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Wer sich in dieser Saison Spiele von Eintracht Frankfurt anschaut, kann sich ziemlich sicher sein, dass es Tore gibt. Die letzten Ergebnisse lauten: 3:3, 2:3 und 3:3, ein klarer Trend zum Spektakel also. Aber aus Frankfurter Sicht eben auch ein Trend zu vielen Gegentoren. Neben Heidenheim verfügt die Eintracht über die schwächste Defensive der Bundesliga…
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Der Ort könnte kaum besser gelegen sein. Direkt am Hofgarten, in den Arkaden, befinden sich die Ausstellungsräume des Münchner Kunstvereins. Touristen durchströmen in Scharen den barocken Park in Münchens Innenstadt. Einheimische spielen vor den Türen des Vereins Boule. Laufgruppen treffen sich dort, um ein bisschen im Karree zu joggen. Im Pavillon tanzen Menschen mit Leidenschaft…
Die Geschichte von einer der wohl kuriosesten Verletzungen der Fußball–Bundesliga schien eine schöne Wendung zu nehmen. Doch auch diesmal fand das Spiel kein gutes Ende für den FC Augsburg, der gerade einen Hang zum Unhappy End entwickelt. Wie schon beim 1:1 gegen Union Berlin am Donnerstag verspielte der FCA auch am Sonntagabend beim 2:2 gegen…
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Merz will Eskalation um Grönland vermeiden. Bislang galt Friedrich Merz als Trump-Versteher. Doch seit der US-Präsident Zölle für diejenigen Länder androht, die seine Annexionspläne für Grönland missbilligen, stößt auch der Kanzler an seine Grenzen. Zum Artikel
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Wer sich in dieser Saison Spiele von Eintracht Frankfurt anschaut, kann sich ziemlich sicher sein, dass es Tore gibt. Die letzten Ergebnisse lauten: 3:3, 2:3 und 3:3, ein klarer Trend zum Spektakel also. Aber aus Frankfurter Sicht eben auch ein Trend zu vielen Gegentoren. Neben Heidenheim verfügt die Eintracht über die schwächste Defensive der Bundesliga – auch das sicher ein Grund, weshalb jetzt Trainer Dino Toppmöller gehen musste.
Einen solchen Trainer-Rauswurf gab es schon lang nicht mehr in Frankfurt und natürlich reihen sich an diesen nun eine Menge Fragen: Wer ist schuld am Niedergang des Teams? Warum klappen plötzlich die Transfers nicht mehr wie gewünscht? Und was genau geht da gerade kaputt am Main? Zeit für ein paar Antworten bei „Und nun zum Sport“, dem Fußballtalk der SZ. In dieser Ausgabe spricht Moderator Jonas Beckenkamp mit den beiden SGE-Experten Frank Hellmann und Sebastian Fischer über die verzwickte Lage bei der Eintracht.
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:Eintracht Frankfurt erfährt die Nachteile davon, deutscher Transfer-Meister zu sein
Anais Ferchichi will nicht mehr Bushido sein. Die eiskalte Kunstfigur, der „Samurai aus der Gosse“, die der Musiker einst geschaffen hatte, hatte immer wieder sein Leben übernommen. „Bushido war irgendwann ein außer Kontrolle geratener Wasserschlauch mit sehr viel Druck drauf“, sagte Ferchichi kürzlich im Interview mit dem SZ-Feuilleton. Diese toxisch-schizophrene Verbindung kappt er jetzt zugunsten seiner seelischen Gesundheit und für seine Familie (siehe unten).
Hinzu kommt, dass Bushido „schon länger“ keinen Drang mehr verspüre, Musik zu machen, wie er der SZ sagte. Im digitalen Zeitalter würden viele per Knopfdruck seelenlose Tracks erzeugen, das Ganze sei „viel zu weit weg“ von seinem Leben: „Ich sehe nichts Kostbares mehr“. Also: „Es ist Schluss. Eine Rückkehr ist ausgeschlossen“, sagte er der Deutschen Presseagentur, „ich möchte erhobenen Hauptes gehen und nicht aus der Disco rausgeschmissen werden“.
Bushido wird nach der „Alles wird gut“-Abschiedstour, die ihn als Verlängerung der „König für immer“-Abschiedstour 2024 noch einmal zu 15 Konzerten in zehn Städten (in München am 22. Januar und am 11. März) führt, vielleicht verschwinden, aber Anis Ferchichi wird bleiben. Voraussichtlich im März wird er in der neuen Staffel der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ an der Seite von Dieter Bohlen und Isi Glück Pop-Talente sichten; als Teil einer DSDS-Jury wohlgemerkt, der Bushido einst in einem Song einen „positiven Aids-Test“ wünschte.
Weiterhin wird Ferchichi sich und seine Familie sicher weiter als Reality-Star vermarkten, auf Instagram im Pärchen-Podcast „Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi“ auf RTL+ und sicher auch weiteren Formaten. Seit drei Staffeln der Krieg-und-Frieden-Dokumentation „Alles auf Familie“ gelten die schlagzeilenträchtigen Ferchichis schließlich als die deutschen Kardashians.
