Viele Menschen sind seit dem russischen Angriffskrieg in Europa verunsichert und stellen sich die Frage, wie sicher wir in unserer Heimat sind. Die Volkshochschule Puchheim hat hierzu für Donnerstag, 22. Januar, Claudia Bijok vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eingeladen. Sie wird ihre Arbeit vorstellen und Fragen aus dem Publikum beantworten. Die Veranstaltung findet von…
Die schwarzen Vans haben Davos wieder eingenommen. In einer endlosen Blechkolonne schlängeln sie sich seit dem Wochenende durch die engen Straßen des Skiorts in den Schweizer Alpen. Dazwischen immer mal wieder ein Lastwagen, ein Mannschaftsbus oder ein olivgrünes, gepanzertes Fahrzeug: Willkommen beim Weltwirtschaftsforum. An den Kreuzungen versuchen Polizisten die Straßenverkehrsordnung aufrechtzuerhalten. Auf den temporär aufgestellten…
Die Unsinnigkeit dieser Pressekonferenz war Sean Peyton nach dem ersten Satz bewusst. Mit dem hatte der Trainer der Denver Broncos verkündet, dass sich Stamm-Quarterback Bo Nix am Ende des 33:30-Sieges nach Verlängerung gegen die Buffalo Bills schwer am rechten Knöchel verletzt habe. Er werde daher das Halbfinale sowie den möglichen Super Bowl zwei Wochen danach…
In einer Sache hat Bundesumweltminister Carsten Schneider recht: Die Elektromobilität in Deutschland braucht einen kräftigen Schub. Bislang ist gerade mal jedes fünfte neu zugelassene Auto ein Elektroauto. Da geht mehr, da muss mehr gehen.
Es erinnert ein wenig an eine Stadtführung, wie die gut zwei Dutzend Personen einer Frau hinterhertrotten, die in regelmäßigen Abständen innehält, um den Umstehenden etwas über ihre Umgebung zu erzählen. Nur dass Selbige hier in Untergiesing nicht eben an Sehenswürdigkeiten reich, sondern eher eine wenig vorzeigbare Ecke Münchens ist. Überdies ist die Frau an der…
Die ATP, die Tennistour der Männer, hatte sich vor gut zehn Jahren die Kampagne namens NextGen ausgedacht, die nächste Generation an Talenten wurde seinerzeit massiv beworben. Bei diesen Australian Open wäre es jetzt angebracht, endlich mal auf die NextSen umzuschwenken, auf die fähigen Senioren, die an diesem zweiten Turniertag in Melbourne glänzten.
Oliver Glasner ist nicht der erste Trainer, der sich mit seiner Klubführung überwirft. Seine Wutrede bei Crystal Palace zeigt, dass in England Substanz im Kader dem Transfermarkt geopfert wird.
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Limburger Bischof : Bätzing gibt Vorsitz der Bischofskonferenz abBildbeschreibung ausklappenGeorg Bätzing teilte den Mitgliedern der Konferenz am Montag mit, er stehe für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung. Die erste war geprägt von Konflikten über den „Synodalen Weg“. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Der Limburger Bischof Georg Bätzing steht für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender…
Treffen in Davos? Merz will noch diese Woche mit Trump über Zölle sprechen Die Europäische Union weist die US-Zolldrohung wegen Grönland zurück. Kanzler Merz will in einem persönlichen Gespräch mit Präsident Trump eine Lösung finden. Motto: »Jede Eskalation vermeiden.« Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen Link…
Viele Menschen sind seit dem russischen Angriffskrieg in Europa verunsichert und stellen sich die Frage, wie sicher wir in unserer Heimat sind. Die Volkshochschule Puchheim hat hierzu für Donnerstag, 22. Januar, Claudia Bijok vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eingeladen. Sie wird ihre Arbeit vorstellen und Fragen aus dem Publikum beantworten.
Die Veranstaltung findet von 19 bis 20.30 Uhr im Bürgertreff Puchheim statt. Die Teilnahmegebühr beträgt neun Euro. Anmeldung unter der Kursnummer 252-P1002 ist auf www.vhs-pucheich.de oder telefonisch unter 089/803710.
Die schwarzen Vans haben Davos wieder eingenommen. In einer endlosen Blechkolonne schlängeln sie sich seit dem Wochenende durch die engen Straßen des Skiorts in den Schweizer Alpen. Dazwischen immer mal wieder ein Lastwagen, ein Mannschaftsbus oder ein olivgrünes, gepanzertes Fahrzeug: Willkommen beim Weltwirtschaftsforum.
