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    Bushido in der festhalle : „Danke, Frankfurt, für alles!“Bildbeschreibung ausklappenBushido zieht sich

    Bushido in der festhalle : „Danke, Frankfurt, für alles!“Bildbeschreibung ausklappenBushido zieht sich aus dem Leben als aktiver Musiker zurück und tritt auf seiner Abschiedstournee in der Frankfurter Festhalle auf.  Bei seinen Fans bedankt er sich für die jahrelange Treue. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Ganz am Ende, nach dem Finale eines mehr als zwei Stunden langen Karriererückblicks, ruft Bushido seinem Publikum in der Frankfurter Festhalle noch einen Satz zu: „Ich brauche nichts außer meiner Familie.“ Da liegen die Worte „Danke, Frankfurt, für alles!“ schon hinter ihm.Fortan also gibt der 1978 in Bonn geborene und in Berlin aufgewachsene Rapper, der auch Komponist, Texter, Produzent und Plattenlabeleigner ist, seiner Ehefrau Anna-Maria Ferchichi sowie seinen acht Kindern den Vorzug. Nicht zu vergessen: Auch eine wie geschmiert laufende Karriere als Reality-TV-Star und Podcaster hatte er sich aufgebaut.„Zeiten ändern dich“, so hieß 2010 die von Bernd Eichinger und Christian Becker produzierte Kinobiographie über Anis Mohamed Youssef Ferchichi alias Bushido, Sohn einer deutschen Mutter und eines aus Tunesien stammenden Vaters. Es ist gewissermaßen bis in die Gegenwart eine philosophische Leitlinie des umtriebigen Künstlers geblieben.Doch in der Abschiedsshow der gegenwärtigen „Alles wird gut“-Tour vor gut 9000 Besuchern präsentiert der Vielfachbegabte sich ziemlich kurzweilig ganz als sich selbst. Trotz des vielen Geredes, der Geselligkeit, der Gefühligkeit und des Gerappten.Vom Gangsta-Rap zum Familienclan-SpleenAuf riesigen Projektionsflächen beginnt der Abend mit einem Videosammelsurium, von 1998 bis heute. Da trifft der alte Bushido aus der Aggro-Berlin-Ära mit provokantem Gangsta-Rap auf den neuen Bushido mit dem ausgeprägten Familienclan-Spleen. Eine außergewöhnliche Karriere mit ganz vielen Hochs und einigen Tiefs.An Bushidos Seite befinden sich der Backup-Rapper Aras (4RAS) sowie der Tour-DJ Gan-G und der erst 20 Jahre alte DJ Rabe. Der Einstand erfolgt fulminant mit „Kleine Bushidos“. Noch ist kein Enthusiasmus zu spüren, weder im Publikum noch bei Bushido. „Ich hab noch eine angeraute Stimme von gestern Abend in Stuttgart – ich benötige ein, zwei oder drei Songs, bis ich Öl auf den Stimmbändern habe“, erklärt er.Gedeckte Farben mit zahllosen Scheinwerfern dominieren das Bühnenambiente. Auf einer in fünf Segmente geteilten Leinwand ist dauernd etwas zu sehen. Mitunter setzt die Crew auf sprühende Pyrotechnik, manchmal knallt es. Voll illuminiert präsentiert sich die Show hingegen erst irgendwann zur Mitte hin.Ghetto-Poesie und Familien-PorträtBushido driftet launig durch sein Repertoire: „Wenn wir kommen“, „Berlin“, „Tempelhofer Junge“, „Electrofaust“, „Zeiten ändern dich“ und „Von der Skyline zum Bordstein zurück“ – da schwelgt das Publikum versonnen in der eigenen Teenagerzeit. Bushido gelingt die Gratwanderung zwischen abenteuerlichem Ghetto-Porträt sowie eigenem Nachwuchs und der über alles geliebten Ehefrau, Schwester von Sarah Connor.Richtig Fahrt auf nimmt die Werkschau, als Leon aus dem Publikum, ein nervöser 25 Jahre alter Krankenpfleger, gerne den Part des spontan geheuerten Rappers in „Sonnenbank Flavour“ übernehmen möchte. Leon liefert mehr als ordentlich ab. An jener Stelle möchte Bushido zwar noch dessen Herz und Augen küssen. Doch nach einem Heiratsantrag Leons an seine Arbeitskollegin Larissa, den sie ablehnt, kippt kurz die Stimmung.Danach darf der angekränkelte DJ Rabe „Schmetterling“ rappen – auch nicht so ganz der Bringer. Weitere Glanzlichter wie „Panamera Flow“, das lange Zeit induzierte „Stress ohne Grund“, „Sterne“, „Sodom und Gomorrha“, „Alles verloren“ und „Vergeben & Vergessen“ übernehmen wieder Bushido und Aras. Komplexeres in den Arrangements geht im dumpfen Dröhnen zwar leider unter, aber die Besucherschar ist jetzt auf Betriebstemperatur. „Ich will jetzt alle Hände sehen“, fordert Bushido vehement.Mehr zum ThemaNun mit LeihmütternBushido und Anna-Maria planen weitere KinderNeues von den PromisBushido pendelt künftig zwischen Dubai und BayernBushido„Ich bin nicht homophob, ich bin es nie gewesen“Zum wiederholten Mal bedankt er sich bei seinen Fans für die jahrelange Treue. Beteuert innig, dass es sein allerletztes Konzert hier in Frankfurt und kein Marketing-Gag sei. Nach monatelangem Bangen um seine Ehe befindet sich nun wieder alles im Lot – der Ferchichi-Familienclan pendelt jetzt zwischen Dubai und einer neu erworbenen Prachtvilla in München.Nach „Ronin“ und „Nie ein Rapper“ endet der offizielle Teil. Bushidos zwölf Jahre alte Tochter Leyla kommt ins Rampenlicht. Erzählt, dass sie gerne reitet. Längst umflirren farbenprächtige Märchenwolken die sagenhafte Saga vom Aufstieg des maximal erfolgreichen Multimillionärs. Mit „Du liebst mich nicht“, „Papa“, „Familie“ und „Für immer jung“ endet die legendäre Mär. Ein, zwei Fotos noch mit Team und Publikum, dann verschwindet Anis Mohamed Youssef Ferchichi in den Tourbus.

