Chaos im Afrika-Cup-Halbfinale: „Ich dachte, es gibt ’ne Massenschlägerei!
Mehr zum Video anzeigen
Chaos im Afrika-Cup-Halbfinale. Der Influencer BlablaGio ordnet die Situation ein.

<!–> [–> Chaos im Afrika-Cup-Halbfinale: „Ich dachte, es gibt ’ne Massenschlägerei! Mehr zum Video anzeigen Chaos im Afrika-Cup-Halbfinale. Der Influencer BlablaGio ordnet die Situation ein. Quelle: BILD

TTS-Player überspringen↵ <!–> ]–>Artikel weiterlesen Mit einem Neuwagen vom Hof – dann möglichst schonend. Wer ein neues Auto kauft, sollte erst mal behutsam fahren. Für Verbrenner ist das üblich. Doch was gilt beim E-Auto? Muss ein Golf anders eingefahren werden als ein elektrischer VW ID.7? Auch interessant Anzeige Auch interessant Anzeige BILD hat bei VW…

Der Hotelriese REVO wackelt – doch die Zimmer bleiben offen. Einer der größten europäischen Hotelbetreiber steht vor einer umfassenden Sanierung. Rund 140 Gesellschaften der REVO Hospitality Group haben am Freitag beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen sind Hotels in Deutschland und Österreich. Die gute Nachricht: Alle rund 5500 Mitarbeiter bleiben an Bord. Der…

TTS-Player überspringen↵ <!–> ]–>Artikel weiterlesen Hercules (Kalifornien/USA) – Schussfestes Glas, Militärtechnik und extreme Leistung: Der Rezvani Tank zeigt, wie radikal ein SUV in den USA interpretiert werden kann. Die Basis liefert zwar ein Jeep Wrangler. Doch davon ist am Ende kaum noch etwas übrig. Rezvani nennt sein Modell selbstbewusst ein „taktisches SUV“. Heißt übersetzt: maximaler…

Alle fünf Jahre schrauben die USA auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse an ihren Ernährungsempfehlungen. Meist behutsam. Doch dieses Mal ist alles anders. US-Gesundheitsminister Kennedy stellt die Ernährungspyramide wortwörtlich auf den Kopf. Doch der Umbau birgt gesundheitliche Risiken. Die sind aus Sicht von FITBOOK-Ernährungsexpertin Sophie Brünke nicht kleinzureden. Die Pyramide steht jetzt Kopf Der größte Bruch…

Die Lehre von den Schimpfwörtern, Malediktologie genannt, ist ein weites Feld, besonders in Deutschland. Vor nicht allzu langer Zeit kam eine weltweite Studie zu dem Schluss, dass niemand variantenreicher flucht als die Menschen im Land der Dichter und Denker. Den deutschsprachigen Studienteilnehmern fielen im Schnitt 53 Schimpfwörter ein, während die spanisch- und englischsprachigen Probanden auf…

Kontext ist alles im Leben. Für viele Menschen wäre wahrscheinlich das Angebot sehr attraktiv, in einem Farmhaus mit vier Schlafzimmern, vier Badezimmern und zwei Empfangsräumen zu leben, noch dazu auf dem Gelände des königlichen Anwesens Sandringham. Für Andrew Mountbatten-Windsor, bis vor Kurzem Prinz Andrew, Herzog von York, ist es gleichbedeutend mit einer öffentlichen Degradierung. Und…

Um in uralten Fossilien die Vorfahren heutiger Tiere zu erkennen, dafür braucht es generell einiges an Fantasie. Für das Hyracotherium gilt das ganz besonders. Das sogenannte Urpferd wurde erstmals 1841 wissenschaftlich beschrieben und lebte bereits vor etwa 56 Millionen Jahren in Europa, Asien und Nordamerika. Was es auf den ersten Blick mit Pferden gemein hat?…

Die Brauerei Schneider Weisse übernimmt die unter Druck stehenden Biermarken Weltenburger und Bischofshof. Teil des Geschäfts soll nach derzeitigem Stand auch die Übernahme der ältesten Klosterbrauerei der Welt in Weltenburg sein, wie die Unternehmen mitteilen. Gültig werden soll der Verkauf zum 1. Januar 2027. Die Bischofshof-Brauerei in Regensburg mit 56 Mitarbeitern soll allerdings zum Jahresende…

