Categorie: Nieuws

  • Transatlantische Beziehungen: Wo man Trump bedingungslos folgt

    Transatlantische Beziehungen: Wo man Trump bedingungslos folgt

    Robert Fico war am Wochenende in Florida und hat einen Atommeiler gekauft. Für sein Land, die Slowakei. Ob der Ministerpräsident deren Interessen wirklich vertritt, ist bei ihm zu Hause heftig umstritten. Seine linksnationalistische Partei Smer führt seit Herbst 2023 wieder die Regierung an. Fico rühmt sich enger Kontakte zu den USA, Russland und China. Mit der EU hat Fico meist Ärger. Derzeit hat er neue Ermittlungen des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung, Olaf, zu befürchten.

    Nun also ein Samstagsausflug in die USA. Die Slowakei hat zwei Atomkraftwerke, das ältere ging Ende der Siebzigerjahre in Betrieb und soll einen neuen Meiler bekommen. Dieses etwa 15 Milliarden Euro schwere Vorhaben war der Kern des Gesprächs, das der slowakische Premier am Samstag mit US-Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio führte. Fico und der Energieminister der USA, Christopher Wright, unterzeichneten anschließend einen Vertrag über die Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung von Kernenergie.

    Grönland spielte bei Ficos Visite in Florida keine Rolle

    Die USA und die Slowakei verbinde eine „gemeinsame Strategie für die Zukunft der Energiewirtschaft“, teilte Fico anschließend mit. Dass gleichzeitig einige Nato-Partner in Grönland auf Erkundungsmission waren, darunter deutsche, und dass Trump am Tag von Ficos Besuch den Teilnehmern dieser Mission mit Zöllen drohte, hat Fico offenbar weder angesprochen, noch hat er es später kommentiert. Die Slowakei ist seit 2004 Mitglied der Nato und der EU, sie hat das frühere Nato-Investitionsziel von zwei Prozent des Bruttoinlandproduktes immer eingehalten. Die Politiker sperrten sich jedoch zuletzt gegen eine Erhöhung der Ausgaben. Mit den USA gebe es „keinerlei offene Fragen“, die Amerikaner schätzten ihn und seine Minister, so Fico, „weil wir keine Papageien Brüssels sind“. Er teile mit den USA die Auffassung, dass sich die EU „in einer tiefen Krise“ befinde.

    Donald Trump hat eindeutig Anhänger im postsozialistischen Mitteleuropa, nicht nur in der Slowakei oder in Ungarn. Die neue tschechische Regierung unter Andrej Babiš und der polnische Präsident Karol Nawrocki zählen auch dazu. Wobei in Polen und Tschechien Präsident und Regierung unterschiedliche Auffassungen vertreten.

    Polens Präsident ist am Dienstag beim Wirtschaftsgipfel in Davos eingetroffen, er freut sich auf sein Treffen mit Trump am Mittwoch. Nawrockis Vorstellung von der EU gleicht der des ungarischen Premiers Viktor Orbáns oder Ficos. Auch wenn ihre Haltung zur Ukraine verschieden ist. Alle verfolgen die Idee starker Nationalstaaten und bilateraler Beziehungen, alle bekämpfen die angebliche Brüsseler Vorherrschaft.

    Ihr Weltbild prägen starke Anführer, eine christlich-konservative Gesellschaft, traditionelle Geschlechterrollen und Kampfansagen an angebliche Ideologien von Veganismus bis LGBT. Es zeigt deutliche Übereinstimmungen mit der Kreml-Erzählung vom dekadenten, selbstzerstörerischen Westen. Nawrocki und die ihn unterstützende rechtsnationalistische PiS-Partei geben sich zwar antirussisch. Doch PiS-Kritiker in Polen weisen schon lange auf diese Gemeinsamkeiten hin. Immer wieder mahnt Ministerpräsident Donald Tusk, der Feind stehe im Osten. Nicht im Westen, also in Deutschland und Brüssel, vor denen Nawrocki und PiS dauernd warnen.

