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    Sterbebegleitung: Kuscheltiere für den letzten Weg

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Categorie: Nieuws

  • Sterbebegleitung: Kuscheltiere für den letzten Weg

    Sterbebegleitung: Kuscheltiere für den letzten Weg

    Sie zaubern ein Lächeln auf die Gesichter aller Menschen, die ihnen an diesem Vormittag im Germeringer Hospiz begegnen. Ella, Cookie und Krümel, drei Lämmchen, sind dort zu Besuch und wirklich jeder ist entzückt von den kleinen, flauschigen Tieren, streichelt sie, spricht sie an – „na, du?“ – Mitarbeiterinnen in der Pflege, Hospizleiterin Tina Lamprecht oder die Gäste, die in ihren Zimmern besucht werden. Die Wirkung der Besuche beschreibt Lamprecht so: „Alle sind glücklich und beseelt.“

    Gäste, so nennen sie im Hospiz die Menschen, die dorthin gekommen sind, um in ihren letzten Lebenstagen oder -wochen noch so viel Leben und Wohlbefinden zu empfinden wie möglich. Gabriele Blüschke, 71, aus Germering, ist eine von ihnen. Ella, mit vier Wochen das älteste Lamm, liegt vollkommen entspannt auf ihrem Bett, lässt sich die flauschigen Ohren streicheln und die dichte Wolle kraulen. „Das ist schön bei mir, gell?“, sagt Blüschke zu dem Tierchen, und zu den Menschen im Raum: „Ich bin auch so ein ruhiger Mensch, bei dem die Tiere gern bleiben.“ „Das spüren die schon“, bestätigt Florian Hradetzky. „Herrlich, wie so ein Stofftier“, sagt Blüschke über Ella. „Aber eines, das atmet“, sagt Hradetzky.

    Zwischen vier Wochen und vier Tagen sind die Schäfchen alt, Ella und Krümel, der Jüngste, sind Schwarzkopfschafe. Ihre Wolle wird später weiß, Kopf und Beine bleiben schwarz. Cookie, zwei Wochen alt, eine Mischung aus Schwarzkopf- und Merinoschaf, ist weiß mit schwarzen Sprenkeln. Sie alle wurden auf dem Biohof Unglert in Puchheim geboren, doch ihre Mütter haben sie verstoßen oder nicht genug Milch, weil sie beispielsweise Drillinge zu Welt gebracht haben. Dann lässt die Mutter das kleinste, schwächste Lamm nicht trinken. So erging es Krümel.

    Gabriele Blüschke hätte nichts dagegen, öfter tierischen Besuch zu bekommen. Sie genießt das Zusammensein mit Ella sichtlich.
    Gabriele Blüschke hätte nichts dagegen, öfter tierischen Besuch zu bekommen. Sie genießt das Zusammensein mit Ella sichtlich. (Foto: Toni Heigl)

    Silvia und Florian Hradetzky, beide gelernte Krankenpfleger, ziehen die Tiere mit der Flasche auf, deshalb sind sie so zutraulich. Silvia Radetzky hat eine Leidenschaft für die Landwirtschaft und hilft ehrenamtlich auf dem Unglert-Hof. Vor drei Jahren nahm sie eines der mutterlosen Lämmer mit heim – Böckchen Berti. Ihm folgten weitere. Die Hradetzkys haben inzwischen in Puch, einem Ortsteil von Fürstenfeldbruck, eine eigene kleine Herde mit zwölf bis 15 Tieren. Die Zahl schwankt immer ein wenig. „Nicht alle bleiben Genussschafe“, erklärt sie. „Manche wollen auch einfach Schafe sein.“ Die werden, wenn möglich, wieder in die Unglert-Herde integriert. Für die anderen gilt den Hradetzkys zufolge: „Wir sind ihre Herde.“

