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Categorie: Nieuws

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    Fans beeindruckt: SO froh hat man diesen gefeuerten Trainer selten gesehen

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    Mike Tomlin genießt die neu gewonnene freie Zeit in vollen Zügen. Vergangene Woche verkündet Tomlin seinen Rücktritt nach 19 Jahren als Steelers Head Coach. Jetzt legt er den Fokus auf die wichtigen Dinge im Leben. Alles zur Divisional Round in der NFL in einer neuen Folge Playbook.

    Quelle: BILD / NFL

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    Klirrende Kälte bei strahlendem Sonnenschein: Ein Hoch aus Osteuropa bringt eiskalte Luft nach Deutschland. Laut Deutschem Wetterdienst sind in vielen Regionen nachts Tiefstwerte von minus fünf bis minus zehn Grad möglich. Wer die Kälte nutzen will, kommt vielleicht auf die Idee, Eisbaden zu gehen. Der Sprung ins eiskalte Wasser klingt für viele nach einer bekloppten Mutprobe, für andere ist es ein Ritual mit vielen gesundheitlichen Vorteilen. Ob zur Stärkung des Immunsystems, zur Stressreduktion oder für den besonderen Kick – Eisbaden erfreut sich großer Beliebtheit. Doch Eisbaden kann auch richtig gefährlich werden: Anfang Januar starb ein 40-Jähriger beim Eisbaden in Wismar.

    Ab wann wird Eisbaden gefährlich? Was sollte man beachten? Und was passiert in eiskaltem Wasser eigentlich im Körper?

    [–>Vorsicht bei dieser Vorerkrankung

    Wer im eisigen Wasser baden möchte, sollte vorher mit dem Hausarzt sprechen, um Vorerkrankungen auszuschließen. Wer nämlich Herz-Kreislauf-Probleme hat, sollte es lieber sein lassen. Allgemeinmediziner Dr. Thomas Aßmann: „Beim Eisbaden ziehen sich die Adern sekundenschnell zusammen – und das ist im Prinzip auch der Sinn des Ganzen.“ Bei Gesunden gilt: Wie beim Saunieren trainiert die Temperatur das Immunsystem. „Beim Eisbaden alarmiert der Kältereiz die Abwehrkräfte“, erklärt der Mediziner. Der Körper schaltet in eine Art Notfallmodus und zentriert die Wärme so, dass man überlebt. „Es werden im Prinzip nur noch Hirn, Herz und Eingeweide, besonders die Nieren, durchblutet.“

    Es werden aber auch Glückshormone ausgeschüttet – wie beim Bungee-Jumping oder auf der Achterbahn. „Extremsituationen signalisieren dem Körper: Gefahr! Und dann schüttet er Hormone aus, um das Ganze erträglich zu machen.“ Darum strahlen viele Eisbader vor Glück. Aber: Bei entsprechenden Vorerkrankungen ist das plötzliche Zusammenziehen der Blutgefäße ein Schock für den Körper, vergleichbar mit einem Herzinfarkt oder Hirnschlag.

    Das sollten Sie beim Eisbaden beachten

    • Baden Sie nur dort, wo es erlaubt ist, etwa an Badeseen oder öffentlichen Ständen. Tabu sind in der Regel alle Flüsse wegen ihrer Strömung und des Schiffsverkehrs.
    • Schlagen Sie kein Loch in einen zugefrorenen See. Halten Sie sich vom Inneren des Sees fern. Die Gefahr, dass Sie einbrechen und unter die Eisdecke geraten, ist zu groß.
    • Springen Sie niemals ins Wasser! Der plötzliche Kälteschock kann lebensgefährlich sein. Besser: Gehen Sie vorsichtig ins Wasser, bis zum Oberkörper.
    • Tauchen Sie nicht mit dem Kopf unter Wasser! Es droht Lebensgefahr, wenn feine Äderchen sich zusammenziehen und das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.
    • Bleiben Sie nicht zu lang im Wasser. Ein paar Minuten reichen. Hören Sie auf Ihren Körper. Wenn Sie merken, dass Sie frösteln – raus aus dem Wasser!
    • Nach dem Eisbaden: Aufwärmen! Ordentlich abtrocknen, die Sitzheizung im Auto anstellen oder schnell nach Hause: Ihr Körper muss wieder auf Temperatur kommen!

