Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.



  • Bundesverfassungsgericht Karlsruhe: Die Republik feiert so ein bisschen

    Bundesverfassungsgericht Karlsruhe: Die Republik feiert so ein bisschen

    Im ZEIT-Newsletter Das Politikteil sortieren wir von Montag bis Donnerstag die Welt, politisch und persönlich. Heute schreibt unser Autor Heinrich Wefing über die Versuche des Bundesverfassungsgerichts, den eigenen Geburtstag zu feiern.  Heute Morgen war ich in Karlsruhe, bei der Geburtstagsfeier des Bundesverfassungsgerichts. Eine Dienstreise der erträglichen Art, das Wetter war herrlich. Der Bundespräsident war da, der Bundeskanzler,…



  • Bundesverfassungsgericht Karlsruhe: Die Republik feiert so ein bisschen

    Bundesverfassungsgericht Karlsruhe: Die Republik feiert so ein bisschen

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Bundesverfassungsgericht Karlsruhe: Die Republik feiert so ein bisschen

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Im ZEIT-Newsletter Das Politikteil sortieren wir von Montag bis Donnerstag die Welt, politisch und persönlich. Heute schreibt unser Autor Heinrich Wefing über die Versuche des Bundesverfassungsgerichts, den eigenen Geburtstag zu feiern. 

Heute Morgen war ich in Karlsruhe, bei der Geburtstagsfeier des Bundesverfassungsgerichts. Eine Dienstreise der erträglichen Art, das Wetter war herrlich. Der Bundespräsident war da, der Bundeskanzler, Ministerinnen, Botschafter und überhaupt alle Würdenträger und Eminenzen der Republik, tausend Menschen insgesamt, sehr viele dunkle Anzüge.

Der Massenauflauf zeigt, das Gericht ist wichtig und mächtig, es hat das Land offener und freier gemacht, es hat die juristische Lyrik der Grundrechte in praktische Politik verwandelt. Irgendwann muss es vielleicht über ein Verbot der AfD entscheiden.

Aber feiern? Nein, Feiern sind für das Gericht offenbar eher eine Herausforderung. Der Festakt fand in der Stadthalle Karlsruhe statt, und die beiden Worte »Festakt« und »Stadthalle« geben Ihnen vielleicht ein Gefühl, wie es war. Schon das Jahr über waren die Richterinnen und Richter des Gerichts mit Torten durchs Land gereist, um damit Schulklassen zu beglücken, und so ging es weiter.

Die Reden blieben wohlgesetzt und kritikfrei, wie das Gericht es überhaupt weitgehend geschafft hat, sich gegen Kritik zu immunisieren. Der Bundespräsident nannte das Bundesverfassungsgericht wenig überraschend einen »Glücksfall« für unser Land und sagte, das Grundgesetz »gilt, für alle, und in allen deutschen Ländern«. Das war es aber auch schon an politischer Programmatik.

Das wunderbare Freiburger Barockorchester spielte Bach, das geht auch immer, vier Schauspieler trugen in einer »szenischen Lesung« zwei Urteile des Gerichts vor, und schließlich sang Meret Becker in einem glitzernden, stoffarmen Kleid Ein Tag wie Gold von Max Raabe und warf dazu funkelnden Glitter in die Luft.

Nichts gegen Meret Becker, wirklich nicht, sie hat sich alle Mühe gegeben, einen Saal voller Juristen kurz vor dem Mittagessen in Wallung zu bringen, aber die Atmosphäre changierte doch etwas unentschieden zwischen Abifeier, Erstsemestervorlesung und evangelischem Kirchentag. Der französische Cour Constitutionnelle ist nur halb so einflussreich wie Karlsruhe, aber einer 75-Jahr-Feier dort traue ich locker doppelt so viel republikanische Erhabenheit zu.

Aber diese manifeste Pathos-Aversion muss ja gar nicht schlimm sein, im Gegenteil, sie hat sogar etwas Beruhigendes. Die alte Bundesrepublik, die gerade allerorten medial ins Hospiz verfrachtet wird, ist offenbar längst nicht am Ende. In der Stadthalle Karlsruhe war sie noch einmal ganz bei sich. Das Bundesverfassungsgericht steht wie keine andere Institution für Maß und Mitte, die in Berlin gerade aus der Mode sind, und das irgendwie Niedliche, Bemühte, Untertourige der Feierstunde steht in angenehmem Kontrast zur Entgrenzung der politischen Stimmung im Lande.

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