    „Die Anführer der Welt nehmen die EU nicht ernst“, sagt der slowakische Premier

    In der Grönland-Frage übernimmt Nawrocki die Trump-Argumentation von der chinesischen Bedrohung. Grönland sei nun einmal „strategisch sehr wichtig“, und die „von den USA angeführte Nato“ vertrete die „Werte der freien Welt“, sagte er neulich bei einem Besuch in London. Das klang nach: Die USA geben vor, was sie wollen, und Polen folgt. Nawrocki rühmt sich seiner guten Beziehungen zu Trump. Kürzlich stieg Polen in die zwanzig stärksten Wirtschaftsnationen der Welt auf. Trump lud Nawrocki daraufhin zum G-20-Gipfel Ende des Jahres ein. Auch für die Gaza-Friedensgruppe erhielt Nawrocki eine Einladung. Der polnische Ministerpräsident Tusk erklärte allerdings, über die Teilnahme entscheide immer noch das Parlament.

    Doch Nawrocki ist entschlossen, mit Polens Wirtschaftskraft im Rücken zum Sprecher der Mitteleuropäer aufzusteigen. Ständig lobt er nun das „polnische Wunder“, wobei er jeglichen Anteil der EU am Wirtschaftsaufschwung ausklammert, dafür aber Bündnisse wie die Visegrád-Gruppe mit Ungarn, Tschechien und der Slowakei hervorhebt. Für den weiteren Aufschwung setzt Nawrocki auf Kohle und Kernkraft. Ganz wie es Trump und Fico tun.

    Fico hatte nach seiner Rückkehr aus Florida auch den Europäern etwas mitzuteilen. Am Montag rief er Bundeskanzler Friedrich Merz an. Die slowakische Wirtschaft wird wesentlich von deutschen Autobauern bestimmt. Auf einem Video, das Fico dazu veröffentlicht hat, tigert er in Hemd und Jeans vor einer riesigen Slowakei-Karte herum. Nach eigener Aussage erklärte Fico bei diesem hemdsärmeligen Telefonat dem Bundeskanzler, wie es um Europa stehe. Nämlich schlecht. „Die Anführer der Welt nehmen die EU nicht ernst“, teilte Fico mit, „und das haben wir unseren unsinnigen Klimazielen und unserer selbstmörderischen Migrationspolitik zuzuschreiben.“ Zum selben Thema schickte  Fico einen offenen Brief nach Brüssel. Die EU beschädige ihre Wirtschaftskraft und liquidiere ihre Industrie, heißt es darin, durch „dogmatische Klimaziele“.

    Bei der neuen tschechischen Regierung kann Fico auf Unterstützung für seine Politik hoffen. Der Populist und Multimillionär Andrej Babiš, der nach vier Jahren in der Opposition seit Kurzem wieder regiert, sieht seinen wichtigsten Verbündeten ebenfalls in den USA. Am Montag wurde er bei einer Pressekonferenz nach Grönland gefragt. „Ich habe mir extra einen Globus gekauft, um genau zu sehen, wo Grönland liegt“, sagte der Premier, „so einen schönen, großen für 15 000 Kronen“ – gut 600 Euro. Und darauf sehe er, fuhr Babiš fort, dass eine russische Oreschnik-Rakete, wie sie neulich auf Lwiw abgefeuert wurde, von Grönland „in 26 Minuten am Weißen Haus“ sei. Trumps Sorgen seien berechtigt. Man müsse sich „einfach einigen“, schloss der Premier.

  • Großbritannien: London gibt grünes Licht für chinesische „Super-Botschaft“

    Großbritannien: London gibt grünes Licht für chinesische „Super-Botschaft“

    Die britische Regierung hat den Weg für eine chinesische „Super-Botschaft“ in London freigemacht. Der Minister für Kommunalverwaltung, Steve Reed, habe Pekings Pläne genehmigt, berichtete die Nachrichtenagentur PA. Der riesige Komplex wird demnach auf dem Gelände des historischen Royal-Mint-Gebäudes errichtet, das sich zentral in der Nähe vom Tower of London und neben dem Finanzviertel befindet. Das Projekt gilt vor allem wegen Sicherheitsbedenken seit Jahren als höchst umstritten.Kritiker fürchten, dass die chinesische Regierung den riesigen Komplex als Basis für Spionage nutzen könnte. Selbst Abgeordnete aus den eigenen Reihen warnen, dass von der Botschaft aus auch die Einschüchterung von Kritikern der kommunistischen Regierung koordiniert werden könnte, die nach Großbritannien geflohen sind. Die Regierung beteuerte jedoch, Maßnahmen entwickelt zu haben, um „alle Risiken“ bewältigen zu können.