  • Steuersenkung und neue Sicherheitsstrategie Japans Regierungschefin kündigt Neuwahlen an Erst seit drei

    Steuersenkung und neue Sicherheitsstrategie Japans Regierungschefin kündigt Neuwahlen an Erst seit drei

    Steuersenkung und neue Sicherheitsstrategie

    Japans Regierungschefin kündigt Neuwahlen an

    Erst seit drei Monaten ist Sanae Takaichi als Ministerpräsidentin im Amt. Nun soll in Japan neu gewählt werden. Die Politikerin hofft, ihre Mehrheit auszubauen, und verspricht, die Wirtschaft anzukurbeln.

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    Ministerpräsidentin Sanae Takaichi

    Foto: Rodrigo Reyes Marin / ZUMA / AP / dpa

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    Japans nationalkonservative Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hat vorgezogene Neuwahlen angekündigt. Zu diesem Zweck werde das Unterhaus zu Beginn der Parlamentssitzung am 23. Januar aufgelöst, gab die Regierungschefin bekannt. Die Wahl werde am 8. Februar stattfinden.

    Die 64-Jährige will ihre ungewöhnlich hohen Zustimmungswerte nutzen, um die hauchdünne Parlamentsmehrheit der Koalition aus ihrer Liberaldemokratischen Partei (LDP) und der konservativ-neoliberalen Partei Ishin auszubauen.Sie wolle sich von den ‌Wählern ein Mandat für höhere Ausgaben, Steuersenkungen und eine neue Sicherheitsstrategie geben lassen, die den Ausbau der Verteidigung beschleunigen soll. »Ich setze meine politische Zukunft als Ministerpräsidentin bei dieser Wahl aufs Spiel«, sagte Takaichi. »Ich möchte, dass die Öffentlichkeit direkt darüber bestimmt, ob sie mir die Führung des Landes anvertraut.«

    Niedrigere Steuern sollen Arbeitsplätze schaffenTakaichi versprach, die achtprozentige Verbrauchssteuer ‌auf Lebensmittel für zwei Jahre auszusetzen. Ihre Ausgabenpläne würden Arbeitsplätze schaffen, die Ausgaben der Haushalte ankurbeln ⁠und andere ‍Steuereinnahmen erhöhen. Die Aussicht auf die Steuersenkung ließ bereits am Montag die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen auf ein 27-Jahres-Hoch steigen. Schätzungen der Regierung zufolge ​würde die Maßnahme die Staatseinnahmen um fünf Billionen Yen (rund ‌30 Milliarden Euro) pro ⁠Jahr verringern.

    Die Entscheidung zur vorgezogenen Neuwahl ist nicht ohne Risiko. Ob Takaichis große Beliebtheit im Wahlkampf auf ihre Partei LDP abfärben wird, bleibt abzuwarten. Die seit 1955 fast ununterbrochen regierende Partei hatte wegen Skandalen ihre Mehrheiten in beiden Kammern des Parlaments zuletzt verloren. Zudem kündigten die größte Oppositionspartei, die Konstitutionelle Demokratische Partei Japans des früheren Ministerpräsidenten Yoshihiko Noda, und die Partei Komeito ihren Zusammenschluss an. Die neue Zentristische Reformpartei versteht sich als liberale Alternative zu Takaichis konservativer Koalition.