    Wie wohl die Lämmchen sich fühlen, ist offenkundig. Völlig entspannt liegen sie in den Armen ihrer menschlichen Zieheltern. Kein Wunder: Sie haben kurz vor dem Besuch getrunken, sind satt, zufrieden und ein bisschen schläfrig. Genau der richtige Zustand also für den Hospizbesuch. Nacheinander werden die Lämmchen in die Zimmer der Gäste gebracht. Alle drei tragen Windeln, so können sie problemlos auch ins Bett gehoben werden. Eine ältere Frau, die nicht so gut Deutsch spricht, streichelt immer wieder die besonders weichen Ohren von Cookie. Leise spricht sie mit dem Tier: „Meia, meia, Kleine.“ Silvia Hradetzky erklärt den Namen: „Cookie, wie ein kleiner Keks. Und die dunklen Flecken sind die Schokostückchen.“ Da taut die Frau auf, es beginnt ein kurzes Gespräch.

    Silvia Hradetzky mit Cookie, Steffi Kühne mit Krümel und Florian Hradetzky mit Ella im Germeringer Hospiz.
    Silvia Hradetzky mit Cookie, Steffi Kühne mit Krümel und Florian Hradetzky mit Ella im Germeringer Hospiz. (Foto: Toni Heigl)

    Krümel döst derweil, in eine Decke gewickelt, auf dem Arm von Steffi Kühne von der Bürgerstiftung. Er ist noch zu klein, um zu den Hospizgästen auf den Schoß oder ins Bett zu kommen, aber streicheln lässt er sich gern. „Die Menschen werden in der Gegenwart der Tiere ruhig und können besser entspannen“, erklärt Kühne. „Und beide Seiten genießen die Zuwendung.“ Selbst bei Menschen mit Demenz tauchten oft wieder Erinnerungen auf, etwa an Tiere, die sie selbst hatten.

    Die Seniorenhilfe Sonnenschein, ein Stiftungsfonds unter dem Dach der Bürgerstiftung, finanziere diesen Schafbesuch, sagt Kühne. Seit zwei Jahren unterstützt die Bürgerstiftung das Projekt. Silvia Hradetzky war schon zuvor für die Bürgerstiftung tätig, für das Besuchsprogramm „Willkommen im Leben“. Sie und ihr Mann wollen sich auch in tiergestützter Therapie weiterbilden.

    Auch Seniorenheime und Kindergärten werden besucht

    Die Lämmchen sind nicht die einzigen tierischen Besucher im Hospiz. Ein- oder sogar zweimal pro Woche kommt Hund Lump vorbei, und zweimal im Jahr kommen die Alpakas von Angelika Bartsch aus Malching. Die müssen aber im Garten bleiben. Lump war gerade erst einen Tag zuvor da und Gabriele Blüschke fragt, ob das nun wohl so weitergeht. Sie hätte nichts dagegen.

    Und das Hospiz ist nicht der einzige Besuchsort der Schäfchen. Auch Seniorenheime und Kindergärten gehören dazu. Behinderte profitieren ebenfalls von den Lämmchen, wie das neueste Projekt zeigt. Seit Dezember besuchen die Hradetzkys mit den Lämmern einen vierjährigen, schwerbehinderten Buben. Der Kleine sei stark entwicklungsverzögert, erklärt Silvia Hradetzky. Durch die Interaktion mit den Tieren mache er Riesenfortschritte. „Da passiert was. Der ist hinter den Lämmchen her auf dem Popo durchs ganze Wohnzimmer gerutscht. Das macht er sonst nie. Die Mutter war ganz glücklich.“

  • Der Fußball-A-Ligist krönt sich in einem dramatischen Finale zum neuen Gocher Hallenchampion

    Der Fußball-A-Ligist krönt sich in einem dramatischen Finale zum neuen Gocher Hallenchampion


    Der Fußball-A-Ligist krönt sich in einem dramatischen Finale zum neuen Gocher Hallenchampion – ein Turnier voller Spannung, Überraschungen, Derby-Emotionen und starken Torhüterleistungen. Alle Ergebnisse und Highlights im Überblick.
  • Tech-Milliardär: Musk verklagt Open AI und Microsoft auf bis zu 134 Milliarden Dollar