Wir leben in einer Demokratie, wie wenig selbstverständlich das ist, zeigt sich gegenwärtig an vielen Orten und Ereignissen. Umso mehr lohnt es sich zu ergründen, was Demokratie bedeutet, und wie demokratiefähig wir sind, wenn Wirklichkeit von verschiedenen Menschen widersprüchlich erlebt wird, ein Ereignis gegensätzliche Gefühle auslöst und unvereinbare Konsequenzen fordert. Das ist das Thema des…

Chaos im Afrika-Cup-Halbfinale. Der Influencer BlablaGio ordnet die Situation ein.

Mit einem Neuwagen vom Hof – dann möglichst schonend. Wer ein neues Auto kauft, sollte erst mal behutsam fahren. Für Verbrenner ist das üblich. Doch was gilt beim E-Auto? Muss ein Golf anders eingefahren werden als ein elektrischer VW ID.7?
BILD hat bei VW nachgefragt. Eine Sprecherin: „Im Gegensatz zu Verbrenner-Modellen, muss bei Elektrofahrzeugen für die Batterie nichts Spezielles berücksichtigt werden für die ersten Kilometer.“ Heißt: Den Akku zu schonen, ist beim Einfahren kein Thema.
Ganz ohne Vorsicht geht es aber auch beim Stromer nicht. Der Hersteller empfiehlt, „die Reifen und die Bremse einzufahren“. So stehe es auch in der VW-Betriebsanleitung, z. B. beim ID.7.
Der Grund: eine „verminderte Reifen-Haftfähigkeit und Bremswirkung auf den ersten 600 Kilometern“. Auch ein Elektroauto sollte nach dem Kauf also nicht voll gefordert werden.
Bei Verbrennern dauert die Einfahrphase länger. „Nach ca. 1500 Kilometern sind Motor, Bremsen und Reifen eingefahren“, erklärt die Sprecherin.
Warum sollte man ein Auto überhaupt „einfahren“? Bei einem Fahrzeug mit Benzin- oder Dieselmotor werden so vor allem die Komponenten im Antrieb und Fahrwerk vorsichtig „eingeschliffen“. Der ADAC empfiehlt das Motto: „Neues Auto = überlegter Fahrstil“.
Meistverkaufter VW-Verbrenner in Deutschland ist immer noch der Golf, hier als sportliche GTI Edition 50. Bei Benziner und Diesel muss vor allem der Motor eingefahren werden
[–>Die wichtigsten Komponenten beim Einfahren eines Verbrenners sind Motor und Getriebe. Mechanische Teile wie Kolben und Zylinder reiben im Betrieb leicht aneinander. Trotz immer präziserer Herstellungsprozesse kann es laut ADAC immer noch zu kleinen Ungenauigkeiten kommen, und mechanische Teile müssen sich für einen gewissen Zeitraum zunächst einlaufen. Wie beim E-Auto müssen aber auch Reifen und Bremsen etwas laufen, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
► Gemächlich beschleunigen, hohe Drehzahlen und Geschwindigkeiten vermeiden.
► Viele und extreme Kurzstrecken innerhalb kurzer Zeit beim Einfahren vermeiden.
► Defensiver Fahrstil für die Haftungsentwicklung der Reifen.
► Harte Bremsungen vermeiden.
► Längere, gemütliche Touren über Land sind ideal zum Einfahren.

