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  • Hänseleien auf dem Pausenhof Mobben oder gemobbt werden Die Elternkolumne von Beleidigen,

    Hänseleien auf dem Pausenhof Mobben oder gemobbt werden Die Elternkolumne von Beleidigen,

    Hänseleien auf dem Pausenhof

    Mobben oder gemobbt werden

    Die Elternkolumne von

    Beleidigen, ausgrenzen, Macht demonstrieren: Was nach Weltpolitik klingt, beginnt oft in der Schule. Über Zehnjährige, die Trump vielleicht nicht kennen – aber seine Methoden.

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    Ausgeschlossenes Kind auf dem Schulhof (Symbolbild)

    Foto: Myriam Tirler / plainpicture

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    So arbeitet eine Parfümeurin

    Ein dufter Beruf

    Damit frisch gewaschene Wäsche »blumig« oder »frisch« riecht, mischt Manuela Materne aus Hunderten Aromen einen einzigen Geruch. So entwickelt sie Düfte für Produkte, die fast jeder zu Hause hat.

    Andrea Paarsch

    DEIN SPIEGEL 1/2026

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    Mit einer ruhigen Bewegung taucht Manuela einen Papierstreifen in ein Fläschchen, führt ihn an die Nase und riecht konzentriert. »Die Kopfnote muss stärker sein«, sagt sie und tippt etwas in ihren Computer. Kopfnote – das klingt nach Musik, gehört aber zum Aufbau eines Dufts: Die Kopfnote riecht man zuerst, sie verfliegt aber schnell. Danach kommt die Herznote, die am intensivsten ist, und zum Schluss bleibt die Basisnote, die besonders lange hält.

    Gerade arbeitet Manuela an einem neuen Waschmittel. Da die Flüssigkeit später orange aussehen wird, soll sie warm und fruchtig riechen. »Für die Kopfnote nehme ich frische Gerüche wie Orange oder Pfirsich. In der Herznote verwende ich etwas Blumiges, und Vanille in der Basis verleiht dem Ganzen einen weichen, angenehmen Charakter.« Mehr als 100 verschiedene Aromen hat Manuela dafür zu­sammengesetzt. »So wie ein Künstler Farben mischt, mische ich Gerüche«, erklärt sie.

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    Von Kakao über Kümmel bis Gurke: In der Duftbibliothek stehen Fläschchen mit verschiedenen Aromen

    Foto: Max Brunnert / DEIN SPIEGEL

    Manuela ist Parfümeurin. Viele denken bei dem Wort vielleicht an Leute, die teure Düfte mischen, die in Parfümerien verkauft werden. Doch Manuela sorgt dafür, dass Produkte wie Shampoo, Duschgel, Weichspüler oder Reinigungsmittel angenehm riechen. Ihre Duftpalette besteht aus 1200 Duftstoffen, und sie kennt jeden einzelnen davon. Um sich neue Ideen zu holen, geht Manuela in ihre »Duftbibliothek«. Schon beim Öffnen der Tür strömt einem ein Mix aus blumigen, würzigen und fruchtigen Aromen entgegen. Flasche an Flasche stehen hier die 1200 Duftstoffe aufgereiht. Etwa 300 davon kommen aus der Natur, also aus echten Blüten oder Früchten. Die anderen werden im Labor hergestellt. Manuela riecht an zwei Orangenölen: einem aus Brasilien, einem aus Italien. »Das brasilianische riecht süßer, das passt besser«, sagt sie und kehrt zurück in ihr Büro. Dort tippt sie ihre Idee in den Computer und schickt die Liste mit den ausgewählten Stoffen ins Labor. Ein Roboter mischt alles zusammen, und zwei Stunden später liegt schon eine neue Probe auf ihrem Tisch.

