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    Hamburg – Es ist ein Prozess, wie ihn Deutschland noch nie gesehen

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    Hamburg – Es ist ein Prozess, wie ihn Deutschland noch nie gesehen hat: Seit dem 11. Juli steht Christina Block mit ihrem Lebensgefährten Gerhard Delling vor Gericht. Der Vorwurf: Die Steakhaus-Erbin („Block House“) soll die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder Theo (11) und Klara (14) in Auftrag gegeben haben, die Sportschau-Legende ist wegen Beihilfe angeklagt.

    BILD berichtet über jeden Verhandlungstag im Live-Ticker direkt aus dem Gerichtssaal.

    Das Verfahren beginnt unter großem Interesse

    ► Der Prozess begann mit großem Medienrummel und der Verlesung der 148 Seiten langen Anklage. Erstmals wurde die Öffentlichkeit über die unglaublichen Vorwürfe, denen sich Block stellen muss, informiert. Am Ende des Tages fuhren Block und Delling im Cabrio von Anwalt Otmar Kury davon.

    Christina Block nimmt auf der Rückbank Platz. Ihr Anwalt Otmar Kury zu den Medienvertretern: „Wir hören das Mozart-Requiem und geben jetzt keine Erklärungen ab.“

    Christina Block nimmt auf der Rückbank Platz. Ihr Anwalt Otmar Kury zu den Medienvertretern: „Wir hören das Mozart-Requiem und geben jetzt keine Erklärungen ab.“

    ► Der zweite Prozesstag endete dagegen schon nach 54 Minuten. Der Grund: Der Anwalt des ebenfalls angeklagten Block-Familienanwalts Dr. Andreas C. forderte das Hinzuziehen weiterer Verfahrensakten. Lesen Sie im Live-Ticker nach, was an den ersten beiden Prozesstagen passiert ist.

    Christina Block spricht erstmals

    Der dritte Prozesstag: Christina Block spricht erstmals selbst, sie beginnt ihre lang erwartete Aussage. Was sie erzählt, klingt wie aus einem Action-Film. Sie streitet ab, dass die gewaltsame Entführung von ihr gewollt war. Als sie ihre Kinder nach der Entführung in Süddeutschland abholen wollte, erwarteten sie Männer in Strumpfmasken.

    Der Tatort in Dänemark: Hier wurden die Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 entführt

    Der Tatort in Dänemark: Hier wurden die Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 entführt

    ► Am vierten Prozesstag fehlte einer: Zwischenzeitlich hatte sich Christina Block von Star-Anwalt Otmar Kury getrennt. Vor Gericht sprach sie über bizarre Entführungspläne und über ihr enges Verhältnis zur israelischen Ex-Soldatin und Entführerin Keren Tenenbaum (genannt Olga). Dieser habe sie am Tag der Entführung noch den Aufenthaltsort der Kinder mitgeteilt.

    Keren Tenenbaum soll die rechte Hand des Chefs der Entführer gewesen sein. Unter dem Decknamen „Olga“ baute sie ein enges Verhältnis zu Christina Block auf. Sie befindet sich auf der Flucht

    Keren Tenenbaum soll die rechte Hand des Chefs der Entführer gewesen sein. Unter dem Decknamen „Olga“ baute sie ein enges Verhältnis zu Christina Block auf. Sie befindet sich auf der Flucht

    ► Nach dem Ende ihrer Aussage musste Christina Block am fünften Prozesstag ins Kreuzverhör. Dabei gab sie weitere Details preis: nicht nur zum Tag nach der Entführung, sondern auch zur Rolle ihres Partners Gerhard Delling. Sie muss die Befragung wegen Erschöpfung schließlich abbrechen.