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    Die Komeito war 26 Jahre lang Koalitionspartner der LDP, hatte die Koalition mit der LDP jedoch im Oktober wegen Takaichis harter Haltung in Fragen der Parteienfinanzierung und der Sicherheitspolitik aufgekündigt. Die LDP hatte bis dahin von der Koalition mit der Komeito durch Wahlabsprachen stets profitiert.

    esk/dpa/Reuters

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  • Bild vergrößern Spieler von Marokko und Senegal: Wohin nur mit all den

    Bild vergrößern Spieler von Marokko und Senegal: Wohin nur mit all den

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    Spieler von Marokko und Senegal: Wohin nur mit all den Emotionen dieses Spiels?

    Foto: Paul Ellis / AFP

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    Irrwitziges Endspiel des Afrika-Cups

    Das schillernde Chaos von Rabat in fünf Akten

    Tumulte, ein verschossener Panenka-Elfmeter, ein Handtuchklau: Das Endspiel des Afrika-Cups zwischen Marokko und Senegal quoll über von Dramen. Der siegreiche Trainer sagte am Ende: »Wir entschuldigen uns beim Fußball.«

    Ein Wimmelbild der

    SPIEGEL-Sportredaktion

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    von 4 Artikeln verfügbar

    Es gibt Endspiele, die im Gedächtnis bleiben. Der Sekundentod des FC Bayern München gegen Manchester United in der Champions League 1999, das Wembley-Tor im WM-Finale 1966 zwischen England und Deutschland, der spektakulär verschossene Elfmeter des Italieners Roberto Baggio bei der WM 1994.

    Das Duell zwischen Senegal und Marokko um den Sieg im Afrika-Cup hat ebenfalls das Zeug zu einem Endspiel, das Fans nicht vergessen. Auch wenn der Hauptgrund dafür ein unrühmlicher ist. Denn die Partie am Sonntag drohte, im Chaos zu versinken.Es begann mit zwei fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, es folgten: Tumulte auf den Tribünen, Fußballer, die aus Protest das Feld verließen, ein Mann, dem es gelang, sie zurückzuholen, ein denkwürdiger Elfmeterfehlschuss, ein Sieger in der Verlängerung – und ein Nachspiel im Anschluss an die Partie.

    Wie auf einem Wimmelbild bot dieses Finale überall Verblüffendes zu entdecken. Wir haben uns auf die Suche gemacht.

    Der Protestmarsch

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    Achraf Hakimi (rechts) und Senegals Idrissa Gueye diskutieren, andere senegalesische Fußballer marschieren bereits in die Kabine

    Foto: Youssef Loulidi / AP / dpa

    Pape Thiaw, der Trainer des Senegals, hob den Arm und winkte seine Fußballer vom Feld: einmal, zweimal, dreimal, viermal, fünfmal. Es lief die Nachspielzeit im Finale des Afrika-Cup, es stand 0:0, und Thiaw hatte genug. Dieses Spiel, das aus seiner Sicht offenbar kein faires war, das seine Mannschaft nicht gewinnen konnte, weil sie es nicht gewinnen sollte, es würde nicht weitergehen.

    Zwei gravierende Entscheidungen hatte der kongolesische Schiedsrichter Jean Jacques Ndala in der Nachspielzeit getroffen. Erst pfiff er dem Senegal ein Tor ab, dann einen Elfmeter für Marokko. Beide Entscheidungen waren fragwürdig.Beim vermeintlichen 1:0 in Minute 90.+2 köpfte Abdoulaye Seck den Ball an den Pfosten, den Abpraller verwandelte Ismaïla Sarr. Die senegalesischen Fußballer jubelten bereits, doch Schiedsrichter Ndala hatte einen leichten Schubser Secks als Foul gewertet und abgepfiffen, ehe der Ball im Tor lag. Deshalb konnte der Videoassistent nicht eingreifen. Ein tatsächlich auf diesem Niveau irritierender handwerklicher Fehler des Schiedsrichters.

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    Aufgebrachte Fans in Rabat

    Foto: Siphiwe Sibeko / REUTERS

    Drei Minuten später pfiff Ndala einen soften Elfmeter, wieder fiel die Entscheidung zugunsten der Gastgeber aus. El Hadji Malick Diouf hatte Brahim Díaz an den Schultern gezogen, der Marokkaner warf sich zu Boden. Dieser Strafstoß war kein krasser Irrtum. Aber: Zwei harte Entscheidungen in der Nachspielzeit eines Finals, beide gegen dasselbe Team, so wurde der senegalesische Zorn geschürt. Und so trommelte Trainer Thiaw seine Spieler zusammen.Dann brach auf Rängen von Rabat Chaos aus. Auf Bildern ist zu sehen, wie senegalesische Fans mit Stühlen bewaffnet auf Sicherheitskräfte stießen. Manche schafften es bis aufs Spielfeld.

