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Categorie: Nieuws
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Interview mit Kevin Mac Allister von Union Saint-Gilloise: „Viele von uns würden gern nach Deutschland gehen“
Der argentinische Abwehrchef des belgischen Meisters Saint-Gilloise erklärt vor der Partie beim FC Bayern, warum sein Klub damit Erfolg hat, eine Zwischenstation für Spieler auf dem Weg in größere Ligen zu sein – und Talente zu finden, die niemand auf dem Radar hat.
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Japan: Die Kunst, richtig zu packen
Ein guter Ratschlag für Tokio-Besucher: höchstens mit halb vollem Koffer anreisen. Die japanische Hauptstadt ist nicht nur reich an Tempeln, Kunst und erstklassigen Restaurants jeder Preislage. Sie ist auch ein Shopping-Paradies. In den Edel-Boutiquen in Ginza findet man Sonderkollektionen der internationalen Luxus-Marken. In angesagten Hipster-Vierteln wie Koenji oder Shimokitazawa reiht sich ein Second-Hand-Laden an den nächsten, alle so liebevoll kuratiert, dass man Ginza bald vergisst.
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Raumfahrt: Ein Raketenstart entscheidet über Europas Zukunft
Ein schneller Blick nach draußen? Bitte sehr. Daniel Metzler sitzt an diesem Montagmorgen um neun Uhr ganz in der Nähe des Raketenstartplatzes in einem Büro neben dem Kontrollzentrum und schwenkt die Kamera des Videocalls in Richtung Fenster. Draußen ist es stockdunkel, die Sonne geht erst in anderthalb Stunden auf – und dann auch nur für einen knapp dreistündigen arktischen Wintertag. Aber was heißt das hier schon, hell oder dunkel, Tag oder Nacht? Metzler ist nicht zum Wandern hier.
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Soziale Gerechtigkeit: Entlastung für Kleinerben, höhere Steuern für sehr Vermögende
Soziale Gerechtigkeit Hier entlasten, da belasten Das DIW legt ein Konzept zur Erbschaftsteuer vor, das einfacher und gerechter sein soll als das bisherige Modell. Die meisten Bürger müssten demnach gar keine Steuern zahlen. Erben großer Firmenvermögen würden dagegen stärker zur Kasse gebeten. Soziale Gerechtigkeit Hier entlasten, da belasten Das DIW legt ein Konzept zur Erbschaftsteuer vor, das einfacher und gerechter sein soll als das bisherige Modell. Die meisten Bürger müssten demnach gar keine Steuern zahlen. Erben großer Firmenvermögen würden dagegen stärker zur Kasse gebeten. Wie kann eine gerechtere Erbschaftsteuer aussehen? Die Debatte darüber ist neu entbrannt, seit die SPD-Bundestagsfraktion vergangene Woche ihr Konzept für eine Reform der Steuer vorgestellt hat. Die Sozialdemokraten wollen Großerben, die bisher oft ganze Unternehmen oder Wohnblöcke steuerfrei übernehmen können, mehr abverlangen und kleinere, „normale“ Erbschaften im Gegenzug stärker begünstigen. Ziel sei es, der weiteren Ballung von Vermögen in den Händen weniger entgegenzuwirken und Chancengleichheit zu fördern. Bei Unternehmensvertretern löst dies durchweg allergische Schübe aus. Mehr Erbschaftsteuer auf Betriebsvermögen werde Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze kosten, heißt es dort – und auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) warnt: Der SPD-Vorschlag bringe „zusätzliche Verunsicherung in die Bevölkerung und insbesondere in die mittelständischen Betriebe“.