Was könnte man an Schlagzeilen verpasst haben?
Wahrscheinlich hat man gar nichts verpasst. Bushido alias Anis Ferchichi und seine Schar sind schließlich omnipräsent in den Klatschspalten. Zuletzt wurde auf allen Kanälen der Kauf einer Villa im Münchner Vorort Grünwald durchgenommen, wo sie im Wechsel mit Dubai wohnen wollen, weil sie sich nach Deutschland, Natur und einem Gärtchen sehnen: zwölf Zimmer, bis zu 6,90 Meter Deckenhöhe, Stuck, Marmorböden, Aufzug, Kristalllüster, Panikraum, fünf Bäder, Swimmingpool, Sonnenterrassen, 4000 Quadratmeter Grundstück mit Orangerie. Dazu erfuhr man alles von der Anmeldung am Grünwalder Bürgerbüro bis zum Bestellen der Mülltonnen. Auch als Anis zum allerersten Mal selbst Wäsche dort wusch, mit App-gesteuerter Waschmaschine, postete er das.
Jüngst schockte Bushido aber viele Fans damit, sich eventuell an einem Podcast des rechtspopulistischen Influencers Kian Hoss zu beteiligen: „Bin dabei“, schrieb er angeblich im Internet unter Hoss’ Ankündigung, in der auch mögliche Themen wie „Warum die AfD die einzige Lösung für Deutschland ist“ genannt waren. 2024 hatte Bushido im Interview mit dem Tagesspiegel der Partei „absolute Hinterwäldler-Mentalität mit menschenfeindlichen Gesinnungen“ zugesprochen.
Wird er nach dem Konzert in Grünwald übernachten?
Viel Platz für seine acht Kinder hat Bushdio in seiner neuen Villa in Grünwald. (Foto: Claus Schunk)
Es kann gut sein, dass Familie Ferchichi schon nach dem ersten München-Konzert nicht ins Hotel geht wie üblich. Die ganze Familie begleitet den Sänger auf der „Alles wird gut Tour“, Anna-Maria wurde in Berlin sogar dabei beobachtet, selbst am T-Shirt-Stand zu verkaufen. Die Kinder holte Bushido auf die Bühne: „Eins, zwei drei, vier, fünf, sechs – da fehlen noch welche, es müssten acht sein.“ Nach der Olympiahalle also alle schnell in die Bettchen, die müssten bereits ausgepackt sein, obwohl die letzten Möbel erst in acht Wochen kommen sollen. Eine gemütliche Bierbank-Garnitur, ein großer Fernseher, von den Nachbarn geliehene Staubsauger und zwei von vier Thermomix-Küchenmaschinen sind schon da.
Wie ist der aktuelle Beziehungsstatus von Anna-Maria und Anis Ferchichi?
Sie haben sich wieder lieb, respektive noch immer: Anis und Anna-Maria Ferchichi. (Foto: Jörg Carstensen/dpa)
Es ist immer kompliziert. Seit 2012 sind Anis Ferchichi und Anna-Maria (die Schwester der Sängerin Sarah Connor) verheiratet und „unzertrennlich“. Eigentlich. Alles weitere durchstritten sie öffentlich in TV und Instagram und privat in etlichen Paartherapiesitzungen. Das Privatleben – eine öffentliche Geschichte. Anfang September verließ er „in einer schwierigen Phase“ offenbar das gemeinsame Haus in Dubai, man versuche es als LAT (living apart together), er kam dann „oft zum Frühstück vorbei“ und kümmerte sich um die acht Kinder (sieben gemeinsame).
Offenbar hat alles gefruchtet: „15 Jahre !!!!!! Mit allem drum und dran !!!!! Und trotzdem zusammen hier“, schrieb Anna-Maria an Weihnachten. Und man sah die ganze Familie glücklich im Skiurlaub in Österreich: „No words needed!“ Am 15. Januar gab die Mutter der Kompanie dann bekannt: „Ja, wir sind wieder ein Paar.“ Tags darauf hieß es, dass sie Familie nun sogar vergrößern wollen: Wegen des gesundheitlichen Risikos einer eigenen Schwangerschaft plane das Paar, zwei Babys per Leihmutterschaft in Los Angeles zu bekommen.
Ist das Beziehungsdrama irgendwie künstlerisch relevant? Ein bisschen vielleicht. Der aktuell neuste und damit vielleicht letzte Song von Bushido von Mitte September jedenfalls ist seine Version von Sabrina Setlurs „Du liebst mich nicht“ aus dem Jahr 1997. Im einmonatigen Exil in Bangkok schrieb er seiner Frau einen neuen Text: „Bitte lass uns reden und aufhören zu kämpfen.“ Sie fand es „sooooo krass, dass Anis gerade diesen Song covern durfte.“
Was hat Bushido für den deutschen Hip-Hop geleistet?