    Ein Entführer packt aus

    ► Der sechste Prozesstag begann zunächst als eine Schlacht zwischen den Anwälten. Nach langem Streit darüber, welche Fragen an Block gestellt werden dürfen, begann der israelische Ex-Soldat Tal S. (36) seine Aussage. Er beschrieb den angeblichen Wunsch der Familie Block, die Kinder zurückzuholen: „Notwendigerweise auch durch einen Kraftakt, also mit Macht.“

    Der Angeklagte Tal S. (36) ist einer der Block-Entführer

    Der Angeklagte Tal S. (36) ist einer der Block-Entführer

    ► Auch am siebten Prozesstag sprach Tal S. weiter und berichtete, wie er bei der Entführung der Kinder half und dabei brutal auf Block-Ex Stephan Hensel einprügelte. Dieser nahm seine emotionale Entschuldigung an.

    ► Am achten Prozesstag endete die Aussage des Israeli, danach stellte er sich den Fragen der Anwälte. Am Ende stand die Frage: Wer ist der mysteriöse blonde Riese?

    Der Ex-Mann spricht

    ► Stephan Hensel nahm am neunten Prozesstag auf der Zeugenbank Platz und sprach über die Todesangst, die er während der Entführung hatte. Auch die Mitangeklagten Uta B. (Christina Blocks Cousine) und der ehemalige Zielfahnder Andreas P. machen ihre Aussage.

    Nebenkläger Stephan Hensel neben seinem Anwalt Philip von der Meden

    Nebenkläger Stephan Hensel neben seinem Anwalt Philip von der Meden

    ► Am zehnten Prozesstag wurde auch Stephan Hensel von den Anwälten befragt. Am Ende von Hensels Aussage zeigte sich der Entführer Tal S. „zutiefst erschüttert“. Hensel erklärte außerdem, er habe die Veröffentlichung eines Buchs von Gerhard Delling verhindert.

    ► Erstmals ist am elften Prozesstag auch eine Kinderpsychiaterin im Gerichtssaal. Christina Blocks Verteidiger Ingo Bott nimmt Stephan Hensel ins Kreuzverhör. Hensel schildert das Leben seiner Familie nach der Entführung – seine Worte klingen, als lebten die Kinder im Zeugenschutzprogramm.

    Das Haus, in dem Stephan Hensel und die Kinder in Dänemark gelebt haben, steht heute zum Verkauf

    Das Haus, in dem Stephan Hensel und die Kinder in Dänemark gelebt haben, steht heute zum Verkauf

    ► Am zwölften Prozesstag endete die Befragung von Hensel – und es wurde schmutzig vor Gericht! Bei der andauernden Befragung Stephan Hensels kamen einige Streitigkeiten zwischen ihm und seiner Ex-Frau ans Licht. Er machte ihr massive Vorwürfe im Umgang mit den Kindern.

    Block beantwortet Fragen

    ► Christina Block brach am dreizehnten Prozesstag mehrfach in Tränen aus, als sie wieder das Wort ergriff. Sie las die Fragen von Hensel-Anwalt Philip von der Meden vor und beantwortete sie direkt. Dabei ging es unter anderem um Wolfgang Kubicki und Ex-BND-Präsident August Hanning.

    ► Am vierzehnten Prozesstag stellte sich Christina Block erneut den Fragen der Anwälte. Sie sprach über die Zeit mit ihren Kindern in Hamburg nach der Entführung. Ihr Sohn Theo soll geweint und gesagt haben: „Ich will hier nicht weg.“

    Christina Block hinter ihrem Lebensgefährten Gerhard Delling auf dem Weg zum Landgericht

    Christina Block hinter ihrem Lebensgefährten Gerhard Delling auf dem Weg zum Landgericht

    Zeugenaussagen beginnen

    ► Ein dänischer Zeuge erzählte am 15. Prozesstag, wie er die Entführung der Kinder vom Fenster aus beobachtete. Er sah, wie sich eines der Kinder wehrte und in ein Auto gezerrt wurde. Im Gerichtssaal wird anschließend ein Brief vorgelesen, den Christina Blocks Eltern angeblich in der Nachbarschaft von Stephan Hensel in Dänemark verteilt haben.

    ► Ein Privatdetektiv wurde am 16. Prozesstag als Zeuge vernommen und schilderte detailliert, wie er Stephan Hensel und seine Familie in Dänemark ausspionierte. Dabei geriet er bei den gezielten Nachfragen der Richterin Isabel Hildebrandt ins Schwanken.