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Quantencomputer: Zukunft, made in Germany
An diese Tür klopft man nicht aus Höflichkeit, sondern aus Vorsicht. Die ist auch geboten, wenn man seine Augen nicht schädigen will. In dem Raum im ersten Stock des ehemaligen Motorenforschungszentrums von Daimler-Benz in Ulm arbeiten Wissenschaftler mit starken Lasern. Der unbedarfte Besucher sieht ein Gewirr aus Regalen mit elektronischen Geräten, in der Mitte einen großen Tisch voller kleiner Spiegel und merkwürdiger Aufbauten. Was die Forscher da tun, führt einen in die Welt des Ultrakleinen. Dorthin, wo die Physik Dinge macht, die allem Gewohnten zu widersprechen scheinen. Die Welt der Quantenphysik.
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FC Bayern: Rauchfreie Zone für einen Abend
Die Chance ist groß, dass der FC Bayern an diesem Mittwoch etwas zu feiern hat. Ein Sieg gegen die Royale Union Saint-Gilloise, dann wäre dem Klub ein Platz unter den ersten Acht der riesigen Champions-League-Tabelle wohl nicht mal mehr unter Berücksichtigung anspruchsvoller arithmetischer Theorien zu nehmen. Was jetzt schon feststeht: Die Siegesfeier im Stadion würde deutlich verhaltener ausfallen als zuletzt. Denn die Blöcke 109 bis 117, der gesamte Unterrang der Südkurve, bleiben diesmal leer.
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Flohmarkt am Marienplatz: Der „Ratskeller“ schließt nach 150 Jahren – und verkauft das komplette Inventar
So eine Warteschlange ist ein klassisches Einerseits/Andererseits-Ding. Einerseits eine Erfindung aus der Hölle, vor allem wenn es draußen minus fünf Grad hat und sich die Schlange eher im Schneckentempo Richtung Ziel schiebt. Andererseits: Man kommt ins Gespräch, lernt interessante Studiengänge (Film!) und Doktorarbeits-Themen (Die Rom-Züge der deutschen Kaiser im Hochmittelalter) kennen, und kaum eineinhalb Stunden später fehlt nicht viel und man hätte mit Vor- und Hintermännern und -frauen Telefonnummern getauscht. Und das alles nur, weil der Ratskeller dichtgemacht hat.
„Aus is und gar is, und schad is, dass’s wahr is“, steht handgeschrieben am Eingang. Seit Jahresende ist das mehr als tausend Gäste fassende Wirtshaus unter dem Marienplatz Geschichte, nach 150 Jahren. Die den Laden seit 1975 betreibende Wirtsfamilie Wieser hätte umfangreiche Renovierungsmaßnahmen in der Küche, den Schankbereichen sowie in weiteren Räumlichkeiten angehen müssen, was wohl etwa 1,5 Millionen Euro teuer geworden wäre.
Da aber dem Rathaus und auch dem dazugehörigen Keller von 2032 an eine Generalsanierung bevorsteht, wollte Wirt Peter Wieser diese gewaltige Investition nicht mehr riskieren, woraufhin ihn die Stadt vorzeitig aus dem Vertrag entließ. Nun gilt es also auf- und zuerst mal auszuräumen, und so trennt man sich nach dem gängigen Motto „Alles muss raus“ vom Inventar, per mehrtägigem Flohmarkt.
Doch bevor im altehrwürdigen Keller die Neugier befriedigt werden kann, muss der geneigte Flohmarktfreund erst mal Geduld mitbringen – und am besten schön warme Schuhe, Mütze, Handschuhe und idealerweise noch eine große Thermoskanne samt Heißgetränk. Letzteres hat am ersten Flohmarkttag niemand dabei – wer hätte denn auch gedacht, dass sich eine Warteschlange quer über den Marienplatz bis rüber zum Hugendubel bilden würde, nur weil der Ratskeller seine alten Gläser, Krüge sowie Töpfe, Tassen und Teller verschachert?

