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Hertha BSC gegen Schalke 04– es sollte das Top-Spiel werden, doch es wurde ein Trauerspiel. Null Tore, wenig Stimmung, über 50 Verletzte. Erst betrauerten die Ultras in der Ostkurve den Todestag von Ex-Präsident Kay Bernstein, dann verließen nach 16 Minuten Tausende der aktiven Fanszene das Stadion.
Grund: Zuvor gab es am Einlassbereich gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei. 30 verletzte Fans, 21 verletzte Polizisten – beide Seiten geben per X dem Gegenüber die Schuld. Beide Seiten liegen laut Ultras schon seit einem halben Jahr im Clinch.
Die Berliner Polizei schrieb dazu am Samstagabend auf X: „Rund um das heutige Fußballspiel im Olympiastadion kam es bereits vor Spielanpfiff zu gewalttätigen Angriffen einzelner Fangruppen auf unsere Einsatzkräfte. Am Stadioneingang zur Ostkurve sollen Kollegen nach Beleidigungen von vermummten Fans u.a. mit Absperrgittern beworfen und mit Schlagwerkzeugen attackiert worden sein.“
[–>Außerdem wurden einige Ultras festgenommen, wegen des Verdachts der Beleidigung, der gefährlichen Körperverletzung und besonders schweren Landfriedensbruchs.
Hausdurchsuchungen bei Hertha-Fans
Doch die Gewalt-Eskalation hat eine Vorgeschichte: Zuletzt gab es am 14. Januar Hausdurchsuchungen durch bewaffnete und vermummte Polizisten bei Hertha-Fans, die laut Fanhilfe absolut unverhältnismäßig (wegen Graffiti) gewesen sein soll. Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich kündigt nun ein Gespräch mit Innensenatorin Iris Spranger (SPD/war im Stadion), der Polizei und der Fanszene für eine lückenlose Aufklärung sowie ein Statement des Hertha-Präsidiums für Sonntag an.