    Der Chef des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5, Ken McCallum, warnte indes vor einem falschen Sicherheitsgefühl. Die Erwartung, jegliches Risiko im Zusammenhang mit der neuen Botschaft vollständig ausschließen zu können, sei „nicht realistisch“, schrieb McCallum in einem gemeinsamen Brief mit der Direktorin des Geheimdienstes GCHQ, Anne Keast-Butler.

  • Ursula von der Leyen in Davos: „Long live Europe“

    Ursula von der Leyen in Davos: „Long live Europe“

    Donald Trump war noch gar nicht in den Schweizer Bergen eingetroffen, da hatte er Europa schon erschüttert. Zunächst postete er im Internet eine vertrauliche Nachricht des französischen Präsidenten Emmanuel Macron: Der hatte versucht, per Textnachricht auf dem Handy Trump und andere Staatschefs zu einem kurzfristigen Abendessen in Paris einzuladen, unter anderem um über Grönland zu sprechen. Schon die Veröffentlichung dieser Nachricht war ein diplomatischer Affront – aber die großen Provokationen sollten noch folgen.

  • Krankheitstage: Die Deutschen, ein Volk von Blaumachern und Jammerlappen?

    Krankheitstage: Die Deutschen, ein Volk von Blaumachern und Jammerlappen?

    Krankheitstage Ein Volk von Blaumachern und Jammerlappen? Friedrich Merz findet, Arbeitnehmer melden sich zu oft krank. Aber ein genauerer Blick auf den krankheitsbedingten Arbeitsausfall zeigt: Mit Faulheit hat das wenig zu tun. Krankheitstage Ein Volk von Blaumachern und Jammerlappen? Friedrich Merz findet, Arbeitnehmer melden sich zu oft krank. Aber ein genauerer Blick auf den krankheitsbedingten Arbeitsausfall zeigt: Mit Faulheit hat das wenig zu tun. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) findet, dass sich die Deutschen zu häufig krankmelden. Sie kämen auf durchschnittlich 14,5 Krankentage pro Arbeitnehmer. „Das sind fast drei Wochen, in denen die Menschen in Deutschland aus Krankheitsgründen nicht arbeiten. Ist das wirklich richtig? Ist das wirklich notwendig?“, fragte der Kanzler und schlug vor, Anreize zu schaffen, damit die Leute zur Arbeit gehen, statt zu Hause zu bleiben. 
    window._taboola = window._taboola || []; window._taboola.push({flush: true});

  • Fernsehen: Wie es zum „Schleim-Jesus“ in der ARD kam

    Fernsehen: Wie es zum „Schleim-Jesus“ in der ARD kam

    Die klassische Jesusdarstellung einmal anders denken. Das hatte sich die Künstlerin Milena Lorek aus Stuttgart für die Christmette der ARD vorgenommen. Ihre Idee: Statt einer leblosen Puppe wie im Krippenspiel vieler Kirchen sollte da ein echter Mensch liegen. Die Performance-Künstlerin Eleni Sismanidou wurde mit organisch anmutendem, nassem Reispapier bedeckt, um den Eindruck eines wirklichen Neugeborenen zu erwecken. „Elend, nackt und bloß“, beschrieb der Pfarrer Thomas Steiger die Darstellung während des Gottesdienstes aus der Kirche St. Maria in Stuttgart, der an Heiligabend live im Ersten und im SWR ausgestrahlt wurde und in der ARD-Mediathek noch zu sehen ist.

    Die katholische Christmette an Heiligabend im Ersten, live aus Stuttgart.
    Die katholische Christmette an Heiligabend im Ersten, live aus Stuttgart. (Foto: SWR/ARD/Piper Verlag)

    Auf den ersten Blick ist die Darstellung befremdlich. Man sieht, wie sich der Brustkorb der Performerin hebt, wie sie atmet. Da liegt kein engelsgleiches Kindlein im Stroh der Krippe, sondern ein großes, nasses Wesen in Embryonalhaltung. Die Absicht der Künstlerin: Ihre Darstellung soll auch die Verletzlichkeit des Jesuskindes betonen.

