Was ist die CDU? Und wo geht sie hin? In diesem September
2026 ist die Partei Konrad Adenauers, Helmut Kohls und Angela Merkels
geschlagen und demoralisiert. Die Wähler in Sachsen-Anhalt haben das
Ergebnis der Partei im Vergleich zum letzten Mal halbiert, nicht mal mehr 18
Prozent sind es. Ihr Kanzler ist nicht nur demoskopisch dehydriert, er verliert Wahlen und Autorität. Seine Reformanstrengungen wirken vor allem: anstrengend. Ein
Projekt, eine faszinierende Geschichte – die CDU von Friedrich Merz hat sie
nicht.
Was ist die CDU? Und wo kommt sie her? In schwierigen Momenten kann es manchmal sinnvoll sein, ganz an den Anfang zurückzugehen. Nur
Wochen, nachdem Nazideutschland im Mai 1945 von den Alliierten besiegt worden war,
erfanden ein paar Deutsche eine neue politische Formation, die CDU. Sie nannte
sich nicht Partei, sondern Union, denn sie wollte viele versammeln, Katholiken und Protestanten, Nord und Süd, sozial, liberal und konservativ. Der Gründungsaufruf wurde schon
im Juni 1945 veröffentlicht, als Vermächtnis der »Kämpfer
echter demokratischer Gesinnung«.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Warum steckt die CDU nach der Niederlage in Sachsen-Anhalt in einer Identitätskrise?
- Wie könnte die CDU sich inhaltlich und strategisch gegen die AfD neu aufstellen?