  • Jetzt also doch: Volle Attacke auf den Aufstieg! Drittligist Hansa Rostock schlägt

    Jetzt also doch: Volle Attacke auf den Aufstieg! Drittligist Hansa Rostock schlägt

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    Jetzt also doch: Volle Attacke auf den Aufstieg! Drittligist Hansa Rostock schlägt doch noch auf dem Transfermarkt zu. Die Hanseaten leihen Lukas Kunze von Zweitligist Arminia Bielefeld aus. Der 27-jährige Mittelfeldspieler kommt bis zum Ende der laufenden Saison an die Ostsee.

    Damit setzt Hansa exakt um, was Sportdirektor Amir Shapourzadeh Anfang Januar angekündigt hatte. „Wenn überhaupt, dann wird noch ein Mittelfeldspieler kommen“, sagte er damals. Jetzt ist klar: Er behielt recht.

    Hansa holt Wunschspieler

    Kunze übernimmt bei Hansa die Rückennummer 13. Für den Rechtsfuß ist es eine Rückkehr in vertraute Gefilde. Er kennt die 3. Liga, er kennt den Druck – und er bringt viel Erfahrung mit.

    [–>Der Neuzugang brennt: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Der Verein hat eine klare Zielsetzung, und ich möchte das Team mit meiner Erfahrung und Einsatzbereitschaft bestmöglich unterstützen. Es fühlt sich gut an, wieder in dieser Liga zu spielen, und ich kann es kaum erwarten, auf dem Platz anzupacken und mit meinen neuen Mitspielern zusammen erfolgreich zu sein.“

    Erfahrung für den Aufstieg

    Kunzes Zahlen sprechen für sich. In der Regionalliga West absolvierte er 115 Spiele, erzielte sechs Tore und bereitete fünf weitere vor. In der 3. Liga stehen 100 Partien mit zehn Treffern und neun Assists zu Buche.

    Dazu kommen 25 Einsätze in der 2. Bundesliga mit einem Tor. Seit der Saison 2024/25 steht der 1,91 Meter große Mittelfeldmann bei Arminia Bielefeld unter Vertrag.

    Hansa-Trainer Daniel Brinkmann (39) bekommt Verstärkung im Mittelfeld.

    Hansa-Trainer Daniel Brinkmann (39) bekommt Verstärkung im Mittelfeld

    Shapourzadeh schwärmt von Kunze

    Mit den Arminen feierte Kunze in der vergangenen Spielzeit den Aufstieg in die 2. Bundesliga und erreichte das DFB-Pokalfinale. Auch zuvor wusste er, wie Aufstieg geht. Drei Jahre lang spielte Kunze für den VfL Osnabrück. In der Saison 2022/23 ging es auch dort hoch in die 2. Liga.

    Sportdirektor Amir Shapourzadeh kennt den Neuzugang bestens. „Ich kenne Lukas noch aus unserer gemeinsamen Zeit in Osnabrück, wo er ein wichtiger Bestandteil der Aufstiegsmannschaft war“, sagt er. Der Sportchef beschreibt Kunze als dynamischen Mittelfeldspieler, der defensiv wie offensiv überzeugt, sehr laufstark ist und dank seiner körperlichen Präsenz viele Zweikämpfe gewinnt. Besonders gegen den Ball sei Kunze „äußerst unangenehm für den Gegner“. Bereits am Mittwoch steigt er bei den Rostockern ein.

