Vor der Küste von San Francisco spielte sich eine Szene ab, die selbst Einheimische staunen ließ. Ein Kojote schwamm durch die tückischen Gewässer – direkt auf die berüchtigte Gefängnisinsel Alcatraz zu. Gefilmt von einem Touristen, wie auch PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) berichtet.
Noch nie zuvor wurde dokumentiert, dass ein Kojote die Insel aus eigener Kraft erreicht hat. Rund zwei Kilometer kämpfte sich das Tier durch das eiskalte Wasser. Sein Ziel: Alcatraz, einst Ort der Hoffnungslosigkeit, heute Touristenmagnet.
Ein Sprung ins Ungewisse
Die Aufnahmen zeigen den Kojoten allein im Wasser. Keine Hilfe, kein Boot in der Nähe. Im Hintergrund ragt die Golden Gate Bridge aus dem Nebel. Schließlich erreicht das Tier die felsige Küste.
Aidan Moore von Alcatraz City Cruises veröffentlichte die Videos bereits am 11. Januar 2026 auf Facebook. Er hatte sie von einem Touristen erhalten, der ihn während der Arbeit ansprach, wie er dem Nachrichtenportal „SFGate“ erklärte. Für Moore war es „das Aufregendste seit Ewigkeiten“. Die Strecke: knapp zwei Kilometer.
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Echtheit der Sichtung bestätigt
Moore informierte sofort die Ranger des National Park Service. Doch als diese eintrafen, war der Kojote bereits verschwunden. Wohin er ging, weiß niemand. Ein Sprecher der Golden Gate National Recreation Area bestätigte später die Echtheit der Sichtung. Einen Grund für den waghalsigen Trip konnte aber auch er nicht nennen.
Kann der Kojote auf Alcatraz überleben?
Janet Kessler, eine Expertin für Kojoten, beschrieb den Zustand des Tieres gegenüber der lokalen CBS-Station von San Francisco. Er sei erschöpft gewesen, habe gezittert und gefroren. Auch Moore sagte später, der Kojote habe nicht gesund ausgesehen. Die Erfahrung im kalten Wasser habe ihm sichtbar zugesetzt.
Ob der Kojote noch auf der Insel ist, weiß niemand. Doch laut Kessler hätte er dort grundsätzlich Chancen. Auf Alcatraz gibt es Mäuse, Ratten, Vögel, Bananenschnecken und Regenwasserpfützen. Genug, um zumindest zeitweise durchzukommen. Kojoten gelten als wahre Überlebenskünstler. Genau deshalb breiten sie sich immer weiter aus.

