Ein Pflanzenextrakt sorgt schon nach sieben Tagen beim Krafttraining für mehr Kraft, mehr Wiederholungen und einen wacheren Kopf. Das zeigt eine US-Studie mit gut trainierten Sportlern, veröffentlicht im Fachjournal „Nutrients“.
Rosenwurz, gilt seit Jahren als möglicher Booster für die Leistung. Forscher aus den USA haben nun genauer hingeschaut, wie FITBOOK berichtet. Obwohl es sich um eine kleine Studie handelt, sind die Ergebnisse vielversprechend.
So lief die Studie
Insgesamt nahmen 27 gut trainierte Erwachsene an der kontrollierten Untersuchung teil. Sie durchliefen vier Phasen jeweils unterbrochen durch eine Woche Pause:
- eine Woche ohne Kapseln
- eine Woche mit einem Placebo
- eine Woche mit 200 Milligramm Rosenwurz pro Tag
- eine Woche mit 1500 Milligramm pro Tag
Jede Phase dauerte sieben Tage.
Am siebten Tag wurde getestet: Maximalkraft, Wiederholungen bis zur Erschöpfung, Kraftleistung sowie die Konzentrationsfähigkeit. Zusätzlich absolvierten die Teilnehmer einen sehr kurzen, intensiven Sprinttest auf dem Fahrrad.
Die Effekte waren klar dosisabhängig
Bei 200 Milligramm Rosenwurz pro Tag verbesserten sich vor allem Kraftausdauer und Leistung im Bankdrücken. Im letzten Satz schafften die Teilnehmer im Schnitt 4,3 Wiederholungen mehr und bewegten insgesamt rund 169 Kilogramm zusätzlich. Auch die Maximalkraft stieg leicht an, im Schnitt um etwa 5,6 Kilogramm.
Die hohe Dosis von 1500 Milligramm Rhodiola rosea, wie Rosenwurz auch genannt wird, zeigte ihre stärksten Effekte bei der Beinpresse. Dort legte die Maximalkraft im Schnitt um knapp 48 Kilogramm zu. Die Zahl der Wiederholungen stieg ebenfalls, allerdings weniger stark als bei der niedrigeren Dosis.
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Rosenwurz sorgte offenbar auch für klareren Kopf
Auch die geistige Leistungsfähigkeit profitierte. In einem standardisierten Aufmerksamkeitstest lösten die Teilnehmer mit beiden Rosenwurz-Dosen deutlich mehr Aufgaben als ohne Wirkstoff. Zwar zeigte sich auch beim Placebo ein kleiner Lerneffekt, mit dem Pflanzenextrakt waren die Verbesserungen jedoch klar größer.
Was nicht besser wurde
Keinen Vorteil gab es bei einer einzelnen, sehr kurzen Sprintbelastung auf dem Fahrrad. Auch Blutdruck, Puls und subjektives Belastungsempfinden blieben unverändert. Nebenwirkungen traten keine auf.
Wichtig: Die Forscher empfehlen standardisierte Produkte und warnen vor der Kombination mit MAO-Hemmern, etwa bei Depressionen oder Parkinson. Schwangere, Stillende und Menschen mit Vorerkrankungen sollten vorher ihren Arzt fragen.