Der Hotelriese REVO wackelt – doch die Zimmer bleiben offen. Einer der größten europäischen Hotelbetreiber steht vor einer umfassenden Sanierung.
Rund 140 Gesellschaften der REVO Hospitality Group haben am Freitag beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen sind Hotels in Deutschland und Österreich. Die gute Nachricht: Alle rund 5500 Mitarbeiter bleiben an Bord. Der Betrieb von rund 125 Häusern läuft weiter.
Konkret betroffen sind u. a. das Hyperion Hotel in Leipzig, das Pullman Hotel Berlin Schweizerhof und das Ibis Styles Kiel.
Die REVO Hospitality Group betreibt unter eigenen Marken und als Franchisenehmer insgesamt 250 Hotels. Sie liegen in 12 europäischen Ländern und 135 Städten. Zu der Gruppe gehören namhafte Marken wie Hilton, Accor, Wyndham und Marriott.
Zu den Gründen für die wirtschaftliche Schieflage schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung: „Mit der Wirtschaftskrise gerieten davon 140 Gesellschaften inklusive der Verwaltungs- und Holdinggesellschaft in Schwierigkeiten. Insbesondere die gestiegenen Lohnkosten und die starke Anhebung der Mindestlöhne, aber auch erhöhte Kosten für Mieten, Energie und Lebensmittel belasten das Geschäft.“ Ein weiteres Problem: die schnelle Expansion der vergangenen Jahre. Sie habe zu Doppelstrukturen und Integrationsproblemen geführt.
Trotz der Lage zeigt sich die Geschäftsführung zuversichtlich. Rechtsanwalt Dr. Gordon Geiser erklärt: „Mit den überwiegend in Eigenverwaltung beantragten Verfahren für die rund 140 Gesellschaften bestehen gute Aussichten für eine zügige Sanierung und eine langfristige Fortführung. Wir werden den Geschäftsbetrieb umgehend stabilisieren und erste Sanierungsmaßnahmen in Absprache mit den wesentlichen Stakeholdern umsetzen.“
Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Benedikt de Bruyn wurde Geiser für die Dauer der Eigenverwaltungsverfahren zum Geschäftsführer der betroffenen Gesellschaften berufen.

Hercules (Kalifornien/USA) – Schussfestes Glas, Militärtechnik und extreme Leistung: Der Rezvani Tank zeigt, wie radikal ein SUV in den USA interpretiert werden kann.
Die Basis liefert zwar ein Jeep Wrangler. Doch davon ist am Ende kaum noch etwas übrig. Rezvani nennt sein Modell selbstbewusst ein „taktisches SUV“. Heißt übersetzt: maximaler Schutz für die Insassen, maximale Wirkung nach außen.
Karosserie und Scheiben sind auf Wunsch kugelsicher. Dazu gibt es Extras, die man sonst nur aus Agentenfilmen kennt: Nachtsichtsysteme, EMP-Schutz gegen elektronische Angriffe, Bombensensoren, Rundum-Videoüberwachung und sogar Safes im Innenraum. Wer will, bekommt ein massives FOX-Offroad-Fahrwerk obendrauf – für Einsätze abseits befestigter Straßen.
Mindestens 175.000 Dollar (rund 150.000 Euro) ruft Rezvani für den Tank auf – Extras noch nicht eingerechnet
Drinnen geht es überraschend großzügig zu. Je nach Ausstattung finden bis zu zehn Personen Platz. Sicherer Transport auf US-Art.
Auch beim Antrieb macht Rezvani keine Gefangenen. Einstieg ist ein Vierzylinder mit rund 270 PS und elektrischer Unterstützung. Am anderen Ende der Skala wartet der V8 aus dem Dodge Demon mit bis zu 1000 PS.
[–>Der Preis passt zum Auftritt. Mindestens 175.000 Dollar, umgerechnet rund 150.000 Euro, ruft der Hersteller auf. Extras kosten zusätzlich. Außerdem ist die Produktion auf nur 100 Fahrzeuge weltweit begrenzt.
Kurz gesagt: Wer künftig schussfest, gepanzert und mit brachialer Leistung zum Bäcker fahren will, braucht vor allem eines – sehr viel Geld.