Auf der Bühne immer eine Macht: Bushido 2024 auf der ersten Abschiedstour in der Münchner Olympiahalle. (Foto: Florian Peljak)
Für Stephan Szillius, einstiger Chef-Redakteur des Hip-Hop-Fachblattes Juice, stand fest: „Bushido ist unangefochten der größte Popstar, den Deutschrap je hatte.“ Nie habe das Genre wieder „eine Person hervorgebracht, die so charismatisch und gleichzeitig so streitbar ist, dass jeder dazu eine Haltung haben musste“. So sagte er es im großen Interview-Buch „Könnt Ihr uns hören? Eine Oral History des deutschen Rap“, das allerdings schon 2019 veröffentlicht wurde. Um die Jahrtausendwende transportierte Bushido als „Samurai der Gosse“ den harten Gangster- und Battlerap der US-Szene ins Berliner Milieu, mit ihm und Kollegen wie Sido, B-Tight, Kool Savas und Fler wuchs das Nischenlabel Aggro Berlin zur größten Hip-Hip-Macht heran – Untergrund-Größenwahn als Gymnasiasten-Rollenvorbild.
Immer cool bleiben: So sah Bushido vor fast 20 Jahren bei einer Pressekonferenz zum „Schau nicht weg!“-Open-Air für mehr Toleranz am Brandenburger Tor aus. Im Hintergrund „Mia“-Sängerin Mieze. (Foto: Rainer Jensen/dpa)
Der Ton war brutal, oft originell („Sonnenbank Flavour“), Bushido feierte Reim-smart zu kühlen Elektro-Beats seinen Aufstieg aus dem Ghetto. Er beleidigte in seinen Texten Frauen, Juden und Homosexuelle, um dann in Talkshows zu beteuern, kein Juden-, Schwulen- oder Frauenhasser zu sein. „Ist doch nur Musik“, beschwichtigte er neulich beim Konzert in Berlin.
Sein Leben wurde von Bernd Eichinger verfilmt mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle. Und wer es noch nicht begriffen hat: „Ich bin einer der größten Rapper des Landes, vielleicht sogar Europas. Ich habe Songs erschaffen, die Leuten heute noch etwas geben, das mehr wert ist als Geld“, sagte er selbst im SZ-Interview.
Bushido und die Clans – was war das los?
Es war das leidigste Kapitel in Bushidos Karriere, und beileibe kein künstlerisches Spiel mehr. Gerichtlich ist alles längst abgeschlossen, daher nur kurz: Offenbar hatte sich Anis Ferchichi eng mit Arafat Abou-Chaker eingelassen, Führungsfigur eines Clans, der in kriminelle Aktivitäten verwickelt sein soll. Der Pate half Bushido, aus einem Plattenvertrag herauszukommen, dafür verlangte er wohl Anteile an den Gewinnen. Erst waren sie Freunde, dann beschuldigte ihn Bushido der Freiheitsberaubung, der räuberischen Erpressung, der Körperverletzung und einiges mehr. In einem langjährigen, medial groß begleiteten Strafprozess in Berlin wurde Chaker aber in allen Hauptanklagepunkten freigesprochen. Seitdem wird Bushido vom Personenschutz begleitet.
Wie läuft die „Alles wird gut“-Tour?
Winkt zum Abschied: Der Rapper Bushido beim Auftakt der „Alles wird gut“- Tour in der Uber Arena in Berlin. (Foto: Annette Riedl/dpa)
Auf der Abschiedstour gibt Bushido den Entertainer, 50 Prozent Rap im Pyrotechnik-Qualm, 50 Prozent Small-Talk. Er quatscht viel mit dem Publikum, empfiehlt den männlichen Fans eine Prostata-Untersuchung bei seinem Urologen – bis in Berlin ein Zuschauer rief: „Hör auf zu labern.“ Bushido lässt seine Fans auch auf der Bühne mitsingen, vor allem die deutlich unterrepräsentierten Frauen: Die Sekretärin Felicitas durfte „Sonnenbank Flavour“ mit ihm anstimmen in Berlin, eine Altenpflegerin „Schmetterling“.
Ein Moment, bei dem reichlich Tränen der Rührung flossen, gelang ihm in Hamburg: Da bat er zwei Omas auf die Bühne, die ihm in den Social-Media-Clips des bekannten Altenpflege-Influencers Rashid Hamid (der auch mitkam) gesehen hatte. Bushido jedenfalls freute sich, „so tolle Menschen“ unter seinen Fans zuhaben, und hakte sich bei Edith, 98, ein, und ließ sie und Ellie, 95, neben sich Platz nehmen, als er „Für immer jung“, seinen Nummer-eins-Hit mit Karel Gott, sang. Laut seiner Frau soll Bushido dabei geweint haben.
Welche Songs singt Bushido?