    Das kam längst nicht überall gut an. Zuschauer zeigten sich empört, eine Sprecherin des SWR spricht von 1400 Beschwerdemails, die sie erhalten hatten. Die Bild betitelte das Werk abschätzig als „Schleim-Jesus“. Im Internet empörten sich vor allem rechte Nachrichtenplattformen über die nicht traditionelle Abbildung des Heilands. Der Stuttgarter Landrat Klaus Nopper von der CDU deutete sie sogar als Ausdruck eines linken Kulturkampfes: „Das ist eklig! Hier wird die Weihnachtsgeschichte im Sinne der Wokeness instrumentalisiert“, meinte er in der Bild. Inzwischen wurde sogar die internationale Presse auf die Jesusdarstellung aufmerksam. So berichtete auch der britische Guardian schon vom deutschen „Slime Jesus“.

    Die Reaktionen auf die Übertragung hätten gezeigt, dass „religiöse Gefühle verletzt wurden“

    Auf ihrem Instagram-Account bekam Milena Lorek im Anschluss an die Berichterstattung viele Kommentare, nicht alle freundlich. Sie selbst zeigt sich wenig beeindruckt davon: „Ich will mich darauf nicht konzentrieren“, meint die 25-jährige Künstlerin am Telefon.  Sie halte es für ganz normal, dass das Werk Fragen aufgeworfen und manchmal auch Ekel hervorgerufen habe. „Es ist die Aufgabe der Kunst, solche traditionellen Darstellungen zu hinterfragen und zu diskutieren“, sagt Lorek. Ihr Werk richte den Blick auf den biologischen Vorgang der Geburt. Dadurch soll nicht nur das Leben von Jesus, sondern auch seine Verletzlichkeit und schließlich sein Tod zum Ausdruck kommen. Bei vielen sei die „realistischere, menschlichere“ Darstellung deshalb besonders gut angekommen. Auch sie selbst sei mit ihrem Werk zufrieden.

    Instagram

    Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Instagram angereichert

    Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.

    Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Instagram angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.

    Die Diözese Rottenburg-Stuttgart dagegen entschuldigte sich für die Christmette. Die Reaktionen auf die Übertragung hätten gezeigt, dass „religiöse Gefühle verletzt wurden“, teilte diese vor einigen Tagen mit. Es sei im Gottesdienst außerdem zu Abweichungen von der liturgischen Ordnung gekommen: „Die Liturgie wurde – mit Blick auf das Fernsehformat – freier gestaltet, als dies zulässig ist“. Als Konsequenz daraus wolle man die Entscheidungsprozesse überarbeiten. Der SWR nimmt nach eigenen Angaben keinen Einfluss, sondern bilde den Gottesdienst für das Fernsehen lediglich ab.

    Milena Lorek findet es schade, dass sich die Diözese von ihrem Werk distanziert: „Der Wunsch nach Veränderung in der Kirche ist groß“, so eigentlich ihr Eindruck. Ein wenig mehr Offenheit gegenüber der Kunst, das würde sie sich wünschen.

  • Die Unternehmerschaft Niederrhein hat ihren Vorsitz neu besetzt: Industriechef Norbert Mülders folgt

    Die Unternehmerschaft Niederrhein hat ihren Vorsitz neu besetzt: Industriechef Norbert Mülders folgt


    Die Unternehmerschaft Niederrhein hat ihren Vorsitz neu besetzt: Industriechef Norbert Mülders folgt auf den langjährigen Vorsitzenden Ralf Schwartz und will den Verband als kraftvolle Arbeitgeberstimme stärken. Auch der Kreis Kleve ist im Vorstand vertreten.
  • Naher Osten: Die Technokraten werden Gaza helfen, nicht Trumps seltsamer Friedensrat

    Naher Osten: Die Technokraten werden Gaza helfen, nicht Trumps seltsamer Friedensrat

