die Entwicklung zu deuten: Die Daten zeigen bisher nur Veränderungen in der eingesetzten Masse an Waffensystemen.Die Angaben verraten jedoch nichts darüber, wie hart die russischen Geschosse die Ukraine tatsächlich treffen. Das russische Militär hat die eigene Strategie zum Jahreswechsel offenbar neu ausgerichtet. Die Zielplanung scheint sich oben vorerst auf die ukrainische Energieversorgung zu konzentrieren.Oder gibt es für die auffälligen Veränderungen in der Intensität der Angriffe andere Gründe? Naheliegend wäre eine Vermutung, die den ukrainischen Verteidigern sehr gelegen käme: Die russische Kriegsmaschinerie setzt Nacht für Nacht gewaltige Mengen an Material ein, die Nachschublieferungen stehen massiv unter Druck. Zudem sieht sich die russische Rüstungsindustrie selbst ukrainischen Luftangriffen ausgesetzt. Wie lange kann Russland diese Kraftanstrengung durchhalten?Die Zahlen sind gewaltig: Allein seit Beginn des vergangenen Jahres verzeichnete die ukrainische Luftabwehr mehr als 57.000 eindringende Shahed-Drohnen oder vergleichbare Waffensysteme, dazu 865 ballistische Raketen und insgesamt 1192 Marschflugkörper. Ein Großteil davon bleibt in der ukrainischen Luftabwehr hängen, die Abschussquote lag zuletzt bei durchschnittlich 82 Prozent.Kurz: Der Kreml verbrennt in der Ukraine allein im Luftkrieg Nacht für Nacht Unsummen an Material. Wie lange die russische Wirtschaft diesen Kurs durchhalten kann, ist allerdings noch offen. Möglicherweise spart das russische Militär die verfügbaren Waffensysteme nur für den nächsten großangelegten Schwarmangriff auf. Quelle: ntv.deVideos10:52 minKrause blickt auf US-PräsidentenTrump ist “eine gestörte Persönlichkeit”02:06 minSupermacht bei Wirtschaftsgipfel”Arrogante” US-Delegation löst Kontroverse in Davos ausVideos 02:48 min”Nicht die richtige Richtung”Trump rechnet in Davos-Rede mit Europa ab01:19 min”Dann ist man raus”Baerbock stellt Fußball-Weltmeisterschaft infrageLIVE”Bitte nur um ein Stück Eis”Trumps “größtes Statement” – Grönland-Aussagen im WortlautVideos00:47 minBewaffnete Kräfte gehen an BordUSA setzen neuen Öltanker in der Karibik fest07:17 minBaerbock für Reform der UN”Friedensrat steht im Widerspruch zu Vereinten Nationen”100 Bilder”Goldenes Zeitalter von Amerika”Ein Jahr Trump – zwischen Maduro und Epstein, Grönland und ZöllenVon Markus Lippold96 BilderJahrzehnte der UnterdrückungDas Mullah-Regime klammert sich seit 1979 an die MachtVon Markus Lippold
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PolitikFlucht nach BelarusMarsaleks Flug organisiert? Anklage gegen Ex-FPÖ-Abgeordneten21.01.2026, 19:26 Uhr Thomas Schellenbacher
PolitikFlucht nach BelarusMarsaleks Flug organisiert? Anklage gegen Ex-FPÖ-Abgeordneten21.01.2026, 19:26 Uhr Thomas Schellenbacher 2021 als Angeklagter bei einem Betrugsprozess. (Foto: picture alliance / HANS PUNZ / APA / picturedesk.com)FacebookXWhatsAppE-MailLink kopierenArtikel druckenTeilenFolgen auf:Seit 2020 befindet sich Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek auf der Flucht. Wie nun bekannt wird, wurde bereits vor geraumer Zeit Anklage gegen einen Ex-FPÖ-Abgeordneten im Nationalrat erhoben. Er soll Marsalek zur Flucht verholfen haben.Die Staatsanwaltschaft in Wien hat Anklage gegen den ehemaligen FPÖ-Abgeordneten Thomas Schellenbacher erhoben, weil dieser dem international gesuchten früheren Wirecard-Spitzenmanager Jan Marsalek bei der Flucht nach Belarus geholfen haben soll. Schellenbacher soll dem Flüchtigen ermöglicht haben, von