Die AfD profitiert von der außergewöhnlich hohen Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt. Nach einer Analyse der ARD entschieden sich Wahlberechtigte, die bei der Landtagswahl 2021 nicht zur Urne gegangen waren, jetzt vor allem die AfD. Rund 157.000 Stimmen gewann die Partei so hinzu. Weitere 83.000 Stimmen wanderten von der CDU zur AfD.
Die Wahlbeteiligung lag dem ZDF zufolge bei 80 Prozent und damit deutlich über den 60,3 Prozent bei der Wahl 2021.
Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sagte, die Menschen in Sachsen-Anhalt hätten mit der hohen Wahlbeteiligung ein Zeichen gesetzt. Diejenigen, die im Landtag – aber auch darüber hinaus – Verantwortung trügen, müssten nun damit umgehen und dieses Zeichen erkennen.
Grüne und Linke sind im Landtag vertreten
In ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF kommt die in Teilen
rechtsextreme AfD auf gut 44 Prozent, wie die Sender mitteilten.
Die Partei kann ihr Ergebnis von 2021 damit mehr als verdoppeln.
Die CDU stürzt ab und liegt nur noch bei etwa 18,5 Prozent.
Damit wäre ihr Ergebnis von 2021 halbiert. Drittstärkste
Fraktion könnte die Linke mit über neun Prozent werden. In den
Landtag, der für fünf Jahre gewählt wird, dürften auch SPD und
Grüne mit jeweils zwischen acht und neun Prozent einziehen.
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Das BSW muss um den Einzug in den
Landtag kämpfen, liegt nahe fünf Prozent. Sollte es das BSW
nicht schaffen, wird eine Alleinregierung der AfD
wahrscheinlicher. Die FDP wird klar an der Fünf-Prozent-Hürde
scheitern.
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