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Am Abend steigt im dänischen Herning die zweite Partie für die deutschen Handballer bei der Europameisterschaft. Mit einem EM-Knüller. Gegen Serbien (20.30 Uhr, ARD und Dyn live) könnte die Mannschaft um Kapitän Johannes Golla (28/Flensburg) mit einem Sieg die vorzeitige Qualifikation für die Hauptrunde perfekt machen. Wenn zuvor Spanien gegen Österreich (18 Uhr, Dyn) die Oberhand behält.
Vor dem Anwurf hat Bundestrainer Alfred Gíslason (66) erneut die Situation, dass er aus dem 18er-Kader zwei Spieler streichen muss. Die Namen müssen beim Technical Meeting eine Stunde vor dem Serbien-Spiel bei der Europäischen Handballföderation (EHF) hinterlegt werden.
Nach BILD-Informationen wird der Kieler Rune Dahmke (32) seine Turnier-Premiere feiern. Der Handball-Europameister von 2016 fehlte zum Auftakt gegen Österreich (30:27). Der Linksaußen war vor dem EM-Start angeschlagen. Vor der Abreise nach Dänemark gab der Kieler Entwarnung. Dahmke wird gemeinsam mit Lukas Mertens (29/Magdeburg) den linken Flügel beackern. Welche beiden Spieler in der zweiten EM-Partie nicht dabei sein werden, hat der Deutsche Handballbund (DHB) offiziell noch nicht bekannt gegeben, intern wurde es kommuniziert.
Handball-EM: EM-Held muss raus, Europameister kommt!
Eine Überraschung gibt es in der Kiste! Nach BILD-Informationen plant Gíslason einen Torwart-Tausch. Der Kieler Andreas Wolff (34), der gegen Österreich mit 12 Paraden (BILD-Note 1) ein starker Rückhalt war, muss auf die Bank. David Späth (23/Rhein-Neckar Löwen), der bei seinem Kurzeinsatz gegen die Ösis unglücklich agierte, rotiert in die Kiste, bekommt den Startplatz.
Das Team im Team! Andreas Wolff (34/l.) und David Späth (23) verstehen sich gut. Gegen Serbien soll es den Torwart-Tausch im deutschen Kasen geben
Was steckt hinter der Rotation? Die Überlegung ist klar: Gíslason möchte möglichst schnell dafür sorgen, dass alle mitgereisten 18 Profis EM-Luft schnuppern und auf Betriebstemperatur kommen. Um dann in den kommenden EM-Spielen gegen die Handball-Schwergewichte (u.a. Spanien, Dänemark, Frankreich) gleich voll da zu sein.
Handball-Europameisterschaft: Der deutsche Kader
Torwart Andreas Wolff (34, THW Kiel) wurde 2016 als Teil der „Bad Boys“ Europameister
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Quelle: WITTERS
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Gíslason hat die Qual der Wahl, hat im Rückraum viele Optionen, sein DHB-Team ist auf den anderen Positionen doppelt gut besetzt. „Die Mannschaft scheint sehr, sehr gut zusammenzupassen, ist weiter als im letzten Jahr. Sie ist schwerer auszurechnen, ist flexibler. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft so weit ist, dass sie die schweren Spiele sehr gut bestehen kann. Es ist die beste deutsche Mannschaft, seit ich Bundestrainer bin. Es liegt jetzt auch an uns“, erklärte Gíslason.

