Nach dem zehnten Spieltag (2:1 gegen Wolfsburg) waren die Bremer bis auf Platz 8 geklettert. Doch nach zuletzt nur zwei Punkten aus sieben Spielen sieht die Werder-Welt anders aus…
Die Elf von Trainer Horst Steffen (56) findet sich nun auf Platz 13 im letzten Tabellendrittel wieder, hat aber immerhin noch fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz und ein Nachholspiel (Hoffenheim). Alles noch easy oder geht es schon ums Überleben? Auffällig: Das Wort „Abstiegskampf“ nimmt keiner in den Mund. Weder Spieler noch Verantwortliche.
Warum Werder das A-Wort meidet
Profi-Chef Peter Niemeyer (42) zu BILD auf die Frage, ob Werder im Abstiegskampf steckt: „Wir sind uns bewusst, dass wir uns in einer schwierigen Phase mit schweren Gegnern befinden. Wir beschönigen nichts und arbeiten weiter intensiv an unseren Themen. Dass wir konstanter und effektiver spielen und unser Tor konsequenter verteidigen müssen, ist längst Bestandteil unserer Arbeit.“ Heißt übersetzt: Nein. Und falls ja, mag Werder einfach nicht darüber reden.
[–>Es ist ein schmaler Grat. Benennt man deutlich die sportliche Gefahr, könnte es im Umfeld Alarm-Stimmung erzeugen und den Druck auf zarte Profi-Seelen erhöhen. Benennt man sie nicht, entsteht schnell der Eindruck, als erkenne der Klub die Brisanz der Lage nicht. Vor dem Spiel in Leverkusen (Sa., 15.30 Uhr, Sky) konzentriert sich Werder weiter auf die Arbeit auf dem Rasen. Um das A-Wort nach der Partie nicht in den Mund nehmen zu müssen.

