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Categorie: Nieuws

  • Landshut: Autofahrer flüchtet mit mehr als 200 km/h vor der Polizei

    Landshut: Autofahrer flüchtet mit mehr als 200 km/h vor der Polizei

    Nach einer Verfolgungsfahrt mit mehr als 200 Kilometern pro Stunde haben Polizisten einen Raser in Niederbayern aus den Augen verloren. Der Wagen sei den Beamten aufgefallen, als er in Landshut über eine rote Ampel fuhr, teilte die Polizei mit. Als die Polizisten im Streifenwagen mit Blaulicht die Verfolgung aufnahm, beschleunigte der Wagen demnach auf der Bundesstraße 15 auf mehr als 200 km/h.

    Schließlich habe die Streife die Verfolgung abbrechen müssen, um andere Autofahrer nicht in Gefahr zu bringen, teilte die Polizei mit. Der Fahrer oder die Fahrerin in dem verfolgten Wagen habe bei der waghalsigen Flucht durch Überholmanöver mehrere Menschen in Gefahr gebracht. Die Polizei bat Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden. Ermittelt werde gegen den unbekannten Fahrer oder die unbekannte Fahrerin wegen eines verbotenen Autorennens.

  • Mercosur-Vertrag: Ein paar Prinzipienreiter geben die  EU der Lächerlichkeit preis

    Mercosur-Vertrag: Ein paar Prinzipienreiter geben die  EU der Lächerlichkeit preis

    Eine geopolitische EU? Das klingt toll, und viele wünschen sich die schon lange. Die Europäische Union soll – sie könnte, theoretisch – ein ernst zu nehmender Akteur auf der Weltbühne sein. So, wie es Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in dieser Woche skizziert hat: Wo andere freidrehen, ist Europa verlässlich, vernünftig und vertragstreu. Der ideale Partner für Geschäfte, so etwa aus der Perspektive der südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Mit diesen Ländern hat die EU gerade ein Freihandelsabkommen geschlossen, nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen, auch als Ventil für den Druck, den Donald Trumps USA auf Europa ausüben. Und als Signal an die Welt.

  • Berg am Laim: Elfjähriger bei Unfall schwer verletzt

    Berg am Laim: Elfjähriger bei Unfall schwer verletzt

    Erneut ist es auf der zentralen Verkehrsachse durch den Münchner Stadtteil Berg am Laim zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Schulkind wurde am Dienstagmorgen auf der Berg-am-Laim-Straße von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Im vergangenen Jahr starben in der Nähe kurz nacheinander zwei Menschen bei Verkehrsunfällen.

    Der Unfall ereignete sich, als gegen 7.35 Uhr ein 56 Jahre alter Münchner mit seinem Auto auf dem mittleren von drei Fahrstreifen stadtauswärts in Fahrtrichtung Kreillerstraße unterwegs war. An der Kreuzung zur Schlüsselbergstraße wollte er bei Grün geradeaus weiterfahren. Zur selben Zeit betrat laut Polizei ein elfjähriger Junge zwischen zwei auf dem ersten Fahrstreifen verkehrsbedingt haltenden Autos und trotz des für Fußgänger geltenden Rotlichts den Kreuzungsbereich. Dort kam es zum Zusammenstoß.

    Der Elfjährige brach sich das linke Schlüsselbein und erlitt zudem eine Knieverletzung und Prellungen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

  • Was läuft im Musiktheater?: Startenor Jonathan Tetelman singt an der Bayerischen Staatsoper

    Was läuft im Musiktheater?: Startenor Jonathan Tetelman singt an der Bayerischen Staatsoper

    Wie wird er es gestalten, das hohe C der Kavatine „Salut, demeure chaste et pure“? Wird er aufdrehen, lässig den Heldentenor auspacken? Die Silbe „en“ im Wort „présence“ bis ins Unendliche dehnen? Auftrumpfen, denn darauf wartet ja das Publikum in dieser Bravour-Arie? Oder wird Jonathan Tetelman seinen Faust, der an dieser Stelle in Gounods Oper erstmals die armselige Kammer von Marquerite (Olga Kulchynska) betritt, einen zart lyrischen Ton anschlagen?