    Hätte der Senegal sich geweigert, weiterzuspielen, wäre dieses Finale zum echten Skandalspiel mutiert, und die Senegalesen hätten auch nicht ihren zweiten Afcon-Titel gefeiert. Dass es weiterging, hat das Team einem einzigen Spieler zu verdanken. (Danial Montazeri)Der Mann, der das endgültige Chaos verhinderte

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    Senegals Starspieler Sadio Mané: Abbruch verhindert, Titel gewonnen

    Foto: REUTERS

    Vielleicht war Sadio Mané der Einzige, der in diesem ganzen Durcheinander den Überblick behielt. Als die Stimmung rund um die Elfmeterentscheidung in der Nachspielzeit kippte, als die senegalesischen Spieler bereits Richtung Kabine drängten, blieb Mané stehen – und bestand darauf, auf dem Platz zu bleiben. Weiterspielen. Immer weiter.

    Mané, 33, einst beim FC Liverpool zum Weltstar gereift, beim FC Bayern 2022/2023 eher enttäuscht und schließlich nach Saudi-Arabien gewechselt, ist für seine Heimat geblieben, was er immer war: ein geerdeter Held. Einer, der hilft, Verantwortung übernimmt und der trotz der Glamourwelt Profifußball nie die Bodenhaftung verloren haben soll.Mané gewann mit Liverpool die Champions League und wurde englischer sowie deutscher Meister. Das Finale des Afrika-Cups war sein 124. Länderspiel. Er hatte schon zu viele Nächte erlebt, in denen Kleinigkeiten über Geschichte entschieden hatten. Vielleicht wusste er sofort: Wenn das Team jetzt nicht weiterspielt, würde dieser Abend endgültig im Chaos versinken. Und Senegals Titelchance wäre dahin.

    »Er war der Einzige, der hereinkam und uns anschrie, wir sollten rausgehen und das Spiel zu Ende spielen.«

    Senegals Mittelfeldspieler Lamine Camara über Mitspieler Sadio Mané

    Auf den TV-Bildern ist zu sehen, wie er auf dem Spielfeld stehen bleibt, gestikuliert, das Nationalwappen auf seiner Brust abklopft, seinen Mitspielern zuruft: zurück!»Wir waren in der Umkleidekabine«, sagte Teamkollege Lamine Camara. »Er war der Einzige, der hereinkam und uns anschrie, wir sollten rausgehen und das Spiel zu Ende spielen. Und nun ja, am Ende hatte er recht.«Dass Mané am Ende als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde, war keine Randnotiz. Es war die logische Folge eines Abends, an dem er nicht nur Fußball spielte, sondern sein Team zum Sieg führte. (Jan Göbel)Der Panenka

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    Marokkos tragischer Held Brahim Díaz: Schlenzte, schob, chippte, streichelte, pustete den Ball direkt in die Arme Édouard Mendys

    Foto: Oumaima Souaidi / STEINSIEK.CH / IMAGO

    Den Protest hatte Mané abwenden können, dann folgte die Ausführung des umstrittenen Elfmeters, tief in der Nachspielzeit. Und hätte Marokko getroffen, wäre der Gastgeber der sichere Sieger gewesen.Wer 50 Jahre zurückschaut auf das Fußballjahr 1976, dem fallen zwei Ereignisse von damals ins Auge: Marokko gewann zum bisher einzigen Mal den Afrika-Cup. Und Antonin Panenka schlenzte im EM-Finale den entscheidenden Elfmeter über den sich ins Eck werfenden Sepp Maier in die Tormitte – der Panenka-Elfmeter war geboren.Man weiß nicht, wie fußballhistorisch bewandert Brahim Díaz ist – aber in dieser offiziell 97. Minute von Rabat wollte er all dies zusammenbringen: wieder ein Endspiel, wieder ein entscheidender Elfmeter und wieder die große Möglichkeit, Marokko zum Triumph zu schießen. All das war offenbar zu viel für ihn.

    Der Angreifer von Real Madrid, tja, wie soll man es beschreiben, schlenzte, schob, chippte, streichelte, pustete den Ball direkt in die Arme des senegalesischen Keepers Édouard Mendy – der vermutlich selbst verdutzt war, wie leicht er den Ball auffangen konnte. Eine billige Parodie eines Panenka-Elfmeters.

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    Erkenntnisse zum Afrika-Cup: Plötzlich gilt Marokko als heimlicher WM-Mitfavorit

    Von Danial Montazeri und Cedric Voigt

    Finalsieg gegen Marokko: Fast wird das Spiel abgebrochen – dann gewinnt Senegal doch noch den Afrika-Cup

    Diese Art, einen Strafstoß zu treten, ist eine Versuchung. Zu viele sind ihr seit 1976 erlegen. Es ist die Art eines Elfmeters, der stets ein Hauch von Arroganz nachweht – eine Arroganz, die dann mit der größtmöglichen Fallhöhe in die Voll-Blamage umschlägt, wenn es so endet wie bei Brahim Díaz.

