Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.



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    Vor den Kommunalwahlen: Mehr Mittelfinger-Steinbrück für die Bayern-SPD

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Categorie: Nieuws

  • Vor den Kommunalwahlen: Mehr Mittelfinger-Steinbrück für die Bayern-SPD

    Vor den Kommunalwahlen: Mehr Mittelfinger-Steinbrück für die Bayern-SPD

    Da sitzen sie also auf dem Podium, SPD-Fraktionschef Holger Grießhammer und Peer Steinbrück. Die Sozialdemokraten haben den früheren Bundesminister zu ihrer Klausur in Bad Aibling eingeladen. Steinbrück, 79, ist heute Elder Statesman, Steckenpferd Bürokratieabbau. Was gleich auffällt: Er nutzt etwa das dreifache Sprechtempo im Vergleich mit dem bedächtigen Grießhammer.

    Irgendwie schimmert durch, was Steinbrück in aktiver Zeit auszeichnete: auch mal Schnodderschnauze, Abteilung Attacke. Und war da nicht das mit dem Stinkefinger? Den zeigte er 2013 als SPD-Kanzlerkandidat auf einem Magazin-Cover. Damals republikweit Gesprächsstoff, wochenlang.

    Mehr Stinkefinger-Mentalität bei der SPD im Landtag? Diese Frage stellt sich angesichts ihres Überlebenskampfs. Acht Prozent wies kürzlich der „Bayerntrend“ für sie aus. Und da konnten sie fast noch durchschnaufen, andere Umfragen notierten zuletzt nur sechs Prozent; ganz nah dran an der Todeszone. Im Landtag ist die kleinste aller Fraktionen emsig bei vielen Fachthemen. Mediales Echo dafür? Kaum. Kurzum: Die SPD-Fraktion hat ein Wahrnehmungsproblem.

    Holger Grießhammer, seit Sommer 2024 Fraktionschef, genießt einen prima Ruf im politischen München. Freundlich, rechtschaffen, das sagen sie in der Partei über ihn – oft sogar bei der Konkurrenz. Als Malermeister mit Betrieb repräsentiert der Oberfranke zudem etwas, das der SPD verloren geht im öffentlichen Image: Handwerk, Bodenständigkeit, Anpacken.

    Politik in Bayern

    :Wem gehört das Handwerk?

    Die Politik umschmeichelt es gerne als „die Wirtschaftsmacht von nebenan“, was angesichts von mehr als 210 000 Betrieben im Freistaat nur gerechtfertigt erscheint. Aktuell streiten die Parteien jedenfalls heftig, wer der einzig wahre Fürsprecher des Handwerks ist. Eine Bestandsaufnahme.

    SZ PlusVon Johann Osel

    Aber ist das die richtige Strategie: ein freundliches Gesicht im Überlebenskampf? Manchmal denkt man zurück an die Zeit von Grießhammers Vorgänger, Florian von Brunn. Der hat es zwar übertrieben mit den Knalleffekten, gefühlt verging kein Tag, an dem er nicht den Rücktritt eines Ministers gefordert hätte. Von Erfolg war die Strategie auch nicht gekrönt, weder extern (Wahldebakel), noch intern (Putsch). Aber, es wurde viel und oft geredet über die SPD.

    In Nürnberg können sie gerade studieren, wie viel Sichtbarkeit Querbürsten erzeugen kann. Der OB-Kandidat der SPD, Nasser Ahmed, hat seine Hautfarbe mit dem N-Wort auf einem Plakat thematisiert. Und gibt plötzlich Interviews in der überregionalen Presse. Vielleicht erhält Grießhammer ja von Steinbrück in Bad Aibling ein paar Tipps, in Sachen Rampensau-Qualitäten.

  • Landgericht München: Aus Eifersucht zugestochen

    Landgericht München: Aus Eifersucht zugestochen

    Ein Staplerfahrer aus dem Landkreis Dachau ist wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht München II zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht ordnete zudem die Unterbringung des 41-jährigen alkoholabhängigen Mannes in einer Entziehungsanstalt an. Ende Januar vergangenen Jahres hatte der Staplerfahrer in einer Obdachlosenunterkunft in Dachau einem Mann mit einem Messer in den Rücken gestochen. Da das Opfer eine dicke Winterjacke anhatte und eine Softshelljacke trug, wurde der Stich abgefedert.