    Der Privatdetektiv Karsten Sch. wurde von Eugen Block für die Observation engagiert

    Der Privatdetektiv Karsten Sch. wurde von Eugen Block für die Observation engagiert

    ► Der Hamburger Hafenchef nahm am 17. Prozesstag auf der Zeugenbank Platz und sprach über seine Rolle im Entführungsfall. Im Anschluss las die Richterin geheimnisvolle Stichworte aus dem Notizbuch eines Entführers vor. Immer wieder fiel dabei der Name Eugen Block.

    ► Am 18. Prozesstag sprach der geheimnisvolle Zeuge Alon Katzir-Shimoni. Mehrfach wurde der Saal aus Gründen der Staatssicherheit geräumt und hinter verschlossenen Türen weiter ausgesagt.

    ► Am 19. Prozesstag ging es vor Gericht auch um Blocks geheimes Tagebuch. Ihr Verteidiger hatte sich wegen einer angeblich nicht ordnungsgemäßen Beschlagnahmung dafür eingesetzt, dass die Aufzeichnungen und Sprachnachrichten nicht als Beweismittel verwendet werden dürfen. Ohne Erfolg!

    Dr. Ingo Bott ist der Verteidiger von Christina Block

    Dr. Ingo Bott ist der Verteidiger von Christina Block

    Block-Mitarbeiter sagen aus

    ► Nach einer überraschenden Erklärung von Christina Block zu Beginn des 20. Prozesstages sagten der ehemalige Geschäftsführer und der aktuelle Finanzchef der „Block Gruppe“ aus. Dabei wurde bekannt, dass durch die Entführer Hotelkosten von rund 230.000 Euro entstanden.

    ► Der 21. Prozesstag endete turbulent. Kurz vor Schluss drohte die Richterin Christina Block mit einem Haftbefehl, diese hatte unerlaubt Zeugen kontaktiert. Der Anwalt Gerhard Dellings stellt im Anschluss im Namen seines Mandanten einen Antrag auf Aussetzung des Verfahrens. Das heißt: Abbruch und Neustart des Prozesses.

    Dr. David Rieks ist der Anwalt von Sportschau-Legende Gerhard Delling

    Dr. David Rieks ist der Anwalt von Sportschau-Legende Gerhard Delling

    ► Am 22. Prozesstag sollte eigentlich Klara Hensel, die Tochter von Christina Block, als Zeugin aussagen. Doch die Vernehmung des Entführungsopfers wurde auf Mitte Dezember verschoben. Stattdessen wurde es still im Saal, als minutenlang die Aufnahmen des Notfallknopfs aus der Tatnacht abgespielt wurden.

    Der Chef-Entführer kommt nach Hamburg

    ► Erstmals betrat Astrid H. (39) am 23. Prozesstag den Gerichtssaal im Block-Prozess. Sie schilderte, wie die brutale Entführung die Kinder bis heute psychisch belastet. Zwischendurch wandte sie sich sogar direkt an Christina Block.

    ► Er war der große Unbekannte: Chef-Entführer David Barkay kam am 24. Prozesstag nach Hamburg und begann seine Aussage. Unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen kam er zum Gerichtssaal. Er berichtete unter anderem, dass Christina Block ihn angefleht habe, ihre Kinder nach Deutschland zu bringen

    ► David Barkay setzte seine Aussage am 25. Prozesstag fort. Dabei rückte immer wieder Familienpatriarch Eugen Block in den Fokus, laut Chef-Entführer war dieser „die ganze Zeit involviert“.

    David Barkay bei seiner Ankunft im Flughafen Hamburg

    David Barkay bei seiner Ankunft im Flughafen Hamburg

    Der Prozess geht ins neue Jahr

    Am 26. Prozesstag setzte David Barkay seine Aussage fort und berichtete von der Zeit vor der Entführung und seinem Verhältnis zur Familie Block. Der Kronzeuge soll zu einem künftigen Zeitpunkt erneut aussagen.