    Am 8. Februar, im Münchner Nationaltheater, wissen wir mehr, wenn diese nach Georges Bizets „Carmen“ erfolgreichste französische Oper dort Premiere hat. Dabei war Johann Wolfgang von Goethe einst ziemlich pessimistisch, was die Vertonung seines „Faust“ angeht. In den „Gesprächen mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens“, die Johann Peter Eckermann aufzeichnete, heißt es am 5. Dezember 1829: „Es ist ganz unmöglich“, sagte Goethe. „Das Abstoßende, Widerwärtige, Furchtbare, was sie stellenweise enthalten müsste, ist der Zeit zuwider. Die Musik müsste im Charakter des ‚Don Juan‘ sein; Mozart hätte den ‚Faust‘ komponieren müssen. Meyerbeer wäre vielleicht dazu fähig, allein der wird sich auf so etwas nicht einlassen; er ist zu sehr mit italienischen Theatern verflochten.“

    Lotte de Beer hat 2017 an der Bayerischen Staatsoper Puccinis „Il trittico“ inszeniert, jetzt kehrt sie für die Neuinszenierung von Gounods „Faust“ zurück.
    Lotte de Beer hat 2017 an der Bayerischen Staatsoper Puccinis „Il trittico“ inszeniert, jetzt kehrt sie für die Neuinszenierung von Gounods „Faust“ zurück. (Foto: Wilfried Hösl)

    Mozart war da auf den Tag genau schon 38 Jahre tot. Am Ende haben weder er noch Giacomo Meyerbeer die berühmteste Opern-Version des „Faust“ erschaffen, sondern der Franzose Gounod. Uraufführung war 1859, die Neufassung durch den Komponisten selbst kam im März 1869 an der Pariser Oper erstmals auf die Bühne.

    Diese Version ist nun an der Bayerischen Staatsoper zu erleben. Lotte de Beer, Chefin der Volksoper Wien, inszeniert, am Pult des Staatsorchesters steht erstmals Nathalie Stutzmann. Die Dirigentin könnte den Part der Marthe sogar selbst singen, hat sie doch eine der vollendetsten Altstimmen unserer Zeit. Doch in der Rolle ist Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser zu hören, den Méphistophélès singt Kyle Ketelsen. (Weitere Vorstellungen gibt es am 13., 16., 19., 22. und 27. Februar und zu den Opernfestspielen.)

    Doppeljubiläum beim Mozartfest Salzburg

    :Wie Rolando Villazón Mozarts Geburtstag feiert

    Man kann sich über Mozart-Serien im Fernsehen ärgern, oder aber den wahren Wolfgang Amadeus entdecken: zum Beispiel bei der Mozartwoche in Salzburg. Festivalchef Rolando Villazón hat sich zum 270. Geburtstag seines Idols so einiges ausgedacht.

    Von Jutta Czeguhn

    Russisches Repertoire präsentiert am 14. Februar das Gärtnerplatztheater mit Alexander Borodins Fürst Igor.  Der russische Komponist war qua Geburt selbst ein Fürst, nun ja, zumindest der uneheliche Spross eines solchen. Doch der georgische Fürst Luka Gedewanischwili bekannte sich erst kurz vor seinem Tod zu Alexander, den er mit seiner Mätresse Awdotja Antonowa gezeugt hatte. Den Namen Bordin bekam das Kind vom Leibdiener des hohen Herrn.

    Alexander wuchs bei seiner Mutter in St. Petersburg auf und stellte sich als vielseitig talentiert heraus, schon als 14-Jähriger versuchte er sich an ersten Kompositionen. Und doch schlug Alexander Borodin die Karriere eines Naturwissenschaftlers ein. Als Arzt und angesehener Chemieprofessor komponierte er quasi nach Dienstschluss.

    Ob das der Grund war, warum er lange 28 Jahre an „Fürst Igor“ arbeitete und doch die Oper nicht vollenden konnte? Nach seinem Tod 1887 beugten sich seine Freunde Nikolai Rimski-Korsakow und Alexander Glasunow über Borodins Entwürfe und Libretto-Notizen und führten die Orchestrierung zu Ende, viele Umarbeitungen sollten folgen.