    Auslöser für die Tat war nach Überzeugung des Gerichts übersteigerte Eifersucht. Nachdem sich die frühere Partnerin des Angeklagten von diesem getrennt hatte, wollte der Staplerfahrer nicht akzeptieren, dass sich die 40-Jährige mit anderen Männern trifft. Immer dann, wenn er sie in Begleitung eines anderen sah, griff er diesen an. So auch am 26. Januar des vergangenen Jahres. An jenem Tag war der Angeklagte in die Unterkunft gekommen, in der seine frühere Partnerin wohnte. Dort hatte er beobachte, wie sie in das Zimmer eines Mannes gegangen war. Als die beiden das Zimmer gemeinsam verließen, attackierte der Staplerfahrer den Mann mit einem Messer.

    Die Staatsanwaltschaft wertete die Tat in ihre Anklage ursprünglich als versuchten Totschlag. Da der Staplerfahrer aber nach Überzeugung des Gerichts keinen Tötungsvorsatz hatte, verurteilte es ihn nur wegen gefährlicher Körperverletzung. Außerdem ging die Kammer davon aus, dass der Alkoholmissbrauch des Angeklagten mit ausschlaggebend war für dessen übersteigerte Eifersucht. Der 41-Jährige kann die vom Gericht angeordnete Maßregel in einer Entziehungsanstalt sofort antreten und kommt nicht in den Vorwegvollzug. Das Urteil ist rechtskräftig.

  • Fernwärme für Haar: „Sie werden es merken, wenn wir zu arbeiten anfangen“

    Fernwärme für Haar: „Sie werden es merken, wenn wir zu arbeiten anfangen“

    Die Daunenjacken hängen an der Garderobe vor der Tür. Drinnen im Bürgerhaus sitzen die Haarer an diesem kühlen Januarabend Schulter an Schulter im Warmen. Viele haben Block und Stift in der Hand. Und alle warten gespannt, was der Bürgermeister, die Leute von der Energieagentur und von den Stadtwerken erzählen werden. Es geht um den Wärmeplan, also darum, wie die 25 000 Einwohnerinnen und Einwohner künftig klimaschonend ihre Wohnungen warm bekommen. Und: Was das den Einzelnen kostet.

    Als in den Neunzigerjahren die Rathäuser im Münchner Umland begannen, die Versorgung ihrer Bürger in kommunale Hände zu nehmen, war Haar vorn dabei. Zunächst wurden 1998 die inzwischen in Stadtwerke umbenannten Gemeindewerke und eine Gasversorgung GmbH gegründet, 2000 eine Stromversorgung GmbH. In Eglfing entstand ein Nahwärmenetz und das Bayernwerk nahm ein mit Gas betriebenes Blockheizkraftwerk in Betrieb. So lief das lange gut. Man verkaufte Gas und Strom und die Leitungsnetze wuchsen. Doch jetzt hat man ein Problem.

    Denn es gilt, dem Klimawandel Einhalt zu gebieten. Der Wärmebereich macht in Haar mit etwa 50 Prozent den größten Anteil am Energieverbrauch aus. Und davon laufen 60 Prozent über Erdgas, während der Anteil erneuerbarer Energiequellen bei 17,8 Prozent liegt. Damit bewegt sich Haar ziemlich genau im bundesweiten Durchschnitt. Was die Stadt erlebt, gilt fürs ganze Land.

    Seit Kurzem liegt in Haar der vom Gesetzgeber eingeforderte Wärmeplan auf dem Tisch. Patricia Pöllmann vom Institut für nachhaltige Energieversorgung (Inev) aus Rosenheim hat das 121 Seiten dicke Werk erstellt. Sie bereitet die Haarer an dem Abend mit knappen Worten auf die Größe der Aufgabe vor. „Es ist ein Haufen Arbeit“, sagt sie. Inev hat untersucht, was für alternative Energiequellen in Haar genutzt werden könnten und sich sogar angeschaut, ob das Abwasser ausreichend und warm genug ist, um energetisch genutzt zu werden.