dem kleinen Flughafen Bad Vöslau in der Nähe von Wien nach Belarus zu gelangen, indem er ihm “einen Flug organisierte”, wie eine Staatsanwältin mitteilte.Ein Prozesstermin sei noch nicht festgelegt worden, sagte eine Sprecherin des für den Fall zuständigen Wiener Gerichts. Die Anklage stammt aus dem Mai letzten Jahres, wurde aber erst jetzt öffentlich bekannt, nachdem österreichische Medien darüber berichtet hatten. Im Falle eines Schuldspruchs drohen Schellenbacher bis zu zwei Jahre Gefängnis. Die Ermittlungen dürften schon lange laufen. Bereits im Januar 2021 war Schellenbacher als möglicher Fluchthelfer im Visier der Behörden.Flucht nach Belarus organisiert?Mutmaßliche Marsalek-Helfer festgenommenDas ehemalige Wirecard-Vorstandsmitglied Marsalek war 2020 kurz nach Bekanntwerden des Bilanzskandals des Zahlungsdienstleisters ins Ausland geflohen und wird international gesucht. Gegen Marsalek ermittelt die Staatsanwaltschaft München I wegen mehrerer Vermögens- und Wirtschaftsdelikte. Laut einer im September veröffentlichten internationalen Medienrecherche lebt er derzeit unter falscher Identität in Moskau und soll für den russischen Geheimdienst arbeiten.Quelle: ntv.de, mpe/AFPVideos10:52 minKrause blickt auf US-PräsidentenTrump ist “eine gestörte Persönlichkeit”02:06 minSupermacht bei Wirtschaftsgipfel”Arrogante” US-Delegation löst Kontroverse in Davos ausVideos 02:48 min”Nicht die richtige Richtung”Trump rechnet in Davos-Rede mit Europa ab01:19 min”Dann ist man raus”Baerbock stellt Fußball-Weltmeisterschaft infrageLIVE”Bitte nur um ein Stück Eis”Trumps “größtes Statement” – Grönland-Aussagen im WortlautVideos00:47 minBewaffnete Kräfte gehen an BordUSA setzen neuen Öltanker in der Karibik fest01:34 minEiszapfen in den WohnungenKiew friert zu – keine Heizung, kein Strom, kein Wasser100 Bilder”Goldenes Zeitalter von Amerika”Ein Jahr Trump – zwischen Maduro und Epstein, Grönland und ZöllenVon Markus Lippold96 BilderJahrzehnte der UnterdrückungDas Mullah-Regime klammert sich seit 1979 an die MachtVon Markus Lippold
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PolitikTrump überraschend zahmLenkt da etwa jemand ein?21.01.2026, 18:08 Uhr Artikel anhören(03:55 min)00:00
PolitikTrump überraschend zahmLenkt da etwa jemand ein?21.01.2026, 18:08 Uhr Artikel anhören(03:55 min)00:00 / 03:550.5×0.8×1.0×1.2×1.5×2.0xTrump kann auch Entspannung. (Foto: REUTERS)FacebookXWhatsAppE-MailLink kopierenArtikel druckenTeilenFolgen auf:Donald Trump will immer noch Grönland – aber nicht um jeden Preis. Seine Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos zeigt: Offenbar versteht er die neue Härte der Europäer. “Es war gar nicht so leicht, nicht einzuschlafen”, sagt ein Mann beim Rausgehen zu seiner Begleiterin .Ein Satz, der vor ein paar Jahren undenkbar gewesen wäre nach so einem Auftritt von Donald Trump. Aber man muss sagen: In Davos hatte man mehr erwartet – besser: Schlimmeres befürchtet. Lange spricht der US-Präsident bei seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum über seine wirtschaftlichen Erfolge – oder das, was er als solche definiert. Nach etwa einer halben Stunde wechselt er das Thema: Grönland. “Wollen Sie noch etwas dazu hören?”, fragt er ins Publikum. Trump genießt es, dass hier alle nervös auf diesen Moment warten. Schon anderthalb Stunden vor seinem Auftritt hat sich das Foyer vor der Halle gefüllt, vier Ausweichsäle standen bereit, um die aufzunehmen, die es nicht reinschaffen. Am Ende sind alle Plätze