Die CDU kennt durchaus Wahlpartys, bei denen neben Spitzenkandidaten,
Junge-Unions-Leuten und dem ganzen Mittelbau dazwischen auch ein ungebetener
Gast auftaucht: die Stille. Sie kennt diese Stille kurz nach 18 Uhr, wenn der
eigene Balken ein wenig jene Wuchshöhe verfehlt, ab der man sagen kann: Ist
okay, weiter im Text.
Die Stille, die am Sonntag durch das Maritim-Hotel in Magdeburg weht,
ist eine andere. Nicht die gewöhnliche der Enttäuschung, sondern die nach einer drastischen Abkehr der Wähler. Da, wo sonst auf schlechte
Wahlergebnisse rhetorische Verrenkungen folgen, mit dem üblichen Vokabular von »schwerer
Tag« bis »besseres Ergebnis gewünscht«, hängt nun eine Stille anderer Art. Sie
trägt die Erschütterung über unausweichlich anzuerkennende Fakten in sich: ein
Wahlergebnis weit jenseits der 40 Prozent für die AfD und eins von unter
20 Prozent für die eigene Partei, Verluste und Ausfransen in alle Richtungen, wie die Wählerwanderung
zeigen wird.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wie reagiert die CDU in Sachsen-Anhalt auf ihr historisch schlechtes Wahlergebnis?
- Welche Folgen hat der AfD-Erfolg für den künftigen Kurs der CDU?