    Das ist verworfen worden, stattdessen ist man zu dem Schluss gekommen, dass ein Fernwärmeausbau sinnvoll ist. „Wir sehen, dass wir in Haar eine sehr, sehr dichte Bebauung haben“, sagt Pöllmann. Damit biete sich eine Erweiterung des Leitungsnetzes an. Dafür haben die Stadtwerke mit der Bayernwerk Natur bereits die Wärmeversorgung Haar GmbH gegründet.

    Das Blockheizkraftwerk in Eglfing wird mit Gas betrieben. Künftig soll die Wärme aus Geothermie kommen.
    Das Blockheizkraftwerk in Eglfing wird mit Gas betrieben. Künftig soll die Wärme aus Geothermie kommen. (Foto: Claus Schunk)

    Erschließungsgebiet für Fernwärme ist das Stadtzentrum mit Bahnhofstraße und Leibstraße, öffentliche Gebäude wie das Rathaus und das bis heute mit Gas beheizte Bürgerhaus sollen angebunden werden. Auch ein Anschluss der Schulen ist vorgesehen. Vor allem aber geht es um die Hochhaus-Siedlung im Jagdfeld jenseits der Wasserburger Straße.

    Als großen Schritt bezeichnet der Geschäftsführer der Wärmeversorgung Haar, Boris Rührmeier, bei der Veranstaltung im Bürgerhaus, die Wohnungs- und Siedlungsbau Bayern Servicegesellschaft mbH aus München als wichtigen Kunden gewonnen zu haben. Der Versorgungsvertrag umfasse eine jährliche Liefermenge von etwa zehn Gigawattstunden (GWh) umweltfreundlicher Fernwärme für Bestandsgebäude im Jagdfeld. „Und auch weitere Großkunden haben bereits Interesse an einem Anschluss ans Fernwärmenetz bekundet.“

    Laut Rührmeier soll im ersten Quartal 2027 mit dem Bau der Fernwärmeleitungen begonnen werden. Noch warte man auf Förderzusagen vom Bund, was ein Jahr dauern könne. Ende 2028 könnte man im Jagdfeld angelangt und die großen Wohnblöcke angeschlossen haben. Es stünden massive Arbeiten an, für die zwei Rohre müssten die Straßen auf 2,5 Meter Breite aufgegraben werden, sagt Rührmeier: „Sie werden es merken, wenn wir zu arbeiten anfangen.“

    Die Verlegung von Fernwärmerohren wird nicht ohne Lärm abgehen.
    Die Verlegung von Fernwärmerohren wird nicht ohne Lärm abgehen. (Foto: Alessandra Schellnegger)

    Die Anwohner werden den Baulärm erleben. Und sie fragen sich, was sonst noch kommt. Eine 34-jährige Bankangestellte, die ihren Namen nicht nennen mag, stellt an dem Abend ernüchtert fest, dass ihr Haus zwar an einer Fernwärmeleitung Richtung Jagdfeld liegt, aber knapp nicht im Erschließungsgebiet. Die Heizung in ihrem Haus sei gerade kaputt, sagt sie, und frage sich, was sie jetzt machen solle. Kurzfristig werde sie ihre Heizung natürlich reparieren lassen. Aber dann? Werde irgendwann doch ein Fernwärmeanschluss kommen?

    „Wir können nicht in kurzer Zeit ganz Haar umbauen“, betont Geschäftsführer Rührmeier. Aber 2028 werde nicht Schluss sein. Man werde dann wohl angrenzende Gebiete angehen. Das Interesse ist groß. Es kommen Fragen aus der Dianastraße. Eugen Reithmann, der im Physikerviertel wohnt, ist interessiert. Ihn schreckt nicht, wenn das noch zehn Jahre dauert. „Ehrlich gesagt, ist das schnell“, sagt er. „Ich habe eine Wärmepumpe, die ist dann kaputt.“

    Zuallererst hatte sich die Stadt auf die Suche nach Alternativen zum Gas gemacht. Geothermie war in Haar lange außer Acht gelassen worden. Mittlerweile ist man mit Zorneding und Grasbrunn am Aufbau des Geothermie-Kraftwerks in Vaterstetten beteiligt. Im Jahr 2027 soll gebohrt werden und 2028 könnte den vier Kommunen eine Wärmeleistung von insgesamt gut 20 Megawatt zur Verfügung stehen. Haar will von 2029 oder 2030 an von dort über eine Fernleitung Wärme beziehen. Außerdem setzen die Stadt und ihre Stadtwerke mit ihrem Partner Bayernwerk Natur auf die zwei mit Biogas laufenden Blockheizkraftwerk-Einheiten mit insgesamt vier Megawatt Leistung in Eglfing.