An den Kreuzungen versuchen Polizisten die Straßenverkehrsordnung aufrechtzuerhalten. Auf den temporär aufgestellten Straßenschildern steht, man solle nicht dem GPS folgen. Immer wieder beginnen einzelne Fahrer Diskussionen mit den Polizisten. Teile des Ortes sind komplett abgesperrt, vor allem um das Kongresszentrum. Betonblöcke und sogar mit Sandsäcken bewehrte Türme machen das Areal zur Festung. Ohne Teilnehmerausweis kommt niemand rein. An vielen Ecken stehen große Gruppen von Polizisten.
Frei zugänglich ist nach wie vor die sogenannte Promenade, die Hauptstraße durch Davos, zumindest der Gehweg. Wenn da nicht gerade ein reicher und/oder wichtiger Mensch flankiert von einer Formation finster dreinblickender Anzugträger durch Menge pflügt oder ein Unternehmen zeigen möchte, was es Tolles entwickelt hat und einen wackeligen Roboter durch die Gegend stolpern lässt.
Auf der Promenade haben sich Länder und Unternehmen eingemietet, um Podiumsdiskussionen abzuhalten, Hintergrundgespräche zu führen oder schlicht Werbung für sich zu machen. Vor allem die Golfstaaten, aber auch andere verschenken Tee, Kaffee und Süßigkeiten. Wer sich bis zum Ende der Promenade durchgefuttert hat, kann dort eine Runde Minigolf auf Eis spielen. Unklar ist allerdings, wer in dieser Woche Zeit dafür hat. Viele bleiben auch stehen, um ein Foto von der Kirche zu machen, in der die USA mit Unterstützung von Microsoft und McKinsey ein „USA House“ eingerichtet haben.
Die USA halten Veranstaltungen unter anderem in einer umfunktionierten Kirche ab. (Foto: Markus Schreiber/AP)
„Die Veränderung ist unfassbar“, sagt eine junge Frau, die nur Mona genannt werden möchte. „Es ist krass zu sehen, was hier aufgefahren wird, wie teilweise ganze Fassaden neu gebaut werden. Es entsteht eigentlich eine komplett neue Stadt für eine Woche.“ Mona arbeitet in Davos als Saisonkraft in der Gastronomie. Wie viele andere, musste sie während des WEF ihre Wohnung verlassen, das ist oft in den Mietverträgen so festgelegt. Die Wohnungen werden in der Zeit dann für ein Vielfaches der normalen Miete an Besucher des Wirtschaftsforums untervermietet. Und in manchen Fällen, müssen sogar die eigentlichen Mieter weiterzahlen, wenn sie mit ihrem Vermieter keine andere Vereinbarung getroffen haben.
Mona hat Glück gehabt, sie kann bei ihrem Chef auf dem Sofa schlafen. „In einer sehr intensiven Arbeitswoche bedeutet das aber: keine Privatsphäre, keinen Rückzugsraum“, sagt sie. „Wir machen schon Witze, dass man sich jetzt noch ein Tinder-Date suchen muss, um irgendwo ein Bett zu bekommen.“ Die Gastronomie-Mitarbeiterin sieht das Treffen, wie viele andere aus dem Ort, sehr kritisch, und zwar vor allem wegen Donald Trump. „Um Trump nach Davos zu kriegen, werden seine Autos hierhergeflogen. Was soll das?“ fragt sie. „Und wir sollen keine Plastikflaschen mehr kaufen, weil das schlecht für das Klima ist?“
Viele der Saisonkräfte sind in einer ähnlichen Lage und stehen dem WEF gespalten gegenüber. Manche, deren normaler Betrieb während dieser Woche geschlossen hat, haben auf der Promenade Arbeit gefunden. „Jeder versucht Kohle damit zu machen, ich ja auch“, sagt eine andere Saisonkraft, die anonym bleiben möchte. „Aber letztlich ist es eine schreckliche Veranstaltung.“
Ihr Kollege teilt die Kritik, findet aber: „Es ist zweischneidig.“ Er merkt an, dass viele der Unternehmen inzwischen ganze Abteilungen für Nachhaltigkeit haben und am Weltwirtschaftsforum in manchen Foren tagelang über dieses Thema diskutiert wird. „Desto mehr das Thema Nachhaltigkeit zum Mainstream wird, desto mehr kommt es auch hier an.“
Insgesamt ist das Thema beim WEF allerdings stark zurückgefahren worden. Und Greenpeace weist darauf hin, dass in diesem Jahr die Zahl der Privatflüge in die Schweiz wegen des Treffens noch einmal um zehn Prozent zugenommen hätten – von 628 auf 709. „Im Schnitt kommt inzwischen ein Privatjet-Flug auf vier Teilnehmende“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Rekordverdächtig ist auch in diesem Jahr wieder der Aufwand für die Sicherheit der Veranstaltung. Die Schweizer Behörden geben neun Millionen Schweizer Franken (etwa 9,7 Millionen Euro) an Zusatzkosten an. Diese werden zur Hälfte vom WEF übernommen. Den Rest teilen sich der Bund, der Kanton Graubünden sowie die Gemeinden Davos und Klosters. Der Armeeeinsatz wird aus dem normalen Budget finanziert und hat in den vergangenen Jahren je etwa 25 Millionen Franken gekostet. Wobei man damit sogar noch unter dem veranschlagten Budget von 32 Millionen Franken geblieben sei, wie es auf der Website der Schweizer Regierung heißt. Das WEF selbst machte im „Geschäftsjahr von Juli 2024 bis Juni 2025 einen konsolidierten Umsatz von 469 Millionen Franken“, heißt es dort ebenfalls.