    ► Wenige Tage vor den Weihnachtsfeiertagen wurde am 27. Verhandlungstag nur Formales besprochen, der Prozess wurde nur für dreißig Minuten angesetzt.

    ► Am 28. Prozesstag, der ersten Verhandlung im Jahr 2026, sagten zwei Mitarbeiterinnen des Jugendamtes aus. Die Sozialpädagoginnen schilderten, wie sie die Kinder und Christina Block kurz nach der Entführung erlebten.

    Es ist Winter: Christina Block und ihr Verteidiger Ingo Bott am 28. Prozesstag

    Es ist Winter: Christina Block und ihr Verteidiger Ingo Bott am 28. Prozesstag

    ► Der 29. Prozesstag begann mit einem Hammer! Die Vorsitzende Richterin gab gleich zu Beginn bekannt: Die Staatsanwaltschaft hat zwischenzeitlich die flüchtige Mit-Entführerin Keren Tennenbaum vernommen. In der Verhandlung sagten dann zwei ehemalige Mitarbeiter des Block-Hotels Grand-Elysée aus. Einer berichtete von Vorfällen, bei denen er das Gefühl hatte: Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu.

    ► Der Entführer-Boss David Barkay hat mit seiner Aussage vor dem Hamburger Landgericht die Block-Familie am 30. Verhandlungstag stark belastet. Er behauptet über seinen Auftrag: „Es war ganz klar die Mission, die Kinder aus Dänemark zurückzuholen.“

    Der Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen, zahlreiche Zeugen und Befragungen stehen weiterhin aus. Ursprünglich waren 37 Verhandlungstage bis zum 23. Dezember 2025 angesetzt, dann wurde der Prozess bis Ende März verlängert. Jetzt ist klar: Der Prozess wird bis mindestens Ende Juni andauern. Es wird inzwischen über eine weitere Verlängerung nachgedacht.

  • Internetzugang in Iran: „Ans Satelliteninternet von Starlink kommt das Regime nicht direkt ran“

    Internetzugang in Iran: „Ans Satelliteninternet von Starlink kommt das Regime nicht direkt ran“

    Das iranische Regime hat am 8. Januar als Reaktion auf Proteste das kabelbasierte Internet im Land fast vollständig abgeschaltet. Über Festnetztelefonate gelangen seitdem immer wieder wenige Informationen nach außen. Elon Musks Firma Space-X versorgt mit dem Satelliteninternet-Service Starlink zwar nur einen Bruchteil der 90 Millionen Menschen in Iran, Schätzungen zufolge etwa mehrere Hunderttausend. Aber dieser nicht abgehörte Kanal ist nicht so einfach zu kappen. Dennoch versucht es das Regime – und Starlink wehrt sich mit technischen Mitteln.

  • Aserbaidschan-Affäre: Bewährungsstrafe gefordert

    Aserbaidschan-Affäre: Bewährungsstrafe gefordert

    Weil er Bestechungsgeld aus Aserbaidschan angenommen haben soll, hat die Generalstaatsanwaltschaft München eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten für den Ex-CDU-Bundestagsabgeordneten Axel Fischer gefordert. Zudem soll er 80000 Euro an die Stiftung Opferhilfe zahlen und für drei Jahre das aktive und passive Wahlrecht verlieren. 26300 Euro, die er an Bestechungsgeldern erhalten haben soll, sollen eingezogen werden. Die Verteidiger wiesen die Vorwürfe zurück und forderten einen Freispruch. Fischer sei nicht käuflich gewesen, sagte sein Rechtsanwalt. Die Strafforderung der Anklage nannte er völlig unverhältnismäßig. Das Urteil soll an diesem Donnerstag verkündet werden.