    DEIN SPIEGEL

    Im Römischen Reich waren Familien oft riesig. Schließlich umfasste der Begriff damals auch Dienerinnen und Sklaven. Über die Jahrhunderte hat sich das Konzept »Familie« immer wieder verändert. Was heute dahintersteckt und warum Kinder in Teilen Kanadas bis zu 16 Großeltern haben, steht in der neuen Ausgabe von DEIN SPIEGEL, dem Nachrichten-Magazin für Kinder. Außerdem im Heft: Was ist 2025 passiert? Der Jahresrückblick im Quiz. Und: wie Spürhund Clyde bedrohte Tierarten sucht. DEIN SPIEGEL gibt es am Kiosk, ausgewählte Artikel online. Erwachsene können das Heft auch hier kaufen:Bei meine-zeitschrift.de bestellen 

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    An ihrer Idee tüftelt Manuela so lange, bis die Probe genau so riecht, wie sie es sich vorgestellt hat. »Manchmal ist es frustrierend, wenn man wochenlang an einer Kreation arbeitet und am Ende doch eine andere ausgewählt wird«, sagt Manuela. Denn sie ist nicht allein: Drei weitere Parfümeurinnen und Parfümeure gehören zum Team. Wenn ein neuer Duft gebraucht wird, entwickeln alle ihren eigenen Vorschlag. »Das ist wie ein kleiner Wettbewerb. Am Ende gewinnt die Variante, die allen am besten gefällt – egal von wem sie stammt.«

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    Manuela komponiert ihre Düfte im Kopf. Am Computer entsteht daraus eine Rezeptur mit bis zu 120 Stoffen.

    Foto: Max Brunnert / DEIN SPIEGEL

    Damit Manuelas Nase den ganzen Tag gut arbeiten kann, hat sie mehrere Tricks: Morgens testet sie zuerst leichte, frische Gerüche, denn da ist die Nase noch besonders empfindlich. Kräftigere Noten hebt sie sich für den Nachmittag auf. Zwischendurch geht sie kurz an die frische Luft oder, wenn es schnell gehen muss, riecht an ihrer Armbeuge. Das neutralisiert die Nase.

    Was ist das Schönste an dem Beruf?»Kein Tag ist wie der andere. Es kommen ständig neue Duftstoffe hinzu, andere verschwinden wieder, weil sie nicht mehr verwendet werden dürfen. Ich kann kreativ arbeiten und immer wieder Neues ausprobieren.«Und was ist das Schwierigste?»Ich muss mich an bestimmte Regeln und Sicherheitsvorschriften halten. Einige Stoffe darf man nicht miteinander kombinieren oder nur in kleinen Mengen verwenden. Manchmal würde ich mir wünschen, beim Mischen etwas freier experimentieren zu können.«Wie viele Parfümeurinnen und Parfümeure gibt es in Deutschland?Das ist ein seltener Beruf: In Deutschland gibt es nur schätzungsweise 50, weltweit ungefähr 1000 bis 2000.Wie lange dauert die Ausbildung?In Deutschland kann man sich nicht zur Pafümeurin oder Pafümeur ausbilden lassen. Viele machen zuerst eine naturwissenschaftliche Ausbildung oder studieren zum Beispiel Chemie, Physik oder Pharmazie. Danach folgt eine Zusatzausbildung von drei bis fünf Jahren, entweder in einem Unternehmen oder an einer speziellen Parfümschule. In dieser Zeit trainiert man das Riechvermögen, lernt die Rohstoffe kennen und wie sie sich miteinander kombinieren lassen.Wie viel verdient man?Das hängt davon ab, für welches Unternehmen man arbeitet und welche Art von Düften man entwickelt. Im Durchschnitt liegt das Gehalt bei etwa 5000 Euro brutto im Monat.Was muss man können?Kreativ sein: Für jeden Duft braucht es eine neue Idee.Einen guten Geruchssinn haben und ihn regelmäßig trainieren.Durchhaltevermögen mitbringen: Nicht jeder Versuch klappt sofort.Chemie: Man sollte wissen, wie die Duftstoffe aufgebaut sind und miteinander reagieren.Für wen ist das eher nichts?Für Menschen, die starke Gerüche anstrengend findenFür alle, die lieber allein arbeitenFür ungeduldige Menschen, die schnelle Ergebnisse sehen wollen

    »Als ich angefangen habe zu arbeiten, hatte ich oft Kopfschmerzen von all den intensiven Aromen, aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt«, erzählt Manuela. Seit 30 Jahren arbeitet sie bei Henkel, einem Unternehmen, das unter anderem Wasch- und Reinigungsmittel, Shampoos oder auch Klebstoffe herstellt. Dort machte sie zuerst eine Ausbildung zur Chemielaborantin. Während dieser Zeit durfte sie das Duftzentrum besuchen, und Manuela war sofort begeistert von der Arbeit.