Alle fünf Jahre schrauben die USA auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse an ihren Ernährungsempfehlungen. Meist behutsam. Doch dieses Mal ist alles anders. US-Gesundheitsminister Kennedy stellt die Ernährungspyramide wortwörtlich auf den Kopf. Doch der Umbau birgt gesundheitliche Risiken. Die sind aus Sicht von FITBOOK-Ernährungsexpertin Sophie Brünke nicht kleinzureden.
Der größte Bruch mit der Vergangenheit: Proteine stehen im Mittelpunkt. Um das zu zeigen, wurde die Pyramide um 180 Grad gedreht. An der Spitze: Fleisch, Käse und Milch. Im Fließtext zur Pyramide wird zwar erwähnt, dass auch pflanzliche Eiweißquellen wie Bohnen oder Soja gegessen werden sollen. Grafisch dominieren jedoch Fleisch und Milchprodukte.
Ob das hilft, die von Kennedy beschriebene „Health Emergency“ (dt.: Gesundheitskrise) zu bekämpfen? Daran bestehen Zweifel.
–>
Die neuen Richtlinien empfehlen 1,2 bis 1,6 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Das ist doppelt so viel oder mehr als die bisherige Empfehlung von 0,8 Gramm, die auch in Deutschland gilt. Eindeutige wissenschaftliche Belege, dass ein Mehr an Protein einen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen bringen würde, existierten jedoch nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät erst bei mehr als fünf Stunden Sport pro Woche zu höheren Mengen von 1,2 bis 2,0 Gramm – je nach Trainingsziel.
Tierische Eiweißquellen liefern im Gegensatz zu pflanzlichen keine Ballaststoffe. Diese sind aber entscheidend für eine gesunde Darmflora und die Vorbeugung diverser Erkrankungen. Dazu gehören etwa starkes Übergewicht und Herzerkrankungen. Also genau solche, mit denen US-Amerikaner zu kämpfen haben. Pflanzliche Proteinquellen bieten darüber hinaus sekundäre Pflanzenstoffe und ungesättigte Fettsäuren. Die wirken sich günstig auf die Gesundheit aus.
Ein hoher Konsum von Fleisch- und Milchprodukten kann die Aufnahme gesättigter Fette erhöhen. Das steigert das Risiko für chronische Erkrankungen. Besonders rotes Fleisch gilt als problematisch. Die Weltgesundheitsorganisation stufte rotes Fleisch bereits 2015 als wahrscheinlich krebserregend ein, verarbeitetes Fleisch sogar als krebserregend.
Der Leitsatz der neuen Empfehlungen lautet: „Eat real food.“ Gemeint sind möglichst unverarbeitete Lebensmittel. Das klingt zunächst vernünftig. Negativ fällt jedoch der Aufbau auf. Die neue Pyramide wirkt grob, wenig detailliert und unübersichtlich. Es gibt nur noch wenige Kategorien, klare Abgrenzungen fehlen. Gehört eine Avocado zu den Fetten oder zu Obst und Gemüse? Beides ließe sich begründen.
Auch der Umfang wurde deutlich reduziert. Statt 164 Seiten wie noch für 2020 bis 2025 gibt es jetzt nur noch zehn Seiten. Ausführliche Kapitel zu einzelnen Altersgruppen fehlen. Stattdessen muss man sich mit einer Handvoll vager Stichpunkte begnügen. So solle man etwa „wenig“ Alkohol trinken. Was das mengenmäßig bedeutet, ist wohl dem Leser vorbehalten.
–>
Die USA haben seit Jahren ein massives Problem mit chronischen Erkrankungen. Die Zahlen zu Übergewicht und Adipositas sind explodiert. 1990 galten 21,2 Prozent der Frauen und 16,9 Prozent der Männer als adipös. 2022 waren es bereits 43,8 Prozent der Frauen und 41,6 Prozent der Männer. Übergewicht ist ein zentraler Risikofaktor für Diabetes Typ 2, Krebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die bisherige US-Ernährungspyramide folgte dem klassischen Prinzip: unten breit, oben schmal. Die Basis bildeten Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte. Darüber kamen Obst und Gemüse. Es folgten Milch- und Fleischprodukte in Maßen. An der Spitze: Öle, Fette und Süßigkeiten.
Laut einem Bericht der „New York Times“ ignorierte Gesundheitsminister Kennedy jedoch die Empfehlungen eines Expertengremiums aus der Zeit der Biden-Regierung. Stattdessen setzte er auf neue, handverlesene Fachleute. Einige von ihnen legten kürzlich finanzielle Beziehungen unter anderem zur Rindfleisch- und Milchindustrie offen.