Insgesamt lohnt sich die Veranstaltung also wahrscheinlich für die Beteiligten. Eine Studie der Universität St. Gallen errechnete nach dem Weltwirtschaftsforum 2023, dass die zusätzlichen Steuereinnahmen die Kosten für die Sicherheit problemlos abdecken. Allein in Davos würden 100 Millionen Franken Umsatz gemacht. In diesem Jahr werden es wahrscheinlich noch mehr werden. Und genaue Zahlen gibt es von den Betreibern natürlich nicht, aber auf der Promenade erzählen die Saisonkräfte, wer in dieser Woche Zimmer vermietet oder einen Gastronomiebetrieb hat, kann in dieser Zeit einen Großteil seines Jahresumsatzes machen.
Die Sicherheitsvorkehrungen sind auch in diesem Jahr wieder extrem. Polizei und Armee sind in dem Ort überall präsent. (Foto: Fabrice Coffrini/AFP)
Und dabei wurden noch nicht einmal alle aus ihren Wohnungen vertrieben. Auf ein paar Balkonen sonnen sich die Skifahrer nach ihrer Abfahrt, während auf dem Trottoir unter ihnen die Weltwirtschaft vorbeiflaniert. Etwas weiter auf dem Dach des Kongresszentrums sind schon die Scharfschützen in Stellung gegangen. Das Weltwirtschaftsforum 2026 hat begonnen.
Die Unsinnigkeit dieser Pressekonferenz war Sean Peyton nach dem ersten Satz bewusst. Mit dem hatte der Trainer der Denver Broncos verkündet, dass sich Stamm-Quarterback Bo Nix am Ende des 33:30-Sieges nach Verlängerung gegen die Buffalo Bills schwer am rechten Knöchel verletzt habe. Er werde daher das Halbfinale sowie den möglichen Super Bowl zwei Wochen danach verpassen. Seit 29 Jahren ist Payton NFL-Trainer, 18 davon als Chefcoach. Mit den New Orleans Saints ist er 2010 Meister geworden, viereinhalb Jahre nach Hurricane Katrina. Payton hat fast alles gesehen in diesem Sport. Er wusste, dass alles, was nach der Verkündung des Ausfalls seines Quarterbacks in der Presskonferenz versprochen werden würde, nicht ganz der Wahrheit entspricht.
„Stiddy ist bereit“, predigte Payton also vor dem Halbfinal-Heimspiel gegen die New England Patriots über Nix’ Ersatzmann Jarrett Stidham. Der war in dieser Saison bislang bei genau vier Spielzügen auf dem Feld, im Oktober gegen Dallas, er warf keinen einzigen Pass. Das tat er in einer NFL-Partie zuletzt am 7. Januar 2024 – über zwei Jahre ist das her. In einer Team-Sportart, die wie keine andere so auf eine Person konzentriert ist wie der Football auf seinen Quarterback, wo perfektes Timing und blindes Verständnis zwischen Spielmacher und Passfängern so wichtig sind, bedeutete dies: Stiddy kann überhaupt noch nicht bereit sein für diese Aufgabe. Aber was hätte Payton denn sagen sollen?
American Football
:NFL kehrt 2026 und 2028 nach München zurück
„Take me home, country roads“, schmetterten die Fans zu Zehntausenden beim American Football in der Arena. Nun bekommen sie wieder die Gelegenheit dazu – nicht nur in München. Was die US-Profiliga ankündigt.
Das bedeutet freilich nicht, dass für die Broncos alles verloren wäre. Die Historie ist voller Heldensagen über Ersatz-Quarterbacks, die den Super Bowl gewannen. Payton erwähnte Jeff Hostetler: Der war als Bankdrücker der New York Giants so gelangweilt, dass er im Herbst 1989 erklärte, seine Karriere zum Ende der Saison beenden zu wollen; ein paar Wochen darauf war er Super-Bowl-Sieger, als Stamm-Quarterback. Payton erwähnte Nick Foles: Der bescherte den Philadelphia Eagles 2017 mit dem Trick-Spielzug „Philly Special“ den Sieg im Finale gegen die New England Patriots. Deren Ära mit sechs Super-Bowl-Siegen hatte 2001 damit begonnen, dass ein gewisser Tom Brady zu Beginn der Saison für den verletzten Drew Bledsoe einspringen musste.