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    An jeder Probe wird gerochen. Aber Vorsicht: Berührt der Teststreifen die Nase, bleibt der Duft stundenlang haften.

    Foto: Max Brunnert / DEIN SPIEGEL

    »Düfte können Erinnerungen wecken und uns glücklich machen. Schon der Geruch von Äpfeln erinnert mich zum Beispiel an den leckeren Kuchen meiner Oma.« Doch einen Nachteil hat es: Den Geruchssinn kann man nie ausschalten. Manuela nimmt ständig neue Eindrücke wahr, auch im Urlaub. In Vietnam besuchte sie einmal eine Fischfarm, wo Fischsoße hergestellt wurde. »Meine Familie fand es dort unerträglich, aber ich wollte wissen, woher der Gestank kam. Selbst unangenehme Gerüche finde ich spannend. Sie können wichtig sein, um andere Noten intensiver zu machen.«

    Vorurteile-Check

    Parfümeure riechen den ganzen Tag.Stimmt: »Ob in der Entwicklung, in der Duftbibliothek, an den Teststationen oder in Meetings – überall wird gerochen, bewertet und verglichen. Meine Nase hat fast nie eine Pause.«Man braucht eine »Wunder-Nase«.Stimmt nur teilweise: »Man braucht Talent, aber man kann den Geruchssinn auch trainieren.«Parfümeure tragen selbst viel Parfüm.Stimmt nicht: »Bei der Arbeit würde das stören und meine Kolleginnen und Kollegen ablenken. Auch im Alltag trage ich kein Parfüm, sondern nur ein geruchsarmes Deo.«

    Bevor ein Produkt marktreif ist, wird es lange getestet. Dafür gibt es im Duftzentrum eigene Räume voller Waschmaschinen, Spülmaschinen oder Toiletten. Heute prüft Manuela eine überarbeitete Mischung für einen Weichspüler. »Manchmal werden bestimmte Stoffe aus Sicherheitsgründen in der Europäischen Union verboten oder dürfen nur in begrenzten Mengen eingesetzt werden«, sagt sie. Das passiert zum Beispiel, wenn he­rausgefunden wird, dass sie für Menschen gefährlich sein könnten. In manchen Fällen entscheiden Unternehmen auch selbst, bestimmte Stoffe nicht mehr zu verwenden, weil sie sich schlecht in der Umwelt abbauen. »Dann müssen wir denselben Duft mit anderen Zutaten nachbauen.«

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    Hält sich der Geruch lange in der Waschmaschine? Auch das überprüfen Manuela und ihre Kollegen.

    Foto: Max Brunnert / DEIN SPIEGEL

    Vier Waschmaschinen sind fertig, in jeder stecken frisch gewaschene Handtücher mit einer anderen Mischung. Manuela und ihre Kolleginnen und Kollegen öffnen nacheinander die Klappen und riechen konzentriert. »Der rechte gefällt mir am besten«, sagt Kollege Hubert. Manuela nickt zustimmend – es ist ihr Vorschlag. Doch damit ist das Testen noch nicht vorbei: Die Handtücher werden aufgehängt, und nach ein paar Tagen und Wochen wird erneut daran gerochen, um zu prüfen, ob der Duft lange hält. Bis eine Kreation endgültig fertig ist, kann es bis zu einem Jahr dauern. So lange wird ausprobiert, verändert und gemischt, bis jede Note perfekt mit den anderen harmoniert. Mehr als 100 Produkte mit Düften von Ma­nuela wurden schon verkauft, und sie kann sich noch an jeden erinnern. Welche Zutaten sie am liebsten benutzt, möchte sie nicht verraten. Aber sie erzählt, welche sie meidet: »Schwarze Johannisbeere kommt mir nicht ins Parfüm – die ist mir einfach zu säuerlich und streng.«