Wenn Bushido bei der „Alles wird gut“-Tour nicht gerade redet, dann bringt er vor allem seine Klassiker aus 30 Jahren Rüpel-Rap: Von „Kleine Bushidos“ über „Von der Skyline zum Bordstein zurück“ bis „Berlin“ und „Nie ein Rapper“, sogar den lange indizierten Track „Stress ohne Grund“ rappt er „mit Genugtuung“. Die Setlist kann sich allerdings ändern, da Fans bisweilen über Online-Plattformen Song-Wünsche einreichen konnten.
Die genaue Setlist des zweiten Tour-Konzertes in Hamburg war: 1. Tempelhofer Junge, 2. Sonnenbank Flavour, 3. Schmetterling, 4. Alles wird gut, 5. Panamera Flow, 6. Stress ohne Grund, 7. Sterne, 8. Sodom & Gomorrha, 9. Alles verloren, 10. Vergeben & Vergessen, 11. Ronin, 12. Nie ein Rapper, Zugaben: 13. Du liebst mich nicht, 14. Papa, 15. Familie, 16. Für immer Jung, 17. Zeiten ändern Dich, 18. Von der Skyline zum Bordstein zurück, 19. Electrofaust
Gibt es noch Tickets?
Für die meisten der 15 Konzerte gibt es auf der offiziellen Ticket-Plattform bei Eventim.de noch oder wieder Karten zu kaufen, so auch für die beiden Auftritte in der Münchner Olympiahalle am Donnerstag, 22. Januar, und Mittwoch, 11. März.
Die von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) verfügte Aufhebung von Tempo 30 an der Landshuter Allee ist nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nicht rechtens. Das hat der Verein am Montag in einer Pressekonferenz erneut betont. Die DUH hat deshalb beim Münchner Verwaltungsgericht eine Klage im Eilverfahren gegen die Maßnahme eingereicht. Auch zwei private Anwohner der Landshuter Allee haben die Stadt aus demselben Grund verklagt.
Die Kläger argumentieren so: Ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde sei im aktuell gültigen Luftreinhalteplan als wirksame und notwendige Maßnahme zur Reduktion der Belastung mit dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO₂) verankert. „Maßnahmen, die in einem vom Stadtrat verabschiedeten Luftreinhalteplan stehen, darf die Stadt nicht abschaffen“, erklärt die DUH. Sie tritt selbst als Klägerin auf und unterstützt die Klagen der betroffenen Anwohner.
DUH-Anwalt Remo Klinger bezieht sich auf Paragraf 40 des Bundesimmissionsschutzgesetzes, nach dem der Autoverkehr beschränkt werden müsse, wenn dies ein Luftreinhalteplan vorsehe. „Maßnahmen, die in einem Luftreinhalteplan stehen, sind bindend“, sagt Klinger. Nach Auffassung der DUH könne nur der Stadtrat Änderungen beschließen, und das erst nach einer Beteiligung der Öffentlichkeit.
OB Reiter hatte sich bei seiner Anordnung auf ein Gutachten bezogen, das eine Einhaltung des NO₂-Grenzwerts auch mit Tempo 50 prognostiziert. Diese Prognose hält die DUH für veraltet, weil Lastfahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen nicht mehr durch den Landshuter-Allee-Tunnel fahren dürfen und ihre Abgase nun an der Oberfläche absondern. Die DUH geht deshalb von einer erneuten Verschlechterung der Luftqualität aus und fordert ein aktuelles Gutachten, „das zu dem Ergebnis kommt, dass man das Tempolimit weder für die Luft noch als Lärmschutzmaßnahme braucht“.
DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch bezeichnet Reiters Anordnung als „Wahlkampfmanöver gegen Recht und Gesetz“ und als „neueste Stufe der Gleichgültigkeit gegenüber Menschen, die an der schlechten Luft leiden“. Die Maßnahme sei klar politisch motiviert.
Anwohner und Kläger Volker Becker-Battaglia sagt, es sei „kein Schönheitsproblem“, wenn Werte nicht eingehalten würden. Es sei ein Gesundheitsproblem für die Anwohner, das immer kleingeredet werde, das verstehe er nicht. „Das Gemeine an der Luftverschmutzung ist, dass man sie nicht sieht“, sagt Becker-Battaglia, der seit 36 Jahren an der Landshuter Allee wohnt. „Deshalb wird sie auch von vielen verdrängt.“
Offiziell sterbe man auch nicht an Luftverschmutzung, sondern sie verursache eine Reihe von Krankheiten wie Krebs, Herzbeschwerden, Atemnot und Schlaganfälle. „Ich selbst leide unter Asthma“, sagt Becker-Battaglia, „die Politik tut zu wenig, um Menschen, die wie ich an einer viel befahrenen Straße wohnen, zu schützen.“ Tempo 30 habe nicht nur zu etwas besserer Luft, sondern auch zu weniger Verkehrslärm geführt, dass diese Maßnahme abgeschafft wurde, sei für ihn befremdlich.