    Dem Publikum wohl am ehesten im Ohr sind die berühmten, melancholischen „Polowetzer Tänze“. Weniger die schwergewichtige, altrussiche Geschichte vom Fürsten Igor und seinem gescheiterten Feldzug gegen einfallende Stämme. Wenn sich Regisseur Roland Schwab, gerade in diesen Zeiten, diese auch musikalisch opulente Schlachtplatte vornimmt, dann gewiss nicht, ohne das Werk gründlich zu hinterfragen. Rubén Dubrovsky dirigiert, Matija Meić singt die Titelrolle. (Weitere Vorstellungen am 20., 22., 26. und 28. Februar und im März.)

    Wie wird sie sich entscheiden: „Turandot“ (Emily Newton) in der neuen Nürnberger Inszenierung von Kateryna Sokolova.
    Wie wird sie sich entscheiden: „Turandot“ (Emily Newton) in der neuen Nürnberger Inszenierung von Kateryna Sokolova. (Foto: Pedro Malinowski)

    Unvollendet hinterließ auch Giacomo Puccini seine letzte Oper Turandot. Noch vor den beiden Münchner Häusern geht das Staatstheater Nürnberg im neuen Jahr mit dieser Premiere an den Start: Am 24. Januar präsentiert dort Regisseurin Kateryna Sokolova ihre Version der Geschichte um die unnahbare Prinzessin, die sie ins 19. Jahrhundert verlegt. Eine junge Frau steht vor ihrer Heirat. Aus Angst vor diesem Schritt, der für eine Frau immer auch die Aufgabe ihrer Rechte bedeutete, bricht sie zusammen und halluziniert sich in verschiedene Frauenfiguren hinein: in Medusa, Judith oder Queen Elizabeth I. Sie wird erwachen, aber wofür wird sie sich entscheiden? (Weitere Vorstellungen im Januar, Februar und März.)

  • Kreistagswahl: Unabhängige Bürgergemeinschaft München-Land darf antreten

    Kreistagswahl: Unabhängige Bürgergemeinschaft München-Land darf antreten

    Die Unabhängige Bürgergemeinschaft München-Land (UB-ML) kann an der Kreistagswahl am 8. März teilnehmen. Wie die Gruppierung um den Kreisrat und weiteren Landratsstellvertreter Otto Bußjäger nun mitgeteilt hat, hat sie insgesamt 754 Unterstützerunterschriften gesammelt, nötig für die Teilnahme an der Wahl wären 470 gewesen.

    Bußjäger umreißt den Anspruch der UB-ML: „Wir verstehen uns als verbindendes Element im Landkreis – unabhängig von Parteistrukturen, lösungsorientiert und im Dialog.“ Man trete mit einer kompletten Liste mit 70 Kandidatinnen und Kandidaten, sowie vier Ersatzpersonen an, „darunter befinden sich 42 amtierende Stadt- und Gemeinderäte, die für praxisnahe Politik, soziales Engagement und bürgerschaftliche Verantwortung stehen“.

    Die UB-ML war im vergangenen November von ehemaligen Mitgliedern und Anhängern der Freien Wähler gegründet worden, die den Kurs der Aiwanger-Partei als zu populistisch ablehnen.

  • Abstimmung im Europaparlament: Von der Leyens Mercosur-Albtraum

    Abstimmung im Europaparlament: Von der Leyens Mercosur-Albtraum

    Es erstrecken sich viele Tausend Kilometer zwischen Grönland und den Mercosur-Staaten, aber für Ursula von der Leyen liegen die beiden Regionen ganz nah beieinander. Die EU müsse stärker und unabhängiger werden in einer „Welt voller Gefahren“, sagte die Kommissionspräsidentin am Mittwoch vor dem Europaparlament. Die gefährliche Welt verkörpert für Ursula von der Leyen der US-Präsident Donald Trump, der den Europäern die Insel Grönland abpressen will. Und für die neue Stärke und Unabhängigkeit der EU stehen Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay – die Mercosur-Staaten, mit denen die Kommissionspräsidentin am Samstag ein Freihandelsabkommen unterzeichnet hat.

  • Pläne für eine Fußball-Revolution Was ist »Tageslicht-Abseits«, und wird es schon zur

    Pläne für eine Fußball-Revolution Was ist »Tageslicht-Abseits«, und wird es schon zur

    Pläne für eine Fußball-Revolution

    Was ist »Tageslicht-Abseits«, und wird es schon zur WM 2026 eingeführt?