    DEIN SPIEGEL – das Nachrichten-Magazin für Kinder

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    Foto: DEIN SPIEGEL

    Liebe Eltern,Kinder wollen die Welt verstehen. Sie interessieren sich für Natur, Menschen und Technik. Sie stellen Fragen. Und sie geben sich nicht mit den erstbesten Antworten zufrieden. Darum gibt der SPIEGEL für junge Leserinnen und Leser ab acht Jahren ein eigenes Nachrichtenmagazin heraus.DEIN SPIEGEL erscheint jeden Monat neu und bietet spannende, verständlich geschriebene Geschichten aus aller Welt, Interviews und News aus Politik und Gesellschaft. Für noch mehr Spaß sorgen Comics, Rätsel und kreative Ideen zum Mitmachen.

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  • Interesse aus Madrid: Welchen Star Bayer jetzt nicht abgibt!An einem Leverkusen-Star gibt

    Interesse aus Madrid: Welchen Star Bayer jetzt nicht abgibt!An einem Leverkusen-Star gibt

    Interesse aus Madrid: Welchen Star Bayer jetzt nicht abgibt!An einem Leverkusen-Star gibt es starkes Interesse aus Madrid. Lesen Sie alle Infos mit BILDplus.

  • London (England) – Mit einem leichten Lächeln im Gesicht betritt er das

    London (England) – Mit einem leichten Lächeln im Gesicht betritt er das

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    London (England) – Mit einem leichten Lächeln im Gesicht betritt er das Gerichtsgebäude: Prinz Harry (41) ist aus Kalifornien in seine alte Heimat gereist. Der Grund? Kein Familientreffen. Die Versöhnung mit seiner Royal-Familie liegt nach wie vor in weiter Ferne. Stattdessen sagt der Sohn von König Charles III. (77) am Mittwoch vor dem High Court in London aus. BILD ist vor Ort.

    Es geht um sein Verfahren gegen die britische Boulevardzeitung „Daily Mail“ und deren Schwesterzeitung „Sunday Mail“ wegen Verletzung seiner Privatsphäre. In dem Fall, in dem Harry von weiteren VIPs – u.a. Elton John (78), Elizabeth Hurley (60) und Sadie Frost (60) – unterstützt wird, geht es um mehrere Millionen Euro.

    Daumen hoch auf dem Weg ins Gerichtsgebäude! Laut Prinz Harrys Anwalt hätten die Zeitungen zwei Jahrzehnte lang „eindeutig, systematisch und nachhaltig unrechtmäßige Informationsbeschaffung“ betrieben

    Daumen hoch auf dem Weg ins Gerichtsgebäude! Laut Prinz Harrys Anwalt hätten die Zeitungen zwei Jahrzehnte lang „eindeutig, systematisch und nachhaltig unrechtmäßige Informationsbeschaffung“ betrieben

    Die VIPs behaupten, der Herausgeber der „Daily Mail“ habe Privatdetektive beauftragt, ihre Autos zu verwanzen, ihre persönlichen Unterlagen zu beschaffen und ihre Telefongespräche abzuhören. Das Unternehmen „Associated Newspapers Ltd.“, zu dem auch die „Daily Mail“ gehört, weist alle Vorwürfe von sich. Es beruft sich auf legitime Quellen, darunter „undichte“ Mitarbeiter, die bereit waren, schmutzige Details über ihre berühmten Freunde auszuplaudern.

    [–>„Viele von ihnen habe ich gehasst!“

    Harry wird im Saal von einem Anwalt der „Daily Mail“ befragt. Es geht um 14 Journalisten, die Artikel über den Prinzen verfassten. Ob diese Journalisten Freunde von Harry waren, wird er gefragt. „Nein“, kommt die klare Antwort. Harry weiter: „Diese Informationen kamen nicht von meinen Freunden. Warum sonst wären Privatdetektive benutzt worden?“

    Der Prinz wirkt genervt, zeigt klar seine Abneigung gegen einige der Boulevardjournalisten: „Viele von ihnen habe ich gehasst!“

    Trifft sich Harry mit Papa Charles?