besetzt, am Rand steht noch mehr Publikum . Und es muss lange stehen. Trump überzieht seine Rede um fast eine halbe Stunde. Wie es beim Weltwirtschaftsforum üblich ist, unterbricht ihn niemand.Aussage in DavosTrump schließt militärische Gewalt zur Übernahme Grönlands erstmals ausdrücklich ausDie Macht über An- und Entspannung im Publikum und in der ganzen Welt genießt er noch an anderer Stelle. Trump bekräftigt zwar mehrfach seinen Anspruch auf Grönland, er wolle es sich aber “nicht mit Gewalt” einverleiben. “Jetzt atmen bestimmt einige hier auf”, sagt er. Ein Deal solle her, doch der Ball liege nun bei Europa: “Sie können Ja sagen, und wir werden Ihnen sehr dankbar sein. Oder Sie können Nein sagen, und wir werden uns daran erinnern”, raunt er den Anwesenden zu.Immer wieder während seiner Rede betont der US-Präsident, wie viel ihm an Europa liege, dass er nur Gutes für die Europäer wolle. “Ich stamme aus Europa: Schottland und Deutschland”, sagt er. Und er bezeichnet Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron als jemanden, den er mag.”Ein Stück Eis”Ja, dieser Auftritt, so komisch es klingt, wirkt fast wie eine Deeskalation. Trump baut sich eine Rampe, um einen Deal zu machen oder die Grönland-Thematik langsam wieder ruhen zu lassen .Er bleibt zwar bei seiner Geschichte, dass Grönland schon früher zu den USA gehört habe und ihnen auch zustehe. Und dabei, dass die USA kein Interesse daran hätten, ein “Stück Eis” zu schützen, das sie selbst nicht besäßen.LIVE”Bitte nur um ein Stück Eis”Trumps “größtes Statement” – Grönland-Aussagen im WortlautDennoch spricht er weniger hart als in den Tagen zuvor. Offenbar hat die europäische Reaktion gewirkt. Von Anfang an machte die EU klar: Ein Angriff auf Grönland ist ein Angriff auf uns. Wir werden das nicht dulden. Deutlicher als bei Venezuela, deutlicher als bei früheren Zoll-Drohungen widersprach sie. Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärten der Welt in ihren Reden am Dienstag, was die EU noch aus der Schublade holen könnte, was für eine Macht sie eben doch habe und dass sie nicht alles mit sich machen lasse. Das ist offenbar angekommen beim US-Präsidenten. Wenn Trump durch diese neue Härte spürt, dass er nicht weiterkommt, indem er übertreibt und mit Drohungen schockiert, dann muss er sich jetzt einen Ausweg überlegen, um nicht als Verlierer aus der Sache rauszugehen. Diese Rede könnte sein erster Schritt dahin gewesen sein.Vielleicht können auch die Europäer daraus lernen, wie man mit Tyrannen umgeht.Dieser Text erschien zuerst bei stern.deQuelle: ntv.deVideos01:19 min”Dann ist man raus”Baerbock stellt Fußball-Weltmeisterschaft infrage00:47 minBewaffnete Kräfte gehen an BordUSA setzen neuen Öltanker in der Karibik festVideos 01:34 minEiszapfen in den WohnungenKiew friert zu – keine Heizung, kein Strom, kein Wasser07:17 minBaerbock für Reform der UN”Friedensrat steht im Widerspruch zu Vereinten Nationen”00:49 minGegenseitige VorwürfeBrennende Wohnhäuser in Russland – Fehlgeleitete Rakete?Videos07:11 minExperte mahnt zur Entspannung”Aus Verhandlungssicht fährt Trump immer gleiche Strategie”04:51 minJäger erlebt Europa herausgefordert”Trump sieht in EU Gegner – er will sie spalten”100 Bilder”Goldenes Zeitalter von Amerika”Ein Jahr Trump – zwischen Maduro und Epstein, Grönland und ZöllenVon Markus Lippold96 BilderJahrzehnte der UnterdrückungDas Mullah-Regime klammert sich seit 1979 an die MachtVon Markus Lippold
