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Erst gezittert, dann souverän!
Tennis-Star Alexander Zverev (28) hat erwartungsgemäß die 2. Runde der Australian Open in Melbourne erreicht. Er bezwingt den Kanadier Gabriel Diallo (24) 6:7, 6:1, 6:4, 6:2 und darf sich nun über zwei Tage Pause freuen. Erst am Donnerstag geht es für den Hamburger in der 2. Runde gegen den Australier Alexei Popyrin (26) oder den Franzosen Alexandre Muller (28) weiter.
„Ich war mit der Auslosung nicht glücklich. Er ist unglaublich aggressiv. Ich hatte Probleme, den Rhythmus zu kommen, da ich nur wenige Spiele dieses Jahr bislang hatte“, sagt der Sieger nach der Partie. Und man sieht zu Beginn, warum Diallo einer der schweren Auftakt-Gegner ist.
Denn reibungslos verläuft der Nachmittag in Down Under für den Favoriten nicht. Gegen die Nummer 41 der Welt tut er sich anfangs schwer, kommt überhaupt nicht ins Spiel. Der Nordamerikaner, eines der aufstrebendsten Talente im Welt-Tennis, trifft die unmöglichsten Bälle und hat unverschämtes Glück. In einem Ballwechsel haut er den Ball gleich dreimal gegen die Netzkante und jedes Mal landet der Ball in Zverevs Feld. Der kann es nicht fassen und lässt den Schläger auf den Boden prallen, von wo er in seine Hand zurückspringt.
[–>Nach dem schnellen 1:4 kämpft sich die Nummer 3 der Welt jedoch ebenso schnell zurück. Nur der abschließende Tie Break gerät mit 1:7 zum Desaster. Und das, obwohl Diallo Probleme mit seinen Schuhen hat. Beim ersten Mal ist einer gebrochen, beim zweiten Mal ist es ein anderes Dilemma. Doch nachdem der Nordamerikaner seinen Satzball verwandelt hat, war es das mit seiner Herrlichkeit. „Nach dem Tie Break wurde es besser. Ich habe die Vorhand besser getroffen, war aggressiver. Ich weiß, dass sich das viele wünschen. 80 Millionen Deutsche sagen mir, dass ich so spielen soll“, lacht er.
Zverev ab 2. Satz souverän
Ab dem zweiten Durchgang ist der Olympiasieger von 2021 hellwach, lässt seinem Gegner keine Chance. Das 6:1 drückt seine Überlegenheit aus, die er im dritten Satz allerdings nicht durchgängig behält. Die Partie ist zunächst ausgeglichen, ehe Zverev das Break gelingt und er zum 6:4 ausserviert. Nun scheint der Widerstand des Kanadiers gebrochen. Sofort gelingt dem Favoriten ein Break im dritten Satz, das er nicht mehr hergibt. Nach 2:43 Stunden verwandelt er gleich seinen ersten Matchball.
Erst sauer, dann glücklich: Alexander Zverev
Nach vielen Verletzungen 2025, zuletzt massiven Rücken-Problemen, war von körperlichen Beschwerden beim dreimaligen Grand-Slam-Finalisten nichts zu merken. „Aber Knochen dauern. Ich fühle mich von Woche zu Woche besser, fühle mich fit. „Vergangenes Jahr hat es mich enorm eingeschränkt, wie es jetzt ist, werden wir sehen“, sagte er vor dem Match.
Das lässt auf eine gute Zeit in Australien hoffen, wo er 2024 im Halbfinale, und 2025 sogar im Finale stand.