    Zusätzlich wird der Bau von zwei mächtigen Grundwasserwärmepumpen vorbereitet. David Philipp von Bayernwerk Natur kündigt im Bürgerhaus an, dass in Kürze Probebohrungen in Eglfing abgeschlossen werden. Der Bau eines Kraftwerks-Gebäudes für die Großpumpen sei neben dem Blockheizkraftwerk vorgesehen.

    Auf drei Megawatt Leistung sollen die Grundwasserpumpen ausgelegt sein. Laut Philipp ist mit diesen die notwendige Energie für den Ausbau des Fernwärmenetzes fürs Erste abgesichert. Eine Erweiterung sei möglich, die Grundwasserverhältnisse seien für den Betrieb solcher Pumpen in Haar vorteilhaft. Die reinen Gaskessel am Blockheizkraftwerk, die aktuell die Spitzenlast abdecken, sollen Philipp zufolge zumindest so lange weiter eingesetzt werden, bis die Geothermie zur Verfügung steht. Den Pfad zur CO₂-Reduzierung wolle man weiter beschreiten, auch mit zusätzlichen Anschlüssen.

    Fragen nach Preisen und Anschlusskosten werden nur vage beantwortet

    Von den potenziellen Kunden interessieren sich viele für die Kosten. Ein Besucher wirft in den Raum, für einen Anschluss könnten 30 000 Euro fällig werden. Eugen Reithmann fragt nach der künftigen Preisstruktur. Hermann Schmidt-Ehrenberg beklagt, dass man einem Fernwärmeanbieter ausgeliefert sei, auch wenn dieser in Schwierigkeiten gerate. Die Preisgestaltung bei der Fernwärme sei oft undurchsichtig. Und überhaupt: „Was kostet uns die CO₂-Bepreisung?“

    Viele dieser Fragen bleiben offen, Antworten vage. Rührmeier sagt, der Fernwärmepreis werde identisch sein zum Preis in Eglfing, bei der aktuellen Erzeugerstruktur. Aber was heißt das? Was ist, wenn die Geothermie dazukommt? Das wisse er nicht, sagt der Geschäftsführer der Wärmeversorgung. Noch habe man in Vaterstetten nicht einmal gebohrt.

    Den verstärkten Ausbau mit Wärmepumpen, die unter Einsatz von Strom etwa eine dreifache Wärmeleistung erbringen, will Haar mit einer Freiflächen-Photovoltaikanlage unterstützen und auch finanziell erleichtern. Der Bau der Anlage mit 18 Megawatt Leistung könne angegangen werden, verkündet Bürgermeister Andreas Bukowski (CSU). Für die vier Feldlerchenpaare, die auf dem Areal zwischen Eglfing und Salmdorf brüteten, seien Ausgleichsflächen gefunden.

    Wenn all das greift, könnte das Gasnetz in Haar tatsächlich überflüssig werden. „Eine sehr große Frage ist, was passiert mit dem Gasnetz“, sagt Patricia Pöllmann deshalb. Und Boris Rührmeier hat die nächste Baustelle vor Augen. Das Stromnetz, so wie es jetzt ausgestaltet sei, sagt er, „wird dem Ausbau nicht standhalten“.

  • Medien: Ein Ende, zermürbt vom Zeitgeist

    Medien: Ein Ende, zermürbt vom Zeitgeist

    Pierre Baigorry ist eher als Musiker Peter Fox bekannt denn als Leserbriefschreiber. Aber im September vergangenen Jahres ärgerte er sich so sehr über eine Kolumne von Harald Martenstein im Zeit-Magazin, dass er seinem Zorn in dieser traditionellen Form öffentlich Luft machte.

