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    USA: Kojoten mitten in Los Angeles

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    Wegen Lehrermangel Sachsen-Anhalt erteilt weiterer Inklusion eine Absage Das gemeinsame Lernen von

    Wegen Lehrermangel Sachsen-Anhalt erteilt weiterer Inklusion eine Absage Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ist in Deutschland zwar seit Jahren erklärtes Ziel. In Sachsen-Anhalt will der CDU-Bildungsminister trotzdem einen Fokus auf Förderschulen setzen. Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen Link kopieren Kind mit…

Categorie: Nieuws

  • USA: Kojoten mitten in Los Angeles

    USA: Kojoten mitten in Los Angeles

    Die Schlagzeile in der Los Angeles Times vor ein paar Tagen: „Machen Sie sich auf mehr Kojoten in Ihrer Wohngegend gefasst“. Das klang so, als müsse man sich auf ein bisschen mehr Regen einstellen oder darauf, dass der Müll in dieser Woche schon am Mittwoch abgeholt werde. Aber Moment: Kojote? Das Raubtier, das eine Klapperschlange erlegt, indem es seine Beute am Kopf packt und schüttelt? Sollte man da nicht eher alarmiert sein? Immerhin heißt es, Menschen müssen sich keine allzu große Sorgen machen: Sie gehören nicht zum Beuteschema von Kojoten. Auf Haustiere wie Hunde dagegen müsse man besonders aufpassen: Die könnten angegriffen werden, bei Spaziergängen durch Parks und Alleen zum Beispiel. Dort seien Begegnungen mit Kojoten gerade zu Jahresbeginn sehr wahrscheinlich.

    Die Kalifornier sind sehr stolz darauf, wie sie in Einklang mit der Natur und ihren Geschöpfen leben. Gerade in Los Angeles, das in den 1990ern noch ein berüchtigter, von Autosmog verpesteter Großstadt-dschungel war. Seither hat sich vieles zum Guten verändert, mittlerweile betrachtet die Stadt sich als ganz besonders naturverbunden. Da wäre zum Beispiel die alte Bahnstrecke zwischen der Metropole und der Strandstadt Redondo Beach, die heutzutage über weite Strecken eine Spazierallee ist. In manchen Abschnitten mit zersetztem Granit als Untergrund für Rollstuhlfahrer, anderenorts sind es Holzspäne. „Green Belt“ („grüner Gürtel“) nennen die Menschen in Los Angeles die Spazier-Oase – die eben auch ein wunderbarer Wanderweg für Kojoten ist.

    Zu Jahresbeginn sind die männlichen Exemplare unterwegs, es beginnt gerade die Paarungszeit. Sie legen ordentliche Strecken zurück, damit sie ihre Gene möglichst breit streuen. Die Vororte in Südkalifornien finden sie besonders toll, aus mehreren Gründen. In Mülltonnen, gerade in der Nähe von Parks, finden sie nach Geburtstagspartys Futter im Übermaß. In den Parks und den Grüngürteln sind sie geschützt vor natürlichen Feinden – und vor Autos, weil dort keine fahren. Bis Ende des Jahres soll es ihnen sogar möglich sein, gefahrlos eine Autobahn zu überqueren: Über die zehn Fahrspuren des legendären 101 Freeway wird gerade eine Brücke für Wildtiere gebaut. Kojoten, Berglöwen, Schwarzbären sollen sie unter anderem nutzen können.

    Kojoten gibt es in Kalifornien schon länger als Menschen

    Seit 40 000 Jahren gibt es Kojoten in Kalifornien, sie waren lange vor den ersten Menschen da. In den La Brea Tar Pits im Zentrum von LA werden Skelette von Tieren ausgegraben, die dort im Pleistozän in Gruben voller natürlichem Asphalt fielen und extrem gut konserviert wurden. Die am dritthäufigsten dort gefundene Spezies (nach Urzeitwolf und Säbelzahntiger): der Kojote. Dessen Rückkehr in die Vororte der Stadt werten Experten als die sichtbarste Verbindung zwischen damals und heute. Mittlerweile gibt es Kojoten in ganz Nordamerika außer dem Nordosten Kanadas; mit die größte Populationsdichte herrscht laut Daten der University of California in den Vororten Südkaliforniens.