    Tech-Milliardär: Musk verklagt Open AI und Microsoft auf bis zu 134 Milliarden Dollar

    Der Tech-Milliardär Elon Musk fordert in seiner Klage gegen den Chat-GPT‑Entwickler Open AI und dessen Partner Microsoft bis zu 134 Milliarden Dollar. Ihm stünden „unrechtmäßige Gewinne“ zu, die die Unternehmen durch seine frühe Unterstützung des KI-Start-ups erzielt hätten, erklärte er in einem bei einem US‑Bundesgericht eingereichten Dokument. Demnach entfielen auf Open AI zwischen 65,5 Milliarden und 109,4 Milliarden Dollar, während der Open AI‑Investor Microsoft zwischen 13,3 Milliarden und 25,1 Milliarden Dollar erhalten habe.

    Musk, der Open AI im Jahr 2018 verließ und nun mit xAI und dessen Chatbot Grok ein Konkurrenzunternehmen betreibt, wirft dem ChatGPT‑Entwickler vor, mit der Umwandlung in ein gewinnorientiertes Unternehmen seine Gründungsabsichten verletzt zu haben. Er habe etwa 38 Millionen Dollar beigesteuert, was 60 Prozent der frühen Anschubfinanzierung von Open AI entsprochen habe. „So wie ein früher Investor in ein Start-up Gewinne erzielen kann, die um ein Vielfaches höher sind als seine ursprüngliche Investition, sind es auch die unrechtmäßigen Gewinne, die Open AI und Microsoft erzielt haben – und auf deren Herausgabe Herr Musk nun Anspruch hat“, heißt es in dem Dokument. Die Berechnungen stammen demnach von seinem Sachverständigen.

    Von Open AI, Microsoft und Musk sowie deren Anwälten lagen zunächst keine Stellungnahmen vor. Die beiden beklagten Unternehmen fochten Musks Forderungen jedoch in einem ebenfalls am Freitag eingereichten Antrag an. Die Analyse des Sachverständigen sollte vor Gericht nicht zugelassen werden, sie sei erfunden und nicht nachprüfbar. Zudem sei die geforderte Übertragung von Milliarden einer gemeinnützigen Organisation an einen ehemaligen Spender, der zum Konkurrenten geworden sei, „unplausibel“. Ein Richter in Oakland im Bundesstaat Kalifornien hatte entschieden, dass der Prozess vor einer Jury verhandelt wird. Der Beginn wird für April erwartet.

  • Die neue Gop-Show „Hot Spot“ in München: Rundum fabelhafter Auftakt ins neue Varieté-Jahr

    Die neue Gop-Show „Hot Spot“ in München: Rundum fabelhafter Auftakt ins neue Varieté-Jahr

    Er kann es noch immer. Das beweist Andreas Wessels gleich zu Anfang der neuen Gop-Show „Hot Spot“ beim Jonglieren mit sechs Fußbällen: Während er sechs große Kugeln über seinen Körper spazieren lässt und gleichzeitig in der Luft hält, springt er über ein Seil und scheint die Schwerkraft kurzzeitig aufzuheben. „Der Junge hat Superstar-Qualitäten. Wie damals Rastelli, der Liebling der Götter“, schrieb die B.Z.-Kultur vor Jahren über den Ball-Akrobaten. Ein Verweis auf den legendären italienischen Jongleur Enrico Rastelli, dem Ende der 1920er-Jahre Egon Erwin Kisch eine Reportage, Ringelnatz ein Gedicht und der Philosoph Walter Benjamin eine Erzählung widmeten.