    Dass dies oder das oder jenes selbst für seine Verhältnisse nun doch sehr verrückt sei, ist mittlerweile ein Allgemeinplatz, der fast wöchentlich über den amerikanischen Präsidenten Donald Trump zu hören ist. Und der natürlich auch für seinen Vorschlag gilt, ein „Board of Peace“ einzurichten, eine Art Weltaufsichtsrat, der für globalen Frieden sorgen und vielleicht sogar eine Art Gegen-UN sein soll. Drei Jahre können Eingeladene kostenlos Teil davon sein, aber die dauerhafte Mitgliedschaft kostet eine Milliarde Dollar. Wobei unklar bleibt, ob das Geld an Trump persönlich überwiesen wird. Eingeladen zum Friedensrat wurden auch Belarus und Wladimir Putin, was natürlich von einer ziemlich zynischen Weltsicht zeugt und einer verrückten ohnehin. Andererseits: Ist es viel weniger verrückt, dass Iran seit Längerem den Vorsitz eines UN-Menschenrechtsrates innehat?

  • Outfit bei Australian Open Osaka macht aus dem Tennis-Court einen Laufsteg Spitzen-Tennisspielerin

    Outfit bei Australian Open Osaka macht aus dem Tennis-Court einen Laufsteg Spitzen-Tennisspielerin

    Outfit bei Australian Open

    Osaka macht aus dem Tennis-Court einen Laufsteg

    Spitzen-Tennisspielerin Naomi Osaka verblüffte bei den Australian Open mit einem ungewöhnlichen Outfit. Auf die Idee kam sie beim Vorlesen für ihre Tochter.

    Zur Merkliste hinzufügen

    Artikel anhören (3 Minuten)
    3 Min

    Link kopieren

    Weitere Optionen zum Teilen

    Link kopieren

    Bild vergrößern

    Naomi Osaka bei den Australian Open: Außergewöhnliches Outfit

    Foto: Joel Carrett / EPA

    if (typeof(Event) === ‘function’) {window.dispatchEvent(new Event(‘POLYGON_DOM_LARGEST_CONTENTFUL_PAINT_READY’));}

    Japans Tennisstar Naomi Osaka hat bei den Australian Open mit einem außergewöhnlichen Outfit für Aufsehen gesorgt. Die 28-Jährige betrat für ihr Erstrundenmatch gegen die Kroatin Antonia Ruzic die Rod Laver Arena mit einem langen weißen Schleier, der an einem weißen Hut befestigt war. Dazu trug die viermalige Grand-Slam-Turniergewinnerin ein weißes Beinkleid und hielt einen weißen Schirm in der Hand.

    »Ein LEGENDÄRER Einlauf«, schrieb die Spielerinnen-Vereinigung WTA auf der Plattform X und versah den Post mit einem Feuer-Emoji 

    . Die staunenden Zuschauer empfingen Osaka unter großem Jubel. Auch ihr türkisfarbenes Spieldress war ein Hingucker – wenn auch längst nicht so spektakulär wie das Einlauf-Outfit.

    Osaka verriet der Zeitschrift »Vogue«, dass sie die Idee für ihr Outfit bekam, als sie ihrer zweijährigen Tochter Shai eine Geschichte vorlas. »Da war ein Bild von einer Qualle, und als ich es ihr zeigte, war sie ganz begeistert«, sagte Osaka dem Magazin. Stardesigner Robert Wun war dann an der Umsetzung beteiligt.

    Außerdem: »Da ist ein Schmetterling auf dem Hut. Und auf dem Schirm ist auch ein Schmetterling. Das hat mit den Australian Open 2021 zu tun, die ich damals gewonnen habe«, sagte Osaka. Damals war während eines Spiels ein Schmetterling auf ihrer Nase gelandet. Da sie gegen Ruzic in drei Sätzen gewann, bekommen die Zuschauer am Donnerstag vielleicht erneut ein spezielles Outfit zu sehen.Becker lobt Mut – und weist auf Widerspruch hinTV-Experte Boris Becker kommentierte den Auftritt Osakas als »Bilder für die Medien«. »Als sie da auf den Platz gekommen ist, das ist schon ikonisch«, sagte Becker bei Eurosport: »Das hat sich noch keine Spielerin getraut. Sie hat sich schon vieles getraut.«

    Der sechsmalige Grand-Slam-Gewinner gab aber auch zu bedenken: »Das ist der Widerspruch: Sie will auf der einen Seite nicht so viel Druck haben, nicht so viel in der Öffentlichkeit und in Medien sein – und kommt dann mit so einem Outfit auf den Platz.« Dadurch stehe sie »natürlich wieder im Fokus der Öffentlichkeit«, so Becker: »Sie hat vor ein paar Jahren auch mal eine mentale Pause gebraucht.«