Die Lehre von den Schimpfwörtern, Malediktologie genannt, ist ein weites Feld, besonders in Deutschland. Vor nicht allzu langer Zeit kam eine weltweite Studie zu dem Schluss, dass niemand variantenreicher flucht als die Menschen im Land der Dichter und Denker. Den deutschsprachigen Studienteilnehmern fielen im Schnitt 53 Schimpfwörter ein, während die spanisch- und englischsprachigen Probanden auf gerade mal 16 Begriffe kamen. Welch bemitleidenswerte Spatzenhirne! Denn, auch das ist wissenschaftlich erwiesen, Fluchen hat eine schmerzlindernde Wirkung.
Am schönsten und ungeniertesten schimpft es sich, für diese Erkenntnis braucht es keine Studie: im Auto. Weil dort niemand zuhört, höchstens das Handy, das einem dann permanent Werbung für Antiaggressionstrainings einspielt. Doofes Daddelding! Oder der Nachwuchs auf der Rückbank, von dem man eigentlich dachte, er konzentriere sich auf sein Conni-Hörspiel. Doch dann bittet die Erzieherin zum Krisengespräch: „Ihr Kind hat neulich beim Dreiradfahren im Garten den Franz-Otto als ‚scheiß-lahme Kriechschnecke‘ beschimpft und behauptet, dass die Mama das auch immer sagt.“
Wie soll man es denn auch sonst nennen, wenn auf der A99 ein Auto mit dem Kennzeichen MÜ-DE direkt vor einem mit Tempo 72 auf die linke Spur ausschert? Der großstädtische und somit großspurige Autoinsasse im Land der Dichter und Lenker erkennt seine Feinde bereits anhand ihres Nummernschilds. Dabei gemeindet er jeden Nicht-Großstädter in die Kategorie „Landei“ ein, schließlich bremsen potenziell auch Bewohner von Klein- und Mittelstädten vor mehrspurigen Kreuzungen hilflos ab, können nur in Riesenlücken einparken und erstarren vor Tunnels mit mehreren Ausfahrten in Ehrfurcht.
Die Autofahrer aus den Metropolen können es in ihrem Schimpftiraden-Erfindungsreichtum mit Goethe („Leck mich im Arsch“, auf Fanta-Vier-Deutsch LMAA) aufnehmen. Dabei bedienen sie sich der Technik der Backronym-Genese: FFB steht für „Fahrer fährt blöd“, ED für „entsprungener Depp“, RO für „rasender Ochs“, AÖ für „ausgewanderter Österreicher“, um nur einige Verunglimpfungsbeispiele aus der Gegend rund um München zu nennen. Andernorts fahren „bereifte Mörder“ umher (BM, Rhein-Erft-Kreis mit der Kreisstadt Bergheim), „Dorftrottel“ (DT, Detmold) und Leute „ohne Gehirn“ (OG, Offenburg). Oder es sitzt ein „Hirsch am Steuer“ (HAS, Haßberge).
Aus großstädtischer Perspektive ist es also sehr zu begrüßen, dass Fahrzeughalter aus dem Münchner Umland von Montag an die Gelegenheit haben, sich mit dem neuen MU-Kennzeichen direkt als solche zu erkennen zu geben und sich nicht länger mit einem M als Stadt-Münchner zu tarnen, obwohl sie aus, sagen wir mal, Sauerlach oder Putzbrunn kommen. Jetzt braucht es nur noch ein passendes Backronym, vielleicht ja dieses hier: MU = „motorisierter Unhold“.

Kontext ist alles im Leben. Für viele Menschen wäre wahrscheinlich das Angebot sehr attraktiv, in einem Farmhaus mit vier Schlafzimmern, vier Badezimmern und zwei Empfangsräumen zu leben, noch dazu auf dem Gelände des königlichen Anwesens Sandringham. Für Andrew Mountbatten-Windsor, bis vor Kurzem Prinz Andrew, Herzog von York, ist es gleichbedeutend mit einer öffentlichen Degradierung. Und genau das ist auch der Sinn der Umzugspläne, die sein Bruder König Charles III. für ihn gefasst hat: Andrew soll so rasch wie möglich in ein Marsh Farm genanntes Haus im englischen Norfolk einziehen und damit auch hinsichtlich seiner Unterkunft den verordneten Schritt in die Bürgerlichkeit vollenden.