    Wessels selbst tritt seit über drei Jahrzehnten rund um den Globus auf, seine Broadway-Show kommentierte die New York Times mit den Worten: „Andreas Wessels is brilliant“. Vor neun Jahren zeigte er in der Gop-Show „Lovely Bastards“ seine berühmte Bar-Nummer „Whiskey & Cigarettes“, in der er virtuos mit Gläsern, Zitronenscheiben, Löffeln, brennenden Zigaretten und Streichhölzern umeinander wirbelte.

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    Mit diesem Act begeistert er auch jetzt wieder das Münchner Publikum. Das gebannt verfolgt, wie er sich eine Zigarette anzündet, indem er ein brennendes Streichholz hinter seinem Rücken in die Höhe wirft, es einen Salto beschreiben lässt, um es dann im Mund aufzufangen, wo er den Glimmstängel ohne Zuhilfenahme der Hände entzündet.

    Was läuft bei den Vorträgen

    :Wie viel Wirklichkeit steckt in Russell Crowe als Film-Gladiator?

    Kino und Historie vergleichen, Zukunftsdeutungen kritisch betrachten und die Wissenschaftsfreiheit diskutieren: die spannendsten Vorträge im Januar.

    Von Barbara Hordych

    Nebenbei erweist er sich als origineller Multiinstrumentalist, der Melodien auf einem Xylophon spielt, indem er Ping-Pong-Bälle darauf pustet. Und sogar Zuschauer zu spontanen Bälle-Akrobaten macht, ganz nach dem Vorbild von Enrico Rastelli. Das passende Schwarz-Weiß-Foto stellt er in Plakatgröße auf die Bühne, so viel historische Inspiration muss sein, wenn er auf dem Körper des auserwählten Gastes zwölf Bälle balanciert. Einen anderen Zuschauer macht er zu seinem Sparringspartner, indem er ihn eine Zigarette aus mehreren Metern Entfernung mit dem Mund fangen lässt.

    Anson Lee präsentiert in seiner Darbietung rätselhafte Kartenkunststücke.
    Anson Lee präsentiert in seiner Darbietung rätselhafte Kartenkunststücke. (Foto: Heike Krämer)

    Auf lässige Art schlagfertig bereitet der 1,92 Meter große Artist als Moderator aber auch den anderen Künstlern dieser Show die Bühne. Und die sind ausnahmslos brillant. Danilo Marder aus Deutschland begeistert mit makelloser Handstand-Equilibristik, sein Kraftakt von ästhetischer Präzision, untermalt von einem elektronischen Beat, wurde bereits in Paris auf dem Festival du Cirque de Demain ausgezeichnet. Der Kanadier Gabriel Drouin verschmilzt Tanz und Akrobatik am Cyr Wheel, die Finnin Annika Hakala lässt ihre Hula-Hoop-Reifen in allen erdenklichen Formationen um ihren Körper kreisen. Das Geschwisterpaar Medini, hineingeboren in die fünfte Generation einer italienischen Zirkusfamilie, vereint Geschwindigkeit, Kraft und Anmut in einer Rollschuhdarbietung auf einer gerade mal zwei Meter durchmessenden Platte.

    Nehmen den zu Recht begeisterten Applaus des Publikums entgegen: Das Ensemble von „Hot Spot“ um Andreas Wessels (dritter von links).
    Nehmen den zu Recht begeisterten Applaus des Publikums entgegen: Das Ensemble von „Hot Spot“ um Andreas Wessels (dritter von links). (Foto: Barbara Hordych)

    Zwischen all dieser Dynamik bieten von Regisseur Karl-Heinz Helmschrot dramaturgisch klug gesetzte Darbietungen Gelegenheit zum Innenhalten: Magische Momente bescheren die erstaunlichen Kartenkünste des asiatischen Zauberkünstlers Anson Lee. Überaus poetisch wird es, wenn Andreas Wessels die Neonröhren zum Tanzen bringt, ganz ohne Worte. Ein durchweg fabelhafter Auftakt ins neue Show-Jahr, der Varieté-Maßstäbe setzt. Zugleich der Einstand des neuen Haus-Direktors Oliver Fisch. Der bisherige Marketingleiter der Bayerischen Spielbanken löst den langjährigen Münchner Haus-Chef Peter Weil ab, der nun in Rente gegangen ist.

