Unfall mit fünf Toten
Freispruch für Bahn-Mitarbeiter nach Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen
Fünf Menschen starben, als vor dreieinhalb Jahren ein Zug bei Garmisch-Partenkirchen entgleiste. Ein Gericht hat nun zwei angeklagte Bahn-Mitarbeiter freigesprochen.
Zur Merkliste hinzufügen
Artikel anhören (2 Minuten)
2 Min
Link kopieren
Weitere Optionen zum Teilen
Link kopieren
Bild vergrößern
Die beiden Angeklagten mit ihren Verteidigern vor Prozessbeginn
Foto: Frank Hoermann / Sven Simon / picture alliance
if (typeof(Event) === ‘function’) {window.dispatchEvent(new Event(‘POLYGON_DOM_LARGEST_CONTENTFUL_PAINT_READY’));}
Dreieinhalb Jahre nach dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen sind zwei Bahnmitarbeiter vor Gericht freigesprochen worden. Bei dem tödlichen Unfall waren fünf Menschen ums Leben gekommen, nachdem ein Zug entgleist war.Das Landgericht München II sah bei dem für die Unglücksstrecke verantwortlichen Bezirksleiter und dem zuständigen Fahrdienstleiter kein juristisch strafbares Verhalten. Das Gericht folgte damit der Forderung der Verteidigung.
Die Staatsanwaltschaft hatte Freiheitsstrafen auf Bewährung für die beiden Männer gefordert: für den Fahrdienstleiter ein Jahr auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung, für den zuständigen Bezirksleiter zwei Jahre.Mehr als 70 Tote und VerletzteBei dem Zugunglück des durch zwei gebrochene Betonschwellen entgleisten Regionalzugs waren am 3. Juni 2022 fünf Personen gestorben, 72 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Der Grund waren marode Schienen. Die Staatsanwältin sah bei dem Bezirksleiter, der Instandsetzungsmaßnahmen immer wieder verzögert haben soll, »wiederholtes und systematisches Versagen« über Jahre hinweg.
Bei dem Fahrdienstleiter sah die Staatsanwaltschaft lediglich ein »Augenblicksversagen» nach jahrelanger tadelloser Arbeit. Er hatte am Vortag des Unglücks den Hinweis eines Lokführers über Auffälligkeiten an der späteren Unfallstelle nicht weitergeleitet. Diese Einschätzungen teilte das Gericht nicht.
Prozessauftakt zum Zugunglück bei Garmisch: »Also irgendwie müsste da mal einer schauen«
Von Jan Friedmann, München
Entgleisung 2022: Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen wäre laut DB-Bericht vermeidbar gewesen
Entgleiste Bahn in Garmisch-Partenkirchen: Angeklagte bestreiten rechtliche Verantwortung für tödliches Zugunglück
Untersuchung zum Eisenbahnunglück von Garmisch: »Da hupft der Zug richtig«
Von Serafin Reiber
Beide Angeklagte hatten sich im Prozess ergriffen und sehr betroffen über das Unglück gezeigt. Zu Beginn des Prozesses hatten sie sich umfangreich geäußert und bei den Hinterbliebenen und Betroffenen entschuldigt. Nach den Plädoyers ihrer Anwälte schlossen sie sich jeweils den Ausführungen ihrer Verteidiger an. Der Bezirksleiter betonte noch einmal, wie leid ihm das Unglück tue und wünschte den Betroffenen viel Kraft.
jpe/AFP/dpa
= $appBridge.minAppNavigationHomepageVersion ? $publish(‘APP_NAVIGATION’, { targetId: ‘homepage’ }) : window.location.href = $el.href”>
= $appBridge.minAppNavigationHomepageVersion? $publish(‘APP_NAVIGATION’, { targetId: ‘homepage’ }) : window.location.href = $el.href”>
Startseite

