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In der Ruhe liegt der Medaillen-Traum! Während der Handball-EM wohnt die deutsche Nationalmannschaft im Radisson Papirfabrikken in Silkeborg. Dort gehört der DHB-Auswahl eine komplette Etage – frisch renoviert mit allem, was unsere Stars benötigen.
Die Spieler wohnen in Doppelzimmern, oft mit festen Partnern. Die Zimmer sind bewusst zusammengestellt: teils als Vereins-Kombinationen, teils aus gewachsenen Freundschaften, teils als reine Positionszimmer (siehe Liste).
Handball-Väter wie Johannes Golla (28) und Rune Dahmke (32) facetimen viel mit der Familie. Andere greifen zu Spielen, Büchern oder Serien. Manche lassen sich einfach von TikTok treiben.
[–>Julian Köster (25), der sich Zimmer 215 mit Bald-Kiel-Kollege Dahmke teilt: „Ich habe zwei Bücher von Fitzek dabei. Das erste ist ‚Die Einladung‘. Das lese ich gerade. Und das zweite ist ‚Der Seelenbrecher‘.“ Lesen hilft ihm, Spiele sind nichts für Köster. Gelesen wird „mal nachmittags, mal vor dem Ins-Bett-Gehen“. Entscheidend sei der Mitbewohner. „Das macht schon viel aus, wenn man dann auch im Zimmer mal so richtig abschalten kann.“
BILD zu Besuch in Zimmer 215: Linksaußen Rune Dahmke (32/l.) teilt sich eine Bude mit Julian Köster (25). Der Gummersbacher wechselt im Sommer nach Kiel, wird da Teamkollege seines Zimmerpartners
Ein paar Türen weiter ist es deutlich lebhafter. Marko Grgic (22), der mit Kapitän Golla im Flensburger Vereinszimmer wohnt, erzählt von hitzigen „Siedler von Catan“-Runden. „Dann hat man auch alles mitgehört, wenn gelacht oder sich gegenseitig angekeift wurde.“
Mit dabei: u. a. Matthes Langhoff (23) und Nils Lichtlein (23), die sich als Berliner Kollegen ebenfalls ein Zimmer bei der EM 2026 teilen, sowie Juri Knorr (25) und David Späth (23), die seit ihrer gemeinsamen Zeit bei den Rhein-Neckar Löwen zusammenwohnen.
Miro Schluroff (25/r.) beim Spielen mit Juri Knorr (25)
Grgic selbst flüchtet lieber ins Digitale: „Ich schaue mir eher was Sinnloses an, wie TikTok-Sachen. Das ist natürlich ein bisschen Schwachsinn, aber das ist etwas, was mich aus der Bubble rausholt.“ Abends wird auch mal an der Playstation gedaddelt.
Für EM-Debütant Mathis Häseler (23) ist alles neu. Er wohnt im Positionszimmer mit Rechtsaußen-Kollege Lukas Zerbe (30). Auch sie spielen „Siedler von Catan“ oder schauen eine Serie („Dexter“), um die Zeit rumzubekommen.
Spielrunde: Mathis Häseler (23/v.l.), Matthes Langhoff (23), Nils Lichtlein (23) und Miro Schluroff (25) zocken „Siedler von Catan“. Auf dem Tablett läuft ein EM-Spiel
Das Herz des Teamhotels ist der Entspannungs-Physio-Café-Lounge-Raum. Hier gibt es Behandlungen, Gespräche und Spiele. Eine Dartscheibe – wie in der Vergangenheit üblich – hängt noch nicht. Langhoff: „Kann noch kommen! Ich bin da voll dabei und habe bisher auch drei von vier Spielen bei Catan gewonnen.“
Die Zimmerbelegung
| Justus Fischer (23/Hannover) | Renars Uscins (23/Hannover) |
| Julian Köster (25/Gummersbach) | Rune Dahmke (32/Kiel) |
| David Späth (23/RN Löwen) | Juri Knorr (25/Aalborg) |
| Johannes Golla (28/Flensburg) | Marko Grgic (22/Flensburg) |
| Jannik Kohlbacher (30/RN Löwen) | Andreas Wolff (34/Kiel) |
| Mathis Häseler (23/Gummersbach) | Lukas Zerbe (30/Kiel) |
| Matthes Langhoff (23/Berlin) | Nils Lichtlein (23/Berlin) |
| Franz Semper (28/Leipzig) | Lukas Mertens (29/Magdeburg) |
| Miri Schluroff (25/Gummersbach) | Tom Kiesler (24/Gummersbach) |