    Hot Spot, bis 12. April, Gop, Maximilianstraße 47, www.variete.de

  • Verwaltung verschlanken: Linnemann für automatische Baugenehmigungen

    Verwaltung verschlanken: Linnemann für automatische Baugenehmigungen

    CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann schlägt für die Bearbeitung von Anträgen in einigen Bereichen der Verwaltung eine radikale Fristenlösung vor. „Mehr Tempo schaffen wir, in dem wir Genehmigungen vereinfachen: Stellt ein Bürger oder ein Unternehmer einen Antrag bei einer Behörde, erhält er unmittelbar eine Eingangsbestätigung. Hört er nach drei Monaten keinen Widerspruch, gelte der Antrag automatisch als genehmigt, sagte Linnemann der Bild am Sonntag. Auf diese Weise würden Bürger und gerade kleine Unternehmen von Bürokratie entlastet. Der Vorstoß soll sich unter anderem auf Baugenehmigungen für Eigenheime, Carports oder Wintergärten sowie auf die Nutzung von Gehwegen für Außengastronomie beziehen.

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    Gehaltsrunde: Verdi-Streiks führen am Dienstag zu Staus für Autofahrer

    Millionen Beschäftigte der Bundesländer fragen sich gerade, was sie in den nächsten Jahren so verdienen werden. Das betrifft Klinikpersonal genauso wie Lehrer oder Polizistinnen. Jetzt kommt erstmals Bewegung in die Tarifrunde: Die Arbeitgeber bieten rund fünf Prozent mehr Gehalt, allerdings verteilt auf mehrere Jahre. Verdi-Chef Frank Werneke zeigt sich enttäuscht – und will die Warnstreiks ausweiten. Das dürften viele Deutsche in den nächsten Wochen zu spüren bekommen – und an einem großen Streiktag am Dienstag Autofahrer in ganz Deutschland.

  • Kampf um Grönland Donald Trump erpresst die EU. Die hat jetzt fünf

    Kampf um Grönland Donald Trump erpresst die EU. Die hat jetzt fünf

    Kampf um Grönland

    Donald Trump erpresst die EU. Die hat jetzt fünf Optionen, um zurückzuschlagen

    »Behandelt wie einen Deppen«: Die Europäer schmieden Pläne, wie sie Donald Trumps Zollandrohung kontern können. Der Überblick – von McDonald’s über das Militär bis PayPal.

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    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: Früherer Besuch in Washington

    Foto: Ukrainian Presidency / Anadolu Agency / IMAGO

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  • Bundeswehrsoldaten ziehen schon wieder aus Grönland ab Die Soldaten waren in dieser

    Bundeswehrsoldaten ziehen schon wieder aus Grönland ab Die Soldaten waren in dieser

    Bundeswehrsoldaten ziehen schon wieder aus Grönland ab

    Die Soldaten waren in dieser Woche erst angekommen: Das Team der Bundeswehr soll Grönland schon am Sonntag verlassen. Die Erkundung sei »auftragsgemäß abgearbeitet worden.«

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    Bundeswehrsoldaten am Freitag nach der Ankunft in Nuuk

    Foto: Julia Wäschenbach / dpa

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    Das Erkundungsteam der Bundeswehr soll schon am heutigen Sonntag wieder aus Grönland abziehen. Die 15 Soldaten werden die Arktisinsel mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen verlassen, wie ein Sprecher des operativen Führungskommandos der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatte die »Bild« über den Abzug berichtet.

    »Das Erkundungsergebnis ist so, dass alle zufrieden sind und in Deutschland nun die Auswertung vorgenommen wird«, sagte der Sprecher laut Nachrichtenagentur Reuters zufolge weiter. Der Einsatz sei nicht etwa abgebrochen worden. »Die Erkundung ist auftragsgemäß abgearbeitet worden.«Das deutsche Team ist erst seit Freitagabend deutscher Zeit in Nuuk. Noch am Samstagabend hatte es geheißen, es sei nicht absehbar, wie lang der Aufenthalt sein werde.