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In einer ausführlichen Rede in Davos versucht US-Präsident Trump zu begründen, warum
In einer ausführlichen Rede in Davos versucht US-Präsident Trump zu begründen, warum Grönland in den Besitz der Vereinigten Staaten übergehen sollte. Dabei verwechselt er die Arktisinsel mit Island – und moniert, wie die Nato ihn plötzlich behandelt. -

PolitikKein schneller USA-ErsatzEuropa lässt Mercosur zappeln – und schneidet sich ins eigene
PolitikKein schneller USA-ErsatzEuropa lässt Mercosur zappeln – und schneidet sich ins eigene Fleisch21.01.2026, 17:09 Uhr Artikel anhören(05:39 min)00:00 / 05:390.5×0.8×1.0×1.2×1.5×2.0xRindfleisch aus Argentinien ist eines der Symbolthemen für den Mercosur-Vertrag. Aber ein Import nach Europa wäre streng reglementiert. (Foto: dpa)FacebookXWhatsAppE-MailLink kopierenArtikel druckenTeilenFolgen auf:Ist das noch Politik oder schon Satire? Das Europaparlament verzögert das Handelsabkommen mit Mercosur noch einmal um ein Jahr – nach 25 Jahren Verhandlungen und Unterschrift in Südamerika. Es ist zum Haare raufen.Das Zitat “Entscheidend ist, was hinten rauskommt”, gehört zu den bekannteren von Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl. Wenn man den jüngsten Beschluss des Europaparlaments daran misst, ist dieser eine mittlere Katastrophe. Das Parlament hat das Freihandelsabkommen der EU mit dem Südamerika-Block Mercosur an den Europäischen Gerichtshof verwiesen, der es rechtlich überprüfen soll. Heißt: Das Abkommen wird verzögert, je nach Lesart um mehrere Monate, vielleicht auch um zwei Jahre. Es gäbe noch die Möglichkeit, das Abkommen vorläufig anzuwenden. Das hat Bundeskanzler Friedrich Merz kurz nach der Abstimmung gefordert. Doch ratifiziert und unter Dach und Fach wäre das Abkommen dann immer noch nicht. Ob das dann schon einen Handelsboom zwischen Europa und Südamerika auslöst, ist ziemlich fraglich. Es wäre eher Schadensbegrenzung.Kann Start erheblich verzögernEU-Parlament ruft EuGH wegen Mercosur-Abkommen anSchaut man sich die Weltlage an, zeigt sich die Bedeutung dieses Abkommens. Die EU muss sich möglichst schnell neue Handelspartner suchen, nachdem US-Präsident Donald Trump seinen Zoll-Wahnsinn gestartet hat. Natürlich ersetzt das Mercosur-Abkommen die Verluste im US-Geschäft nicht. Aber es wäre ein Schritt in die richtige Richtung, ein Zeichen: Europa setzt weiter auf freien, regelbasierten Handel unter Partnern. Kein Nachweis europäischer KraftUnd natürlich wäre es ein Strohalm für die Unternehmen auf dem alten Kontinent gewesen. Deutschland stagniert, im Rest Europa sieht es kaum besser aus. Wirtschaftliche Dynamik wäre wie ein kräftiger Regenschauer auf vertrocknende Felder. Dieses Abkommen hätte einen Beitrag leisten können. Die Zeit drängt – insofern macht ein weiteres Jahr auch nach 25 Jahren sehr wohl einen Unterschied. Vom Widerstand zur EinigungWarum die Agrarlobby den Mercosur-Deal fast verhinderteHinzukommt: Diese Entscheidung muss die gesamte EU in den Augen Trumps lächerlich machen. Der gesamte Mercosur-Prozess ist einer zum Abgewöhnen und bestätigte alle Klischees über Europa, als ein erlahmender, von Bürokratie überlasteter Kontinent. 