Markus Lades und seine Mutter Margot Lades wohnen schon ihr Leben lang an der Landshuter Allee, die in ihrer Erinnerung früher tatsächlich eine Allee mit vielen hohen Bäumen, Blumenbeeten und Sitzgelegenheiten war – bis Anfang der Siebzigerjahre der Mittlere Ring und der Landshuter-Allee-Tunnel gebaut wurden. Schon Margot Lades, 83, ist dort geboren und aufgewachsen, auf einem großen Grundstück, auf dem ihre Mutter dann 1962 ein Mietshaus hat bauen lassen.
„Damals sind ein paar Autos vorbeigefahren“, erzählt sie. Heute sei es nicht mehr auszuhalten. Die Lades stören sich vor allem am Lärm, der während Tempo 30 „unglaublich viel leiser“ gewesen sei, wie Markus Lades erzählt. Die Landshuter Allee brauche nicht die Aufhebung von Tempo 30, sagt er, sondern dessen Überwachung und Durchsetzung. Seine Mutter ergänzt, der Lärm mache einen aggressiv und krank. Die Loggia ihrer Wohnung, erzählt die Seniorin, könne man schon lange nicht mehr nutzen.
Gern wird das Violinkonzert von Peter Tschaikowsky mit Dauerfortekraft und Rampeneffet in den Saal gewuchtet oder als Einladung zu beinahe hysterischen Exzessen aus hemmungslosem Portamentoschluchzen und wilder Raserei missverstanden. Doch man kann dieses Stück auch so darstellen, dass es in seiner ritterlichen Gestalt sichtbar wird: vielschichtig erzählend im Kopfsatz Allegro moderato, innig-melancholisch in der Canconetta und furios mitreißend im brausenden Finale.
Der Ort könnte kaum besser gelegen sein. Direkt am Hofgarten, in den Arkaden, befinden sich die Ausstellungsräume des Münchner Kunstvereins. Touristen durchströmen in Scharen den barocken Park in Münchens Innenstadt. Einheimische spielen vor den Türen des Vereins Boule. Laufgruppen treffen sich dort, um ein bisschen im Karree zu joggen. Im Pavillon tanzen Menschen mit Leidenschaft Tango. Und nur wenige Meter entfernt feiert Münchens Medien- und Kultur-Crowd im Schumann’s, bei Deutschlands bekanntestem Bar-Chef Charles, sich selbst.
Tom Engels gehört qua Amt jetzt dazu. Der 36-jährige Belgier ist seit 1. Januar neuer Direktor des Kunstvereins, und er wird es für fünf Jahre sein. Die Regularien wollen es so, Stagnation soll auf diese Weise verhindert werden in dieser auf Avantgarde ausgerichteten und doch so altehrwürdigen Institution. 200 Jahre ist der heute 2000 Mitglieder starke Verein alt, der auf dem Gedanken fußt: Nicht nur Hof und Kirche, auch das Bürgertum soll die Künste fördern. In Deutschland gibt es nur zwei ältere: den Nürnberger und den Hamburger Kunstverein.
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Die Kunsthistorikerin geht auf eigenen Wunsch im März. Seit 2022 war sie für die künstlerische und organisatorische Ausrichtung des Hauses verantwortlich.
Wie Tom Engels seine Aufgabe angehen möchte, das hat er bei einem kleinen Empfang in der Nachbarschaft preisgegeben. Eingeladen zum Willkommensumtrunk hatte Sarah Haugeneder. Sie ist Leiterin des nur einen Katzensprung entfernt, in der Maximiliansstraße gelegenen Ausstellungsraums Espace Louis Vuitton (Eintritt kein Luxus, weil stets frei). Und wenn man Engels Zunge trauen kann, macht er Ernst: Er zieht, anders als viele andere Direktoren und Kuratoren des Kunstbetriebs hierzulande, der befristeten Stelle und der Wohnungspreise zum Trotz, nach München.
Bisher wohnte er in Wien und pendelte zum Kunstverein nach Graz, den er die vergangenen vier Jahre leitete. Davor machte er unter anderem einen Master in Kunstgeschichte an der Universität Gent und einen in Performance und Choreografie an der Universität Gießen. „Ich komme vom Theater“, sagt der Vielgereiste, der jetzt in seiner unmittelbaren Nachbarschaft unter den Arcaden, gleich das Theatermuseum neben sich hat.
Für die erste Ausstellung unter seiner Ägide hat er sich dennoch – oder gerade deswegen – für ein sehr bodenständiges Sujet der Bildenden Kunst entschieden: die Holzschnitzerei. Freilich sind keine Herrgottsbilder zu erwarten und auch keine Morisken mit närrischen Schellen an den Schuhen. Es wird um die Bearbeitung ganzer Baumstämme gehen, und die Arbeit daran wird womöglich gar als Work in Progress zu sehen sein. „Ich bin gespannt, wie die Münchner reagieren. Ich finde diese Kunst hat sehr viel mit Bayern zu tun“, sagt Engels.
