• Ergebnis des Bürgerentscheids in Fürstenfeldbruck: Einmalige Chance ergriffen

    Ergebnis des Bürgerentscheids in Fürstenfeldbruck: Einmalige Chance ergriffen

    Die Fürstenfeldbrucker Bürgerinnen und Bürger haben eine einmalige Chance ergriffen und sich die Gestaltungshoheit über ihre Innenstadt gesichert. Gleichzeitig werden durch die Beschränkung auf eine Sanierung der maroden Amperbrücke künftig zusätzliche Lastwagen aus dem Stadtzentrum herausgehalten. Das waren überzeugende Argumente, denen sich eine Mehrheit nicht verschließen wollte. Das Ergebnis der Abstimmung ist denn auch keine…

Ergebnis des Bürgerentscheids in Fürstenfeldbruck: Einmalige Chance ergriffen

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Die Fürstenfeldbrucker Bürgerinnen und Bürger haben eine einmalige Chance ergriffen und sich die Gestaltungshoheit über ihre Innenstadt gesichert. Gleichzeitig werden durch die Beschränkung auf eine Sanierung der maroden Amperbrücke künftig zusätzliche Lastwagen aus dem Stadtzentrum herausgehalten. Das waren überzeugende Argumente, denen sich eine Mehrheit nicht verschließen wollte. Das Ergebnis der Abstimmung ist denn auch keine Überraschung.

Nicht ohne Grund setzen zahllose Städte auf die Verkehrsberuhigung der Innenstädte. Sie sollen vor dem Veröden bewahrt werden. Dem übermächtigen Online-Handel können Kommunen und ein vielfältiger sowie serviceorientierter Einzelhandel bestenfalls ein Einkaufserlebnis für Kunden entgegensetzen. Im Dauerstau oder daneben auf dem Bürgersteig kommt keine Kauflaune auf. Mehr Aufenthaltsqualität, vor allem auf dem Marktplatz, für Kunden wie für Gäste – aber vor allem für Fürstenfeldbrucker Bürgerinnen und Bürger – gibt es durch mehr Flair, Grün und Gastronomie am Straßenrand, aber nur durch weniger und langsamere Autos sowie Lastwagen.

Die bauliche Verkehrsberuhigung ist der nächste konsequente Schritt. Allerdings ist sie noch nicht beschlossene Sache. Die zugesicherte Bürgerbeteiligung dürfte reichlich Gelegenheit bieten, mit fachlicher Expertise die größten Ängste zu dämpfen. Vieles spricht dafür, dass lediglich eine Blockade des Marktplatzes zu deutlich spürbarem Schleichverkehr in Wohngebieten führen würde. Eine Fußgängerzone aber ist dort ohne dritte Amperquerung ohnehin Utopie.