    Dort wird den Leuten derzeit deshalb mitgeteilt, dass sie sich auf Begegnungen mit Kojoten einstellen sollen. Der Mensch müsse sich anpassen, das Tier sei zuerst da gewesen. Also: Müllsäcke verschließen sowie Mülleimer und Vogelhäuser nachts reinstellen. Hunde nicht von der Leine lassen. Und: Kojoten nicht füttern. Bis Ende März dauert die Paarungszeit, ihren Höhepunkt erreicht sie rund um den 14. Februar. Valentinstag. Der gilt offenbar auch für die Kojoten von Los Angeles.

  • Prozess in Ebersberg: Entgleisung im Regionalzug

    Prozess in Ebersberg: Entgleisung im Regionalzug

    Leere Sitzreihen, schläfrige Passagiere – so sieht es im Idealfall aus, wenn man den ersten Zug Richtung Kufstein nimmt, der vom Ostbahnhof aus losfährt. An einem Novembertag im Jahr 2024 war das allerdings anders: Vor dem Stopp in Grafing-Bahnhof beleidigte ein heute 39-Jähriger aus dem Nachbarlandkreis Rosenheim einen heute 23-jährigen Fahrgast aus Österreich erst rassistisch, dann schlug er auch noch zu. Bei der Verhandlung vor dem Ebersberger Amtsgericht bestritt der Angeklagte zwar, dass es sich so zugetragen hatte. Richterin Anne Leiding sah allerdings die Vorwürfe durch die Zeugenaussagen ausreichend belegt und verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 15 Euro.

    Dieses Ergebnis hätte der heute 39-Jährige billiger haben können, die Kosten des Strafverfahrens hätte er sich sparen können – hätte er den Strafbefehl akzeptiert. Ein Strafbefehl kann bei nicht ganz so gravierenden Delikten angewandt werden, dabei wird ein Urteil ohne Gerichtsverhandlung gesprochen. Der Mann hatte freilich Einspruch eingelegt, weshalb es nun doch zur Verhandlung kam.

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    Wie der Geschädigte vor Gericht erläuterte, hatte der deutlich angetrunkene Mann zunächst einen anderen Fahrgast rassistisch angepöbelt. Als der 22-Jährige ihn darauf ansprach, zog er selbst die Wut des 39-Jährigen auf sich. Auch ihn beleidigte der Mann daraufhin rassistisch, es entspann sich ein Streit, der schnell handgreiflich wurde. Der Angeklagte habe ihn geschlagen und am Hals gepackt, beschrieb es der Zeuge. Ein anderer Passagier und eine Zugbegleiterin bereiteten der Auseinandersetzung ein Ende, am Bahnhof wartete schon die Polizei.

    Er sei kein Rassist, sagt der Angeklagte

    Vor Gericht räumte der Angeklagte nur ein, dass er den anderen am Kragen gepackt habe, zugeschlagen habe er aber nicht. Im Übrigen sei er kein Rassist, die Aggression sei nicht von ihm ausgegangen. Ein Zeuge allerdings stützte die Aussagen des Opfers zum großen Teil, auch rassistische Äußerungen hatte er mitbekommen. Eine Tatsache, die nicht im Gerichtssaal zur Sprache kam, aber die Bundespolizeiin ihrem damaligen Pressebericht erwähnt hatte: Schon früher war der Mann aus dem Landkreis Rosenheim durch seine Zugehörigkeit zur rechtsextremistischen Szene polizeilich aufgefallen. Vorbestraft ist er aber nicht.