Wer den Kunstverein betritt, wird zudem bald schon mit einem neu gestalteten Eingangsbereich konfrontiert. „Auch das gehört zum Konzept bei uns. Das Entree ist Teil des künstlerischen Raums“, erklärt der Belgier in bestem Deutsch, in das er vom Englischen nahtlos wechselt. „Sie merken schon, wenn es um München geht, passiert das bei mir ganz automatisch.“ Und wer immer noch nicht bereit ist, neugierig in sein Haus zu treten, wenn er durch die Arcaden zum Joggen oder Trinken eilt? „Den halten wir mit Poesie in den Schaufenstern auf“, sagt Engels. Dort zeigt er Gedichte. Kluge Worte zu finden, ist schließlich auch eine Kunst.
Die Geschichte von einer der wohl kuriosesten Verletzungen der Fußball–Bundesliga schien eine schöne Wendung zu nehmen. Doch auch diesmal fand das Spiel kein gutes Ende für den FC Augsburg, der gerade einen Hang zum Unhappy End entwickelt. Wie schon beim 1:1 gegen Union Berlin am Donnerstag verspielte der FCA auch am Sonntagabend beim 2:2 gegen den SC Freiburg einen Heimsieg, diesmal sogar nach einem Zwei-Tore-Vorsprung. Das 2:0 für Augsburg hatte Elvis Rexhbecaj erzielt. Er war deshalb zum Einsatz gekommen, weil sich bei Teamkollege Kristijan Jakic die linke Wade gemeldet hatte. Nach der Halbzeitpause war jener Jakic gerade auf den letzten Stufen der Treppe im Spielertunnel unterwegs gewesen, als der Muskel spontan den Dienst verweigerte. Jakic setzte sich hin und trat nach kurzer Behandlung humpelnd den Rückweg in die Kabine an. Fertig war der Treppenwitz der Saison.
Es hat schon viele erstaunliche Verletzungen im Fußball gegeben. Der frühere Wolfsburger Charles Akonnor rammte sich einst eine Autoantenne in die Nase. Finnlands Legende Jari Litmanen konnte monatelang nicht spielen, weil ihm sein Sportchef einen Flaschenkorken ins Auge geschossen und die Netzhaut ramponiert hatte. Und Franz Michelberger erlitt anno 1975 im Trainingslager des FC Bayern in Israel eine Knieblessur, nachdem ihn ein Kamel gegen den Mannschaftsbus geschubst hatte.
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Zur Pause begleiten laute Pfiffe die Mannschaft des 1. FC Köln in die Kabine – Mainz führt 1:0. Dann trifft Lukas Kwasniok eine mutige Entscheidung – und eine Halbzeit später erklären die Kölner ihre Ergebnis- und Trainerkrise für beendet.
Bei Augsburgs Jakic war die Verletzung vor allem deshalb so kurios, weil sie ohne erkennbaren Anlass aufgetreten war. „Sechs Stufen, bevor es in die zweite Halbzeit reinging, hat der Wadenmuskel zugemacht“, sagte sein Trainer Manuel Baum und berichtete von einer Ursachenforschung per Videostudium. Doch auch der WAR (Waden Assistant Referee) konnte kein Vergehen feststellen. Jakic war weder umgeknickt noch ausgerutscht, es war schlicht nichts passiert. „Es gibt im Fußball nichts, was es nicht gibt“, sagte Baum schmunzelnd.
Lustig fanden die Augsburger diesen Treppenwitz aber natürlich nicht, und ihrer Laune war es ebenso wenig zuträglich, dass sie ihre ordentliche Leistung nicht in den vollen Ertrag überführt hatten. Dabei zog der plötzliche Ausfall von Jakic zunächst keine negativen Konsequenzen nach sich, im Gegenteil. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit ging Augsburg durch einen Volleyschuss von Alexis Claude-Maurice in Führung (47.). Kurz darauf erhöhte Rexhbecaj per Kopf (49.). Doch die Glücksgefühle sind bei den Augsburgern gerade so flüchtig wie manch ein Urlaubsflirt.
Geplant war ein Aufbruch in bessere Zeiten – nun steht harter Abstiegskampf gegen direkte Konkurrenten bevor.
So kurz hintereinander die Gastgeber ihr 2:0 herbeigeführt hatten, so schnell waren sie den Vorsprung auch wieder los. Nach zwei Freiburger Ecken trafen Yuito Suzuki (60.) mit einem kunstvollen Volley und Igor Matanovic per Abstauber (62.). „Am Ende leider ein enttäuschender Abend. Du hättest sechs Punkte haben können, hast leider nur zwei Punkte, und so stehst du weiter unten drin“, sagte Rexhbecaj über die jüngsten beiden Heimspiele. Der 28-Jährige war durch die Treppenblessur des Kollegen Jakic so plötzlich zum Einsatz gekommen, dass er sich gar nicht aufwärmen konnte. Passend zur Verletzung hinterließ Rexhbecaj einen kuriosen Satz, der die Lage der abstiegsgefährdeten Augsburger treffend zusammenfasste. „Du führst 2:0 zu Hause, machst wieder ein gutes Spiel, oder ein besseres Spiel, sagen wir es mal so – und hättest sehr, sehr gerne die drei Punkte mit nach Hause nehmen müssen“, sagte Rexhbecaj.