Die Schlange der Kundinnen und Kunden geht bei Minusgraden einmal rüber zum Hugendubel. (Foto: Johannes Simon) Um flohmarktübliches Gedränge zu vermeiden, bestehen die Veranstalter sozusagen auf einer strengen Tür und lassen immer nur eine begrenzte Anzahl von Shopping-Willigen hinein, daher die lange und langsame Warteschlange. Zu sehen sind bei den bibbernd Wartenden Rücksäcke und der blaugelbe Tragetaschen-Klassiker eines schwedischen Möbelhauses.
Fragt man in der Schlange ein wenig herum, was die Neugierigen sich von dem unterirdischen Flohmarkt erwarten, hört man von Unverbindlichem („einfach mal schauen“) bis zum Konkreten („Eine Teekanne brauche ich“) so ziemlich alles. Und fragt man diejenigen, die offenbar ganz vorn in der Schlange gestanden haben und nun schon wieder aus dem Keller herauskommen, klingt das meist wenig ermutigend: „Braucht’s ned hingehn! Die lassen immer nur zwei Leut’ rein, da steht’s heut’ Nachmittag um drei noch da“, ruft ein älterer Herr in gelber Jacke herüber. Was es zu sehen gebe? „Ah, nur Gläser und ein paar Bilder.“ Ein Anderer schimpft: „Recht viel G’lump. Und mies organisiert!“ In der Hand hat er eine Sauciere, immerhin: „Ah, dafür rentiert sich die Warterei nicht.“ Tatsächlich entsteigen dem Keller viele ohne Beute, andere tragen rechts und links in den Händen schwere Tüten raus, ein anderer einen gut gefüllten Umzugskarton mit Geschirr.
Noch so ein Warteschlangen-Effekt: die Neugier der Passanten. Unzählige Nachfragen („Wasn hier los?“, „Gibt’s do a Freibier?“, „Wissen Sie, was die Gläser kosten?“, „Wie lange steht man denn an bis hierher?“) gilt es zu beantworten, manche erzählen auch von sich und dem gewesenen Ratskeller. Eine alte Dame winkt ab: „Da musste ich früher immer mit meinem Vater zum Frühschoppen hin, unter dem großen Fass – pfui Deibel.“ Einige in der Schlange waren noch nie da, wo sie jetzt unbedingt hin wollen, Vordermann Avi – der angehende Historiker – dagegen schon: „Wir haben da auch mal gegessen. War okay, aber schon teuer. Und viele Touristen.“
Nach 45 Minuten warten: ein Platz an der Sonne, endlich raus aus dem Schatten. Noch mal so lange, und schon kann es losgehen mit der Flohmarktstöberei in den heiligen Hallen, in denen es bereits ein wenig muffig riecht. Zu sehen gibt’s Erwartbares wie Tischdecken, Brotkörbe, Kerzen, Kleiderbügel sowie Gläser, Geschirr und Besteck aller Art, aber auch Wunderkerzen, diverse Wein- und Champagnerflaschen (der Moet für 36 Euro, die halbe Falsche Laurent-Perrier für 16 Euro) und eine ziemlich beachtliche Sammlung von alten Stichen, Zeichnungen sowie schöne Fotografien und historische Ansichten des Münchner Stadtlebens oder auch von gewesenen Weinköniginnen.

Zu kaufen gibt es eine beachtliche Sammlung von alten Stichen, Zeichnungen sowie schöne Fotografien und historische Ansichten des Münchner Stadtlebens, … (Foto: Johannes Simon) 
… Schilder, die nun ausgedient haben … (Foto: Johannes Simon) 
… und für zehn Euro historische Speisekarten – Juliennesuppe: 30 Pfennig. (Foto: Johannes Simon) Die Preise? Okay, findet der geübte Flohmarktschlenderer: 20 Euro für einen Diogenes-Stich, für einen Lucullus muss man einen Zehner mehr investieren. Auch die Zeichnung eines unbenannten Schäferhundkopfes ist zu haben, Kostenpunkt: 75 Euro. Wer’s mag.
