Ein Großteil der Menschen in Deutschland befürwortet laut dem Demokratie-Monitor 2026 mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen. Knapp zwei Drittel bevorzugen demzufolge eine repräsentative Demokratie, in der Politikerinnen und Politiker vor wichtigen Beschlüssen den Dialog mit der Bevölkerung suchen. Etwa 30 Prozent sprachen sich für direktdemokratische Verfahren aus. Dieser Wunsch ist laut Studienleiter Frank Brettschneider bei Unzufriedenen sowie bei Anhängern der in Teilen gesichert rechtsextremen AfD besonders ausgeprägt. Bei ihnen liegt der Anteil bei mehr als 60 Prozent.
»Von Demokratie-Müdigkeit kann keine Rede sein«, sagte der Politikwissenschaftler mit Blick auf die Zahlen der Studie. Brettschneider betonte den Befund auch angesichts des Internationalen Tag der Demokratie am 15. September.
Besonders groß ist das Interesse an Mitsprache demnach auf kommunaler Ebene. 87 Prozent halten Dialogangebote in Städten und Gemeinden für wichtig, auf Bundesebene sind es 67 Prozent. Mit den bestehenden Möglichkeiten sind auf Bundesebene zehn Prozent zufrieden. In Städten und Gemeinden liegt der Anteil bei 38 Prozent.
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