Es war der Trainer Bill Belichick, der in New England aus dem vermeintlich unbegabten Brady den erfolgreichsten Spieler der Geschichte gemacht hat. Und es war der Trainer Doug Petersen, der in Philadelphia seinem Ersatzmann Foles so viel Selbstvertrauen verschaffte, dass er im Finale den legendären Spielzug ansagte. Was also macht nun der Trainer Sean Payton in Denver, der mit einem Quarterback ins Halbfinale ziehen muss, der in sieben Profijahren viermal von Beginn an auf dem Feld war? Er macht dessen Mitspielern und auch den Fans Mut, dass es lohnt, dem 29 Jahre alten Stidham zu vertrauen und nicht gleich beim ersten Fehlwurf die Hände über den Kopf zu werfen. Und nebenbei schreibt Payton an der eigenen Heldensage.
NFL-Trainer Payton gilt als Entdecker von Quarterback Bo Nix
Denn: Payton hatte vor zwei Jahren den berühmten Quarterback Russell Wilson auf die Bank gesetzt, für Stidham, mit der Begründung: „finanzieller Spielraum“. Die Broncos ließen Wilson und sein 39-Millionen-Dollar Gehalt nach diesen letzten beiden Saisonspielen ziehen, investierten in die Defensive und vertrauten darauf, dass der bei der Talentbörse 2024 geholte Nix so gut sein würde, wie Payton versprach. Das war er – wie Payton mit Hab-ich-doch-gesagt-Blick verkündete: „Der zweite Quarterback der Geschichte, der sein Team im zweiten Profijahr ins Halbfinale geführt hat. Der andere ist Patrick Mahomes.“
Im zweiten NFL-Jahr verdiente Mahomes bei den Kansas City Chiefs 7,4 Millionen Dollar, der Klub hatte finanziellen Spielraum für Topstars auf anderen Positionen. Sie werteten ihren Kader entsprechend auf und gewannen drei Super Bowls. In diesem Jahr haben sie jedoch die Playoffs verpasst. Und das Teamgefüge ist nicht mehr stabil: Mahomes wird in der kommenden Saison ein 31 Jahre alter Kreuzbandriss-Rekonvaleszent sein und Empfänger von 78 der 301 Millionen Dollar des Gehaltsbudgets der Chiefs. Im Vergleich, das Gehalt von Nix bei den Broncos: 4,2 Millionen Dollar in dieser Saison, fünf ab kommender. Ersatzmann Stidham, der nun ran muss, verdient derzeit vier Millionen Dollar und acht vom kommenden Herbst an.
Genau das ist die Strategie von Payton: Er will viel Geld für Defensiv-Könner und Quarterback-Beschützer ausgeben – drei der fünf Topverdiener in seinem Team sind Mitglieder der Offensive Line. Das erlaubte Nix, selbstbewusst zu sein, auch mal No-Look-Pässe oder Würfe im Fallen zu probieren in der Gewissheit, dass gegen die stabile Defensive nicht jeder Fehler sofort bestraft wird. Und genau so soll am Wochenende Stidham agieren: mutig, voller Selbstvertrauen. „Das hat er“, sagte Payton auf der Pressekonferenz und sah sich um: Würde jemand das Gegenteil behaupten? Wer konnte schon behaupten, dass Stidham nicht bereit sei?
Denn, auch dies sagte Payton: Weder Gegner noch Reporter wüssten, wie gut Stidham wirklich sei. „Wir konnten ihn drei Jahre lang tagein, tagaus beobachten“, sagte Payton. Also: „Schaut genau hin am Wochenende!“
In einer Sache hat Bundesumweltminister Carsten Schneider recht: Die Elektromobilität in Deutschland braucht einen kräftigen Schub. Bislang ist gerade mal jedes fünfte neu zugelassene Auto ein Elektroauto. Da geht mehr, da muss mehr gehen.
Es erinnert ein wenig an eine Stadtführung, wie die gut zwei Dutzend Personen einer Frau hinterhertrotten, die in regelmäßigen Abständen innehält, um den Umstehenden etwas über ihre Umgebung zu erzählen. Nur dass Selbige hier in Untergiesing nicht eben an Sehenswürdigkeiten reich, sondern eher eine wenig vorzeigbare Ecke Münchens ist. Überdies ist die Frau an der Spitze der Gruppe nicht etwa Stadtführerin, sondern Richterin am Verwaltungsgericht München.
Die ATP, die Tennistour der Männer, hatte sich vor gut zehn Jahren die Kampagne namens NextGen ausgedacht, die nächste Generation an Talenten wurde seinerzeit massiv beworben. Bei diesen Australian Open wäre es jetzt angebracht, endlich mal auf die NextSen umzuschwenken, auf die fähigen Senioren, die an diesem zweiten Turniertag in Melbourne glänzten.