    Mehr zum Thema

    Deutsche Nummer eins bei den Australian Open: Aus in Runde eins – »Lucky Lys« bei Rückkehr nach Melbourne glücklos

    Deutsche Tennisspielerin bei den Australian Open: Siegemund liegt 0:6, 2:5 zurück, wehrt zwei Matchbälle ab – und gewinnt doch noch

    Djokovic-Scherz über Aufschlagskopie von Alcaraz: »Ich erwarte für jedes Ass eine Beteiligung an mich«

    Osaka ist für ihre extravagante Kleidung auf dem Tennisplatz bekannt. Oft mischt sie bei ihren Outfits Sport- und Fashion-Elemente, die nicht selten von der Popkultur inspiriert sind. Bei den US Open im Vorjahr präsentierte sie blinkende, farbige Plüschtierfiguren, die stets zu ihrem Outfit passten. Zudem trug sie rote, funkelnde Rosen als Schmuckstücke im Pferdeschwanz.

    = $appBridge.minAppNavigationHomepageVersion ? $publish(‘APP_NAVIGATION’, { targetId: ‘homepage’ }) : window.location.href = $el.href”>

    = $appBridge.minAppNavigationHomepageVersion? $publish(‘APP_NAVIGATION’, { targetId: ‘homepage’ }) : window.location.href = $el.href”>
    Startseite

  • Früherer CDU-Bundesgeschäftsführer Peter Radunski ist tot Als Bundesgeschäftsführer prägte er viele Jahre

    Früherer CDU-Bundesgeschäftsführer Peter Radunski ist tot Als Bundesgeschäftsführer prägte er viele Jahre

    Früherer CDU-Bundesgeschäftsführer

    Peter Radunski ist tot

    Als Bundesgeschäftsführer prägte er viele Jahre lang die CDU und organisierte für seine Partei mehrere Wahlkämpfe. Später war er in Berlin Senator. Jetzt ist Peter Radunski im Alter von 86 Jahren gestorben.

    Zur Merkliste hinzufügen

    Artikel anhören (3 Minuten)
    3 Min

    Link kopieren

    Weitere Optionen zum Teilen

    Link kopieren

    Bild vergrößern

    Peter Radunski im Sommer 2009

    Foto: Stefan Boness / IPON / picture alliance

    if (typeof(Event) === ‘function’) {window.dispatchEvent(new Event(‘POLYGON_DOM_LARGEST_CONTENTFUL_PAINT_READY’));}

    Peter Radunski, der frühere Wahlkampfmanager und Bundesgeschäftsführer der CDU, ist tot. Der 86-Jährige starb am Montagnachmittag zu Hause in Berlin, wie seine Familie der Nachrichtenagentur dpa mitteilt. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

    Radunski hat die CDU über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt, in Bonn und in seiner Heimatstadt Berlin. Er galt als unabhängiger Kopf innerhalb der Partei und als geschickter Wahlkampfstratege, dem die Christdemokraten zahlreiche Erfolge zu verdanken hatten.Radunski managte für die CDU mehrere WahlkämpfeRadunski wurde im März 1939 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er in Berlin und Bonn Jura, Geschichte, Romanistik und Politikwissenschaft. Das Studium schloss er 1967 am berühmten Otto-Suhr-Institut der Freien Universität ab, bereits zwei Jahre zuvor war er in die CDU eingetreten.

    1973 ernannte ihn der damalige CDU-Generalsekretär Kurt Biedenkopf unter dem Parteivorsitz von Helmut Kohl zum Leiter der Hauptabteilung Öffentlichkeitsarbeit der CDU. Damit hatte Radunski die Verantwortung für die Bundestagswahlkämpfe 1976 und 1980 sowie für den Europawahlkampf 1979.

    Innerhalb der CDU, aber auch in den Augen der politischen Gegner, galt er als Organisationstalent und moderner Wahlkampfstratege. Anregungen holte er sich bei Wahlkampfbesuchen in den USA, Frankreich und Großbritannien, setzte auf eine Imageverbesserung für die CDU und auf Mitgliederwerbung.

