Die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit großem Abstand gewonnen. Der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Landesverband kommt laut erster ARD-Prognose auf 44,5 Prozent (+23,7 Prozent), gefolgt von der CDU unter Ministerpräsident Sven Schulze mit 18,5 Prozent (-18,6). Ob es zu einer absoluten Mehrheit für die AfD reicht, ist unklar – liegt aber im Bereich des Möglichen. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte angekündigt, nur im Fall einer
absoluten Mehrheit für seine Partei Ministerpräsident werden zu wollen.
Die Linke wird den Angaben zufolge mit 9,5 drittstärkste Kraft (-1,5), die SPD mit 8,0 Prozent (-0,4) und die Grünen mit 9,0 Prozent (+3,1) sind wohl im nächsten Landtag vertreten. Das BSW mit 5,0 Prozent muss bangen, die FDP liegt der Prognose zufolge unter der Fünfprozenthürde.
Für ihre Prognose befragte das Wahlforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD Wählerinnen und Wähler in 180 Wahllokalen; 20.000 Interviews sollten dabei zustande kommen. Trotz relativ großer statistischer Genauigkeit kann die Prognose noch vom späteren Ergebnis abweichen.
[-1–>
ZDF prognostiziert ähnliche Stimmverteilung
Die erste Prognose des ZDF, die von der Forschungsgruppe Wahlen erhoben wird, sieht die AfD bei 44 Prozent (+23,2) und die CDU bei 18,5 Prozent (-18,6). SPD und Linke kommen demnach beide auf 9,0 Prozent der Wählerstimmen (Linke -2,0, SPD +0,6). Die Grünen liegen laut Prognose bei 8,5 Prozent (+2,6), das BSW mit 4,8 Prozent knapp unter der Fünfprozenthürde. Die FDP ist den Angaben zufolge nicht im Landtag vertreten.
Spätere Hochrechnungen stützen sich dagegen auf die Ergebnisse der Auszählung. Mithilfe statistischer Verfahren werden die zunächst noch wenigen ausgezählten Stimmen ausgewertet, um daraus eine möglichst verlässliche Hochrechnung zu erstellen. Im Laufe des Abends wird das Ergebnis immer genauer, weil nach und nach mehr Stimmen ausgezählt und in die Berechnungen einbezogen werden.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.