  • Archäologie: Das ist die älteste bekannte Höhlenkunst der Welt

    Archäologie: Das ist die älteste bekannte Höhlenkunst der Welt

    Der Abdruck ist nicht gut erhalten, außerdem unscheinbar und leicht zu übersehen. An einer Wand in der Liang-Metanduno-Höhle auf Sulawesi haben Menschen vor langer Zeit mit dunkler Farbe einen Vogel gezeichnet und schräg darüber eine Figur, die eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Menschen hat. Dazwischen aber, wenige Zentimeter über dem Vogel, zeichnen sich schwach die Finger einer menschlichen Hand ab. Einer der Finger läuft unnatürlich spitz zu – womöglich wurde der Abdruck nachträglich bearbeitet, vielleicht wurde auch einfach nur die Hand beim Auftragen des Pigments bewegt. Doch unabhängig davon, wie der Abdruck im Einzelnen zustande gekommen ist: Forscherinnen und Forschern zufolge ist er die älteste bekannte Felszeichnung der Welt.

  • Entwicklungspsychologie: Papa, der Clown

    Entwicklungspsychologie: Papa, der Clown

    Sind die Bücher gelesen und das Licht gelöscht, stellt der Dreieinhalbjährige eine Frage, die er zum festen Teil des abendlichen Bett-geh-Rituals gemacht hat. „Papa“, sagt er mit langem zweiten A, „was machst du gerade?“ In seiner Stimme steckt kaum hörbares Glucksen, denn jetzt hat der Junge Anlass für eine Schmarrn-Antwort geschaffen – denn was soll Papa schon machen? Natürlich sitzt er neben dem Bett oder liegt auch darin. Doch der Vater sagt: „Ich reite auf einem Krokodil zum Bäcker“, weil Unfug mit Tieren hoch im Kurs steht. „Nein“, sagt der Sohn mit lang gedehntem I, kichert und fragt abermals: „Was machst du?“ Noch ein Versuch: „Ich spiele mit Lego mit einem Känguru.“ Der Kleine lacht und fragt wieder. So geht das ein paar Mal hin und her, das Kinderlachen wird lauter, bis die richtige Antwort das Ritual beendet: „Ich liege hier neben dir. Schlaf gut.“

  • Schüleraustausch: Trotz Trump: Schulen halten USA-Austauschprogramme aufrecht

    Schüleraustausch: Trotz Trump: Schulen halten USA-Austauschprogramme aufrecht

    Wer in die USA einreisen möchte, muss damit rechnen, dass seine persönlichen Social-Media-Profile durchforstet werden. Künftig könnte es sogar Pflicht werden, Online-Aktivitäten vor der Einreise offenzulegen. Die Vergabe von Visa an Austauschschüler und -studentinnen hat die Trump-Regierung 2025 zwischenzeitlich gestoppt. Und gerade droht sie damit, militärisch gegen Proteste gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis vorzugehen.

    Welchen Einfluss haben diese Entwicklungen auf Austauschprogramme in die USA? Wie in ganz Deutschland bieten auch Schulen in den Landkreisen rund um München solche Reisen an. Dabei fliegen deutsche Schülerinnen und Schüler für einige Wochen in die USA. Im Gegenzug kommen US-amerikanische Schüler von den Partnerschulen nach Deutschland.

    Gefördert werden diese Austauschprogramme über das German American Partnership Program (GAPP) des pädagogischen Austauschdienstes (PAD) der Kultusministerkonferenz. Anlass, das Programm einzuschränken, sieht der PAD bislang nicht. Er könne auch keinen Trend erkennen, dass weniger Besuche deutscher Schülergruppen stattfinden, teilt der Austauschdienst auf Anfrage mit. Bisher sei nicht bekannt, dass Schulen im GAPP wegen der politischen Umstände abgesagt hätten. Es gebe angesichts der Umstände aber „größere Unsicherheiten und Besorgnisse vonseiten der Schulen und vor allem auch Eltern“.

    „Wir sensibilisieren die Schüler“, heißt es von einem Gymnasium

    Susanne Falkenstein vom Korbinian-Aigner-Gymnasium in Erding bestätigt das. Die Schule hat Partnerschulen in Michigan und Boston. „Wir haben uns im Direktorat zusammengesetzt und überlegt, ob wir damit weitermachen“, erzählt Falkenstein. Die Schule hat sich dafür entschieden und macht ihre Schritte abhängig von den Sicherheits- und Reisehinweisen des Auswärtigen Amts: Wenn es eine Gefahr für Schüler und Lehrkräfte gibt, müsse man absagen. Für den Fall der Fälle hat Falkenstein die Flüge so gebucht, dass sie möglichst kurzfristig noch stornierbar sind.