    Es war die letzte Aktion der regulären Spielzeit. Für Brahim Díaz der vermutlich schlimmste Abend seiner Fußballerkarriere. Statt mit den Marokkanern nach verwandeltem Elfmeter mit 70.000 Fans zu feiern, ging die Partie verloren. Gipfel der Demütigung: Díaz wurde nach dem Spiel als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet – und musste auch noch die tröstende Umarmung von Fifa-Boss Gianni Infantino ertragen. (Peter Ahrens)Zoff um den Handtuchhalter

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    Senegals Torwart Diouf in Bedrängnis

    Foto: Didier Lefa Studio / IMAGO

    Sportlich hat Senegals Ersatztorhüter Yehvann Diouf bei diesem Afrika-Cup keine Rolle gespielt. Dennoch war er in diesem denkwürdigen Finale einer der Protagonisten. Im strömenden Regen stand er seitlich hinter dem Tor der senegalesischen Nummer eins, Édouard Mendy, um diesem immer wieder sein Handtuch zu reichen.

    Normalerweise legt sich der Torhüter dieses Tuch einfach ins Tor, aber die Marokkaner wollten verhindern, dass sich Mendy seine Handschuhe abtrocknen konnte. So warf Marokkos Kapitän Achraf Hakimi das gute Stück einfach über die Werbebande, mehrfach versuchten vermutlich marokkanische Offizielle, das Tuch zu entwenden. Ismael Saibari hatte sich zudem etwas ganz Besonderes ausgedacht: Der ausgewechselte marokkanische Nationalspieler stand mit dem Rücken zum Spielfeld vor Diouf und wollte diesen körperlich abdrängen, falls er sich Mendy nähern sollte.Diouf wurde gar in ein Handgemenge mit den Balljungen verwickelt. Auf Videos ist zu sehen, wie diese versuchten, ihm das Tuch aus den Händen zu reißen. Der Senegalese wehrte sich und wurde dabei zu Boden gebracht und von seinen jugendlichen Gegnern an der Außenlinie gejagt. Das Objekt der Begierde rückte er dennoch nicht heraus.

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    One of the many strange subplots of the night. Senegalese substitute goalkeeper Yehvann Diouf being attacked by flag bearers during the match after he hung Mendy’s towel in the goal. pic.twitter.com/eLgRnILkbS— Ali Howorth (@ahoworth97) January 19, 2026

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    Derartige Angriffe dürfte der 26-Jährige von seinem Heimatklub gewohnt sein. Der Stammkeeper des OGC Nizza musste miterleben, wie Dutzende Fans Anfang Dezember seine Mitspieler Terem Moffi und Jérémie Boga verprügelten. Dagegen war der versuchte Handtuchklau von Rabat wohl nur eine kleine Rangelei. Bei der Siegerehrung zeigte sich der heimliche Held dieses Finals bereits wieder lachend mit Medaille und Pokal.Die Pointe des Abends: Marokko wurde nach dem Finale mit dem Fair-Play-Award des Turniers ausgezeichnet. (Marco Fuchs)Das Traumtor

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    Senegals Torschütze Pape Gueye: Der Siegbringer

    Foto: Franck Fife / AFP

    Man könnte es angesichts der chaotischen Umstände beinahe vergessen, aber im Finale wurde phasenweise auch spektakulärer Fußball geboten. Besonders in der Verlängerung hatten beide Teams hochkarätige Chancen.

    Und dann fiel auch noch dieses Tor: Sadio Mané eroberte in der eigenen Hälfte den Ball, ließ einen Gegenspieler aussteigen, passte mit der Hacke auf Idrissa Gueye, der den Ball Teamkollege Pape Gueye in den Lauf spielte.Der Mittelfeldspieler marschierte auf der linken Seite Richtung Strafraum, blockte noch mal eben Weltklasseverteidiger Hakimi, der den Senegalesen ziehen lassen musste. Mit links schoss Gueye dann vom Strafraumrand aufs Tor. Der Ball schlug rechts oben in den Winkel ein, touchierte dabei noch die Unterkante der Latte.Obwohl dieser sensationelle Treffer der einzige an diesem Abend bleiben sollte, mangelte es nicht an weiteren Möglichkeiten. Eine kleine Auswahl: Hamza Igamanes Flugkopfball ging knapp neben das Tor. Ibrahim Mbaye dribbelte die halbe marokkanische Mannschaft aus, sein Schuss wurde jedoch abgeblockt. Nayef Aguerd köpfte an die Latte. Neil El Aynaoui versuchte es gleich dreimal hintereinander, immer erfolglos. Cherif Ndiaye vergab vor dem leeren Tor einen Nachschuss aus wenigen Metern.