    Soldaten einer Reihe weiterer Nationen hatten sich an der Übung beteiligt. Ihr Auftrag war es, Möglichkeiten ‌zur besseren Sicherung Grönlands gegen ‍eine Bedrohung etwa aus Russland zu erkunden. Die USA waren ausdrücklich ‍eingeladen worden, sich zu beteiligen, hatten dies aber nicht getan. Wann genau die Bundeswehrsoldaten wieder ‍in Deutschland eintreffen, ließ der Sprecher des Führungskommandos ⁠offen.

    Trump droht mit Zöllen im FebruarUS-Präsident Donald Trump hatte am Samstag unter Verweis auf den Konflikt um Grönland zusätzliche Zölle gegen acht europäische Staaten angekündigt, die zuvor Soldaten nach Grönland geschickt hatten. Betroffen sind Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland.Der Zoll »auf alle Güter«, die in die USA gesendet würden, betrage ab dem ⁠1. Februar zehn Prozent, erklärte Trump am Samstag auf der Plattform Truth Social. Ab ​dem 1. ‌Juni sollen ⁠sie demnach auf 25 Prozent steigen. Dieser Aufschlag werde so lange fällig, »bis eine Einigung über den vollständigen und kompletten Kauf Grönlands erzielt ist.«

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    So sehen die manischen Gelüste eines Potentaten aus

    Ein Kommentar von Christoph Giesen, London

    »Gefährliches Spiel«In seinem Post erwähnte Trump die Mission ausdrücklich. Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland spielten ein »gefährliches Spiel«. Er warf den betroffenen Ländern vor, im Konflikt um Grönland ein »Risiko« in Kauf zu nehmen, das nicht länger »tragbar« sei. Die Zölle dienten dem Ziel, die potenziell gefährliche Situation »schnell und ohne Fragen zu beenden«.Die Europäer hatten am Wochenende teils empört auf Trumps Ankündigung reagiert. »Weder in der Ukraine noch in Grönland oder anderswo auf der Welt lassen wir uns in solchen Situationen durch Einschüchterungen oder Drohungen beeinflussen«, schrieb etwa der französische Präsident Emmanuel Macron. Am Sonntag soll es eine Sondersitzung der EU-Botschafter geben.

    Trump erhebt seit Monaten Anspruch auf Grönland – offiziell aus Gründen der nationalen Sicherheit. Auch eine Militäraktion schließt er nicht aus. Die teilautonome Insel gehört zum Nato-Mitglied Dänemark. Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen warnte zuletzt, dass ein US-Angriff auf Grönland das Ende der Nato bedeuten würde.

    slü/dpa/Reuters

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  • Erz aus Guinea China sichert sich weitere Rohstoffquellen Am Wochenende kamen erstmals

    Erz aus Guinea China sichert sich weitere Rohstoffquellen Am Wochenende kamen erstmals

    Erz aus Guinea

    China sichert sich weitere Rohstoffquellen

    Am Wochenende kamen erstmals 200.000 Tonnen Eisenerz aus einer Mine in Guinea in China an. Die Exporte aus Afrika haben das Potenzial, die Gewichte im weltweiten Kampf um Rohstoffe weiter zu verschieben.

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    Mine Simandou, Guinea: Tagebau, finanziert von China.

    Foto: Luc Gnago / REUTERSW

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    China sichert sich zur Stärkung seiner Rohstoffversorgung erstmals Eisenerz aus der Simandou-Mine in Guinea. ‌Ein Schiff mit fast 200.000 Tonnen Eisenerz sei nach einer 46-tägigen Reise am 17. Januar im Hafen von Majishan in der ostchinesischen Provinz Zhejiang angekommen, teilte der weltgrößte Stahlproduzent China Baowu Steel Group am Samstag mit. Die Volksrepublik versucht seit Längerem, ihre Abhängigkeit von den ‌Hauptlieferanten Australien und Brasilien zu verringern, aus denen sie bislang 80 ⁠Prozent ‍ihrer Eisenerze importiert.