  • Deutsche Bahn: Wenn schon nicht pünktlich, dann wenigstens sauber

    Deutsche Bahn: Wenn schon nicht pünktlich, dann wenigstens sauber

    Eines hat Evelyn Palla sich vorgenommen: Nichts versprechen, was sie ohnehin nicht halten kann. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr wird wohl noch ein paar Jahre zwischen 60 und 70 Prozent herumdümpeln, Stellwerksprobleme und Weichenstörungen noch ein paar Jahre dafür sorgen, dass Fahrgäste Umwege in Kauf nehmen müssen. Anders als ihr Vorgänger Richard Lutz tut die neue Bahnchefin gar nicht erst so, als ließe sich das kurzfristig ändern. „Aber wir können eine ganze Menge tun, um die Bahn für unsere Kunden jetzt schon besser zu machen“, sagt Palla.

  • Olympia-Nominierung: Mehr deutsche Wintersportler denn je – und hohe Ziele

    Olympia-Nominierung: Mehr deutsche Wintersportler denn je – und hohe Ziele

    Auf rund 52 000 Quadratmetern erstreckt sich das MTC – World of Fashion im Münchner Norden, das nach eigenen Angaben das „größte Mode-Order- und Prompt Fashion Center in Süddeutschland“ ist. Und die Aufschrift über dem Eingang eines der schmucklosen Bürogebäude an der Taunusstraße wies gleich den Weg: „Team D Einkleidung“ stand dort in Versalien, umrahmt von auf Klebefolie aufgedruckten Bergen und Schneeflocken. Wer in diesen Tagen die Rolltreppe respektive die Stufen dahinter in den ersten Stock nahm („am Start für große Ziele“), hatte es also geschafft. Denn hier durften sich die deutschen Sportler ihre Ausrüstung für die Winterspiele 2026 in Mailand und in den italienischen Alpen abholen, die in etwas mehr als zwei Wochen beginnen. Und auch für die Paralympics im März.

    183 Athletinnen und Athleten (85 Frauen und 98 Männer) umfasst die deutsche Delegation bei den Wettbewerben in Norditalien, die am 6. Februar im San-Siro-Stadion in Mailand eröffnet werden. Ein größeres Aufgebot hat das Team D noch nie zu Winterspielen geschickt, der bisherige Rekord (161) datiert von 2006 in Turin. Vor vier Jahren in Peking gehörten – auch pandemiebedingt – nur 148 Sportlerinnen und Sportler zum deutschen Team. Die beiden Eishockey-Mannschaften stellen mehr als ein Viertel der Gruppe. Die schiere Dimension weckt natürlich immense Erwartungen, die Olaf Tabor bei der abschließenden Pressekonferenz am Dienstag in der mit sehr viel Weiß ausgekleideten großen Halle des MTC gar nicht erst zu dämpfen versuchte: „Es wird in der Spitze immer enger. Aber wir wollen aufs Stockerl. Das Medaillenpotenzial ist vergleichbar mit Peking, vielleicht sogar noch größer. Wir sind und bleiben eine Sportnation und wollen dort erfolgreich sein“, sagte der Vorstand Leistungssport des Deutschen Olympischen Sportbundes und zugleich Chef de Mission für diese Winterspiele.

    Dopingkontrollen im deutschen Team vor Olympia

    :Ganz schön viele Schusseligkeiten

    Bobanschieber Simon Wulff, Langlauf-Olympiasiegerin Victoria Carl, nun Skicrosser Florian Wilmsmann: Der deutsche Wintersport verzeichnet kurz vor Olympia den nächsten Anti-Doping-Verstoß. Doch auch das Verhalten der Dopingjäger erscheint merkwürdig.

    Von Johannes Knuth und Ralf Tögel

    In Peking waren die Deutschen im Medaillenspiegel mit zwölfmal Gold, zehnmal Silber und fünfmal Bronze auf Rang zwei hinter Norwegen und vor China gelandet. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sie, was die Anzahl der Medaillen angeht, damals nur auf Rang drei lagen, hinter Norwegen und Russland und nur knapp vor Kanada und den USA. Auf dem Treppchen zu bleiben, das dürfte eine Mammutaufgabe werden für die Deutschen.