    Und das alles nur in der Nachspielzeit.21 Torschüsse für Marokko standen am Ende 14 des Senegals gegenüber. Doch jubeln durften nur Pape Gueye und die senegalesische Nationalmannschaft. (Benjamin Knaack)Epilog

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    Mané und seine feiernden Teamkollegen: Ende des Dramas

    Foto: Youssef Loulidi / AP

    Auf dem Platz wurde nach dem Abpfiff gefeiert und getrauert, in den Katakomben des Stadions von Rabat ging der Zwist weiter.»Das Bild, das wir vom afrikanischen Fußball abgegeben haben, war eher beschämend. Ein Spiel mehr als zehn Minuten lang unterbrechen zu müssen, während die ganze Welt zuschaut, ist nicht sehr stilvoll«, sagte Marokkos Trainer Walid Regragui. Und über sein Gegenüber sagte er: »Ein Trainer, der seine Spieler auffordert, das Spielfeld zu verlassen … was Pape getan hat, macht Afrika keine Ehre. Das war nicht stilvoll.« Aber ⁠Pape Thiaw sei nun mal jetzt ​ein Champion, also könne er sagen, was er will.Was Champion Thiaw zu sagen hatte, bekam man allerdings nicht zu hören. Als er zur Pressekonferenz kam, wurde er Berichten zufolge derart laut und beständig ausgebuht, dass die PK ausfallen musste. Den Offiziellen sei es nicht gelungen, die aufgebrachten marokkanischen Journalisten zu beruhigen.Später sagte Thiaw dann doch noch etwas: »Wir akzeptieren die Fehler des Schiedsrichters, das kann passieren.« Er selbst und seine Mannschaft hätten nicht aus Protest vom Platz gehen sollen, aber dies sei nun Vergangenheit. »Wir entschuldigen uns beim Fußball.«

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  • Treffer durch Weltraumschrott vermutet Beschädigtes Raumschiff »Shenzhou 20« auf Erde gelandet Die

    Treffer durch Weltraumschrott vermutet Beschädigtes Raumschiff »Shenzhou 20« auf Erde gelandet Die

    Treffer durch Weltraumschrott vermutet

    Beschädigtes Raumschiff »Shenzhou 20« auf Erde gelandet

    Die drei Taikonauten sind seit zwei Monaten wieder auf der Erde, nun ist auch ihr Raumschiff »Shenzhou 20« in der Wüste Gobi gelandet. China spricht von einem »vollen Erfolg«.

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    Rückkehrkapsel des Raumschiffs »Shenzhou 20« am Landeplatz Dongfeng

    Foto: Li Zhipeng / XinHua / dpa

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    Chinas beschädigtes Raumschiff »Shenzhou 20« ist von der Raumstation »Tiangong« (Himmelspalast) zur Erde zurückgekehrt. Die unbemannte Raumkapsel landete nach offiziellen Angaben in der Landezone Dongfeng in der nordchinesischen Wüste Gobi. Nach ersten Begutachtungen habe die Raumkapsel einen normalen Eindruck gemacht, die Güter an Bord seien in gutem Zustand, berichteten Staatsmedien. Demnach war die Rückkehrmission ein »voller Erfolg«, hieß es.

    Die »Shenzhou 20« hätte mitsamt ihrer dreiköpfigen Crew eigentlich am 5. November vergangenen Jahres wieder zur Erde fliegen sollen. Doch Risse im Fenster, die laut chinesischen Raumfahrtexperten durch den Zusammenprall mit kleinen Weltraumschrottteilen entstanden sein dürften, hatten die Rückkehr zunächst auf unbestimmte Zeit verzögert.Weltraumschrott ist schon länger ein Problem im All. Darunter versteht man alle nicht mehr verwendeten Objekte wie Satelliten oder Bruchstücke davon, die aus Kollisionen oder Explosionen entstanden sind. Sie können winzig klein sein oder auch mehrere Meter groß. Der Weltraummüll kreist auch in erdnahen Bahnen um die Erde. Die Europäische Weltraumorganisation Esa schätzt, dass insgesamt mehr als eine Million Stücke Müll, die größer als ein Zentimeter sind, um die Erde rasen.

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    Bangen um gestrandete Astronauten: Sie rasen mit 28.000 Kilometern pro Stunde um die Erde – und stehen unter Dauerbeschuss

    Von Christoph Seidler

    Erstmals in seiner Raumfahrtgeschichte musste China ein Notfallprotokoll in Gang setzen, um die gestrandeten Raumfahrer zur Erde zurückzuholen. Die Missionsleitung entschied schließlich, dass die drei Männer am 14. November nach Tagen der Ungewissheit auf die bereits angedockte Kapsel der »Shenzhou 21« umsteigen und zurückkehren sollen.Mit der Kapsel war zuvor die Nachfolgebesatzung zur Raumstation gebracht worden, die wiederum mit der »Shenzhou 22« zurückkehren soll, die dazu Ende November unbemannt zur Raumstation geschickt wurde.

