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Plötzlich wurde es ganz still im sonst so lauten Jyske Bank Boxen. Dänemark verliert das letzte Vorrundenspiel bei der Handball-Europameisterschaft gegen Portugal mit 29:31. Eine überraschende Niederlage für die Gastgeber, die nun ohne Zähler in die Hammer-Hauptrunde mit Deutschland, Frankreich, Norwegen, Spanien und eben jenen Portugiesen wandern. Handball-Dänemark steht unter Schock!
Das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen (54) kassiert die erste Niederlage seit dem EM-Finale 2024. Damals gewann Frankreich in Köln mit 33:31 nach Verlängerung. In der Zwischenzeit heimsten die Dänen noch im selben Jahr Olympia-Gold ein und wurden 2025 zum vierten Mal hintereinander Weltmeister.
Ohne Frage: Dänemark ist die prägende Mannschaft dieser Handball-Generation, mit Stars noch und nöcher gespickt. Bislang fehlt dem Team aber noch ein EM-Sieg, um die Sammlung der großen internationalen Titel (WM, EM, Olympia) abzurunden. Beim laufenden Turnier im eigenen Land soll der erste EM-Triumph seit 2012 her.
Handball-EM: Dänemark unter extremem Druck
Jetzt müssen die Dänen aber um den Einzug ins Halbfinale bangen! Bereits am Donnerstag stehen die Spieler um Welthandballer Mathias Gidsel (26) beim ersten Hauptrundenspiel gegen Frankreich (20.30 Uhr, Dyn) unter extremem Druck.
[–>Der Linkshänder von den Füchsen Berlin sagt nach dem Portugal-Spiel: „Das ist eine Riesen-Enttäuschung. Dass du mal im Sport verlierst, ist okay, aber das tut natürlich weh, wie wir verlieren. Die Leistung war nicht gut genug. Das waren 80 Prozent von uns, das können wir nicht akzeptieren.“
Und weiter: „Wir wissen natürlich, vor welcher Aufgabe wir jetzt stehen. Vier Spiele, vier Finals für uns. Wir können nicht mehr verlieren. Da ist ein Riesendruck auf uns, aber das ist nichts Unnormales. Es liegt immer Druck auf der dänischen Nationalmannschaft.“
Super-Spruch bei Kretzschmar: „Vor Wolff hätte ich mir in die Hosen gemacht“
Was muss bis Donnerstag besser werden? Trainer Jacobsen hat eine eindeutige Antwort: „Offensiv bekommen wir die Dinge, die wir lösen müssen, nicht gelöst. Wir haben Probleme, unter Druck zu passen. Wir schaffen es nicht, die Bälle zum richtigen Zeitpunkt weiterzuspielen. Und wenn wir dann laufen, sind die Pässe schlecht.“
Vor dem ehemaligen Weltklasse-Linksaußen (dreimal Meister mit Kiel) liegt viel Arbeit. Klar aber auch: Diese Dänen darf man niemals abschreiben …