    Gerade in Zeiten, in denen ihre Erfolgsfaktoren mehr denn je infrage stehen. Im Biathlon enttäuschte das Team um Weltmeisterin Franziska Preuß in diesem Winter bislang eher, im Skispringen manifestierte sich die Krise der Etablierten Andreas Wellinger und Karl Geiger, letzterer hat die Olympia-Qualifikation verpasst. Und im Eishockey bauen die DEB-Männer zwar auf ihren NHL-Star Leon Draisaitl, sie zählen aber nicht zu den Favoriten. Bei der Wahl zum Fahnenträger-Duett dürften sie aber ein Wörtchen mitreden. In der Woche vom 26. Januar bis zum 3. Februar stimmen die Athleten des Teams D und auch die ganz normalen Bürger ab, ihre Voten werden zu je 50 Prozent gewertet. Die Fahnenträgerin und der Fahnenträger werden am 5. Februar, einen Tag vor der Eröffnung, in Mailand verkündet.

    Ski-Ass Emma Aicher hat sich zur Mitfavoritin aufgeschwungen, Snowboarderin Ramona Hofmeister gelang ein starkes Comeback

    Wie so oft liegen die größten Hoffnungen im Eiskanal, Cortina könnte Tabor zufolge „zu einer goldenen Eisbahn für uns werden“. Die sechsmaligen Rodel-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt haben die besten Chancen, die Bob- und Skeleton-Piloten wollen ebenfalls ganz oben aufs Treppchen. Emma Aicher hat sich bei den Alpinen zur Mitfavoritin aufgeschwungen, Snowboarderin Ramona Hofmeister gelang kürzlich nur viereinhalb Monate nach ihrer Sprunggelenksfraktur ein umjubeltes Comeback. Ansonsten haben die deutschen Teams und Staffeln gute Chancen aufs Podest, ob nun im Biathlon, Skisprung, in der Nordischen Kombination oder im Langlauf. Auch das Eiskunstlaufpaar Minerva Hase und Nikita Volodin hofft nach WM-Silber und EM-Gold 2025 auf weitere Erfolge.

    Sie alle kämpfen nun auch um die Zukunft Deutschlands als Sportnation. In Disziplinen, die aufgrund neuer Fernseh- und Streaming-Bedürfnisse und wegen des Klimawandels mehr denn je hinterfragt werden. So sind in der Nordischen Kombination als einziger Disziplin der Winterspiele keine Frauen am Start, was die beste Deutsche Nathalie Armbruster ratlos zu Hause auf dem Sofa zurücklässt. Der Traditionssport steht, wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) meint, mangels spannender Formate und konkurrierender Nationen für die Winterspiele 2030 insgesamt auf der Kippe. „Es geht darum, diese Traditionssportart im Programm zu halten. Wir waren überrascht, dass die Damen nicht integriert wurden. Das wäre eine gute Idee gewesen“, sagte Tabor, der sich auch ums große Ganze sorgt.

    Denn die Winterspiele stehen generell in Zeiten der Erderwärmung unter Beobachtung, das Eis schmilzt, der Schnee auch. Längst hat das IOC Arbeitsgruppen installiert, die die Zukunft ausloten sollen. Winterspiele in riesigen Hallen auf der arabischen Halbinsel: Warum eigentlich nicht? „Die Faszination, die von diesen Wintersportarten ausgeht, werden wir in 14 Tagen wieder live erleben können“, sagt Tabor, er sagt aber auch: „Dass sich das Gesicht der Winterspiele verändert, darf man erwarten.“ Möglicherweise müsse es bei „schwindendem Schnee“ auch andere Organisationsformen geben, „die Anzahl der Standorte und Ausrichterländer, die das in zehn oder 20 Jahren noch machen können“, werde sich verändern.