    Die »Shenzhou 20« hingegen verblieb für weitere Überprüfungen und Reparaturen zunächst an der Weltraumstation und kehrte nun nach insgesamt 270 Tagen im All zurück auf die Erde.Weltraumschrott kann für Raumfahrer zur Gefahr werden, wie der Fall der »Shenzhou 20« zeigt. Eine schwedische Astrophysikerin hat untersucht, wie der erdnahe Weltraum vor Beginn der Satellitenära aussah. Zu ihrer Überraschung stellte sie fest: Da war etwas. Und von Menschen, ist sie überzeugt, stammt es nicht. Hier lesen Sie mehr 

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  • Kämpfe mit Kurdenmiliz Syrische Armee rückt im Osten des Landes weiter vor

    Kämpfe mit Kurdenmiliz Syrische Armee rückt im Osten des Landes weiter vor

    Kämpfe mit Kurdenmiliz

    Syrische Armee rückt im Osten des Landes weiter vor

    Trotz eines angekündigten Waffenstillstands kommt es in Syrien erneut zu Kämpfen. Die Armee verstärkt ihre Bemühungen in der Provinz Deir Essor. Mehrere Menschen sollen getötet worden sein.

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    In Syrien gehen die Kämpfe im Osten des Landes weiter

    Foto: Ghaith Alsayed / AP

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    Nach dem Rückzug der kurdisch dominierten Miliz Demokratische Kräfte Syriens (SDF) ist die syrische Armee in Teile der Provinz Deir Essor im Osten des Landes vorgerückt. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, überquerten Dutzende Militärfahrzeuge den Euphrat in Richtung Osten. Der Fluss markierte bislang die Grenze zu den kurdisch kontrollierten Gebieten.

    Vor einer Brücke über den Euphrat stauten sich Autos, Lastwagen und Motorräder. Mehrere Menschen überquerten den Fluss zu Fuß.Die syrische Armee bestätigte die Entsendung der Truppen. Die Soldaten rückten laut einer Erklärung in das Gebiet Dschasira vor, um das am Sonntag vom syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa vorgestellte Abkommen zwischen dem Zentralstaat und der SDF »abzusichern«.Mehrere Tote und Verletzte bei KämpfenTrotz des Abkommens meldeten sowohl die syrische Armee als auch kurdische Kräfte am Montag weitere Kämpfe. Die Armee schrieb von drei getöteten und weiteren verletzten Soldaten bei Auseinandersetzungen, machte aber zunächst keine Angaben zum Ort der Kämpfe. Die kurdischen Kämpfer warfen der Armee vor, ihre Angriffe »trotz des Waffenstillstands fortzuführen«. Demnach kam es unter anderem in der Nähe eines Gefängnisses zu Kämpfen, in denen sich Mitglieder der Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat (IS) befinden.

    Die Vereinbarung zwischen der Regierung in Damaskus und der SDF sieht die Übergabe der bislang kurdisch kontrollierten Provinzen Deir Essor und Raqqa an die Zentralregierung vor, in denen die Bevölkerungsmehrheit aus Arabern besteht.

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    Die SDF hatte ihrerseits am Sonntag ihren Rückzug aus bislang von ihr kontrollierten Gebieten im Osten von Deir Essor bekannt gegeben, darunter die Ölfelder von al-Omar und Tanak.

    Bei ihrer Offensive im Norden und Osten des Landes hatten syrische Regierungstruppen in den vergangenen Tagen kurdische Kämpfer aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben, darunter zwei Stadtviertel der nordsyrischen Großstadt Aleppo.Anfang der Woche sollte der syrische Übergangspräsident Sharaa in Berlin Friedrich Merz treffen. Doch dann wurde der Besuch am Sonntagabend verschoben – wegen der Kämpfe in Syrien. Mehr dazu lesen Sie hier 

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  • Unfall mit fünf Toten Freispruch für Bahn-Mitarbeiter nach Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen Fünf

    Unfall mit fünf Toten Freispruch für Bahn-Mitarbeiter nach Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen Fünf

    Unfall mit fünf Toten

    Freispruch für Bahn-Mitarbeiter nach Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen

    Fünf Menschen starben, als vor dreieinhalb Jahren ein Zug bei Garmisch-Partenkirchen entgleiste. Ein Gericht hat nun zwei angeklagte Bahn-Mitarbeiter freigesprochen.

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    Die beiden Angeklagten mit ihren Verteidigern vor Prozessbeginn

    Foto: Frank Hoermann / Sven Simon / picture alliance

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    Dreieinhalb Jahre nach dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen sind zwei Bahnmitarbeiter vor Gericht freigesprochen worden. Bei dem tödlichen Unfall waren fünf Menschen ums Leben gekommen, nachdem ein Zug entgleist war.Das Landgericht München II sah bei dem für die Unglücksstrecke verantwortlichen Bezirksleiter und dem zuständigen Fahrdienstleiter kein juristisch strafbares Verhalten. Das Gericht folgte damit der Forderung der Verteidigung.

    Die Staatsanwaltschaft hatte Freiheitsstrafen auf Bewährung für die beiden Männer gefordert: für den Fahrdienstleiter ein Jahr auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung, für den zuständigen Bezirksleiter zwei Jahre.Mehr als 70 Tote und VerletzteBei dem Zugunglück des durch zwei gebrochene Betonschwellen entgleisten Regionalzugs waren am 3. Juni 2022 fünf Personen gestorben, 72 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Der Grund waren marode Schienen. Die Staatsanwältin sah bei dem Bezirksleiter, der Instandsetzungsmaßnahmen immer wieder verzögert haben soll, »wiederholtes und systematisches Versagen« über Jahre hinweg.

