Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.



  • Naturschutz: Wenn Flüsse vor Gericht ziehen

    Naturschutz: Wenn Flüsse vor Gericht ziehen

    Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Wenn Flüsse vor Gericht ziehen Seite 2Kampf um das spanische Mar Menor Seite 3Enttäuschung über paradoxes Zaudern vieler Regierungen Seite 4Sind wir nicht alle Wasserkörper? Würde der erhitzte Planet eher gesunden, wenn die Natur mitreden könnte? Wenn Meere, Berge und Flüsse, Pflanzen, Tiere, sogar Mikroorganismen nicht mehr nur…



  • Naturschutz: Wenn Flüsse vor Gericht ziehen

    Naturschutz: Wenn Flüsse vor Gericht ziehen

    Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Wenn Flüsse vor Gericht ziehen Seite 2Kampf um das spanische Mar Menor Seite 3Enttäuschung über paradoxes Zaudern vieler Regierungen Seite 4Sind wir nicht alle Wasserkörper? Würde der erhitzte Planet eher gesunden, wenn die Natur mitreden könnte? Wenn Meere, Berge und Flüsse, Pflanzen, Tiere, sogar Mikroorganismen nicht mehr nur…

Naturschutz: Wenn Flüsse vor Gericht ziehen

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Würde
der erhitzte Planet eher gesunden, wenn die Natur mitreden könnte? Wenn Meere,
Berge und Flüsse, Pflanzen, Tiere, sogar Mikroorganismen nicht mehr nur als nützliche
Ressourcen betrachtet würden, sondern als Mitbewohner mit einem juristischen
Personenstatus: Würden die Menschen sie dann respektvoller und konsequenter
schützen?

Solche Gedanken dürften vielen Bürgern esoterisch erscheinen. Doch weltweit beschäftigen sich renommierte Rechtsexperten damit. Nun gewinnt die Bewegung für »Rechte der Natur« auch in Europa politischen Rückhalt.

Ab Mitte Oktober will ein wachsendes Netz
lokaler Graswurzelinitiativen eine Bürgerinitiative für solche Eigenrechte starten.
Die EU soll Ökosysteme demnach künftig als »lebende Einheiten mit einem
Eigenwert und Grundrechten« bewerten und ihnen »das Recht auf Existenz, das Recht
auf Regeneration ihrer Biokapazitäten und Lebenszyklen und das Recht auf Wiederherstellung«
zugestehen. Weil Fischotter und Silberweiden ihre
Bedürfnisse nicht selbst vorbringen können, sollen jeweils »Bürger*innen sowie
Gemeinschaften« ermächtigt werden, »als Verwalter und Vertreter von Ökosystemen
aufzutreten«. Sprich: Menschen sollen zum Beispiel bei Bauplanungen die
Bedürfnisse und Interessen der Lebewesen einnehmen, und das notfalls auch vor
Gericht.

58 Flüsse kommen nach Berlin

Gelingt es den Fürsprechern, innerhalb eines Jahres eine Million Stimmen zusammenzubringen, muss sich die EU-Kommission mit ihrem Anliegen befassen und eine Ablehnung begründen.

Auch um diese Unterschriftenaktion
vorzubereiten, treffen sich die neuen Suffragetten einer ökologischen Emanzipation
an diesem Wochenende in Berlin. Gastgeberin der »Confluence« sei die Spree, so formuliert es einer der Veranstalter, der Umweltforscher und Stadtplaner Léon Gross vom
Ökodesignprojekt »Symbiotic Lab«. Ihrer Einladung seien 58 Flüsse und Seen aus 18 Ländern,
darunter 16 europäischen, gefolgt. Kein schlechter Rückhalt, doch hat das
Gleichberechtigungsprojekt Chancen, verwirklicht zu werden? Was treibt seine
Unterstützer an? Wer sind sie?

Ökozentrisches Rechtsverständnis

Mit solchen Fragen beschäftigt sich Imke
Horstmannshoff. Im Fach Environmental Humanities
(Umwelt-Geisteswissenschaften) schreibt sie gerade in London ihre Doktorarbeit über
Initiativen für Rechte der Natur, die an den Ufern europäischer Flüsse
entstanden sind. Bei ihren Recherchen traf sie von Schweden bis Italien,
Frankreich bis Polen auf eine bunte, dynamische Mischung aus Wissenschaft und
Aktivismus. Rechtsanwälte, Philosophen, Umweltexperten, Kommunalpolitiker und indigene Gemeinschaften betrachteten Flüsse nicht mehr als Verkehrsadern und Kulissen, sondern als »intrinsisch wertvoll«, so Horstmannshoff. Dafür stritten sie mit Aufklärung, Tribunalen und Festivals.

Dass die erhoffte Wende von einem
»anthropozentrischen«, also menschenbezogenen, zu einem »ökozentrischen«
Rechtsverständnis keine Utopie ist, haben andere Länder vorgemacht. Ecuador verankerte Rechte der Natur 2008 in seiner Verfassung, Bolivien folgte per Gesetz. In Bangladesch und Kolumbien stärkten höchste Gerichte solche Rechte, Neuseeland erklärte 2017 den Whanganui zur Rechtsperson.