Nach einem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf ein Umspannwerk in Bergheim bei Köln haben Ermittler sechs Abschussvorrichtungen in einem Feld gefunden. Es sei davon auszugehen, dass diese Vorrichtungen so gebaut waren, um mit pyrotechnischen Gegenständen einen Draht in die Höhe über die Stromleitungen zu führen, sagte der leitende Kriminaldirektor Michael Esser.
Zuvor sprach der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) im Zusammenhang mit dem Vorfall am Umspannwerk von einem Anfangsverdacht der »verfassungsfeindlichen Sabotage«. Er schloss sowohl »fremdstaatliche
Sabotage« als auch Linksextremismus nicht aus.
Zuvor hatten der Energiekonzern RWE und der
Anlagenbetreiber Amprion mitgeteilt, dass es im Umfeld einer Amprion-Umspannanlage zu einer Störung gekommen sei. Infolge des Vorfalls gingen laut RWE fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke im Rheinischen Revier mit einer
Kapazität von 4.200 Megawatt (MW) vom Netz. Die
Stromversorgung der Bevölkerung wurde aber nach Angaben von RWE und
Amprion nicht
beeinträchtigt.
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