    Vor allem in Afrika kauft China Minen, baut vor Ort Infrastrukturen auf und erhält im Gegenzug zu günstigen Konditionen Rohstoffe, die es oft mit eigenen Unternehmen oder über Firmenbeteiligungen selbst fördert. So sind auch an der Simandou-Mine, mit einer geplanten Jahreskapazität von 120 Millionen Tonnen, neben dem britisch-australischen Bergbaukonzern Rio Tinto auch mehrere chinesische Staatsunternehmen maßgeblich beteiligt. Baowu zufolge hat ‌eine zweite Eisenerzlieferung ⁠aus Simandou Guinea bereits Ende Dezember verlassen.

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    Hochofen, Archivbild 2018: Chinas Stahlfeuer verlöschten nie

    Foto: VCG/ Getty Images

    Die höchst erfolgreiche Strategie hinter Chinas Bergbau-Engagements: preiswerten Zugang zu den wichtigsten Rohstoffen zu bekommen. Und anders als zu Zeiten, als China als »Werkbank der Welt« vor allem für andere produzierte, ist es jetzt die eigene Industrie, die Nutzen aus der aus den Rohstoffen produzierten Rohware zieht. 2023 hat China rund 53 Prozent der weltweiten Stahlproduktion für sich verbucht. Allein die Baowu Steel Group, die soeben ihre erste Lieferung aus Guinea erhielt, produzierte im selben Jahr rund 3,7-mal so viel Stahl wie die gesamte deutsche Stahlindustrie.

    Bei den für die digitale Welt so wichtigen seltenen Erden und Rohstoffen für Batteriebau ist China über den Status eines Weltmarktführers inzwischen sogar weit hinaus – Chinas Kontrolle über bestimmte Rohstoffe grenzt an ein Monopol.Beispiel seltene Erden: Hier kontrolliert China etwa zwei Drittel des weltweiten Abbaus, aber selbst das erfasst nicht, wie weit der Vorsprung der Volksrepublik hier geht. Denn das Know-how und die Produktionskapazitäten für die Verarbeitung dieser Schlüssel-Rohstoffe liegen inzwischen zu mehr als 90 Prozent in China.Auch Eisenerz aus Australien wird dort mit chinesischer Beteiligung gefördert. Doch mit Staaten wie Sierra Leone oder jetzt Guinea ist China in der Lage, günstigere Exportbedingungen auszuhandeln. Das macht klar, warum der einsetzende Erz-Export von Guinea nach China von Relevanz ist: Er hat das Potenzial, die Gewichte weiter zu verschieben.

    Chinas große Nachfrage nach Rohstoffen zeigt sich auch bei anderen Metallen. So stiegen die Importe von Rohaluminium und Aluminiumprodukten im Dezember im ⁠Jahresvergleich um 7,1 Prozent auf 320.000 Tonnen, wie die Zollbehörde am Sonntag mitteilte. Im Gesamtjahr 2025 beliefen sich ‌die Einfuhren auf 3,92 ‍Millionen Tonnen, ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Einfuhren ‍von Bauxit, einem wichtigen Rohstoff für Aluminium, stiegen 2025 sogar um mehr als ein ‍Viertel.

    Reuters/pat

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  • Lok Leipzig ist zurück aus dem Trainingscamp in der Türkei. Mit Corendon-Flug

    Lok Leipzig ist zurück aus dem Trainingscamp in der Türkei. Mit Corendon-Flug

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    Lok Leipzig ist zurück aus dem Trainingscamp in der Türkei. Mit Corendon-Flug XC 132 und einer Boeing 737-800, die mit dem türkischen Erstligisten Antalyaspor gebrandet war, ging es zurück in die Heimat.