  • Folterskandal im Gefängnis: Anklagen gegen frühere Leiterinnen von JVA Gablingen

    Folterskandal im Gefängnis: Anklagen gegen frühere Leiterinnen von JVA Gablingen

    Nach dem Folterskandal in der Justizvollzugsanstalt Gablingen bei Augsburg gibt es erste juristische Konsequenzen. Nach Informationen der Augsburger Allgemeinen hat die Staatsanwaltschaft Augsburg Anklage gegen drei Beschuldigte erhoben. Der früheren Leiterin der JVA, deren Stellvertreterin sowie einem Mitarbeiter der sogenannten Sicherungsgruppe werden demnach unter anderem Körperverletzung im Amt vorgeworfen.

    In einem der modernsten Gefängnisse Bayerns soll sich einer der größten Skandale im bayerischen Justizvollzugssystem zugetragen haben. Gefangene sollen nackt in die sogenannten besonders gesicherten Hafträume gesperrt worden sein, ohne Matratze, teilweise nackt und teils viele Tage lang. Im Oktober 2024 wurden die Vorwürfe bekannt, die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen etwa 20 Bedienstete. Es ging dabei auch um den Verdacht von Übergriffen auf Gefangene.

    Besonders die stellvertretende Leiterin der JVA soll geradezu ein System des Schreckens aufgezogen haben. Die Leiterin soll ihr freie Hand gelassen haben, während sie selbst viel Zeit im Homeoffice verbrachte. Beide Frauen wurden vom Dienst suspendiert.

    Nun muss das Landgericht Augsburg entscheiden, ob die Anklagen gegen die drei Beschuldigten zugelassen werden und ob es zu einem Strafprozess kommt. Mit weiteren Anklagen ist zu rechnen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

    Politisch haben sich die Vorwürfe bereits ausgewirkt. Im bayerischen Justizministerium wurde ein Gesetzespaket erarbeitet, wonach künftig Richter entscheiden müssen, wenn Häftlinge länger als 72 Stunden in besonders gesicherten Hafträumen untergebracht werden. Außerdem soll es besondere Schutzräume geben, als milderes Mittel zur Unterbringung von Häftlingen in psychischen Ausnahmesituationen. Schließlich soll die psychiatrische Versorgung von Gefangenen in bayerischen Justizvollzugsanstalten verbessert werden.

    Justizminister Georg Eisenreich griff darin Vorschläge einer Expertenkommission auf, die als Reaktion auf den Skandal eingerichtet worden war.

  • Verlorenes Afrika-Cup-Finale Marokko schaltet die Fifa ein Brahim Díaz hatte den Siegtreffer

    Verlorenes Afrika-Cup-Finale Marokko schaltet die Fifa ein Brahim Díaz hatte den Siegtreffer

    Verlorenes Afrika-Cup-Finale

    Marokko schaltet die Fifa ein

    Brahim Díaz hatte den Siegtreffer auf dem Fuß, doch er vergab im Finale des Afrika-Cups einen Elfmeter kläglich. War zuvor die Unterbrechung zu lang? Marokko will rechtliche Schritte einleiten.

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    Marokkos Fehlschütze Díaz: Erhebliche Auswirkungen

    Foto: Paul Ellis / AFP

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    Der Afrika-Cup ist mit einem außergewöhnlichen Finale zu Ende gegangen, Gastgeber Marokko will die 0:1-Niederlage gegen Senegal nicht einfach auf sich sitzen lassen. Der marokkanische Fußballverband (FRMF) kündigte rechtliche Schritte beim afrikanischen Verband (Caf) und beim Weltverband (Fifa) an.

    Damit soll erzwungen werden, dass das Verlassen des Platzes der senegalesischen Mannschaft in der turbulenten Schlussphase der regulären Spielzeit untersucht wird. Was genau die Marokkaner mit einer solchen Untersuchung erreichen wollen, ist zunächst unklar. Der FRMF begründete den Schritt in einer Stellungnahme mit »erheblichen Auswirkungen« auf die Leistung der Spieler.

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    Sieger Mané: Erfolgreiche Intervention

    Foto: Sebastien Bozon / AFP

    In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit hatte es beim Stand von 0:0 einen aus Sicht des Senegal unberechtigten Elfmeter für den Gastgeber gegeben. Aus Protest waren die Spieler auf Anweisung von Trainer Pape Thiaw in die Kabine gegangen. Kurzzeitig drohte ein Abbruch.