    Insofern passt Tabors Schlusswort an diesem überaus sonnigen Dienstag in der World of Fashion ganz gut, auch wenn er es längst nicht so doppeldeutig meinte: „Man merkt das Kribbeln, die Temperatur steigt an.“

  • Kaulitz-Brüder im ZDF: Top, die Wette gilt

    Kaulitz-Brüder im ZDF: Top, die Wette gilt

    Trump hin, Grönland her – diese Nachricht war für die Bild am Dienstagmorgen die allerwichtigste: Die Kaulitz-Brüder sollen „Wetten, dass..?“ übernehmen. Ja, richtig gelesen, die ungleichen Zwillinge, die mit Tokio Hotel berühmt wurden und sich mit ihrem Podcast und einer Netflix-Reality-Serie einen festen Platz in der Welt des deutschen Entertainments erarbeitet haben; und ja, richtig: Es geht um „Wetten, dass..?“. Wie mehrere Medien berichten, aber das ZDF am Dienstag nur andeuten, nicht bestätigen will, sollen Bill und Tom die erste Ausgabe der Sendung am 5. Dezember, kurz nach ihrer Europatour mit Tokio Hotel, moderieren.

    Aus Sicht des ZDF wäre die Liaison ihres Show-Untoten mit den Kaulitz-Brüdern auf jeden Fall nachvollziehbar: Es ist lange her, dass das halbe Land am Sonntagmorgen über eine Fernsehsendung sprach. In Zeiten, in denen Followerzahlen wichtiger sind als ein Schulabschluss, den die beiden nicht haben, dürfte sich der Mainzer Sender deshalb einiges an Anziehungskraft auch für ein junges Publikum erhoffen. Ihre Reality-Show „Kaulitz & Kaulitz“, für die sie mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurden, läuft auf Netflix in der zweiten Staffel, eine dritte ist bereits in Arbeit. Der Podcast „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“ rangiert weit oben in den deutschen Podcast-Charts.

    Dem eingeschlafenen Showfernsehen täten zwei frische Gesichter gut. Doch warum ausgerechnet „Wetten, dass..?“?

    Das Erfolgsrezept der Brüder: Sie nehmen sich selbst augenscheinlich nicht zu ernst, geben ausreichend Persönliches von sich preis und wirken dadurch auf viele Menschen authentisch. Auf Netflix zeigen sie eine Mischung aus Hollywood-Glamour und langweiligem Alltag. Gut gelaunter, flauschiger Eskapismus in Reinform. Ein breites Publikum hört und schaut ihnen gern zu, vor allem Bill, der am liebsten über alles Glitzer streut und den sein Bruder immer wieder zur Vernunft ruft. Und ja, man kann sich schon vorstellen, wie die beiden in womöglich ähnlich oder noch exaltierteren Anzügen wie einst Thomas Gottschalk auf der großen Bühne stehen. Show können sie.

    Außerdem täten dem eingeschlafenen öffentlich-rechtlichen Showfernsehen zwei frische Gesichter gut. Doch warum soll es ausgerechnet „Wetten, dass..?“ sein, die Legende unter den Samstagabendshows, über die man sich Jahrzehntelang freuen, aufregen, wundern oder alles gleichzeitig konnte? Von 1981 bis 2014 lief die Sendung quasi ununterbrochen, bis sie mit Markus Lanz nur scheinbar ein friedliches Ende fand. Gottschalk sollte sie von 2021 bis 2023 wiederaufleben – und dann erneut enden lassen.

    Thomas Gottschalk

    :Der unprätentiöse Abschied einer Legende

    Mit einem letzten Auftritt auf der heiligen Samstagabend-Bühne verabschiedet sich Thomas Gottschalk aus dem deutschen Fernsehen. Es ist ein gelungenes Adieu – auch weil sich der Entertainer und die anderen Studiogäste zu viel Melancholie verkneifen.

    SZ PlusVon Holger Gertz

    Man hätte es dabei belassen, ein langes Kapitel deutscher Fernsehgeschichte abschließen können. Und mit den Kaulitz-Brüdern ein neues Format für ein neues Zeitalter entwickeln, wenn man mit ihnen schon die jungen Zuschauer erreichen möchte. Aber weil gerade eine kraftvolle Nostalgiewelle durch die Medien- und Kulturlandschaft rollt und man sich nicht nur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gern auf alte Tugenden und Erfolge beruft, lag die Entscheidung offenbar nur eine Ecke weiter. Es ist ja auch aus Zuschauersicht verlockend: sich zumindest kurzzeitig in die guten alten Zeiten zurückzuversetzen, als die Frage, was abends angeschaut wird, keine Frage des Streamingabos war, sondern des linearen Fernsehprogramms. Aber ob diese Nostalgie auch jene Kaulitz-Fans anspricht, die selbst nie auf dem Sofa vor der Außenwette einschlummerten – weil sie schlicht zu jung sind?