    Die Richterin sah jedenfalls keinen Anlass, an der Höhe der Strafe etwas zu ändern. Zwar habe sich in der Verhandlung herausgestellt, dass der körperliche Angriff etwas weniger massiv gewesen sei als angenommen, doch falle andererseits die „Geständnisfiktion“ weg, die man bei einem akzeptierten Strafbefehl zugrunde legt. Die Idee ist hierbei, dass derjenige, der den Strafbefehl ohne Einspruch akzeptiert, auch akzeptiert, dass er schuldig ist – mit entsprechend strafmildernden Folgen.

  • Blue Monday: Ab morgen wird alles besser, ganz sicher

    Blue Monday: Ab morgen wird alles besser, ganz sicher

    Wann genau der deprimierendste Tag des Jahres ist, darüber hat der Psychologe Cliff Arnall in seinen Berechnungen eine Rest-Uneindeutigkeit belassen. In der Regel falle der „Blue Monday“ auf den dritten Montag im Januar. Manchmal aber auch auf den zweiten, oder den vierten Januarmontag. Das ist angenehm untotalitär. In der Pluribus-haften Behauptung eines kollektiven Stimmungsnullpunktes lässt Arnall eine kleine Variabilität zu, eine individuelle Schwankungsbreite.

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    Panne bei Deutschland-Spiel: Bundestrainer buzzert Knorr-Tor weg Mehr zum Video anzeigen Die

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    Panne bei Deutschland-Spiel: Bundestrainer buzzert Knorr-Tor weg

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    Die Highlights der Handball-EM im Video!

    Quelle: Sportschau

  • Mit der Serie „Doctor’s Diary“ wurden sie zu Deutschlands TV-Traumpaar, 15 Jahre

    Mit der Serie „Doctor’s Diary“ wurden sie zu Deutschlands TV-Traumpaar, 15 Jahre

    Mit der Serie „Doctor’s Diary“ wurden sie zu Deutschlands TV-Traumpaar, 15 Jahre später haben Diana Amft und Florian David Fitz nun erstmals wieder gemeinsam gedreht! Für ein neues Filmprojekt von Kultregisseur Bora Dagtekin („Fack ju Göhte“) kamen die beiden Stars auf Mallorca zusammen.

    Um welche Kino-Fortsetzung es sich handelt, welche Top-Stars noch dabei sind und wie Diana Amft und Florian David Fitz die Zusammenarbeit nach so langer Zeit erlebten, lesen Sie exklusiv mit BILDplus!

  • Völlig überraschend ist Eishockey-Superstar Leon Draisaitl (30, Edmonton Oilers) nach Deutschland geflogen.

    Völlig überraschend ist Eishockey-Superstar Leon Draisaitl (30, Edmonton Oilers) nach Deutschland geflogen.

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    Völlig überraschend ist Eishockey-Superstar Leon Draisaitl (30, Edmonton Oilers) nach Deutschland geflogen. Der Grund ist ein Krankheitsfall in der Familie. Leon ist bekanntlich ein Familienmensch, den seine Lieben über alles gehen. „Natürlich werden wir ihn vermissen, aber die Arbeit kommt erst an zweiter Stelle,“ äußerte sich Oilers-Kapitän Connor McDavid. „Wir denken natürlich an ihn und seine ganze Familie. Natürlich werden wir ihn vermissen,“ wird er auf NHL.com zitiert. Draisaitl wurde jüngst von Bundestrainer Harold Kreis (66) auch für Olympia 2026 in Mailand nominiert. Daran nehmen erstmals wieder alle NHL-Stars teil. Es wird ein Kräftemessen der besten Eishockey-Profis der Welt werden.

    [–>Oilers-Trainer Kris Knoblauch: „Natürlich werden wir Leon vermissen und hoffentlich dauert es nicht allzu lange. Natürlich stehen wir hinter ihm in dieser schwierigen Situation, die sehr bedauerlich ist.“ Leon Draisaitl wird voraussichtlich Ende der Woche wieder nach Edmonton zurückkehren.

    Sieg gegen Vancouver

    Derweil besiegten seine Oilers die Vancouver Canucks mit 6:0 in der Rogers Arena von Vancouver.