Beim FCA müssen sie nun aufpassen, dass die große Erzählung dieser Saison nicht auch ein Unhappy End für sie nimmt. Am Samstag geht es zum FC Bayern, ehe die Agenda bis Ende Februar Spiele gegen St. Pauli, in Mainz, gegen Heidenheim, in Wolfsburg und gegen Köln vorsieht. Nach diesen Vergleichen mit den Konkurrenten im Abstiegskampf dürfte klar sein, ob sich die Augsburger auf ein langes Ringen um die Versetzung einstellen müssen. Wie gefährlich sich ihre Situation darstellt, war ihnen am Samstag vor Augen geführt worden, als sie sich in der Blitztabelle zwischenzeitlich auf dem Relegationsplatz wiederfanden, punktgleich mit dem Vorletzten.
Auch das zeigte, dass sich in Augsburg eine Saison, von der sie sich im Sommer mit ihrem neuen Trainer Sandro Wagner einen Aufbruch und Fortschritt erhofft hatten, ins Gegenteil verkehren könnte. Statt des Anfang Dezember entlassenen Wagner versucht Baum nun Schlimmeres zu verhindern. Auch weil die Leistungen zuletzt eine leicht steigende Tendenz zeigten, gibt er sich zuversichtlich: „Wir haben schon noch ein bisschen mehr im Köcher, davon bin ich überzeugt“, sagte Baum. Eine Anspielung auf die kuriose Verletzung von David Seaman sollte das übrigens nicht sein. Englands ehemaliger Nationaltorwart hatte sich einst die Schulter ausgekugelt, als er beim Angeln einen 26 Pfund schweren Karpfen aus dem Wasser ziehen wollte.
Marius Borg Høiby soll 3,5 Kilo Marihuana transportiert haben
Der norwegische Prinzessinnensohn Marius Borg Høiby muss sich in Kürze vor Gericht verantworten. Nun wird die Anklageschrift noch etwas länger.
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Marius Borg Høiby bei einer Veranstaltung im Juni 2022
Foto: Hakon Mosvold Larsen / AFP
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In Kürze muss Marius Borg Høiby, 29, vor Gericht. Nun hat die Osloer Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn in weiteren sechs Punkten erhoben. Wie Staatsanwalt Sturla Henriksbø der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, handelt es sich dabei unter anderem um zwei Verstöße gegen ein Kontaktverbot einer Ex-Freundin sowie einen groben Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit habe im Jahr 2020 mindestens 3,5 Kilogramm Marihuana empfangen, transportiert und weitergegeben, berichtet NTB, die größte Nachrichtenagentur Norwegens. Høibys Anwältin Ellen Holager Andenæs sagte ihr, er habe damit aber nichts verdient.Geständig in allen neuen AnklagepunktenDie restlichen drei Anklagepunkte beziehen sich laut Staatsanwaltschaft auf Verkehrsdelikte. Hintergrund seien Videos, die auf Høibys Telefon gefunden worden waren. Darin filmte er sich selbst, wie er mit hoher Geschwindigkeit auf einem Motorrad fuhr. Høibys Anwältin sagte zu NTB, ihr Mandant gestehe alle neuen Anklagepunkte.
Der Staatsanwalt Henriksbø zufolge werden die nachträglichen Anklagepunkte jetzt an das Osloer Bezirksgericht übermittelt, damit sie bei der Hauptverhandlung gegen Høiby, die am 3. Februar beginnt, behandelt werden können.Høiby bestreitet vorgeworfene SexualdelikteInsgesamt ist der älteste Sohn von Mette-Marit in 32 Punkten angeklagt, unter anderem wegen Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen und Körperverletzung. Im Sommer 2024 hatte Høiby eingeräumt, unter Alkohol- und Kokain-Einfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein und Dinge in ihrer Wohnung zerstört zu haben.
Vor allem die Anschuldigungen zu den Sexualdelikten bestreite er aber entschieden, sagte einer seiner Verteidiger später. Die Anwälte des 29-Jährigen baten bereits in der Vergangenheit um öffentliche Zurückhaltung und kritisierten auch deutsche Medien.
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Høiby stammt aus einer früheren Beziehung der Kronprinzessin. Zusammen mit Thronfolger Haakon hat Mette-Marit zwei weitere Kinder: Erbprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus. Høiby gehört zwar zur Königsfamilie, trägt aber keinen Prinzentitel und ist auch kein offizielles Mitglied des norwegischen Königshauses.
Trump droht republikanischem Senator wegen Wahlkreisreform
»Wir sind hinter dir her wie noch niemand zuvor!« Rodric Bray lehnte einen Neuzuschnitt der Wahlkreise im US-Bundesstaat Indiana ab. Seinem Parteikollegen Donald Trump passt das gar nicht.