    Erst nach Intervention des früheren Bayern-Profis Sadio Mané war das Team des Senegal auf den Platz zurückgekehrt. Das Spiel wurde nach fast 20 Minuten Unterbrechung fortgesetzt. Brahim Díaz von Real Madrid lupfte den Elfmeter in die Arme des Torhüters Édouard Mendy, deshalb kam es zur Verlängerung. Senegal gewann schließlich mit 1:0.Thiaw: »Wir entschuldigen uns beim Fußball«Senegals Trainer Thiaw hatte sich anschließend für sein Verhalten entschuldigt: »Wir hätten nicht so reagieren sollen, aber das ist nun Vergangenheit. Wir entschuldigen uns beim Fußball.«

    Fifa-Präsident Gianni Infantino kritisierte die Vorfälle und neben dem Verhalten des Siegerteams auch das von Teilen der Fans, die sich Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften geliefert hatten. »Es ist inakzeptabel, das Spielfeld auf diese Weise zu verlassen, und Gewalt darf in unserem Sport nicht toleriert werden«, sagte der Schweizer. Er erwarte, dass die zuständigen Disziplinargremien des Caf die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des Finals, es war ein Wimmelbild in fünf Akten.

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  • Urteil zum Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen Harsche Kritik am System Deutsche Bahn Der

    Urteil zum Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen Harsche Kritik am System Deutsche Bahn Der

    Urteil zum Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen

    Harsche Kritik am System Deutsche Bahn

    Der Prozess nach dem fatalen Unfall, bei dem 2022 fünf Menschen starben, endet mit Freisprüchen: Das Münchner Landgericht sieht keine strafrechtliche Schuld bei zwei Bahn-Mitarbeitern. Doch der Konzern kommt nicht gut weg.

    Jan Friedmann, München

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    Prozess in München: Freisprüche für zwei Bahn-Mitarbeiter

    Foto: Peter Kneffel / dpa

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  • Augenzeugen über Zugunglück in Spanien »Ich kann nicht schlafen, diese Bilder lassen

    Augenzeugen über Zugunglück in Spanien »Ich kann nicht schlafen, diese Bilder lassen

    Augenzeugen über Zugunglück in Spanien

    »Ich kann nicht schlafen, diese Bilder lassen mich nicht los«

    Die Menschen, die vor Ort den Opfern des Zugunglücks in Spanien Hilfe geleistet haben, berichten von schrecklichen Szenen. Forensische Teams untersuchen den Gleisabschnitt weiter nach der Ursache der Katastrophe.

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    Adamuz, SpanienTrümmer, weit über die Unglücksstelle verstreut: Die spanischen Behörden haben neues Videomaterial vom Ort des verheerenden Zugunglücks veröffentlicht. Der Schock in der Gemeinde sitzt tief – Augenzeugen berichten von furchtbaren Eindrücken:Paqui, Augenzeugin:»Wir sahen Teile von Menschen, es waren keine Menschen mehr, man fand Arme. Mein Mann sah ein Kind, das im Zug gestorben war. Es war furchtbar anzusehen. Er sah ein anderes Kind, das nach seiner Mutter rief und sie suchte.« Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge in der andalusischen Provinz Córdoba starben mindestens 39 Menschen. Es ist eines der schwersten Eisenbahnunglücke in der Geschichte Spaniens.Juan Manuel Moreno, Ministerpräsident der Region Andalusien»Die Aufnahmen waren sehr, sehr schockierend. Sie haben mich auf jeden Fall schockiert. So etwas habe ich noch nie zuvor gesehen.«Die Ursache für die Kollision der beiden Züge auf gerader Strecke ist noch unklar. Feuerwehrleute versuchen mit Spezialwerkzeug das Fenster der Lok zu öffnen. Forensische Teams vor Ort untersuchen den Gleisabschnitt. Laut Behörden sei die betroffene Bahnstrecke vollständig saniert gewesen. Die Lok des Unglückszuges sei neu und soll erst drei Tage vor dem Unglück inspiziert worden sein. Es sei unklar, warum sie plötzlich auf das gegenüberliegende Gleis geriet.Beim Aufprall schleuderten Wagen von den Gleisen und stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinunter. Die Rettungskräfte hatten Schwierigkeiten, die in den Waggons festsitzenden Passagiere zu befreien.Paqui, Augenzeugin:»Ich kann nicht schlafen, diese Bilder lassen mich nicht los. Und wenn sie mich nicht loslassen, stellen Sie sich vor, wie es für meinen Mann ist, der hineinging und alles mit ansehen musste.«Nach Angaben des Innenministeriums wurden mehr als 170 Menschen bei dem Unglück verletzt, 29 davon schwer. Die Zahl der Todesopfer werde noch steigen – so die Befürchtung.