    Beim ZDF fällt die Werbung bislang kryptisch aus

    Bemerkenswert und etwas bemüht jung ist auch die Werbekampagne des ZDF in dieser Angelegenheit. Bis Dienstagnachmittag vertröstete der Sender auf Anfrage immer wieder, man werde sich möglichst bald äußern. Dabei hatte er am Montag bereits auf Instagram ein Foto der Kaulitz-Brüder in Hochglanzoptik geteilt, mit dem kryptischen Text: „Die Katze hat uns ein paar Mäuse vor die Tür gelegt! Wir überlegen gerade, wo uns die beiden unterstützen können! Werden sie die neuen Experten bei Bares für Rares? Übernehmen sie den Gruberhof beim Bergdoktor? Ermitteln sie bei Aktenzeichen XY … ungelöst? Oder gehen sie als Chefstewards auf dem Traumschiff an Bord? Habt ihr noch einen Vorschlag?“ Zu den prominentesten ZDF-Followern, die das Bild geteilt haben, gehört auch Heidi Klum, Ehefrau von Tom Kaulitz.

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    Ebenfalls am Montag lief am Hamburger Hauptbahnhof eine riesige Videowerbung, in der die Zwillinge in derselben Optik wie aus dem ZDF-Instagram-Post durchs Bild laufen. Um einen Scherz dürfte es sich dabei jedenfalls nicht handeln. Nur das teilt der Sender bislang mit: „Das ZDF und Bill und Tom Kaulitz haben große Pläne.“ Top, die Wette gilt.

  • Serie: Neues vom Mittelaltermarkt

    Serie: Neues vom Mittelaltermarkt

    Ein Knappe begräbt seinen Mentor an einem Wegesrand. Regen, schlammige Erde, dazu drängen die edlen Streicher von Ramin Djawadis ikonischer „Game of Thrones“-Titelmelodie ins Ohr und man erinnert sich an die Drachen, die Intrigen, den Kampf gegen das Ende der Welt, den ewigen Winter. Die Melodie verstummt und die Gedanken werden unterbrochen von einem Schnitt, man sieht erneut den Knappen, der nun beachtliche Mengen an Durchfall hinter einem Baum scheißt. Deutlicher kann man sich nicht von seinem Vorgänger abgrenzen.

  • Forderungen zur Kommunalwahl: 80 Organisationen schließen sich zusammen, um München besser zu machen

    Forderungen zur Kommunalwahl: 80 Organisationen schließen sich zusammen, um München besser zu machen

    Die künstliche Intelligenz weiß, wie die Zukunft in der „Stadt für alle“ aussehen wird. Sie hat Bilder geschaffen mit spielenden Kindern auf einem begrünten, schattigen Stadtplatz, Trinkwasserbrunnen und flanierende Erwachsene inklusive. Sie präsentiert üppige Bäume inmitten der City, vor Frauenkirche und Rathausturm, und Häuser mit begrünten Balkonen und Terrassen, auf die ein paar Stockwerke draufgesetzt wurden. Eine in warmes Morgenlicht getauchte Wohlfühlwelt. Wie realistisch ist ein derart „lebenswertes München“?

    Das künstliche Fotoflair solle bald Realität werden, dafür setzt sich „Stadt für alle“ ein. So nennt sich ein Bündnis aus etwa 80 Organisationen und Firmen, das Themen der Nachhaltigkeit, soziale und ökologische, in den Kommunalwahlkampf tragen will und anschließend auch ins Rathaus. Mit dabei sind Vereine wie Green City und Foodsharing, Gruppen wie Radentscheid und Architects for Future, Firmen wie Vollcorner und Diakonie.