Oliver Glasner ist nicht der erste Trainer, der sich mit seiner Klubführung überwirft. Seine Wutrede bei Crystal Palace zeigt, dass in England Substanz im Kader dem Transfermarkt geopfert wird.
Stadt-Land-Doppelleben : Pingpong zwischen Berliner Trubel und Eifel-IdylleBildbeschreibung ausklappenUnsere Autorin hat ihr langjähriges Zuhause aufgegeben und sich gleich zwei neue Nester gebaut. Aber kann man an mehreren Orten Zuhause sein? Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Vorne Ku’damm, hinten Waldhaus. So könnte man mein Lebensmodell – angelehnt an Kurt Tucholskys Zeile „Vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße“ aus dem Gedicht „Das Ideal“ – in einen Satz packen. Vor einem Jahr habe ich begonnen, ein duales Hausleben zu führen, an zwei Orten zugleich heimisch zu werden. Mit zwei Adressen, zwei Schlüsselbunden, zwei Stromverträgen.Rund 100 Jahre nachdem Tucholsky die Unmöglichkeit eines ländlich-mondänen Lebens, das alles will, beschrieb, mache ich einen praktischen und emotionalen Selbstversuch: Kann man parallel Wurzeln in zwei Häusern schlagen, die rund 600 Kilometer voneinander entfernt sind? Zwei Nester bauen und sich in ihnen sicher, ruhig und glücklich fühlen? Oder ist dieses Doppelleben nur purer Stress?Dazwischen: Travelling with Deutsche BahnNatürlich kann man das alles erst einmal als Luxus sehen. Gesagt sei aber auch: Wir haben unsere Quadratmeter im Vergleich zu unserer vorherigen Mono-Wohnform lediglich auf zwei Standorte aufgeteilt. Zuvor lebten wir 16 Jahre lang in Niedersachsen. Dieses Zuhause gaben wir auf. Für ein Appartement in Berlin-Charlottenburg, fünf Minuten mit dem Rad vom Ku’damm entfernt, und einen Vierkanthof in Alleinlage in der Nordeifel, an dem am Wochenende mal der ein oder andere Wanderer vorbeiläuft.Dazwischen: Travelling with Deutsche Bahn. Sechs, sieben, acht Stunden. Große Koffer mit Fachbüchern und schweren Schuhen vorschicken. Den kleinen Koffer hinter sich herzerren. Um von der Rosamunde-Pilcher-Idylle in der Einöde in die 3,7-Millionen-Einwohner-Stadt zu kommen. Und zurück.Es braucht TrainingUm ehrlich zu sein: In den neuen Alltag zwischen zwei Residenzen finde ich mich noch hinein. Er braucht Training. Ich muss erst warm werden mit diesem Leben, das sich wie ein neuer, unbekannter Aggregatzustand anfühlt. Jedes Mal ist der Wechsel vom Land in die Metropole eine Reise vom Pianissimo ins Fortissimo. Vom Innen ins Außen. Die eher kleine Stadtwohnung im bürgerlichen Charlottenburg ist – Überraschung! – viel lauter als gedacht. Gerade gibt es eine Baustelle zur Straße, eine Baustelle im Innenhof, eine Baustelle nebenan. Es bohrt und hämmert und kreischt von 7 Uhr in der Früh an. Der Nachbar gegenüber spielt wunderbar Bach am Klavier, das Baby oben schreit, Müllmänner lärmen mit den Tonnen. Ständig klingeln Paketboten und stellen Lieferungen für die Nachbarn ab. Gerade hat unten noch eine Klangschalen-Therapeutin eine Praxis eröffnet.Auf dem Land dagegen ist es so ruhig, dass man seine eigenen Gedanken zu hören glaubt. Laut sind nur die Espressomaschine und die Wildschweine. Letztere, wenn sie sich nachts laut um die ölreichen Walnüsse auf der Streuobstwiese streiten. Sonst schaut lediglich ab und zu ein Hermelin durch das Küchenfenster. Im Sommer hing eine meterlange Schlange an der Fassade neben der Eingangstür und wand sich dramatisch züngelnd auf den warmen Steinen entlang: eine eher seltene Schlingnatter, mit einer kronenförmigen Zeichnung auf dem Kopf. „Sie wird ihr Nest hier am Haus haben“, sagte der örtliche Jäger, dem wir die Videos dieser Hofbewohnerin zeigten. Ein Nest. So wie wir. Wir haben sie Gisela getauft.In Berlin erst einmal zum Barista ins Bobo-CaféWichtig für das veritable Einwurzeln auf Zeit am jeweils anderen Ort sind die Transitionstage. Das bewusste Ankommen. Schön auf dem Land ist immer der erste Morgen nach der Rückkehr aus der Stadt. Mit dem Blick aus dem Arbeitszimmer über die Hügel des Rheintals. Ausatmen. Der Moment, in dem Hofhund Kenai mich freudig begrüßt, wenn ich noch im Nachthemd die Tür öffne und den Morgentee auf den Stufen trinke. Egal bei welcher Temperatur. Vielleicht sind es überhaupt diese kleinen Rituale, die die Basis für das Ankommen an einem Ort und sich selbst bauen.In Berlin heißt das Ritual: Einen großen Blumenstrauß schon bei der Ankunft am Bahnhof Spandau kaufen und mit ihm samt Trolley nach Charlottenburg düsen, am Funkturm vorbei. Erst Blumen in