    Harry sollte eigentlich erst am Donnerstag aussagen, doch die Eröffnungsplädoyers wurden bereits am Dienstag früher als erwartet abgeschlossen, weshalb alles um einen Tag vorverlegt wurde. Zeit für eine Tasse Tee mit seinem Vater hätte er damit zwar, doch Charles hält sich in Schottland auf und zeigt keinerlei Ambitionen, für Harry nach London zu reisen. Vor dem Hintergrund der angespannten Situation gilt ein Treffen daher als ausgeschlossen.

  • Trump in Davos zu Grönland: „Schauen Sie, wie undankbar die Dänen sind“Mehr

    Trump in Davos zu Grönland: „Schauen Sie, wie undankbar die Dänen sind“Mehr

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    Trump in Davos zu Grönland: „Schauen Sie, wie undankbar die Dänen sind“

    Mehr zum Video anzeigen

    US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos seine Besitzansprüche auf Grönland bekräftigt. Die Insel sei für die strategische nationale und internationale Sicherheit der USA notwendig, sagte Trump. Grönland gehört zum Königreich Dänemark – die Aussagen dürften neue diplomatische Spannungen auslösen.

    Quelle: WELT, WORLD ECONOMIC FORUM

  • Dingolfing (Bayern) – Gut einen Monat nach den vereitelten Anschlagsplänen auf einen

    Dingolfing (Bayern) – Gut einen Monat nach den vereitelten Anschlagsplänen auf einen

    Dingolfing (Bayern) – Gut einen Monat nach den vereitelten Anschlagsplänen auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing-Landau sind drei der fünf Tatverdächtigen in ihr Heimatland abgeschoben worden. Das bestätigte Oberstaatsanwältin Dr. Martina Mayer von der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus gegenüber BILD.

    Nach BILD-Informationen handelt es sich bei den Abgeschobenen um drei Marokkaner (22, 28, 30), die direkt von der Untersuchungshaft aus den Rückflug in das nordafrikanische Land antreten mussten.

    Autohändler Moustafa M. (56) sitzt weiter in U-Haft

    Autohändler Moustafa M. (56) sitzt weiter in U-Haft

    Am 12. Dezember 2025 hatte die Polizei die mutmaßlichen Terroristen an der deutsch-österreichischen Grenze festgenommen. Sie sollen geplant haben, mit einem Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern zu rasen. Ein konkretes Ziel hatten die Männer demnach noch nicht ausgesucht. Gegen vier Tatverdächtige erging Haftbefehl. Ein Syrer (37), der sie in ihrem Vorhaben „bestärkt“ haben soll, kam in Präventivgewahrsam. Dieser kann in Bayern zur Verhinderung einer Straftat richterlich angeordnet werden.

    Ein Verdächtiger nach zwei Wochen wieder frei

    Doch obwohl das Gewahrsam bis zu zwei Monate dauern kann, wurde der 37-Jährige bereits am 27. Dezember wieder entlassen, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München Anfang Januar mit. Bei einem weiteren Verdächtigen (56) war die Untersuchungshaft Mitte Januar gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Die Ermittlungen der Münchner Generalstaatsanwaltschaft, die in Bayern die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus ist, dauern an.

    Der Marokkaner  Mounir A. sitzt ebenfalls wegen Terrorverdachts in U-Haft

    Mounir A. saß wegen Terrorverdachts in U-Haft und ist in sein Heimatland abgeschoben worden

    Die Ermittler gehen von einem islamistischen Motiv für die Anschlagspläne aus. Als Kopf der mutmaßlichen Terrorbande gilt der Autohändler Moustafa M. (56) aus Wallersdorf. Laut BILD-Informationen war er der Polizei bereits wegen radikal-islamistischer Äußerungen bekannt. Der Ägypter soll am 5. Dezember während eines Freitagsgebets in einer Moschee in Niederbayern zu einem Lkw-Anschlag aufgerufen haben.

    Terrorverdächtige kamen als Fachkräfte

    Für den Terroranschlag soll Moustafa M. die drei nun abgeschobenen Marokkaner angeheuert haben. Offiziell waren sie offenbar bei ihm als Lkw-Fahrer für seinen Autohandel angemeldet und per Fachkräfte-Visum eingereist. Nach Angaben des Innenministeriums hielten sie sich rechtmäßig in Deutschland auf.

