Das Bundeskabinett hat die von der schwarz-roten Koalition geplante Einkommensteuerreform auf den Weg gebracht. Der Gesetzentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sieht von 2028 an jährliche Entlastungen von insgesamt zehn Milliarden Euro vor. Davon sollen insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen sowie Familien mit Kindern profitieren.
Kern der Reform ist ein höherer Grundfreibetrag. Die Einkommensteuer würde damit erst ab einem höheren Verdienst fällig. Auch der Spitzensteuersatz von 42 Prozent soll künftig etwas später greifen, und zwar ab einem zu versteuernden Einkommen von 70.600 Euro. Darüber hinaus sollen das Kindergeld und die Entfernungspauschale, mit der sich berufsbedingte Ausgaben steuerlich geltend machen lassen, angehoben werden. Gegenfinanziert werden soll das Paket unter anderem dadurch, dass die sogenannte Reichensteuer früher greifen soll.
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