die Vase, dann Hände waschen. Am ersten Morgen in der Stadt zum nahen Bobo-Café rübergehen und ein wirklich hervorragendes Pain au chocolat und einen überteuerten Milchcafé bei einem der englisch sprechenden Baristas mit merkwürdig bedruckten T-Shirts bestellen. Mit dem roten Klapperrad (in einem Schöneberger Hinterhof von einem Bastler gekauft) Richtung Ku’damm rollen und der Herzensfreundin Hallo sagen, die auch gerade in die Stadt und das Viertel gezogen ist. Und ebenfalls zwischen Stadt und Land wechselt.Es fühlte sich fast wie in einem Airbnb anEine meist erzwungene örtliche Doppelexistenz kennen manche Familien ja vom klassischen Pendelleben: Während der Woche ist einer der Partner auswärts im Job und wohnt in einer kleinen Butze. Es folgt dann ein langes Wochenende daheim mit der Familie im „richtigen“ Haus. Bei uns ist die Lage anders, denn wir haben uns auf das Pingpong-Leben zwischen Stadtwohnung und Landhaus bewusst eingelassen. Zuerst fühlte sich die Etagenwohnung fremd an, fast wie ein Airbnb. Der innere Zuhause-Regler verschiebt sich aber gerade immer mehr hin zu Berlin, je öfter wir dort leben. Der Kleine-Prinz-Effekt, vielleicht. Sich einen Ort zu eigen machen, indem man sich um ihn kümmert.Zwar ist das Zuhause an der Spree schwerpunktmäßig als Standort für den Beruf konzipiert, denn hier finden eben geballt Termine und Kontakte statt. Aber es ist auch unser Wunsch, dass die ganze Familie in der Hauptstadt ein Standbein in einer neuen Lebensphase hat. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, aber alle gerne zusammen sein wollen.Der Wechsel zwischen dem Charlottenburger Kiez – samt persischen Cafés, Autorenbuchhandlung und Weinhandlung namens „Suff“ – und dem einsamen Hügelhaus ist bislang eine Bereicherung. Auch wenn man als Familie immer wieder Kalenderkonferenzen wie im Bundespräsidialamt ansetzen und als Paar sorgfältig darauf achten muss, dass man genug gemeinsames Leben hat und der Partner nicht zu einem fernen Satelliten verkommt.Alles doppeltUnterschätzt habe ich allerdings die Tücken der doppelten Möblierung. Was zuerst als lässiges Aufteilen eines zentralen Möbelfundus gedacht war, stellt sich im real existierenden Leben als teures Problem heraus. Der kleine Glastisch aus Studienzeiten, der – mit einer prachtvollen französischen Decke gepimpt – in Berlin bisher als Esstisch dient, ist viel zu beengt schon für vier Leute. In der Hauptstadt fallen ständig Gäste ein. Sollen die weiter Lasagne auf dem Sofa essen? Eigentlich muss dringend ein ausziehbarer Tisch für sechs bis 14 Personen her. Ohne lange Tafel ist für mich ohnehin ein Zuhause kein richtiges Heim.Im Landhaus stehen zwei große Tische, die wir aber dort für die regelmäßigen Besuche des Familienclans brauchen. Der Ehemann meint, ein dritter langer Tisch sei „nice to have, aber nicht Prio 1“. Ich habe den größten Tulip Table von Eero Saarinen auf der Wunschliste (Gruselpreis, no way), schaue ständig nach bezahlbaren Vintage-Tischen (den perfekten habe ich neulich durch Zaudern verpasst) und überlege, wie ich mit Böcken und Platten vielleicht eine Zero-Budget-Lösung bauen kann.Der Salon braucht noch Vorhänge und Raffrollos, denn im Winter sehen die Nachbarn von gegenüber auf unser beleuchtetes Leben wie auf eine Opernbühne. In der Küche fehlen zwei Bistrostühle, die alten weißen Plastikmodelle sehen grauenvoll aus. Dafür habe ich bei Ebay nach Wochen einen Superschnapp mit einem gebrauchten Silberbesteck für 12 Personen gemacht. Müssen die Gäste halt erst einmal stehen, immerhin gibt es 1-a-Gabeln. Und für meinen Freund Wilhelm anständige Teetassen.Es ist die Atmosphäre, die ein Zuhause ausmachtDas Hauptproblem in Berlin ist, sich all der Freunde der Kinder zu erwehren, die dort nächtigen wollen. Eigentlich sollte Berlin auch zum Refugium der über 20 Jahre geplagten Mutter werden. Vorletzte Woche war jedoch ein mir bis dato unbekannter, aber angeblich als Star-DJ gefeierter Achtzehnjähriger als Übernachtungsgast auf dem Daybed im Salon angekündigt. Letzte Woche wurde mein Bett von einem Studi-Praktikanten belegt. Gerade ist zudem noch die Kindergartenfreundin meines Sohnes da. Dann möchten die Freundinnen der Tochter aus Taiwan, Italien und Venezuela kommen. Die Lage eskaliert manchmal so sehr, dass ich zu einer befreundeten Familie nach Brandenburg ziehe, wenn es zu voll wird.Trotz der Horden, die in Berlin einfallen, und der Einsamkeit des Landhauses, in dem der soziale