Die Bundesstraße 2 wird aus der Fürstenfeldbrucker Innenstadt verlegt auf die bereits bestehende Lastwagen-Umfahrung, und die Amperbrücke wird saniert, also nicht durch einen Neubau ersetzt. Das hat am Sonntag beim Bürgerentscheid eine deutliche Mehrheit der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger beschlossen. 75,2 Prozent stimmten für das Ratsbegehren „B2 raus aus der Innenstadt, eine von zwei Abstimmungen. Für die zweite, das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative „Verbleib der B2 – keine Umwidmung“, wiederum stimmten 34,3 Prozent. Die Stichfrage fiel ebenfalls deutlich für das Ratsbegehren aus (72,8 Prozent). 12 159 gültige Stimmen wurden abgegeben, damit wurde das Quorum von 5443 Stimmen deutlich überschritten.

Die Zwischenergebnisse der laufenden Auszählung wurden an eine Wand des Stadtlabors projiziert, etwa hundert Besucher waren gekommen. Um kurz vor 20 Uhr stand das Endergebnis fest.

Oberbürgermeister Christian Götz (BBV) zeigte sich sehr zufrieden mit der hohen Wahlbeteiligung und dem klaren Ergebnis. Das sei ein klares Bekenntnis der Bürgerschaft und damit ein deutliches Mandat für den Stadtrat. Für Aussagen über eine Verkehrsberuhigung der Innenstadt sei es noch zu früh, das müsse man „sehr behutsam angehen“ und unter Beteiligung der Bürgerschaft nach Lösungen suchen, mit denen möglichst alle leben können.

Claus-Peter Bahner von der Bürgerinitiative äußerte sich trotz der Niederlage zufrieden. Die Bürgerinnen und Bürger hätten entschieden, das sei zu akzeptieren. Gleichwohl habe erst die BI durchgesetzt, dass es eine solche Abstimmung überhaupt gegeben habe. Es werde für die BI noch Gelegenheit geben, sich zu engagieren – wenn es künftig um eine Verkehrsberuhigung des Zentrums geht.