    Einen kleinen Teil der Forderungen hat die KI im Auftrag des Bündnisses visualisiert. Sie erinnern an Städte wie Barcelona und Paris, die in den vergangenen Jahren große Schritte gemacht haben in Richtung einer grüneren, ruhigeren, sozialeren Stadt. Diesen Zustand wünschen sich die Bündnis-Aktivisten auch für München.

    „Määähh!“ Bei der Präsentation der Forderungen klingt das Schaf, als begrüße es die vielen Menschen in seinem Zuhause, auf der Dach-Alm im Werksviertel, sechste Etage. Das Bündnis hat diesen besonderen Ort nach eigenen Angaben bewusst für die Pressekonferenz gewählt, um ein positives Gefühl bei Vertretern der beteiligten Gruppen und Journalisten zu erzeugen. Die Botschaft: Werden unsere Wünsche wahr, wird das schöne München noch schöner, eine Wohlfühlstadt. Man verstehe sich nicht als Protestbündnis, sagt Jana Häfner von Fridays for Future, sondern als „Zukunftsbündnis“ und wolle Klimaschutz und soziale Politik zusammenbringen. Erreichen wolle das Bündnis seine Ziele im „Dialog mit Stadtpolitik und Verwaltung“.

    Sechs Themenfelder sind aus Sicht des Bündnisses entscheidend für eine ökologisch und sozial nachhaltige Zukunft: Wohnen und Bauen, Stadtplanung, Energie, Ernährung, Mobilität sowie Freiflächen, Naturschutz und Biodiversität. Spezielle Forderungen dazu habe man in einem monatelangen „kollaborativen Prozess“ vieler Bündnisgruppen erarbeitet.

    Sabine Krieger, Vize-Vorsitzende des Bund Naturschutz in München und lange Jahre für die Grünen im Stadtrat, nennt einige: Um mehr Wohnraum zu schaffen, sollen Häuser aufgestockt und leer stehende Büros in Wohnungen umgewandelt werden. Mehr Bäume sollen mehr Schatten spenden. Es sollen Superblocks wie in Barcelona entstehen, Quartiere mit wenig oder keinem Autoverkehr, wo Kinder auf den Straßen spielen.

    Anwohner zu Candidplatz-Plänen

    :„Wir brauchen keine Bürotürme!“

    Am Candidplatz prallen gerade Interessen aufeinander: Stadt und Investor wollen bauen – Anwohner und Löwenfans fürchten um den Charakter ihres Viertels. Lässt sich hier ein Ausgleich finden? Über eine grundlegende Münchner Frage.

    SZ PlusVon Linus Freymark

    Im Forderungspapier des Bündnisses heißt es: „Der öffentliche Raum wird neu aufgeteilt. Straßen werden wieder Orte des Gehens, der Begegnung und des Verweilens.“ Und etwas konkreter: Die Sonnenstraße soll zum Boulevard umgebaut werden. Die Idee dazu geistert seit Jahren durch Rathaus und Verwaltung.

    Fenya Kirst von Protect the Planet beschreibt ein paar der Wünsche noch detaillierter, etwa für einen entspannteren Wohnungsmarkt: In einem öffentlichen Register sollten Wohnungsleerstände einsehbar sein. Für neue Wohnungen, mit denen bestehende Häuser aufgestockt werden, solle die Pflicht entfallen, Autostellplätze zu schaffen, was den Anreiz für Aufstockungen erhöhe. Im Bereich der Ernährung solle die Stadt mehr gegen Verschwendung tun und den Lebensmittelabfall in ihren Einrichtungen um die Hälfte reduzieren. Kirst betont, dass die Forderungen für eine „Stadt für alle“ realistisch seien: „Alles, was wir fordern, ist umsetzbar.“ Auch nach der Wahl wolle das Bündnis den neuen Stadtrat begleiten und an die Forderungen erinnern.