Höhepunkt des Tages oft das Klingeln des Briefträgers ist: Ich fühle mich tatsächlich an beiden Orten zu Hause. Es ist die Atmosphäre, die ein Haus zum Heim macht. Die Gestaltung der Räume, die Möbel, die eigenen Farben, Bücher. Und die Magie des Geruchs. Ich habe an beiden Orten dieselbe Duftkerze namens „Feu de Bois“, Holzfeuer, von Diptyque. Nach ihr riechen meine Häuser seit 25 Jahren, über Länder und Behausungen hinweg. Und an beide Orte kommen Menschen zum Essen. Deshalb das viele, viele Besteck. Nichts wäre trauriger, als allein mit einem Löffel einen Joghurtbecher vor dem Computer auszukratzen. Chili con carne für zwölf Personen! Rote Linsenbällchen und Aperol für zehn!Mehr zum ThemaFAZ+Kampf gegen Alltagslärm„Der Klang an einem Ort ist wichtig für unser Wohlbefinden“Architektur und DesignDavon wollen wir 2026 mehr sehen!Hütten und PalästeEhedrama im neuen HausDass sich sowohl die neue Etagenwohnung als auch das dreihundert Jahre alte Landhaus so zuhausig anfühlen, war nicht selbstverständlich. Denn wir haben dort noch keine langen Lebensgeschichten in ihre Räume eingeschrieben. Anders als in Niedersachsen. Dort waren wir enorm sozial eingebunden im örtlichen Kulturhaus und der Kirchengemeinde, hatten einen großen Freundeskreis. Aber: Die kommen nun alle nach Berlin. Ich brauche wirklich dringend diesen langen, langen Esstisch. Und ja: Manchmal, wenn ich in Berlin im Bett liege und die Lichter der Stadt ins Schlafzimmer scheinen, denke ich an Gisela, die Schlange, in meinem anderen Haus, die in den Steinen ihr Nest hat.
Limburger Bischof : Bätzing gibt Vorsitz der Bischofskonferenz abBildbeschreibung ausklappenGeorg Bätzing teilte den Mitgliedern der Konferenz am Montag mit, er stehe für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung. Die erste war geprägt von Konflikten über den „Synodalen Weg“. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Der Limburger Bischof Georg Bätzing steht für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) nicht zur Verfügung. Das teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Montag in Bonn mit. Nach Informationen der F.A.Z. hatte Bätzing diese Entscheidung zuvor den gut sechzig Mitgliedern der Konferenz per Brief mitgeteilt. Der bald 65 Jahre alte Geistliche war im März 2020 in der Nachfolge des Münchner Erzbischofs Reinhard Kardinal Marx zum Vorsitzenden gewählt worden.Seine Amtszeit war vor allem geprägt von Konflikten innerhalb der DBK und mit dem Vatikan über das Reformprojekt „Synodaler Weg“. Bätzing schlug sich darin stets auf die Seite der Reformer. Gesellschaftspolitisch trat Bätzing als Stimme der Kirche kaum in Erscheinung.Befremden über Bätzings Schulterschluss mit den ReformkräftenÜber die Gründe seines Rückzugs schwieg sich Bätzing in dem auf den heutigen Montag datierten Schreiben aus. Stattdessen bemühte er die Floskel, er habe sich „nach Beratung und reiflicher Überlegung“ entschieden, sich bei der bevorstehenden Frühjahrsvollversammlung in Würzburg nicht mehr zur Verfügung zu stellen.Dass Bätzing eine zweite Amtszeit verwehrt worden wäre, erscheint als nicht sehr wahrscheinlich. In Deutschland ist es anders als in vielen anderen Ländern nicht unüblich, dass der Vorsitz der Bischofskonferenz über mehrere sechsjährige Amtszeiten in einer Hand liegt. Allerdings hatte Bätzings Schulterschluss mit den Reformkräften des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) in den vergangenen sechs Jahren weit über die kleine Zahl seiner dezidierten Gegner innerhalb der Bischofskonferenz hinaus immer wieder zu Befremden geführt.Mehr zum ThemaFAZ+Streit über „Synodalen Rat“Nach fünf Jahren ein weichgespültes StatutFAZ+Georg BätzingBischofsworte für MutigeFAZ+Bischofskonferenz in FuldaBätzing kritisiert Israels Vorgehen im GazastreifenAuch im Vatikan wurde der aus dem Bistum Trier stammende Geistliche, der 2016 zum Bischof von Limburg gewählt worden war, nicht als eigenständige Stimme der Bischöfe wahrgenommen. Vielmehr trat er auch dort an der Seite der ZdK-Vorsitzenden Irme Stetter-Karp als Wortführer gut organisierter Reformgruppen auf, die sich als Avantgarde des Katholizismus des 21. Jahrhunderts verstanden.Die Wahl des neuen Vorsitzenden findet voraussichtlich am 24. Februar statt. Wahlberechtigt sind alle gut sechzig Orts- und Weihbischöfe in Deutschland. Zwei Bistümer, Münster und Eichstätt, werden wegen der Vakanz des Bischofsstuhls von sogenannten Diözesanadministratoren vertreten.