    Auch die Schülerinnen und Schüler wurden vorgewarnt, dass der Austausch je nach Situation abgesagt werden könnte. Sie werden in einem Wahlkurs auf den Amerika-Austausch vorbereitet. Das Interesse ist weiterhin groß: Nicht alle Teilnehmer des Kurses können mitfahren. Bei der Vorbereitung versucht die Schule auch, Risiken bei der Einreise zu verringern: „Wir sensibilisieren die Schüler dafür, im Umgang mit sozialen Netzwerken vorsichtig zu sein – was sie anschauen, was sie liken, was sie teilen“, sagt Falkenstein. Andere Schulen würden Schülern verbieten, das Alltagshandy auf die Reise mitzunehmen, erzählt sie. Beim diesjährigen Austausch werde das Einverständnis der Eltern notwendig sein, Schüler bei verweigerter Einreise allein zurückzuschicken.

    Allgemein geht Falkenstein aber davon aus, dass der Austausch stattfinden wird. Die Größe der USA sei dabei von Vorteil. Ein Stadtzentrum, in dem Proteste stattfinden könnten, gebe es in der Partnerstadt gar nicht. „Wir schicken ja unsere Kinder nicht allein nach Detroit.“ Aber wie auch zuvor rate die Schule den Schülern davon ab, mit den Gastfamilien über Politik, Kirche oder Gehalt zu sprechen.

    Die Schüler selbst beschäftige primär eine Frage: Darf ich mit? „Wir haben ein sehr tolles Austauschprogramm. Das ist eigentlich das Schöne, dass das vom Politischen abgekoppelt ist“, sagt Falkenstein. „Es ist wichtig, dass man sich nicht einschüchtern lässt. Dass man den Schülern die Gelegenheit gibt, vor Ort zu sehen: Die haben die gleichen Interessen wie wir.“

    „Wir dachten an die deutsch-französische Freundschaft“

    Peter Mareis, Schulleiter am Josef-Effner-Gymnasium in Dachau, sieht das ähnlich. Die Organisatoren hätten mögliche Probleme zwar auf dem Schirm. Doch der Aufenthalt in Alaska ist weiterhin geplant. „Wir haben uns gefragt: Unterstützen wir mit einem Austausch ein System, das wir aus persönlicher Überzeugung nicht unterstützen?“ Nein, entschied die Schule. „Wir dachten an die deutsch-französische Freundschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging der Austausch über die Schulen.“ Außerdem möchte das Gymnasium seine Partner in Alaska und Philadelphia nicht im Stich lassen: „Wir wollen den Austausch ganz bewusst und gezielt weitermachen, weil es unsere Freunde sind.“

    Im vergangenen Oktober habe die Gruppe bei der Einreise keinerlei Einschränkungen erfahren, sei sogar eher bevorzugt behandelt worden. Auch die Eltern scheinen bisher entspannt. Auf der Informationsveranstaltung zur Reise im Oktober habe es zu dem Thema keine Rückfragen gegeben.

    Der erste Reflex sei vielleicht, dass man derzeit eher nicht in die USA fahren will, sagt Mareis. Aber: „Es ist ein Schüleraustausch und kein Urlaub.“ Kulturelle und politische Bildung stehe im Fokus. Deshalb sei auch ein Ausflug in die Hauptstadt Washington D.C. Teil des Programms. Und das Interesse ist auch hier weiterhin groß: Es möchten doppelt so viele Schüler mitfahren, wie es Plätze gibt.

  • Münchner Zoo: „Wir haben uns in die Pandas verliebt“

    Münchner Zoo: „Wir haben uns in die Pandas verliebt“

    Als Markus Söder noch nicht 59 Jahre alt und 1,94 Meter groß war, wollte er mal Tierparkdirektor werden. Das hat bekanntlich nicht geklappt. Söder ist stattdessen bayerischer Ministerpräsident geworden und eine der vielen Dienstreisen, die er in diesem Amt absolviert, hat ihn nach China geführt – und ihn offenbar nachhaltig geprägt. „Wir haben uns in die Pandas verliebt“, erinnert er sich.