Kunstinteressierte werden sicherlich bei Bischof Urban hängen bleiben, dessen kunstvoll geschnitzte Figur mit beachtlichen 499 Euro zu Buche schlägt. Könnte Bonifaz Kaspar von Urban darstellen, den ehemaligen Erzbischof von Bamberg, der in Beuerberg zur Welt kam, im 18. Jahrhundert. „Ein Bischof ist’s auf jeden Fall“, meint ein ebenfalls interessierter älterer Herr. Wer einen Sinn für solche Dinge hat oder einfach nur ein bissl günstigen Hausrat braucht, für den wird sich die Warterei also schon lohnen.
Und was wird nun aus dem alten Gemäuer? Weiß kein Mensch. Filmstudent Felix mutmaßt: „So wie ich München kenne, kommt da eine Osteria rein. Oder ein Irish Pub.“
Der Flohmarkt läuft noch bis Freitag, täglich von 10 bis 14 Uhr, nur Kartenzahlung möglich.
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Wirtschaftskriminalität: Wenn die KI sich als Finanzchef ausgibt
Es begann ganz harmlos. Ein Lieferant für Solaranlagen-Teile aus Nordrhein-Westfalen erhielt von einem bekannten Energieunternehmen eine Anfrage. Man wolle Kapazitäten ausbauen, mehr Solaranlagen bauen. Der Lieferant erstellte ein Angebot und gewann den Auftrag: Der Energieversorger bestellte Solarpaneele, Wechselrichter und Montagesysteme. Die Teile sollten an verschiedene Lageradressen geliefert werden, die angeblich alle zum Unternehmen gehörten.
Der Lieferant freute er sich über den lukrativen Auftrag und versendete die Ware. Als die Rechnung fällig wurden, flog der Schwindel auf. Der Energieversorger hatte den Auftrag nie erteilt. Keine der genannten Kontaktpersonen war mehr erreichbar und die Lieferadressen waren kurzfristig angemietete Lagerhallen, die inzwischen längst verlassen waren. Die Betrüger hatten die Ware schnell weiterverkauft und waren anschließend spurlos verschwunden. Schaden: 2,5 Millionen Euro.
Bestellerbetrug heißt diese Art der Wirtschaftskriminalität unter Experten. Die Zahl der Fälle ist stark gestiegen, wie aus der aktuellen Schadenstatistik des Kreditversicherers Allianz Trade hervorgeht. Im vergangenen Jahr gab es einen Anstieg um 61 Prozent, die Schadensummen waren 2025 sogar 139 Prozent höher als im Vorjahr. Allerdings schwanken die Werte stark: 2024 hatte es einen Rückgang der Fälle um 46 Prozent gegeben.
„Deepfakes sind inzwischen täuschend echt“
Immer häufiger setzen die Kriminellen künstliche Intelligenz ein. Das macht es Firmen zunehmend schwer, den Betrug zu erkennen. „E-Mails sind inzwischen makellos und die Deepfakes täuschend echt“, sagte Marie-Christine Kragh, globale Leiterin Vertrauensschadenversicherung bei Allianz Trade. Diese Art der Versicherung deckt finanzielle Schäden ab, die durch die Handlung von Vertrauenspersonen entstehen, also eigene Mitarbeiter, Vorstände oder Aufsichtsräte, aber auch durch Dritte, die sich als solche Vertrauenspersonen ausgeben. „Maßgeschneiderte E-Mails mit dem richtigen Ton und internen Details schaffen eine sehr hohe Glaubwürdigkeit und steigern damit die Erfolgschancen erheblich. Das zeigt auch unsere Statistik: Wenn es knallt, dann richtig.“
Das erlebte auch der Mitarbeiter eines Maschinenbauers aus Süddeutschland. Er wurde zunächst per SMS kontaktiert. Es meldete sich der Finanzvorstand der Muttergesellschaft. Man tauschte ein paar Freundlichkeiten aus, es ging auch um den Skiurlaub des Finanzchefs und dann zur Sache. Ein wichtiges Geschäft stehe an, die Übernahme einer anderen Firma.
