Mit einem neuen Kita-Gesetz plant Familienministerin Karin Prien weitreichende Veränderungen für Eltern und Kinder. »Jedes Kind in Deutschland wird künftig spätestens im Alter von vier Jahren auf seinen Sprach- und Entwicklungsstand diagnostiziert«, sagte die CDU-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa. Auf dieser Grundlage sollen die Jungen und Mädchen bei Bedarf gefördert werden, bevor sie in die Schule kommen, sagte sie.
Über das sogenannte Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz berät in Berlin das Bundeskabinett. Nach dem im Juli veröffentlichten Entwurf will der Bund für 2027 bis 2034 insgesamt rund 9,25 Milliarden Euro bereitstellen. Damit sollen Kitas in schwierigen Lagen besser ausgestattet werden, etwa mit mehr Erzieherinnen und Sozialarbeit.
»Wo mehr Unterstützungsbedarf ist, müssen auch mehr Ressourcen
hineinfließen«, sagte Prien. Das soll helfen, die großen Ungleichheiten
im deutschen Bildungssystem abzumildern, sagte sie weiter. Mehr als in anderen
Ländern hängt die Bildungslaufbahn hierzulande von Einkommen,
Bildungsstand und sozialen Umständen der Herkunftsfamilie ab.
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