Merz will noch diese Woche mit Trump über Zölle sprechen
Die Europäische Union weist die US-Zolldrohung wegen Grönland zurück. Kanzler Merz will in einem persönlichen Gespräch mit Präsident Trump eine Lösung finden. Motto: »Jede Eskalation vermeiden.«
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Friedrich Merz
Foto: Clemens Bilan / EPA
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nach den Zollandrohungen von Donald Trump betont, mit dem US-Präsidenten eine Lösung finden zu wollen. »Wir werden auch in Davos die Möglichkeit haben, darüber zu sprechen. Ich werde versuchen, Präsident Trump am Mittwoch zu treffen«, sagte Merz bei einer Pressekonferenz nach einer Bundesvorstandssitzung der CDU. Ob das Treffen zustande komme, hänge von der Terminplanung des US-Präsidenten und des Kanzlers ab.
Merz betonte mehrfach die Bereitschaft zu einer einvernehmlichen Lösung: »Wir sind uns einig, dass wir möglichst jede Eskalation in diesem Streit vermeiden wollen«, sagte der Kanzler.Außerdem stellte der CDU-Parteichef klar, dass die europäische Seite auf die Zollankündigungen besonnen reagieren werde. Man stehe im engen Austausch mit den europäischen Partnern und dem US-Präsidenten.Merz: »Wir können die europäischen Interessen schützen«US-Präsident Donald Trump hatte seinen Besitzanspruch auf Grönland erneut bekräftigt. Er schließt auch einen Einsatz des Militärs nicht aus. Europäische Staaten weisen eine Übernahme der Insel durch die USA zurück und unterstreichen die Souveränität des Landes. Als Reaktion will Trump ab Februar hohe Strafzölle gegen europäische Länder einführen, die sich mit Grönland solidarisieren.
Bei möglichen Vergeltungsmaßnahmen wie Gegenzöllen der Europäischen Union setzt der Kanzler auf die eigene Handlungsfähigkeit: »Die amerikanische Regierung weiß, dass wir von unserer Seite aus reagieren könnten. Ich will es nicht, aber wir können die europäischen und auch die deutschen Interessen schützen.«Kanzler betont Souveränität GrönlandsLaut Merz würden die neuen Zollpläne der USA die Beziehungen belasten. »Weitere Zollandrohungen werden das transatlantische Verhältnis nicht stärken, sondern schwächen«, sagte er. Auch wirtschaftliche Schäden seien zu erwarten: Zölle würden in der Regel von denen bezahlt, in deren Land die Importe gehen. »In diesem Falle würden die amerikanischen Konsumenten die Zölle bezahlen, aber sie würden natürlich auch unserer Wirtschaft, die Wirtschaft der Europäer und insbesondere der deutschen Wirtschaft, schaden und deswegen wollen wir hier eine Lösung finden«, sagte Merz.
Mit Bezug auf Trumps Machtanspruch auf Grönland unterstrich der Bundeskanzler die Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität. »Dänemark und die Bevölkerung Grönlands können auf unsere Unterstützung zählen«, sagte Merz.
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Ein Kommentar von Christoph Giesen, London
Die Europäische Union kündigte am Sonntag an, Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA zu prüfen. Konkret geht es um Strafzölle in Höhe von 93 Milliarden Euro oder Einschränkungen für US-amerikanische Unternehmen auf dem europäischen Markt. Ratspräsident António Costa lud die Staats- und Regierungschefs zu einem Sondergipfel ein. Dieser soll voraussichtlich am Donnerstag stattfinden.
Wie das höchste Gericht der USA Trumps aggressives Vorgehen gegen Grönland kippen könnte, erfahren Sie hier