    Jack Roslovic und Kasperi Kapanen erzielten jeweils zwei Tore in einem sechs-Tore-zweiten Drittel. Ryan Nugent-Hopkins brachte es bei seinem 999. NHL-Spiel in seiner Heimatstadt auf zwei Assists, und Tristan Jarry parierte 31 Schüsse für seinen ersten Shutout mit den Oilers (24-17-8), die in sechs der letzten sieben Spiele punkteten (4-1-2). Oilers-Kapitän Connor McDavid freute sich über einen Assistspunkt. Die Canucks sind momentan Letzter in der Pacific Division, Draisaitls Edmonton Oilers rangieren dort mit zwei Spielen mehr auf Platz zwei hinter Vegas Golden Knights.

    In der Deutschen-Eishockey Liga (DEL) zieht der Heimatklub von Leon Draisaitl an der Tabellenspitze einsam seine Kreise. Die Kölner Haie stellten am Freitag mit 13 Siegen am Stück, mit dem 4:2-Erfolg gegen Bremerhaven den eigenen Vereinsrekord von 1995/1996 und 2005/2006 ein.

    Unter freiem Himmel : DEL-Spiel des Jahres vor 32.000 Zuschauern

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  • Das ist durchaus interessant …Nach dem 5:1 des FC Bayern am Samstag

    Das ist durchaus interessant …Nach dem 5:1 des FC Bayern am Samstag

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    Das ist durchaus interessant …

    Nach dem 5:1 des FC Bayern am Samstag bei RB Leipzig zeichnete die Bundesliga Harry Kane (32) als Spieler des Spiels aus. Eine unerwartete Wahl, da der Top-Torjäger der Münchner (schon 18 Liga-Treffer) zwar mit dem Tor zum 2:1 in der 67. Minute die Partie nach 0:1-Rückstand drehte, aber laut Statistik deutlich von Michael Olise (24) überstrahlt wurde. Der französische Flügelflitzer glänzte nach seiner Einwechslung in der 57. Minute nämlich mit drei Torvorlagen und einem eigenen Treffer.

    Für Eberl war Bayern-Star Tah der Mann des Spiels

    Fast noch überraschender als die Kane-Auszeichnung: Max Eberl (52) nannte nach Abpfiff weder den Engländer noch Olise als seinen „Man of the Match“ – sondern einen Verteidiger! Der Sportvorstand des Rekordmeisters sagte auf Nachfrage: „Für mich ist Jonathan Tah der Spieler des Matches, weil er in der Abwehr Tacklings gemacht hat, wo wir in Unordnung waren. Er hat Bälle gewonnen und sich schlau gestellt – und er hat noch ein Tor gemacht.“

    Was der Bayern-Boss meint: In der ersten Hälfte hatte Tah – wie die gesamte Münchner Defensive – ungewohnt viele Probleme mit den schnellen Leipzig-Angreifern. Im zweiten Durchgang stabilisierte sich der DFB-Innenverteidiger jedoch immer mehr, entschied zahlreiche wichtige Aktionen für sein Team. In der 83. Minute garnierte er seine starke Leistungssteigerung dann mit dem Treffer zum 3:1.

    Übrigens: Der offizielle Mann des Spiels sah wiederum nicht sich selbst, Olise oder Tah als Man of the Match. Kane sagte: „Manuel Neuer in ein Matchwinner. Er hat uns im Spiel gehalten. Er hatte einige Paraden in kritischen Momenten und hat uns damit die Führung bewahrt.“

    Der England-Kapitän machte sich abschließend sogar für eine längerfristige Bayern-Zukunft des fünfmaligen Welttorwarts stark, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft. Kane sagte: „Wir lieben es, Manu bei uns zu haben – hoffentlich wird das noch länger so bleiben.“

  • Hertha BSC gegen Schalke 04– es sollte das Top-Spiel werden, doch es

    Hertha BSC gegen Schalke 04– es sollte das Top-Spiel werden, doch es

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    Hertha BSC gegen Schalke 04– es sollte das Top-Spiel werden, doch es wurde ein Trauerspiel. Null Tore, wenig Stimmung, über 50 Verletzte. Erst betrauerten die Ultras in der Ostkurve den Todestag von Ex-Präsident Kay Bernstein, dann verließen nach 16 Minuten Tausende der aktiven Fanszene das Stadion.