  • AfD in Mecklenburg-Vorpommern: Zwei Männer, ein Spitzenplatz

    AfD in Mecklenburg-Vorpommern: Zwei Männer, ein Spitzenplatz

    Eigentlich hat die AfD in Mecklenburg-Vorpommern allen Grund optimistisch ins Wahljahr 2026 zu blicken. In Umfragen liegt die Partei seit Monaten vorn. Man will den Ministerpräsidenten stellen nach der Landtagswahl im September, entschlossen und geeint in den Wahlkampf ziehen. Zumindest daraus wird aber erst einmal nichts: Wenn die AfD am kommenden Wochenende auf einem Parteitag in Neubrandenburg ihre Landesliste aufstellt, werden überraschend zwei Männer um den Spitzenplatz konkurrieren. Dabei war der interne Zwist gerade erst beruhigt worden.

  • Kommunalwahl 2026: Bündnis Kultur darf zur Stadtratswahl in München antreten

    Kommunalwahl 2026: Bündnis Kultur darf zur Stadtratswahl in München antreten

    Das erst im vorigen Oktober gegründete Bündnis Kultur darf zu den Kommunalwahlen am 8. März in München antreten – und zwar sowohl mit der PR-Beraterin Christiane Pfau als OB-Kandidatin als auch mit einer eigenen Liste für den Stadtrat. Das gab Münchens stellvertretender Wahlleiter Joachim Dyllick am Dienstagnachmittag bei der öffentlichen Sitzung des Zulassungsausschusses bekannt.

    Zuvor waren alle Wahlvorschläge geprüft worden, die fristgerecht bis zum 8. Januar eingegangen waren. Parteien und Bündnisse, die bislang nicht im Stadtrat vertreten waren oder bei den jüngsten Bundes- und Landtagswahlen die Fünf-Prozent-Hürden nicht überwunden hatten, mussten bis Montagmittag eine ausreichende Unterstützung nachweisen – dazu waren 1000 Unterschriften gefordert. Die habe nur das Bündnis Kultur übertroffen, erklärte Dyllick; alle anderen Bewerber waren daran gescheitert.

    So hat das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zwischen dem 10. Dezember und dem 19. Januar bloß 385 Unterschriften gesammelt, die Münchner Liste für Frieden und Gerechtigkeit (MFG) war auf 195 gekommen. Für die V -Partei (Veränderung, Vielfalt, Vegan) verkündete Dyllick 123 gültige Unterschriften, für das Cannabis Bündnis Deutschland (CBD) 93, für die Unabhängige Wählergemeinschaft Tierschutz/Partei der Humanisten 73 und für die Generation München 37.

    V-Partei und Tierschützer/Humanisten hatten auch eigene OB-Kandidaten nominieren wollen, waren mit diesem Vorhaben aber ebenfalls an mangelnder Unterstützung gescheitert. Nur 121 beziehungsweise 92 Menschen gaben ihre Unterschriften dafür ab.

    Einwendungen gegen abgelehnte Bündnisse oder nicht zur Wahl zugelassene Kandidaten können noch bis zum 26. Januar beim Wahlausschuss geltend gemacht werden; danach gibt es eine weitere Frist für Einsprüche bei der Regierung von Oberbayern. Spätestens am 3. Februar müssen die zugelassenen Wahlvorschläge endgültig fixiert sein.

    Vertreter von BSW und MFG ließen bereits wissen, keine Widersprüche einzulegen. Ihre Einwände richteten sich eher generell gegen das Kommunalwahlgesetz in Bayern, nach dem Unterstützer nicht auf der Straße, sondern nur in Ämtern unterschreiben dürfen. „Das dient nur dazu, kleine Parteien von der Wahl abzuhalten“, sagt Alexander Abramidis, der für das BSW als Spitzenkandidat angetreten wäre. Ramona Rösch, Spitzenfrau der MFG, kritisierte die Hürden für die Zulassung ebenfalls, bedauerte aber vor allem, dass es nicht gelungen sei, alle linken Gruppierungen in einem großen Bündnis zusammenzubringen.