Um in uralten Fossilien die Vorfahren heutiger Tiere zu erkennen, dafür braucht es generell einiges an Fantasie. Für das Hyracotherium gilt das ganz besonders. Das sogenannte Urpferd wurde erstmals 1841 wissenschaftlich beschrieben und lebte bereits vor etwa 56 Millionen Jahren in Europa, Asien und Nordamerika. Was es auf den ersten Blick mit Pferden gemein hat? Es hatte vier Beine und lief auch auf allen Vieren. Ansonsten fallen vor allem Unterschiede auf. Das Hyracotherium war zum Beispiel nicht viel größer als eine moderne Hauskatze. Die Zähne waren noch nicht an den Verzehr von Gras angepasst. Und Hufe hatte es auch keine, stattdessen jeweils vier Zehen an den vorderen Beinen und drei an den hinteren. Damit gehörte es zumindest zur biologischen Ordnung der Unpaarhufer, so wie heutige Pferde auch.
Wie genau das Hyracotherium in den Stammbaum der Pferde einzuordnen ist, da gehen die Meinungen in der Forschung auseinander. Doch nun legt eine Stammbaum-Analyse der beiden Paläontologen Jérémy Tissier und Thierry Smith vom belgischen Institut für Naturwissenschaften in Brüssel nahe, die Bezeichnung Urpferd lieber aufzugeben. Denn wie die zwei Forscher in der Wissenschaftszeitschrift PNAS berichten, ist das Hyracotherium wohl nicht nur gar kein direkter Vorfahr der Pferde. Sondern es ist auch nicht einmal besonders nahe mit heutigen Pferden verwandt – zumindest nicht näher als auch mit heutigen Tapiren und Nashörnern.
Die Evolution der Unpaarhufer ist ein schwieriges Forschungsfeld. Denn die allermeisten der einst mehr als 300 verschiedenen Gattungen von Unpaarhufern sind ausgestorben. Heute existieren nur noch sechs: Pferde, Tapire sowie vier Nashorngattungen (Breit- und Spitzmaulnashörner, Dicerorhinus und Rhinoceros). Das macht es schwierig, den Stammbaum der Tiere mit Gen-Analysen zu erforschen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind stattdessen hauptsächlich auf Fossilien angewiesen, denen man aufgrund ihres Alters in der Regel kein Erbgut mehr entnehmen kann. Hinzu kommt, dass sich bei Unpaarhufern schwer nachvollziehen lässt, welche Tierarten und Gattungen zuerst existierten. Die großen Gruppen traten den Fossilien zufolge alle mehr oder minder gleichzeitig auf.
Tissier und Smith untersuchten für ihre Rekonstruktion Fossilien von 71 verschiedenen Arten früher Unpaarhufer auf 101 unterschiedliche anatomische Merkmale. Der Stammbaum, den sie zeichnen, hat etwas weniger Verästelungen als gängig: Einige bislang voneinander unterschiedene Gattungen seien eigentlich identisch, schreiben die Forscher in PNAS. Damit ist das Bild noch immer reichlich kompliziert, doch der Überblick fällt etwas leichter.
Insgesamt deuteten ihre Ergebnisse darauf hin, dass die ersten Unpaarhufer in Asien entstanden sind, und sich rasant über die nördliche Erdhalbkugel ausbreiteten, so Tissier und Smith. Das vermeintliche Urpferd Hyracotherium sei tatsächlich als einer der ursprünglichsten Vertreter dieser Ordnung anzusehen: Seine Linie spaltete sich bereits ab, bevor sich die evolutionären Linien von Hippomorphen wie den heutigen Pferden sowie von Tapiromorphen trennten. Zu letzteren gehören laut dem Stammbaum unter anderem die Ceratomorphen wie die heutigen Tapire und Nashörner. Das bedeutet: Hyracotherium wäre demnach zwar mit allen diesen noch lebenden Unpaarhufern verwandt, aber nicht ihr direkter Vorfahr, sondern eher ein sehr weit entfernter Uronkel.
Nicht ganz so weit entfernt, aber ebenfalls kein direkter Vorfahr heutiger Pferde ist laut dem neuen Stammbaum auch Eurohippus messelensis. Fossilien dieses 48 Millionen Jahre alten Tieres waren in der Grube Messel bei Darmstadt gefunden worden. Tissier und Smith zufolge gehören sie nicht zu den Pferdeartigen, wenngleich immerhin zu den Hippomorphen, also den Pferdeverwandten. Wenn Hyracotherium also ein entfernter Uronkel ist, dann wäre Eurohippus immerhin ein entfernter Onkel. Doch damit hat die Verwandtschaft auch schon ihr Ende.