    „Es war ein absoluter Erfolg, weil wir fußballerisch viel mehr machen konnten als im Leipziger Winter“, erklärt Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth (39). „Hinzu kamen zwei Spiele, die uns alles abverlangt haben.“ Gegen die West-Regionalligisten Oberhausen (3:1) und Fortuna Köln (2:2) blieb der Spitzenreiter der Regionalliga Nordost ungeschlagen.

    Vertrag von Trainer Seitz läuft bei Lok Leipzig aus

    Wachsmuth über die Zukunft von Trainer Jochen Seitz, dessen Vertrag bei Lok Leipzig ausläuft: „Ich verstehe, dass diese Frage gerade sehr viele Leute beschäftigt. Wir sind sehr früh in die Gespräche mit Jochen gegangen und die sind sehr offen und sehr ehrlich – aber noch nicht beendet. Wir hatten auch im Trainingslager noch einmal ein sehr langes Gespräch mit Jochen und seinem Berater. Ich halte es für realistisch, dass man – wenn die Punktspiele wieder losgehen – absehbar Klarheit hat in dieser Beziehung. Wir arbeiten an einer Lösung, die für alle Seiten passt und wo jeder ein gutes Gefühl hat. Es geht um Perspektiven, Entwicklung, Chancen. Unser klares Ziel ist, mit Jochen in die neue und bestenfalls auch in die übernächste Saison zu gehen. Ich habe da ein positives Gefühl.“

    Die Mannschaft von Lok Leipzig hatte sich in den letzten sieben Tagen in der Türkei vorbereitet

    Die Mannschaft von Lok Leipzig hatte sich in den letzten sieben Tagen in der Türkei vorbereitet

    …über seine persönliche Zukunft, nachdem es zuletzt Wirbel um einen möglichen Wechsel zu Dynamo Dresden gab: „Für mich ist klar, dass ich nicht auf Krawall irgendwo hin muss. Wenn ein Zweitligist konkret anfragt, ist glaube ich nachvollziehbar, dass man sich das zumindest mal anhört. Aber damit bin ich von Anfang an transparent umgegangen. Aktuell ist für mich erst einmal klar, dass ich den Großraum Leipzig nicht verlassen werde. Das weiß auch jeder.“

    [–>…über den neuen Kader: „Wir wollen unsere Leistungsträger gerne behalten und brauchen einen Grundstamm sowohl für die 3. Liga als auch für die 4. Liga. Das größte Thema wird schon mal sein, gute U23-Spieler zu finden. Mit Arne Rühlemann und Eren Öztürk haben wir derzeit nur zwei U23-Spieler über den Sommer hinaus unter Vertrag. Meine Aufgabe ist es, den Verein so aufzustellen, dass er sportlich für beide Ligen gut gerüstet ist.“

    …über die Zukunft von Kapitän Djamal Ziane (33): „Auch mit ihm haben wir schon Gespräche geführt. Für uns ist klar, dass die Ehe zwischen Lok Leipzig und Djamal weitergehen soll. Jetzt arbeiten wir an einem Weg, wie es für alle passt.“

    Der Vertrag von Djamal Ziane bei Lok Leipzig läuft am Saisonende aus

    Der Vertrag von Djamal Ziane bei Lok Leipzig läuft am Saisonende aus

    …über die Regionalliga-Reform: „Die Arbeitsgruppe macht gute Arbeit und ist sehr transparent den Vereinen gegenüber. Mein Stand ist, dass die Variante mit vier Regionalligen diskutiert wurde mit dem klaren Ziel, dem Ausschuss eine klare Empfehlung zu geben. Ich finde das gut, weil es eine Lösung wäre. Eine gewisse Kompromissbereitschaft bei allen muss die Voraussetzung dafür sein. Ich fände auch eine Lösung mit den zweiten Mannschaften in einer separaten Liga interessant.“