    Grund: Zuvor gab es am Einlassbereich gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. 30 verletzte Fans, 21 verletzte Polizisten – beide Seiten geben per X dem Gegenüber die Schuld. Beide Seiten liegen laut Ultras schon seit einem halben Jahr im Clinch.

    Die Berliner Polizei schrieb dazu am Samstagabend auf X: „Rund um das heutige Fußballspiel im Olympiastadion kam es bereits vor Spielanpfiff zu gewalttätigen Angriffen einzelner Fangruppen auf unsere Einsatzkräfte. Am Stadioneingang zur Ostkurve sollen Kollegen nach Beleidigungen von vermummten Fans u.a. mit Absperrgittern beworfen und mit Schlagwerkzeugen attackiert worden sein.“

    [–>Außerdem wurden einige Ultras festgenommen, wegen des Verdachts der Beleidigung, der gefährlichen Körperverletzung und besonders schweren Landfriedensbruchs.

    Hausdurchsuchungen bei Hertha-Fans

    Doch die Gewalt-Eskalation hat eine Vorgeschichte: Zuletzt gab es am 14. Januar Hausdurchsuchungen durch bewaffnete und vermummte Polizisten bei Hertha-Fans, die laut Fanhilfe absolut unverhältnismäßig (wegen Graffiti) gewesen sein soll. Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich kündigt nun ein Gespräch mit Innensenatorin Iris Spranger (SPD/war im Stadion), der Polizei und der Fanszene für eine lückenlose Aufklärung sowie ein Statement des Hertha-Präsidiums für Sonntag an.

  • Country: Amerikas Schutzheilige

    Country: Amerikas Schutzheilige

    Wenn man verstehen will, was Dolly Parton so sehr abhebt von allen anderen Countrymusikerinnen, dann gibt es ein Video, das das eindrücklich zeigt: Man sieht Parton darin bei einem Auftritt in der Late-Night Show „Carson Tonight Show“. Es ist 1979, die Sängerin ist schon recht berühmt, selbstbewusst trägt sie ihr gigantisch auftoupiertes weißblondes Haar und kündigt an, jetzt einen Song auf der Gitarre spiele zu wollen, den sie für den Host, Carson, komponiert habe. Sie greift nach der Gitarre – zentimeterlange Fingernägel werden sichtbar. Kurzer Herzstillstand. Erinnerungen an den Gitarrenlehrer und die eindringlichen Bitten, die Nägel kurz und kürzer zu halten. Parton legt los. Ohne jede Anstrengung, ohne erkennbare Fehler zupft sie, den Daumennagel der rechten Hand als Plektron einsetzend. Sie spielt nicht nur trotz der Nägel gut, sie spielt wegen der Nägel gut. Talent kennt keine Ausreden.

  • Wegen Lehrermangel Sachsen-Anhalt erteilt weiterer Inklusion eine Absage Das gemeinsame Lernen von

    Wegen Lehrermangel Sachsen-Anhalt erteilt weiterer Inklusion eine Absage Das gemeinsame Lernen von

    Wegen Lehrermangel

    Sachsen-Anhalt erteilt weiterer Inklusion eine Absage

    Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ist in Deutschland zwar seit Jahren erklärtes Ziel. In Sachsen-Anhalt will der CDU-Bildungsminister trotzdem einen Fokus auf Förderschulen setzen.

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    Kind mit Behinderung lernt in der Schule (Symbolbild):

    Foto: Daniel Naupold/ picture alliance / dpa

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    Schon zweimal erteilte die Uno Deutschland eine Rüge, weil die Inklusion hier nicht vorankommt. Dazu gehört auch das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. In Sachsen-Anhalt zeigt sich gerade, wie wenig politischen Rückhalt das Thema teils erfährt, wenn es um die praktische Umsetzung geht.

