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Man muss kein Schwarzmaler sein, um zu sehen, dass Zweitligist Münster aktuell in einer schwierigen Situation steckt. Den Rückrundenstart daheim trotz spielerischer Dominanz mit 0:2 gegen Karlsruhe unglücklich in den Sand gesetzt. Bedeutet Rang 13 – bei nur noch einem mickrigen Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone. Die schlechteste Platzierung im bisherigen Saisonverlauf. Und jetzt folgen für das schwächste Auswärtsteam der Liga auch noch zwei schwere Aufgaben in Paderborn (So./13:30 Uhr/live bei Sky) und Nürnberg (Fr./30.01./18:30 Uhr). Dass dabei gleich fünf von sieben Stürmern verletzt fehlen, dürfte die Sorgenfalten bei den „Adlerträgern“ zusätzlich vertiefen…
Mitten im Abstiegskampf. Warum Batista Meier an seine Preußen glaubt!
Einer, den die „Schwarz-Weiß-Grünen“ jetzt eigentlich in Watte packen müssten, ist Oliver Batista Meier (24). Der technisch-versierte Offensivspieler ist mit fünf Toren nicht nur erfolgreichster Schütze, sondern nach den Ausfällen von Lars Lokotsch (30/Muskelbündelriss), „Schweden-Oscar“ Vilhelmsson (22/muskuläre Probleme), Malik „Batman“ Batmaz (25/Kreuzbandriss), Joshua Mees (29/Entzündung im Bein) und Nachwuchstalent Leon Tasov (21/Faserriss) neben Etienne Amenyido (27) auch die einzig verbliebene echte Angriffswaffe.
Oliver Batista Meier hat die Enttäuschung nach der bitteren Pleite gegen Karlsruhe inzwischen überwunden
„Natürlich könnte unsere Situation etwas besser sein,“ gibt der Sommer-Neuzugang aus Ulm ehrlich zu. Dennoch schaut er positiv nach vorn. „Wenn wir weiter so geil spielen wie gegen Karlsruhe und uns ähnlich viele Chancen erarbeiten, glaube ich fest an uns. Wir müssten nur einfach mal in Führung gehen, dann würde der Knoten sicherlich platzen,“ zeigt sich Münsters „Zauberfuß“ überzeugt.
Angesichts der „dünnen Personaldecke“ hält es Batista Meier allerdings für richtig und wichtig, dass sich die sportliche Führung des Vereins um eine Verstärkung für den Sturm bemüht. Wobei er aber sofort klarstellt: „Auch wenn’s nicht damit klappt, bin ich voll und ganz von der Qualität unseres Kaders überzeugt. Die Niederlage gegen den KSC tat zwar mächtig weh. Aber wir haben sie Montag intern bestens aufgearbeitet. Ab sofort geht unser Blick wieder nach vorn.“
Sport-Geschäftsführer Ole Kittner (38) bleibt ebenfalls optimistisch. Stellt klipp und klar fest: „Für 20 Punkte aus der Hinrunde und ein richtig gutes Spiel gegen Karlsruhe müssen wir uns nicht entschuldigen. Schon auf der Jahreshauptversammlung im November habe ich gesagt, dass wir immer damit rechnen müssen, mit dem letzten Tabellendrittel in Kontakt zu kommen. Deswegen werden wir jetzt aber nicht unsere Spielweise umstellen und die Bälle nur noch lang hinten rausschlagen.“
Und weiter: „Natürlich schauen wir uns um, was der Markt an Möglichkeiten für den Sturm hergibt. Aber wir werden nicht in blinden Aktionismus verfallen und nur dann eine Verpflichtung vornehmen, wenn wir zu 100 Prozent von dem Spieler überzeugt sind.“
Schauen weiter zuversichtlich nach vorn: Preußen-Trainer Alexander Ende, Sport-Geschäftsführer Ole Kittner und Sportdirektor Jan Uphues (v.l.)
Außerdem verweist er nachdrücklich darauf, dass keinem bei Preußen untersagt ist, Tore zu schießen. Kittner: „Zur Erinnerung – die wahrscheinlich besten Möglichkeiten gegen den KSC hatten mit Zidan Sertdemir und Marcel Benger zwei unsere rMittelfeldspieler…“
Apropos Jaeckel: Der zuverlässige Innenverteidiger hatte Glück im Unglück, wurde für seine Rote Karte von Schiri Eric Weisbach (29/Halle) nach Notbremse gegen die Badener vom DFB-Sportgericht am Montag mit der Sperre von nur einem Spiel belegt. Weil KSC-Kapitän und Kunstschütze Marvin Wanitzek (32) den folgenden Freistoß eiskalt zur Führung genutzt hatte. Bedeutet: Jaeckel fehlt lediglich am kommenden Sonntag in Paderborn.