    In der Fifa gibt es einflussreiche Kräfte, die die Abseitsregel massiv verändern wollen. Bei einer Tagung der Regelhüter wurden weitere Tests beschlossen. Andere Neuheiten kommen schon zur Weltmeisterschaft.

    Marcus Krämer

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    Bundesliga-Schiedsrichter Petersen: Das Abseits sorgt für viele Diskussionen

    Foto: Joeran Steinsiek / STEINSIEK.CH / IMAGO

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    Seit Monaten gibt es in deutschen Fußballstadien einen Gesang, der von vielen Fans unabhängig von Vereins- oder Ligazugehörigkeit gesungen wird. »Ihr macht unseren Sport kaputt«, heißt es da, meist angestimmt, wenn es zu einem Eingriff eines Videoassistenten gekommen ist.

    Wen genau die unzufriedene Masse mit diesem »Ihr« meint, ist den meisten Sängern vermutlich gar nicht klar. Den DFB? Die Schiedsrichter? Die Fifa?Ziemlich sicher ist nicht das International Football Association Board gemeint, kurz Ifab genannt. Dabei wird in diesem Gremium über die Regeln des Fußballs und damit auch über die Belange des Videobeweises entschieden. Am Dienstag hat sich das Ifab zur jährlichen Geschäftssitzung in London getroffen und dabei stand ein Thema auf der Tagesordnung, das das Zeug zu Abseits-Revolution hat, die den Fußball massiv verändern würde.

    Auf dem Programm tauchte das als unscheinbarer Punkt »Offside trial« auf, also als ein Testverfahren, um die Abseitsregel zu modifizieren. Dahinter steckt auch eine Idee des ehemaligen Arsenal-Trainers Arsène Wenger, der das Ifab und den Weltverband Fifa als einer von vielen Experten berät. Wenger plädiert für die Einführung des sogenannten Tageslicht-Abseits.

    Dabei steht der Angreifer erst dann im Abseits, wenn er beim Abspiel des Mitspielers oder der Mitspielerin mit dem gesamten Körper (statt mit einem Körperteil oder gar nur mit einer Zehenspitze wie in der aktuell geltenden Regel) vor dem vorletzten Gegenspieler positioniert ist. Zwischen Stürmer und Abwehrspieler muss eine Lücke zu sehen sein, durch die theoretisch Tageslicht erkennbar ist, daher der Name der Regelidee. Oder anders formuliert: Wenn sich ein Körperteil, mit dem der Angreifer ein Tor erzielen kann, auf gleicher Höhe mit dem Abwehrspieler befindet, läge kein Regelverstoß vor.

    So setzt sich das Ifab zusammen

    Das International Football Association Board (Ifab) wurde 1886 gegründet und ist seitdem für die Regeln des Fußballs zuständig. Das Gremium ist unabhängig vom Fußball-Weltverband, doch die Fifa hat mit vier von insgesamt acht Mitgliedern ein großes Mitspracherecht. Jeweils ein Vertreter der britischen Verbände aus England, Schottland, Wales und Nordirland komplettiert das Ifab. Für Regeländerungen müssen sechs Mitglieder zustimmen. Die vier Fifa-Vertreter, aktuell vertreten durch Generalsekretär Mattias Grafström, müssen, anders als die vier Briten, en bloc abstimmen. Das Ifab kommt einmal im Jahr zu einer Generalversammlung zusammen und kann dort Regeländerungen beschließen.

    Infantino und das TageslichtNun hat das Ifab am Dienstagabend in einer Stellungnahme mitgeteilt, dass es in Sachen Abseits weitere Tests geben wird. Die Tageslicht-Regel wird gar nicht erwähnt, das spricht gegen eine baldige Einführung. Vom Tisch ist sie sicherlich nicht. »Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Regelung irgendwann eingeführt wird«, sagte der deutsche Schiedsrichter-Boss Knut Kircher dem SPIEGEL am Dienstag.