Die Brauerei Schneider Weisse übernimmt die unter Druck stehenden Biermarken Weltenburger und Bischofshof. Teil des Geschäfts soll nach derzeitigem Stand auch die Übernahme der ältesten Klosterbrauerei der Welt in Weltenburg sein, wie die Unternehmen mitteilen. Gültig werden soll der Verkauf zum 1. Januar 2027. Die Bischofshof-Brauerei in Regensburg mit 56 Mitarbeitern soll allerdings zum Jahresende 2026 geschlossen werden.
Der deutsche Biermarkt schrumpft seit Langem, was viele Brauereien unter Druck setzt. „Auf uns alleine gestellt, war ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb der Marken trotz aller Anstrengungen und guten Weichenstellungen der letzten Monate nicht mehr möglich“, sagt Till Hedrich, Geschäftsführer von Bischofshof und Weltenburger. „Die drohende komplette Geschäftsaufgabe oder die Zerschlagung durch einen Investor ganz ohne Bezug zur Region und ihrer Geschichte können wir durch die jetzt gemeinsam mit Schneider Weisse zu verwirklichende ‚bayerische Lösung‘ aber abwenden und damit auch ein wichtiges Stück bayerischer Brautradition dauerhaft bewahren.“

:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren
Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.
Die Brauereien kooperieren schon länger. Die geplante Zusammenlegung der Produktion in Kelheim und Weltenburg soll Synergien freisetzen und die Effizienz steigern. Durch die Übernahme soll – so die Unternehmen – ein Komplettverlust der Arbeitsplätze verhindert werden. Für die 56 betroffenen Mitarbeiter in der Brauerei in Regensburg sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Wo möglich wolle man sie „an passende Unternehmen aus dem Netzwerk in der Getränkebranche und dem weiteren Umfeld der Brauerei vermitteln“, sagt Hedrich.
Bischofshof gehört einer Stiftung des Bistums Regensburg. Über den Kaufpreis vereinbarten die Vertragspartner Stillschweigen. Die im Jahr 1050 gegründete Klosterbrauerei Weltenburg ist seit 1973 Teil von Bischofshof. Sie soll weitergeführt werden – ebenso der Logistikbereich von Bischofshof mit 21 Mitarbeitern.
Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer betonte: „Neben dem Traditionsaspekt ist für uns ganz zentral, dass wir durch den Erhalt der Braustätte im Kloster Weltenburg sowie der Logistikabteilung von Bischofshof zumindest einen Teil der Arbeitsplätze direkt in der Region halten können.“ Für eine Fortführung der Brauerei in Regensburg habe allerdings „jede wirtschaftliche Grundlage“ gefehlt.
Der Geschäftsführer von Schneider Weisse, Georg VII. Schneider, sprach von einem „Portfolio absoluter Traditionsmarken“, das entstehe. „Mit den entstehenden Synergien von Einkauf über Herstellung bis Vertrieb sind wir für die aktuellen Herausforderungen bestens aufgestellt.“

Wir leben in einer Demokratie, wie wenig selbstverständlich das ist, zeigt sich gegenwärtig an vielen Orten und Ereignissen. Umso mehr lohnt es sich zu ergründen, was Demokratie bedeutet, und wie demokratiefähig wir sind, wenn Wirklichkeit von verschiedenen Menschen widersprüchlich erlebt wird, ein Ereignis gegensätzliche Gefühle auslöst und unvereinbare Konsequenzen fordert. Das ist das Thema des neuen Romans der österreichischen Autorin und Illustratorin Agi Ofner.