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Senator Rodric Bray
Foto: Michael Conroy / AP
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Dass Donald Trump Demokraten oder Journalisten beschimpft und beleidigt, ist bekannt. Auf seiner Plattform Truth Social
richtet er nun aber ungewohnt harsche Worte gegen einen Politiker aus den eigenen Reihen. »Wir sind hinter dir her, Bray, wie noch niemand zuvor!«, droht der US-Präsident dem Republikaner Rodric Bray aus Indiana.
In dem republikanisch regierten Bundesstaat war im Dezember ein Neuzuschnitt der Wahlkreise gescheitert, der Trump und seiner Partei genützt hätte. Die Mehrheit der Republikaner im dortigen Senat stimmte dagegen. Parteiführer Bray hatte zuvor gesagt, dass es nicht genügend Unterstützer gebe. Daraufhin nannte Trump ihn »schwach« und »erbärmlich«.»Rod Bray wird untergehen«Er werde versuchen, Bray zu stürzen, schreibt Trump nun in dem Post. Dazu werde er sich mit David McIntosh verbünden, der Indiana bis 2001 im US-Repräsentantenhaus vertrat. Bray habe die Republikaner verraten, »und alle anderen, die Amerika wieder groß machen wollen«. McIntosh schrieb auf X , der Präsident und er seien »einer Meinung. Rod Bray wird untergehen«.
Trump versucht seit Längerem, Wahlkreise umzugestalten, um bei den Midtermwahlen im November die knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus zu halten. Die politisch motivierte Grenzziehung nennt sich Gerrymandering. In Texas, Missouri, North Carolina und Ohio unternahmen die Republikaner bereits entsprechende Schritte.In Indiana hatte Trump unter anderem geplant, die Stadt Indianapolis auf vier Wahlkreise aufzuteilen, die bis in ländliche Gebiete reichen. Einer der Wahlkreise, in dem die Demokraten zuletzt die Mehrheit holten, wäre dadurch stark verändert worden. Ein anderer wäre ganz weggefallen.
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Die republikanische Senatorin Vaneta Becker sagte nach der gescheiterten Abstimmung, die Menschen in Indiana seien »sehr unabhängig. Und wir sind es nicht gewohnt, dass uns Washington Vorschriften macht.«Wie Gerrymandering funktioniert und welche Wahlkreisgrenzen Trump zu seinen Gunsten ziehen will, lesen Sie hier.
Spitzenpolitikerin und frisch gebackene Mutter? Die Kombination gibt es immer noch selten. Jetzt hat Bundesbauministerin Verena Hubertz ein Kind zur Welt gebracht. Kollegen aus dem Bundestag gratulieren.
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Verena Hubertz
Foto: Ruffer / Caro / picture alliance
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Bundesbauministerin Verena Hubertz hat ihr erstes Kind zur Welt gebracht. »Willkommen, kleines Wunder«, schreibt die SPD-Politikerin auf Instagram. Dazu teilte sie ein Schwarz-Weiß-Foto, auf dem sie die Hand eines Babys hält.
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Wie die »Bild«
berichtet, wurde der Junge in der vergangenen Woche geboren. »Unser Sohn ist gesund zur Welt gekommen«, sagte Hubertz demnach der Zeitung. »Wir sind alle wohlauf«. Ihr Partner und sie seien »sehr glücklich und dankbar«. Zahlreiche Kollegen aus der Bundespolitik, darunter Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU), Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) gratulierten Hubertz unter dem Instagram-Post.
Mit Details aus ihrem Privatleben hatte sich die Politikerin bislang zurückgehalten. Als sie im August ihre Schwangerschaft publik machte, veröffentlichte sie dazu ein Foto von sich und ihrem Partner. Dessen Name ist allerdings nicht bekannt. Der »Trierische Volksfreund« berichtete, er sei Angestellter in einem mittelständischen Unternehmen.
Hubertz hatte damals angekündigt, im Dezember in den Mutterschutz zu gehen und bis Anfang März eine Auszeit zu nehmen. Danach plane sie, schrittweise wieder in den Job einzusteigen – mit ihrem Sohn: »Das Baby wird dabei sein, ob im Kinderzimmer des Bundestags oder auch im Ministerium.« Ihr Partner werde in Elternzeit gehen.
»Ich habe großen Respekt vor allen Müttern, die den Vereinbarkeits-Spagat erfolgreich meistern«, sagte Hubertz im Sommer der »Bild« . Sie sei »eine von vielen«: »Millionen Frauen stemmen Beruf und Familie gleichzeitig, oft sogar alleinerziehend.«
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Hubertz ist die dritte Bundesministerin, die im Amt Nachwuchs bekommt. Die damalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) wurde 2011 erstmals Mutter, ihre Nachfolgerin Manuela Schwesig (SPD) bekam 2016 ihr zweites Kind.