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    Grafik im Fußball: Beim Abseits geht es oft um Zentimeter

    Foto: David Catry / Sportpix / IMAGO

    Denn es gibt einen noch prominenteren Befürworter als Wenger – und das ist kein Geringerer als Fifa-Präsident Gianni Infantino. Der Schweizer sagte im vergangenen Dezember, der Fußball müsse offensiver und attraktiver werden. Dabei könne hilfreich sein, wenn der Angreifer »in Zukunft vollständig vor dem Verteidiger steht, um als abseits zu gelten«. Das Tageslicht-Abseits.

    Der SPIEGEL sprach mit Kircher im Rahmen eines Medientermins wenige Stunden vor der Ifab-Stellungnahme. Zu diesem Zeitpunkt hielt er es, vor allem wegen Infantinos klarer Aussage, für ein realistisches Szenario, dass die neue Regel schon zur WM 2026 im Sommer eingeführt wird – trotz fehlender Testphasen in anderen prominenten Wettbewerben (vereinzelte Tests in Jugendwettbewerben soll es gegeben haben). Noch scheinen die Zweifler im Ifab in der Überzahl, doch die Revolution ist vorerst nur verschoben.Wird der Fußball wirklich offensiver?Aus Sicht der Profi-Schiedsrichter würde sich laut Kircher nicht viel ändern. »Beim Tageslicht verschieben wir auf der faktischen, messtechnischen Ebene nur die Referenzlinie«, sagte der 56-Jährige. Knappe VAR-Entscheidungen gäbe es somit weiter. Die Technik müsse ein wenig angepasst werden. Aber wo eine Abseitslinie gezogen wird, sei laut Kircher letztlich egal. Im Amateurbereich wäre die Umstellung ungleich größer, dort würde das neue Reglement ebenfalls gelten.

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    Schiedsrichter-Boss Kircher: »Kann ich mir sehr gut vorstellen«

    Foto: Jürgen Kessler / Kessler-Sportfotografie / IMAGO

    Die sportlichen Konsequenzen sind schwer zu antizipieren. Die damit verbundene Hoffnung hat Infantino geäußert, Wenger will mit seiner Idee den Stürmern Vorteile verschaffen: mehr Tore, mehr Spektakel.Regeländerungen hat es in der Geschichte des Fußballs viele gegeben. 1990 wurde als Konsequenz der perfekt einstudierten Abseitsfallen der Achtzigerjahre gleiche Höhe nicht mehr als Abseits definiert. Dadurch wurde das Spiel tatsächlich torreicher. Die 1992 eingeführte Rückpassregel (der Torhüter darf seitdem den Ball nach einem Rückpass eines Mitspielers mit einem Körperteil hüftabwärts nicht mehr mit der Hand aufnehmen) eliminierte einen großen Faktor für Spielverzögerungen. Das Golden Goal brachte dagegen nicht mehr Spektakel in Verlängerungen und wurde alsbald wieder abgeschafft.

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    Videobeweis im Fußball: »Deutz 1, Tor korrekt erzielt«

    Von Marcus Krämer

    Streitgespräch über Videobeweis im Fußball: »Du spielst nicht perfekt den Ball« – »Ich bin fassungslos gerade«

    Moderiert von Marcus Krämer

    Zukunft des Fußball-Videobeweises: Der »Kölner Keller« ist bald Geschichte

    Sollte das Tageslicht-Abseits eingeführt werden, werden die verteidigenden Mannschaften darauf reagieren müssen. Es wäre denkbar, dass die Abwehrkette von unterlegenen Teams tiefer verteidigt, um den Raum für die Angreifer zum Tor hin so gering wie möglich zu halten. Möglicherweise gibt es eine Renaissance des Liberos, also einem tiefer verteidigenden Spieler, um den Angreifer doch noch stellen zu können. Als sicher kann gelten: Der Fußball wird sich verändern.Diese Änderungen sollen zur WM eingeführt werdenUnabhängig vom Tageslicht-Abseits hat das Ifab am Dienstag andere Veränderungen vorangetrieben. Dabei stehen zwei Aspekte im Vordergrund: eine Erweiterung der Kompetenzen für den Videoassistenten und die Eindämmung von Zeitspiel:

    Der Video Assistant Referee (VAR) darf bei Gelb-Rot die zweite Verwarnung überprüfen und den Platzverweis rückgängig machen. Die erste Gelbe Karte eines Spielers wird nachträglich nicht gecheckt.Wenn der Schiedsrichter irrtümlich auf Eckball entscheidet, darf der VAR ihn darauf hinweisen. Die Ecke kann dann zurückgenommen werden. Diese Maßnahme muss nicht übernommen werden, die Bundesliga könnte sich dagegen entscheiden.Die Acht-Sekunden-Regel soll ausgeweitet werden. Seit dieser Saison hebt der Schiedsrichter die Hand und zählt die Sekunden herunter, sollte sich der Torhüter beim Abschlag zu viel Zeit lassen. Das soll auch bei Abstößen und Einwürfen gemacht werden. Bei Verstößen bekommt die gegnerische Mannschaft den Ball.Ausgewechselte Spieler sollen den Platz innerhalb von zehn Sekunden verlassen. Die Konsequenz bei einem Verstoß gab das Ifab nicht bekannt. In einer Testphase in der Major League Soccer (MLS) in den USA musste der Einwechselspieler eine Minute draußen warten, und die wechselnde Mannschaft war in Unterzahl.Die Vorschläge müssen auf der Generalversammlung des Ifab am 28. Februar in Wales beschlossen werden, die nötige Mehrheit gilt als sicher. Offiziell werden die Änderungen zur kommenden Saison eingeführt, sie gelten allerdings bereits bei der am 11. Juni beginnenden Weltmeisterschaft.

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  • Söders Chinapolitik Zwei Riesenpandas für Bayern Panda-Diplomat Markus Söder beschafft München zwei

    Söders Chinapolitik Zwei Riesenpandas für Bayern Panda-Diplomat Markus Söder beschafft München zwei

    Söders Chinapolitik

    Zwei Riesenpandas für Bayern

    Panda-Diplomat Markus Söder beschafft München zwei seltene Bären aus China – als kostspielige Leihgabe. Tierschützer sind weniger begeistert.

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    Söder mit Plüsch-Panda im Münchner Zoo: »Bayern heute schwarz-weiß«

    Foto: Peter Kneffel / dpa / picture alliance

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    Seit Tagen wabern die Gerüchte in München, nun ist es offiziell: Markus Söder, CSU-Chef, bayerischer Ministerpräsident und selbst ernannter Pandaliebhaber, will für den Münchner Tierpark Hellabrunn ein Riesenpanda-Paar aus China leihen. Am Mittwoch setzte er vor lokalen Medien seine Unterschrift unter den Vertrag. In dem Zoo wird eine neue Anlage gebaut, spätestens 2028 sollen die schwarz-weißen Statussymbole internationaler Diplomatie einziehen.

    Schon bei seinem Besuch in China 2024 zeigte Söder sein Faible für die Tiere und busselte vor laufenden Kameras mehrfach Plüsch-Pandas. Im übertragenen Sinn sollte das wohl heißen: ein Kuss an Peking, den engen Freund.

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    Söder mit Plüsch-Panda, Parteisekretär Wang Xiaohui in China im März 2024

    Foto: Peter Kneffel / dpa

    Bei den schwarz-weißen Bären im Münchner Zoo geht es um weit mehr als flauschige Fotomotive und steigende Besucherzahlen. Riesenpandas sind seit Jahrzehnten ein symbolisches Zeichen diplomatischer Verbundenheit. Seit mehr als 50 Jahren verleiht die Volksrepublik ihre Nationaltiere an ausgewählte Partner. Die Panda-Leihgabe steht für enge Verbundenheit. Frankreich bekam kürzlich zwei zugesagt. Nun also auch Bayern.

    Hellabrunn wird damit zum zweiten deutschen Panda-Standort. Im Berliner Zoo leben seit 2017 die beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing, persönlich übergeben vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie nannte das Bärenpaar damals »Sonderbotschafter unserer beiden Länder« – eine diplomatische Liebeserklärung.

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    Pandas für Berliner Zoo: Träumchen und Schätzchen sind da

    Markus Söder in China: »Wir werden da fast behandelt wie ein eigenständiger Staat«

    Aus Chengdu und Peking berichtet Jan Friedmann

    Tiere: Kleines, rundes Ding

    Von Bernhard Zand

    Aus Sicht von Markus Söder ist es nur konsequent, dass sein Bundesland da nicht fehlen darf. Schließlich werde Bayern in China »quasi fast behandelt wie ein eigener Staat«, sagte er 2024 auf seiner Delegationsreise, die ja nicht umsonst gewesen sein soll.

