Kanzleramtsministerin Nina Warken hält Diskussionen um eine Ablösung von Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) nach den deutlichen Stimmverlusten für die CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt für falsch. »Friedrich Merz führt eine Bundesregierung, die jetzt notwendige, aber auch schwierige Reformen angehen muss, und es wäre jetzt, glaube ich, das Falscheste, wenn wir Personalfragen stellen würden. Die Regierung ist für vier Jahre gewählt, der Bundestag ist für vier Jahre gewählt«, sagte Warken im ARD-Morgenmagazin. Es brauche jetzt auch eine gewisse Stabilität.
Staatsminister Philipp Amthor (CDU) hält ebenfalls am Reformkurs der schwarz-roten Bundesregierung fest. »Jetzt die Reformen infrage zu stellen, wäre die völlig falsche Antwort auf das Wahlergebnis«, sagte der im Kanzleramt für die Bund-Länder-Beziehungen Verantwortliche im Deutschlandfunk.
Führende SPD-Politiker fordern dagegen als Reaktion auf die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt Korrekturen am Rentenpaket der Bundesregierung. »Ich glaube, wir müssen in dieser Bundesregierung Möglichkeiten finden, wie wir die sozialen Sicherungssysteme absichern wollen«, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, in der ARD. Menschen, die jahrelang schwer gearbeitet haben, bräuchten »eine Brücke in den Ruhestand«, sagte Wiese mit Blick auf die bisherige abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren.
Auch Alexander Schweitzer als stellvertretender SPD-Vorsitzender und Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz fordert Änderungen am Rentenpaket. Er sprach sich im Deutschlandfunk zudem gegen Änderungen an der SPD-Parteispitze aus. Auf die Frage, ob Lars Klingbeil und Bärbel Bas noch die richtigen Parteichefs seien, sagte er: »Das sind sie.«
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