Wenige Tage darauf erhielt der Mitarbeiter mehrere E-Mails. Sie kamen scheinbar von einem Rechtsanwalt einer internationalen Kanzlei, die in die Angelegenheit eingezogen worden war. Hinzu kamen Audio-Anrufe des angeblichen Finanzvorstands, dessen Stimme echt klang. Innerhalb von fünf Tagen veranlasste der Mitarbeiter Zahlungen über 1,9 Millionen Euro.
Nachdem sich kurz darauf herausstellte, dass nicht der Finanzchef, sondern Betrüger die Anweisungen veranlasst hatten, beauftragte das Unternehmen einen Spezialisten mit der Rückholung der überwiesenen Gelder. Das gelang zumindest teilweise: Knapp eine Million Euro konnte zurückgeholt werden, den Rest erstattete der Versicherer.
Die Schäden durch solche Fake-President-Fälle nehmen stark zu, stellt die Allianz fest: 2024 ging die Schadensumme um 200 Prozent nach oben, 2025 um weitere 81 Prozent. Auch für diese Masche gilt: „Die Wirtschaftskriminellen werden dank KI-Tools immer professioneller“, sagt Kragh.
Der beste Schutz für Firmen seien zweistufige Sicherheitsmaßnahmen, erklärt Rechtsanwalt Dirk Koch, Partner bei der Rechtsanwaltskanzlei Byte Law. Er betätigt sich auch als „guter“ Hacker, der Systeme von Firmen auf Schwachstellen prüft. Standard ist inzwischen die sogenannte Multi-Faktor-Authentifizierung, bei der sich Firmenangehörige auf mehreren Wegen legitimieren müssen, bevor sie Zugang zu Systemen erhalten. Auch die Nutzung von KI-basierten Filtern sowie eine sogenannte Anti-Trust-Architektur, bei der jeder einzelne Zugriff geprüft wird, könne helfen, Angriffe frühzeitig zu erkennen und Schäden zu begrenzen.
Auch wenn die Fälle mit externen Hackern und Fake Presidents spektakulär sind, den größten Teil der Schäden in der Vertrauensschadenversicherung richteten auch 2025 die sogenannten Innentäter an, also Beschäftigte der eigenen Firma. 65 Prozent der Fälle mit den höchsten Schäden entfielen laut Allianz Trade auf diese Tätergruppe. Verbrecher mit Angestelltenvertrag schmuggelten 2025 teure Designermode in den eigenen Kleiderschrank oder richteten sich einen eigenen Online-Shop mit günstigen, aus der Firma entwendeten Gartenwerkzeugen ein.
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Psychologie: Die meisten Jungs sind ganz in Ordnung
Männer an und für sich sind in manchen Kreisen mittlerweile so schlecht beleumundet, dass sie bereits vor ihrer Geburt enttäuschen. „Gender Disappointment“ lautet der Zeitgeistbegriff für den Umstand, dass Jungen heutzutage mitunter weniger willkommen sind als Mädchen. Unter großem Emo-Bohei beklagen dann Social-Media-Darstellerinnen, wie schlecht es ihnen seit der Nachricht gehe, dass sie einen Jungen statt eines Mädchens erwarten. Die giftige Wirkung der „toxischen Männlichkeit“, scheinen manche zu befürchten, könnte schon im Mutterleib beginnen. Eine Studie aus Neuseeland liefert nun allerdings Ergebnisse, die diese etwas zerstreuen könnten: Wie Psychologen um Deborah Hill Cone im Fachjournal Psychology of Men & Masculinities berichten, zeichnet nur eine kleine Minderheit von Männern ein Persönlichkeitsprofil aus, das den Begriff „toxisch“ verdient.