    Das Prestigeprojekt hat seinen Preis: Die Pandas kosten den Tierpark jährlich rund eine Million Euro Leihgebühr. In den Verträgen ist zudem festgelegt, dass auch mögliche Nachkommen der Pandas China gehören und meist nach einigen Jahren in ihre Heimat zurückkehren. Zu den Leihgebühren kommen Millionensummen für den Gehegebau und der teure Unterhalt der Tiere, die täglich etwa 18 Kilo Bambus vernichten. Für Söder offenbar ein akzeptabler Preis für ein bisschen China in Bayern.

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    Söder mit echtem Panda in der chinesischen Stadt Chengdu, 2024

    Foto: Peter Kneffel / picture alliance / dpa

    Auf Instagram postete er die frohe Botschaft umgehend: »München wird Panda City!«, schrieb er dort. »Bayern wird damit der achte Panda-Standort in der EU. Europaweit ist es sogar einmalig, dass es mit Berlin und nun auch München in einem Land zweimal Pandas gibt.« Die Tiere seien einfach knuffig, er habe sich nach seiner Chinareise sehr für Pandas in Bayern eingesetzt. Der Artenschutz und der Fortbestand dieser bedrohten Tierart werde damit gefördert.

    Politik »auf dem Rücken der Tiere«Das sieht die Tierschutzorganisation Pro Wildlife anders: »Die Haltung und Zucht von Pandas in westlichen Zoos ist kein Beitrag zum Artenschutz, sondern ein finanzielles und politisches Geschäft auf dem Rücken der Tiere«, heißt es von Pro Wildlife zu Söders Panda-Deal. Der »Münchner Abendzeitung 

    « sagte Pro Wildlife, die Pandas würden in chinesischen Zuchtstationen »wie am Fließband produziert«. Die Fortpflanzung werde häufig durch künstliche Befruchtung durchgeführt, was mit »erheblichem Tierleid« verbunden sei. Über den Verleih der Tiere entscheide die chinesische Regierung nach politischen und wirtschaftlichen Kriterien, nicht nach Tierschutz- oder Artenschutz-Erwägungen.

    Dass die Haltung von Großpandas in Zoos unter Tierschützern umstritten ist, scheint Tierfreund Söder weniger zu beschäftigen als die Bildsprache. Auf Instagram ließ er verbreiten, die Pandas stärkten »die Partnerschaft zwischen Bayern und China«. Der heutige Tag sei »der Höhepunkt der bayerisch-chinesischen Diplomatie«. Wieder einmal inszeniert sich Söder also als Außenpolitiker.

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    China-Strategie von Schwarz-Rot: Härte oder Dialog mit Peking? Kommt darauf an, wen man fragt

    Von Sophie Garbe, Felix Keßler, Benedikt Müller-Arnold und Christoph Schult

    Mit der Panda-Diplomatie bringt sich der Ministerpräsident in eine Debatte ein, in der die Bundesregierung ihren Kurs noch finden muss: Wie umgehen mit einem Regime, das Uiguren interniert, Hongkongs Freiheitsrechte einschränkt, Taiwan bedroht und eine enge Partnerschaft zu Russland pflegt – aber gleichzeitig Absatzmärkte und Lieferketten kontrolliert, auf die deutsche Unternehmen angewiesen sind? Werte oder Wirtschaft?

    Söder hat für sich offenbar eine pragmatische Antwort gefunden: »Kooperation statt Konfrontation«, wie er es auf Instagram formuliert. In einer Welt, in der Donald Trump den Westen vor sich hertreibt und alte Allianzen zerlegt, erscheint ihm der Dialog mit China offenbar als gangbarer, vielleicht notwendiger Weg.Der Bundeskanzler hatte seinerseits bei seiner ersten großen Asienreise ein Zeichen nach China gesendet und sich zuerst für den Besuch einer Demokratie entschieden: Im Januar reiste Friedrich Merz nach Indien. Erst Ende Februar will er nun auch China besuchen. Schwer vorstellbar, dass dann Fotos von ihm um die Welt gehen, auf denen er Plüsch-Pandas an sich drückt.