    Bild vergrößern

    CDU-Geschäftsführer Peter Radunski (hinten l.) mit Familienministerin Rita Süssmuth, Bundeskanzler Helmut Kohl 1988

    Foto: Heinrich Sanden / dpa

    1981 ernannte ihn der damalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler zum CDU-Bundesgeschäftsführer. Damit war Radunski für das parteipolitische Management der Bundestagswahlen 1983, 1987 und 1990 verantwortlich, darüber hinaus für die Landtagswahlen in den neuen Bundesländern 1990 und die Europawahlen 1984 und 1989.

    1991 wurde Radunski Senator in BerlinNach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 1990 berief ihn der neue Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) 1991 als Senator für Bundes- und Europaangelegenheiten in die schwarz-rote Landesregierung. 1996 wurde Radunski unter Diepgen Leiter des neu gebildeten Ressorts Wissenschaft, Forschung und Kultur.

    Nach der Abgeordnetenhauswahl 1999 gab Radunski bekannt, aus gesundheitlichen Gründen für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen. Bis 2001 gehörte er dem Abgeordnetenhaus aber noch als Mitglied an. Danach war er als Politikberater tätig.Radunski war verheiratet und Vater von zwei Söhnen.

    Mehr zum Wahlkampf in den Achtziger- und Neunzigerjahren lesen Sie hier.

    = $appBridge.minAppNavigationHomepageVersion ? $publish(‘APP_NAVIGATION’, { targetId: ‘homepage’ }) : window.location.href = $el.href”>

    = $appBridge.minAppNavigationHomepageVersion? $publish(‘APP_NAVIGATION’, { targetId: ‘homepage’ }) : window.location.href = $el.href”>
    Startseite

  • Hirnforschung Positives Denken könnte das Immunsystem stärken Menschen mit einem aktiven Belohnungssystem

    Hirnforschung Positives Denken könnte das Immunsystem stärken Menschen mit einem aktiven Belohnungssystem

    Hirnforschung

    Positives Denken könnte das Immunsystem stärken

    Menschen mit einem aktiven Belohnungssystem entwickeln stärkere Immunantworten auf Impfungen. Zu dem Schluss kommt eine Untersuchung aus Israel. Hat das eine evolutionäre Ursache?

    Zur Merkliste hinzufügen

    Artikel anhören (5 Minuten)
    5 Min

    Link kopieren

    Weitere Optionen zum Teilen

    Link kopieren

    Bild vergrößern

    Foto: Guido Mieth / Getty Images

    if (typeof(Event) === ‘function’) {window.dispatchEvent(new Event(‘POLYGON_DOM_LARGEST_CONTENTFUL_PAINT_READY’));}

    Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.

    War die Zusammenfassung hilfreich?

    Danke für Ihr Feedback!

    positiv bewerten

    negativ bewerten

    »Denk doch mal positiv!« Das kann ein ziemlich nerviger Ratschlag sein, wenn es einem gerade gar nicht gut geht. Doch positive Gedanken könnten tatsächlich eine enorme Kraft entwickeln. Eine neue Studie aus Israel, die in »Nature Medicine« 

    veröffentlicht wurde, geht nun den neurologischen Prozessen dahinter auf den Grund. Die Forscher wollen demnach herausgefunden haben, dass positives Denken die Immunantwort auf Impfstoffe leicht verstärken kann.

    Dass optimistische Erwartungen an eine medizinische Behandlung als Placebo-Effekt positive Auswirkungen haben könnten, sei umfassend dokumentiert, berichten die Forscher. Die Erforschung der zugrunde liegenden neuronalen Mechanismen sei aber noch sehr jung. Den Mechanismen wollten die Wissenschaftler weiter auf den Grund gehen. Dafür wählten sie 85 Probanden aus, die sich gegen Hepatitis B impfen lassen wollten.

    Die Forscher lehrten eine Gruppe von 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmern dann eine Technik namens Neurofeedback. Menschen könnten damit lernen, bestimmte Teile ihres Gehirns zu aktivieren, während sie in einem Gehirnscanner liegen. »Wir öffnen eine Art Fenster zu einer unbewussten neuronalen Aktivität«, sagte Nitzan Lubianiker, Co-Autor der Studie und Neurowissenschaftler an der Yale University, laut dem Portal »Scientific American« .

