Jens Spahn hat sich bei den CDU-Mitgliedern seines NRW-Wahlkreises für seinen Umgang mit einer Leihmutterschaft in den USA entschuldigt. »Ich war zu feige, bei diesem sensiblen Thema offen Farbe zu bekennen«, schreibt der frühere Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in dem Brief.
Er habe eine »schwierige Debatte« vermeiden wollen, auch zum Schutz seiner werdenden Familie. Damit habe er am Ende eine sehr viel schwierigere Debatte ausgelöst. Das sei falsch gewesen, er bedauere dies zutiefst.
Spahn und sein Mann hatten in den USA eine Leihmutterschaft genutzt, um Eltern zu werden. Innerhalb der CDU wurde ihm vorgeworfen, früher eine andere Haltung vertreten und entgegen der Parteilinie gehandelt zu haben. Zudem wurde kritisiert, dass Spahn das in Deutschland geltende Verbot der Leihmutterschaft umgangen habe.
Mit Blick auf seinen Rücktritt als Fraktionschef schreibt Spahn, er habe die Konsequenzen gezogen und seine politischen Ämter in Fraktion und Partei zur Verfügung gestellt.
Sein Rücktritt hatte im Juli einen umfassenden Personalumbau in der CDU durch Bundeskanzler Friedrich Merz ausgelöst. Spahns Nachfolger an der Fraktionsspitze wurde der frühere Kanzleramtschef Thorsten Frei. Spahn sitzt inzwischen für die Unionsfraktion im Haushaltsausschuss des Bundestages.
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