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  • Bild vergrößern Schülerinnen und Schüler der Kölner Liebfrauenschule: Fenster in die Antarktis

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    Schülerinnen und Schüler der Kölner Liebfrauenschule: Fenster in die Antarktis

    Foto: Sandra Stein / DER SPIEGEL

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    »Globales Klassenzimmer«

    Wie das WLAN einer Kölner Schule Luisa Neubauer ausbremste

    Umweltaktivistin Luisa Neubauer streamt live aus der Antarktis ins Klassenzimmer eines Kölner Gymnasiums. Das kommt gut an, bis die Internetverbindung der Schule Probleme macht.

    Von der Kölner Liebfrauenschule berichtet

    Pascal Mühle

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  • Nach Kritik an »Starfleet Academy« William Shatner antwortet Trumps Vizestabschef mit feinen

    Nach Kritik an »Starfleet Academy« William Shatner antwortet Trumps Vizestabschef mit feinen

    Nach Kritik an »Starfleet Academy«

    William Shatner antwortet Trumps Vizestabschef mit feinen Seitenhieben

    Die neue »Star Trek«-Serie sei ihm zu woke, meint Stephen Miller. Schauspieler William Shatner nimmt das mit Humor. Und macht seine Meinung damit deutlich.

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    William Shatner im August 2025

    Foto: Paras Griffin / Getty Images

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    Die Szene aus »Star Trek: Starfleet Academy« dauert nur vierzehn Sekunden. Um den Vizestabschef des Weißen Hauses zu verärgern, ist das aber offenbar lang genug: »Tragisch«, schreibt Stephen Miller auf X zu dem Clip, der unter anderem Hauptdarstellerin Holly Hunter zeigt. Zu sehen sind nur Frauen, eine von ihnen schwarz, zwei nicht ganz schlank.

    »Es ist nicht zu spät für Paramount Plus, das Franchise zu retten«, schreibt Miller. »Schritt eins: Versöhnen Sie sich mit William Shatner und geben Sie ihm die vollständige kreative Kontrolle.«

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    Tragic. But it’s not too late for @paramountplus to save the franchise. Step 1: Reconcile with @WilliamShatner and give him total creative control. https://t.co/HRMDcYeBnU— Stephen Miller (@StephenM) January 16, 2026

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    Der 94-jährige Shatner, der in der originalen »Star Trek«-Serie »Raumschiff Enterprise« Captain Kirk spielte, nahm sich die Aufforderung zu Herzen und will den politischen Seitenhieb offenbar nicht unkommentiert lassen. »Da bin ich ganz Ihrer Meinung!«, antwortete er Miller. »Dass sie im 32. Jahrhundert noch kein Heilmittel für Weitsichtigkeit gefunden haben, ist ein eklatantes Versäumnis der Autoren!«

    Damit spielt er darauf an, dass Hunters Figur Captain Nahla Ake sich in der Szene eine Brille aufsetzt – wohl, um etwas auf einem Bildschirm zu lesen. Paramount müsse das Budget aufstocken, witzelt Shatner. Eine Organisation wie Starfleet könne sich »in der fernen Zukunft sicher mehr als eine Brille für zumindest diese weitsichtige Brückencrew leisten«. Er frage sich, ob die Crewmitglieder »die Brillen während des Fluges gegenseitig weiterreichen« müssten: »Schande über die Produzenten!«

    An Miller ging Shatners Scherz anscheinend spurlos vorbei. Er wiederholte nur noch einmal seine Forderung, Captain Kirk zurückzubringen. Shatners Charakter war im Film »Star Trek: Treffen der Generationen« von 1994 gestorben.

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    Insgesamt stand der Schauspieler knapp 30 Jahre für das Franchise vor der Kamera. Danach spielte er unter anderem in »Tek War – Krieger der Zukunft«, einer Serie, die auf seinen eigenen Science-Fiction-Romanen mit Ron Goulart basiert.Shatner war kurzzeitig auch in einer Wissenssendung für »RT America« zu sehen, einem vom russischen Staat finanzierten Auslandssender, der später eingestellt wurde. Mehr dazu lesen Sie hier.

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