  • Kolumne „Schön doof“: Meine Fresse

    Kolumne „Schön doof“: Meine Fresse

    Die Telenovela „Sturm der Liebe“ hat ein Herz für Sportsfreunde. Magdalena Neuner, die Biathlon-Weltmeisterin, spielte mit in der Serie, die von Liebe, Leid und Intrigen im Luxushotel Fürstenhof handelt. Eine Gastrolle hatte auch Patrick Lindner, der Sänger und 1860-Fan, der von seiner Terrasse aus auf das Grünwalder Stadion blicken kann. Zuletzt war Cathy Hummels dabei, einst Spielerfrau, heute Unternehmerin in eigener Sache. Und jetzt: Mario Basler! Prägender Fußballprofi der Neunziger, Meister der direkt verwandelten Eckbälle und weiser Worte wie: „Ich grüße meine Mama, meinen Papa und ganz besonders meine Eltern“ oder „Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein“.

    Basler, 57, tritt in Folge 4542 an, die soll am 20. Februar laufen, in drei Folgen ist er dabei. Das wird spannend, da für gewöhnlich ein eher älteres, weibliches Publikum verfolgt, wie in der Serie die Liebe durch das fiktive Dörfchen Bichlheim stürmt. Ein typischer Dialog an einer der elfenbeinfarbenen Hotelzimmertüren: „Bitte, wirf das nicht alles weg. Ich liebe dich.“ (Koch Kilian mit Tränen in den Augen zu Gärtnerin Fanny) „Ich liebe dich auch. Und deswegen ist es jetzt besser, wenn du gehst.“ (Gärtnerin Fanny mit Tränen in den Augen zu Koch Kilian).

    Der Europameister von 1996, Ex-Bayern-Spieler und glücklose Trainer ist da robuster unterwegs. Nach einer Niederlagenserie befand er: „Vielleicht sollten wir mal einen saufen gehen und uns gegenseitig auf die Fresse hauen.“ Auch für seine Fans hatte der Mittelfeldspieler immer ein liebes Wort übrig: „Wenn ich den Fans den Stinkefinger zeige, weiß ich, dass ich im nächsten Spiel ausgepfiffen werde. Das macht mich richtig geil auf das Spiel.“

    In der Regel ist es ja nun so, dass fachfremde Promis in Gastrollen nur eines spielen: sich selbst. Die Produktionsfirma Bavaria bestätigt genau das auch bei Basler, und dass er in der Serie „als charismatischer Talentscout für den fiktiven Münchner Fußballverein Weiß-Gold“ auftritt. Mehr wird nicht verraten.

    Da fragt man sich: Spielt er wirklich sich selbst? Brennt bald Bichlheim? Vielleicht langweilen sich die Macher nach 20 Jahren auch und möchten den Laden ordentlich aufmischen, damit Neues entstehen kann. Auf Basler könnten sie zählen. Freimütig feuert er in jede verfügbare Kamera. Nach Spielen, als Experte im „Doppelpass“, als Stammgast im Trash-TV („Sommerhaus der Stars“, „Deutschlands dümmster Promi“, „The 50“).

    Vielleicht irren sich aber auch alle, und es bahnt sich die ganz große Liebe an. Vielleicht brennt die Gärtnerin mit Talentscout Basler durch, vielleicht er mit dem Koch. Vielleicht wird er in der Serie auch als sanftmütiger Menschenversteher überraschen. Das würde natürlich stark an seinem Ruf als Raufbold kratzen. Oder ihm die Liebe ganz neuer Fans einbringen. Möglich ist alles. Um es mit Mario Basler selbst zu sagen: „Jede Seite hat zwei Medaillen.“

  • Kampagne „Nebenan knallt’s“: Was tun bei häuslicher Gewalt?

    Kampagne „Nebenan knallt’s“: Was tun bei häuslicher Gewalt?

    Angst, Abhängigkeit und Scham – sind Frauen von häuslicher Gewalt betroffen, sind es oft diese drei Punkte, die sie vor der Suche nach Hilfe zurückschrecken lassen. Auch Freunde oder Nachbarn, die womöglich etwas von der Gewalt mitbekommen, sind häufig verunsichert, ob und wie sie den Betroffenen helfen können.