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  • Bundesstaat Kaduna Bewaffnete entführen mehr als 150 Christen in Nigeria Immer wieder

    Bundesstaat Kaduna Bewaffnete entführen mehr als 150 Christen in Nigeria Immer wieder

    Bundesstaat Kaduna

    Bewaffnete entführen mehr als 150 Christen in Nigeria

    Immer wieder werden Menschen in Nigeria entführt. Nun haben Unbekannte in drei Kirchen zugeschlagen. An Weihnachten hatte die US-Armee Ziele in dem Land angegriffen.

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    Polizei in Kaduna, Nigeria

    Foto: Nuhu Gwamna / REUTERS

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    Im Norden Nigerias haben Bewaffnete zwei Kirchen gestürmt und offenbar 163 Christen entführt. Die Angreifer blockierten während der Sonntagsmesse die Eingänge der beiden Gotteshäuser im Bundesstaat Kaduna und nahmen insgesamt 172 Gläubige gefangen, wie der Vorsitzende der Christlichen Vereinigung für Nordnigeria, Joseph Hayab, sagte. Neun von ihnen hätten erfolgreich die Flucht ergriffen.

    In einem Uno-Bericht, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag, war von mehr als hundert entführten Gläubigen die Rede. Die dünn besiedelte und waldreiche Gegend Kajuru, in der sich der Vorfall ereignete, sei zu einem »bevorzugten Ziel« für Entführer geworden, da sie dort ungestört vorgehen und den Sicherheitskräften entkommen könnten.Seit Jahren greifen schwer bewaffnete kriminelle Banden immer wieder in ländlichen Gebieten im Nordwesten und im Zentrum Nigerias an, um Menschen zu entführen und Lösegeld zu erpressen. Tausende Menschen wurden getötet. Die Gangs haben ihre Lager in einem riesigen Waldgebiet, das sich über mehrere Bundesstaaten erstreckt.

    Nigeria wird von zahlreichen Konflikten zwischen verschiedenen Ethnien und Bevölkerungsgruppen erschüttert, denen Christen wie Muslime gleichermaßen zum Opfer fallen. Das bevölkerungsreichste Land Afrikas ist in einen mehrheitlich muslimischen Norden und einen weitgehend christlichen Süden geteilt. Die nigerianischen Behörden weisen Vorwürfe zurück, die Christen im Land würden verfolgt.

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    Von Muriel Kalisch, Nairobi

    Der US-Präsident Donald Trump sieht in Nigeria die Religionsfreiheit gefährdet: Christen seien einer »existenziellen Bedrohung« ausgesetzt, sagte er im vergangenen November. Die US-Armee hatte am ersten Weihnachtstag Ziele der Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« (IS) im Nordwesten Nigerias angegriffen und dabei mehrere mutmaßliche IS-Kämpfer getötet. Zur Begründung der Angriffe führte Trump die Tötung »unschuldiger Christen« in dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas an.

    In Nigeria gehören Entführungen zum Alltag. Warum sich Donald Trump in die Debatte über die Sicherheit nigerianischer Christen einmischt, lesen Sie hier.

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    Quelle: BlaBlaGio/BILD