    Bild vergrößern

    Foto: Svetlana Repnitskaya / Getty Images

    Die Menschen in dieser Gruppe probierten mentale Strategien aus, etwa indem sie positive Erinnerungen abriefen oder sich auf ihren Körper konzentrierten. So lernten sie der Studie zufolge, Belohnungsbahnen in zwei tiefen Hirnstrukturen zu aktivieren. Eine davon heißt ventrales tegmentales Areal, kurz VTA.Die weiteren Probanden in zwei weiteren Gruppen wurden darin trainiert, andere Hirnareale zu aktivieren oder sie erhielten gar kein Training. Anschließend erhielten alle Probanden die gewünschte Impfung gegen Hepatitis B.

    Zwei und vier Wochen nach der Impfung nahmen die Forscher den Probanden Blut ab. Dann untersuchten sie, wie viele Hepatitis-B-Antikörper sich im Blut befanden.

    Unabhängige Forscher blicken optimistisch auf StudieDas Ergebnis: Menschen, die eine höhere Hirnaktivität im VTA aufwiesen, hatten einen höheren Antikörperspiegel im Blut. Dies deute darauf hin, dass der Körper eine stärkere Immunantwort zeige, wenn die Belohnungsbahnen des VTA aktiviert seien, so die Forscher. »Es muss einen biologischen Mechanismus geben, der erklärt, warum sich tatsächlich etwas in unserem Körper verändert, wenn wir etwas Positives erwarten«, sagte Co-Autor Lubianiker.

    Die Studie »ist eine der ersten, die zeigt, dass die Aktivität in einer bestimmten Region des menschlichen Gehirns mit nachgeschalteten Antikörperreaktionen korrelieren kann«, sagte Isaac Chiu. Der Immunologe an der Harvard University war nicht selbst an der Forschung beteiligt.

    Jeremy Howick, Professor für empathische Gesundheitsversorgung an der Universität Leicester, sagte dem »Guardian« , der nachgewiesene Effekt sei gering. Außerdem sei es möglich, dass Menschen in einer Klinik möglicherweise anders reagieren würden. Trotzdem blickt er optimistisch auf die Studie: »Da es für medizinisches Fachpersonal kostenlos ist, Dinge zu sagen, die positive Erwartungen wecken können, ohne zu übertreiben, wie zum Beispiel: ›Wir werden unser Bestes tun, um Sie zu versorgen‹ oder: ›Ich habe gesehen, dass diese Behandlung bei Menschen wie Ihnen wirkt‹, ist dies ein ziemlich deutliches Signal dafür, dass wir dies öfter tun sollten.«

    Mehr zum Thema

    Positives Denken in schweren Zeiten: Zuversicht – jetzt erst recht!

    Von Nathalie Klüver

    Umgang mit negativen Gefühlen: Immer positiv denken? Warum man sich dadurch oft schlechter fühlt

    Von Franca Cerutti

    Die Wissenschaftler, die an der Studie gearbeitet haben, wollen nun verstehen, wie die Reaktion des Immunsystems genau zu erklären ist. Möglich sei etwa, dass die Signale des Gehirns über Nerven an die Immunzellen übertragen würden.Co-Autorin Tamar Koren hält es für möglich, dass die Verbindung evolutionäre Ursprünge hat. Belohnungssignale könnten sich entwickelt haben, um Menschen dazu anzuregen, nach Nahrung und Partnern zu suchen. Das seien beides Aktivitäten, bei denen Menschen gefährlichen Krankheitserregern ausgesetzt sein könnten. Es ergibt Sinn, dass wir, wenn wir ein Gefühl der Belohnung empfinden, »auch unsere Immunantwort auf etwas verstärken, das für uns potenziell schädlich ist«.

    Die Welt ist nicht nur schlecht: Hier im Alles Gute-Newsletter finden Sie ausschließlich gute SPIEGEL-Nachrichten aus der Woche, die Mut machen.

    = $appBridge.minAppNavigationHomepageVersion ? $publish(‘APP_NAVIGATION’, { targetId: ‘homepage’ }) : window.location.href = $el.href”>

    = $appBridge.minAppNavigationHomepageVersion? $publish(‘APP_NAVIGATION’, { targetId: ‘homepage’ }) : window.location.href = $el.href”>
    Startseite