25 Jahre wurde verhandelt, erst kürzlich einigten sich die Staaten der EU dann mit Ach und Krach darauf, das Abkommen zu beschließen. Dann flog Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Paraguay und unterschrieb es. Doch nun kommt das Europaparlament und zieht kalt lächelnd den Stecker. Der Grund? Wie immer, Bedenken. Jeglicher Art: Verbraucherschutz, Pestizide, EU-Recht. Die Bürgerinnen und Bürger der EU haben eine Antwort auf diese Frage verdient: Warum hat das Europaparlament diese Fragen nicht längst geklärt? Warum gibt es jetzt noch rechtliche Bedenken? Abkommen kurz vor AbschlussEuropäer senden Trump mit ihrem Mercosur-Endspurt ein deutliches SignalVon Lea VerstlUnd selbst wenn der Europäische Gerichtshof nichts zu beanstanden hat, muss das Europaparlament noch einmal über das Abkommen abstimmen, es ratifizieren. Das schafft noch mehr Unsicherheit. Gut für Stillstand, schlecht für Investitionen. Das ist bitter für die Chancen, die das Abkommen bietet. Etwa für deutsche Elektroautos, deren Zölle über mehrere Jahre auf null sinken sollen. Die Autoindustrie ist die Schlüsselindustrie schlechthin in Deutschland. Natürlich, es gab Kritik am Abkommen, vor allem europäischer Bauern, insbesondere in Frankreich, Italien und Polen. Aber auch der Deutsche Bauernverband hat sich dagegengestellt. Denn da kommt neue Konkurrenz auf den Markt, Rindfleisch aus Argentinien zum Beispiel. Rindfleisch-Import streng geregeltDoch das Rindfleisch zeigt, wie durchverhandelt das Abkommen ist. 99.000 Tonnen Rindfleisch darf Argentinien nach Europa verschiffen, zu einem reduzierten Zollsatz von 7,5 Prozent. Auch mit den bisherigen Zöllen liefern sie schon die doppelte Menge. Und diese 99.000 Tonnen entsprechen nur einem Prozent der Jahresproduktion der EU. Zugleich erhöht die EU die Subventionen für Landwirte ab 2028 um 45 Milliarden Euro. Trauen wir uns nicht einmal so ein kleines bisschen Marktwirtschaft mehr zu? “We should call Ursula”In diesen Punkten bietet die EU Trump die StirnEine Analyse von Lea VerstlEin anderes Argument der Bauern: Brasilien und Argentinien produzieren nicht unter den gleichen Bedingungen wie die Europäer. Auch das ist nicht stichhaltig. Erstens lässt Europa kein minderwertiges Fleisch auf den Markt, für Schweinefleisch etwa gibt es strenge Auflagen. Zweitens: Na und? Mit der Lieferkettenrichtlinie versuchte die EU ihren Handelspartnern soziale Standards aufzuzwingen – aus gut gemeinten Gründen, das schon. Aber heraus kam ein Bürokratiemonster, das die Importeure zur Verzweiflung trieb. Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Und es kommt raus: Europa schafft es nicht, sich neue Handelspartner zu suchen. Europa blockiert sich selbst. Europa ist selbst sein größter Gegner. Das ist bitter für weitere Handelsabkommen. Bundeskanzler Merz strebt eines mit Indien an. Auch Verträge mit Mexiko, Australien und Thailand sind angedacht. Ein Bewerbungsschreiben ist der Mercosur-Prozess jedenfalls nicht. Quelle: ntv.deVideos01:19 min”Dann ist man raus”Baerbock stellt Fußball-Weltmeisterschaft infrageLIVE”Bitte nur um ein Stück Eis”Trumps “größtes Statement” – Grönland-Aussagen im WortlautVideos 00:47 minBewaffnete Kräfte gehen an BordUSA setzen neuen Öltanker in der Karibik fest01:34 minEiszapfen in den WohnungenKiew friert zu – keine Heizung, kein Strom, kein Wasser07:17 minBaerbock für Reform der UN”Friedensrat steht im Widerspruch zu Vereinten Nationen”Videos00:49 minGegenseitige VorwürfeBrennende Wohnhäuser in Russland – Fehlgeleitete Rakete?07:11 minExperte mahnt zur Entspannung”Aus Verhandlungssicht fährt Trump immer gleiche Strategie”100 Bilder”Goldenes Zeitalter von Amerika”Ein Jahr Trump – zwischen Maduro und Epstein, Grönland und ZöllenVon Markus Lippold96 BilderJahrzehnte der UnterdrückungDas Mullah-Regime klammert sich seit 1979 an die MachtVon Markus Lippold