    Bildungsminister Jan Riedel (CDU) sagte der »Volksstimme«, er sehe aktuell wenig Spielraum für mehr Inklusion in regulärem Unterricht. Der Fokus solle auf Förderschulen liegen. Riedel begründete dies mit Lehrermangel. »Für gelingende Inklusion braucht man einen ausreichenden Personalschlüssel und Team-Unterricht«, sagte er. »Diese Möglichkeiten haben wir in der aktuellen Personallage aber in den allermeisten Fällen schlicht nicht.«

    Deutschland hat sich bereits 2009 zur Umsetzung der Uno-Behindertenrechtskonvention verpflichtet. In der Vereinbarung ist unter anderem das Recht auf inklusive Bildung verankert. Kinder mit Behinderung sollen gemeinsam mit anderen Kindern an Regelschulen lernen; nicht getrennt an eigens für sie eingerichteten Förderschulen.

    Mehr als die Hälfte besucht FörderschuleSchülerinnen und Schülern mit Behinderung oder sonstigen Beeinträchtigungen wird in schulischen Kontexten oft sonderpädagogischer Förderbedarf 

    attestiert. Nach jüngsten Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK) waren davon im Schuljahr 2023/24 in Deutschland mehr als 600.000 Schülerinnen und Schüler betroffen, etwa aufgrund von Lern- oder Verhaltensschwierigkeiten oder einer körperlichen oder geistigen Behinderung.

    Mehr als die Hälfte dieser Schülerinnen und Schüler (56 Prozent) besuchte eine Förderschule. 44 Prozent wurden inklusiv beschult, nahmen also am Unterricht in einer allgemeinen Regelschule teil. In Sachsen-Anhalt ist das Verhältnis ähnlich. Knapp 20.00 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf besuchten eine Förderschule, 12.300 lernten an einer Regelschule.

    »Es geht nicht darum, die Konvention ein bisschen umzusetzen, sondern es ernsthaft zu tun.«

    Amalia Gamio, Vizepräsidentin des Uno-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderung

    In einigen Bundesländern wie Bremen oder Berlin ist der Anteil an Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die eine Regelschule besuchen, zwar deutlich höher. Aber insgesamt bleibt der Anteil an Kindern, die eine Förderschule besuchen, bundesweit seit vielen Jahren weitgehend stabil.

    Die Inklusionsforscherin Vera Moser erklärte kürzlich im SPIEGEL , das System der Förderbeschulung binde »enorme Ressourcen«. In Nordrhein-Westfalen gibt es aktuell starke Widerstände von Behinderten- und Sozialverbänden, weil das Förderschulsystem dort massiv ausgebaut wird. Kritiker sagen, dies widerspreche der Uno-Behindertenrechtskonvention.Amalia Gamio, Vizepräsidentin des Ausschusses der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderung, formulierte es bei ihrer Rüge für Deutschland im September 2023 so: »Es geht nicht darum, die Konvention ein bisschen umzusetzen, sondern es ernsthaft zu tun.«

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    Das Thema Inklusion spielt in politischen Debatten aktuell eine besondere Rolle. Die rechtsextremistische AfD hat das Thema auf ihre Agenda gesetzt und spricht sich für den Erhalt von Förderschulen aus. Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke diffamierte Inklusion bereits als »Ideologieprojekt«, von dem man das Bildungssystem »befreien« müsse.Die Mehrheit der Lehrkräfte in Deutschland findet Inklusion grundsätzlich richtig – allerdings nicht unter den gegenwärtigen Umständen, zeigt eine Umfrage des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE). Demnach fehlt es für das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung an Regelschulen praktisch an allem: an Personal, an Expertise, an Räumen und an genügend Zeit, um allen Kindern gerecht zu werden.

    Die Details der Umfrageergebnisse lesen Sie hier.

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