    Bei dem Fahrdienstleiter sah die Staatsanwaltschaft lediglich ein »Augenblicksversagen» nach jahrelanger tadelloser Arbeit. Er hatte am Vortag des Unglücks den Hinweis eines Lokführers über Auffälligkeiten an der späteren Unfallstelle nicht weitergeleitet. Diese Einschätzungen teilte das Gericht nicht.

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    Beide Angeklagte hatten sich im Prozess ergriffen und sehr betroffen über das Unglück gezeigt. Zu Beginn des Prozesses hatten sie sich umfangreich geäußert und bei den Hinterbliebenen und Betroffenen entschuldigt. Nach den Plädoyers ihrer Anwälte schlossen sie sich jeweils den Ausführungen ihrer Verteidiger an. Der Bezirksleiter betonte noch einmal, wie leid ihm das Unglück tue und wünschte den Betroffenen viel Kraft.

    jpe/AFP/dpa

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    Stellen Sie sich vor, etwas so Langes wie ein Linienbus gleitet lautlos durchs Meer – und jagt alles, was ihm begegnet. Kein Albtraum, sondern Realität der Urzeit. Denn genau so lebte einst Palaeophis colossaeus, eine gewaltige Seeschlange, die heute nur noch als Fossil existiert, wie PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) berichtet.

    Größer als jede heutige Schlange

    Belegt ist das Tier durch einzelne Wirbelknochen. Und die haben es in sich. Ihre enorme Größe lässt auf eine Körperlänge zwischen 8,1 und 12,3 Metern schließen. „Palaeophis colossaeus ist eine sehr große Schlange mit Wirbeln, die größer sind als bei jeder bekannten heute lebenden Art“, erklären die Autoren einer Studie aus dem Jahr 2018, in der die Art beschrieben wurde.

    Die fossilen Überreste der Meeresschlangen stammen von zwei Fundstellen im Nordosten Malis. Im Paläogen, vor etwa 66 bis 23 Millionen Jahren, war dieser Teil Afrikas teilweise von einem flachen Meeresarm bedeckt. Heute befindet sich dort die Sahara.

    Palaeophis colossaeus als Spitzenjäger

    Doch die Fossilien bleiben fragmentarisch, vollständige Skelette fehlen. Nach allem, was man weiß, könnte die Seeschlange bis zu 12,3 Meter lang gewesen sein. Selbst kleinere Funde sprechen noch für mindestens 8,1 Meter Körperlänge.

    Die Forscher halten es für möglich, dass sie an der Spitze der Nahrungskette stand. War der Schädel der Schlange zudem stark beweglich, „könnte die Größe der aufgenommenen Nahrung so groß gewesen sein, dass nahezu jede bekannte zeitgenössische Art verzehrt werden konnte“, schreiben die Autoren. Dafür würden große Fische wie Haie oder krokodilähnliche Reptilien, sogenannte Dyrosaurier, infragekommen.

    Heute leben nur noch kleine Verwandte

    Für heutige Schwimmer eine beruhigende Nachricht: Solche Giganten sind längst ausgestorben. Heute erreichen Arten wie die Gelbe Seeschlange (Hydrophis spiralis) „nur“ bis zu drei Meter. Doch selbst Palaeophis colossaeus war nicht die größte Schlange, die je lebte. Diese Rolle nimmt wohl mit bis zu 13 Metern Titanoboa ein.

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    Die Nebula Capsule 3 ist ein mobiler Projektor, der durch seine kompakte Bauweise und Laserprojektion überzeugt.

    Quelle: Computer Bild

  • Jetzt spricht der Sport-Boss über den Trainer-Rauswurf! Nach dem Aus von Dino

    Jetzt spricht der Sport-Boss über den Trainer-Rauswurf! Nach dem Aus von Dino

    Jetzt spricht der Sport-Boss über den Trainer-Rauswurf! Nach dem Aus von Dino Toppmöller (45) äußerte sich am Montagvormittag Vorstand Markus Krösche (45) über den Wechsel auf der Trainer-Position.

    Teilweise fand Krösche deutliche Worte, oft deutete der Sport-Vorstand allerdings nur an, was bei Eintracht wirklich abgeht. Mit BILDplus erfahren sie, was Krösche mit seinen Aussagen wirklich meint und welche Wahrheiten damit aufgedeckt werden.

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    Spanisches Königspaar zum Zugunglück: „Wir sind zutiefst besorgt!“ Mehr zum Video anzeigen

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    Spanisches Königspaar zum Zugunglück: „Wir sind zutiefst besorgt!“

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    Spaniens König Felipe und Königin Letizia sprechen über das tödliche Zugunglück in Spanien während ihres Besuchs in Griechenland zur Beerdigung von Prinzessin Irene in Athen.

    Quelle: ATLAS