    Ein wenig Kritik an der aktuellen, grün-roten Stadtregierung unter Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) kommt dann doch noch zur Sprache. Die Hoffnung auf dieses Bündnis, sagt die ehemalige grüne Fraktionschefin Krieger, sei groß gewesen. Doch es hapere an der Umsetzung, die sei teilweise „sehr mäßig“, gerade im Bereich des Naturschutzes sei „sehr wenig passiert“. Sollten die Grünen nach der Wahl nicht mehr Teil der Stadtregierung sein, würde womöglich noch weniger umgesetzt. Deshalb wolle das Bündnis vorbauen und Klima- und Sozialthemen stärken. Sie wisse, sagt Krieger, dass OB Reiter Klima- und Umweltthemen „nicht für sehr wichtig“ halte und sie deshalb nicht so gefördert habe, wie es nötig wäre.

    Und welche Erwartungen hat das Bündnis an Reiter, sollte er im Amt bestätigt werden? „Ich hoffe“, sagt Jana Häfner, „dass er uns wahrnimmt und ernst nimmt.“

  • Fahrradunfall: Pullacher Bürgermeisterin fällt verletzt aus

    Fahrradunfall: Pullacher Bürgermeisterin fällt verletzt aus

    Die Pullacher Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund wird in den kommenden Tagen die Geschäfte im Rathaus der Isartalgemeinde nicht führen können. Die Grünen-Politikerin hat sich bei einem Sturz mit dem Fahrrad das Schienbein gebrochen und liegt in einem Münchner Krankenhaus, die Leitung der Amtsgeschäfte hat derzeit ihr Stellvertreter Andreas Most (Pullach Plus) übernommen.

    Passiert ist das Malheur vor einigen Tagen, als die 62-Jährige im Sattel auf eisigem Untergrund wegrutschte. Es gehe ihr „den Umständen entsprechend gut“, erklärte Martin Rösch, der bei der Gemeinde zuständig ist für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Eine Operation habe sie bereits hinter sich, eine zweite sei allerdings nötig und noch in dieser Woche geplant. „Sie hofft, im Lauf der nächsten Woche entlassen zu werden“, sagt Rösch.

    Fehlen wird Tausendfreund, die bei der Kommunalwahl mit Christine Eisenmann (CSU), Rathaus-Geschäftsleiter Heinrich Klein (Wir in Pullach), Ulrike Barth (parteilos, für die SPD) und Martin Reich (FDP) um das Bürgermeisteramt konkurriert, auch bei der Kandidatenvorstellung der Pullacher Grünen an diesem Mittwoch im Bürgerhaus, zu der aber Marion Seitz, die Landratskandidatin der Partei für den Landkreis München kommen wird (Beginn 19.30 Uhr).

    „Das ist natürlich sehr bedauerlich, dass Susanna Tausendfreund nicht präsent sein kann und der Wahlkampf beeinträchtigt ist“, erklärt Grünen-Ortsvorsitzende und Gemeinderätin Renate Grasse. Die Bürgermeisterin, die seit 2014 im Amt ist, scheint sich jedoch nicht unterkriegen zu lassen. „Sie hat ihr Schicksal angenommen und gesagt: Es ist, wie es ist“, erklärt Grasse.             

  • Messerattacke in Allach: Sie tranken Literweise Wodka, dann stach Marcin B. plötzlich zu

    Messerattacke in Allach: Sie tranken Literweise Wodka, dann stach Marcin B. plötzlich zu

    Die einzige Konstante im Leben von Marcin B. ist Alkohol. Er sei Alkoholiker, sagt der 50-Jährige. Bis vor Kurzem trank er jeden Tag, obwohl er Medikamente nehmen muss. Zum Beispiel gegen Bluthochdruck und Depressionen. Durch Alkohol hat Marcin B. schon viel verloren in seinem Leben. Seine Familie, Jobs und zuletzt auch seine Freiheit. Seit fast einem Jahr sitzt er nun schon in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim, weil er versucht haben soll, zwei Bekannte aus dem Obdachlosenmilieu zu ermorden. Marcin B. muss sich deshalb seit Dienstag vor der 19. Strafkammer am Landgericht München I verantworten. Die angebliche Messerattacke auf die beiden mutmaßlichen Opfer wies er zum Prozessauftakt weit von sich.