    Genau da setzt die neue Sensibilisierungskampagne an, die das Wohnungsunternehmen Vonovia in München gemeinsam mit der Frauenhilfe auf den Weg bringt. Unter dem Titel „Nebenan knallt’s! Was kann ich tun?“ sollen Plakate und Postkarten in den Wohneinheiten der Vonovia verteilt werden, auf denen die Kontaktdaten der Beratungsstelle sowie des 24-Stunden-Telefons der Frauenhilfe stehen. Zudem wichtige Verhaltensempfehlungen für Opfer oder Zeugen von häuslicher Gewalt. Die Kampagne gibt es bereits seit 2022. Von Konstanz aus hatte die Vonovia sie seither auf weitere Städte, vorwiegend im Süden Deutschlands, ausgeweitet. Jetzt ist die Kampagne auch in München gestartet.

    „Das eigene Zuhause soll Geborgenheit, Schutz und Sicherheit bieten“, sagt Andrea Günther, Regionalleiterin für München bei der Vonovia. Doch es werde für Opfer von häuslicher Gewalt zu einem Ort der Gefahr. Das Unternehmen wolle dazu beitragen, dass die Kampagne möglichst viele Menschen erreiche, damit niemand die Ohren verschließe, sondern hinhöre und helfe.

    Neben der Sensibilisierung verknüpft Vonovia die Kampagne zudem mit dem Angebot, künftig Wohnraum für Frauen zur Verfügung zu stellen, die nach einem Aufenthalt im Frauenhaus zurück in ein eigenständiges Leben finden wollen. Hierzu sei man bereits im Austausch mit der Frauenhilfe.

    Häusliche Gewalt kann viele Formen haben, körperliche, sexuelle, psychische oder wirtschaftliche. Viele der betroffenen Frauen leben in Abhängigkeitsverhältnissen, erklärt Claudia Heyne von der Frauenhilfe. Sie seien beim Start in ihr neues Leben auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Auf dem normalen Münchner Mietmarkt hätten sie oft wenig Chancen und die Anzahl geförderter Wohnungen in der Stadt sei begrenzt. Eine Kooperation mit der Vonovia könne daher dazu beitragen, den Pool an möglichen Mietobjekten für diese Frauen zu vergrößern. 6000 Mietwohnungen gehören der Vonovia in München. Sie ist damit eine der größten Wohnungsanbieterinnen in der Stadt.

    Claudia Heyne (links) von der Frauenhilfe München und Andrea Günther von der Vonovia haben die neue Sensibilisierungskampagne gegen häusliche Gewalt vorgestellt.
    Claudia Heyne (links) von der Frauenhilfe München und Andrea Günther von der Vonovia haben die neue Sensibilisierungskampagne gegen häusliche Gewalt vorgestellt. (Foto: Johannes Simon)

    Etwa 4100 Fälle häuslicher Gewalt wurden nach Angaben der Frauenhilfe im Jahr 2024 in München gemeldet. Die Dunkelziffer ist groß; Organisationen wie die Opferhilfe Weißer Ring schätzen, dass mehr als 80 Prozent der Fälle nicht gemeldet werden. Die Frauenhilfe München habe in den vergangenen Jahren einen Anstieg bei den Kontakten mit Hilfesuchenden verzeichnet – der auch mit der zunehmenden Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema zusammenhänge, erklärt Heyne.

    Zwei Frauenhäuser betreut die Frauenhilfe in München. Das erste und bayernweit größte bietet Platz für 45 Frauen und 60 Kinder. Es hatte im vergangenen Jahr eine durchgängige Belegung von 97 Prozent. Zudem gibt es seit Dezember ein weiteres Haus mit Platz für 20 Frauen und 30 Kinder, dessen weitere Träger das Sozialpsychiatrische Zentrum München und die Organisation Condrobs sind. Dort sollen primär Frauen untergebracht werden, die durch ihre Erfahrungen derart psychisch belastet sind, dass sie einer besonderen Betreuung bedürfen. Weitere Angebote ergänzen die Anzahl an Frauenhausplätzen auf 98 in ganz München. „Mehr Anschlusslösungen könnten auch mehr Kapazitäten in den Frauenhäusern schaffen“, sagt Claudia Heyne.