Früherer CDU-Bundesgeschäftsführer
Peter Radunski ist tot
Als Bundesgeschäftsführer prägte er viele Jahre lang die CDU und organisierte für seine Partei mehrere Wahlkämpfe. Später war er in Berlin Senator. Jetzt ist Peter Radunski im Alter von 86 Jahren gestorben.
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Peter Radunski im Sommer 2009
Foto: Stefan Boness / IPON / picture alliance
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Peter Radunski, der frühere Wahlkampfmanager und Bundesgeschäftsführer der CDU, ist tot. Der 86-Jährige starb am Montagnachmittag zu Hause in Berlin, wie seine Familie der Nachrichtenagentur dpa mitteilt. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.
Radunski hat die CDU über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt, in Bonn und in seiner Heimatstadt Berlin. Er galt als unabhängiger Kopf innerhalb der Partei und als geschickter Wahlkampfstratege, dem die Christdemokraten zahlreiche Erfolge zu verdanken hatten.Radunski managte für die CDU mehrere WahlkämpfeRadunski wurde im März 1939 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er in Berlin und Bonn Jura, Geschichte, Romanistik und Politikwissenschaft. Das Studium schloss er 1967 am berühmten Otto-Suhr-Institut der Freien Universität ab, bereits zwei Jahre zuvor war er in die CDU eingetreten.
1973 ernannte ihn der damalige CDU-Generalsekretär Kurt Biedenkopf unter dem Parteivorsitz von Helmut Kohl zum Leiter der Hauptabteilung Öffentlichkeitsarbeit der CDU. Damit hatte Radunski die Verantwortung für die Bundestagswahlkämpfe 1976 und 1980 sowie für den Europawahlkampf 1979.
Innerhalb der CDU, aber auch in den Augen der politischen Gegner, galt er als Organisationstalent und moderner Wahlkampfstratege. Anregungen holte er sich bei Wahlkampfbesuchen in den USA, Frankreich und Großbritannien, setzte auf eine Imageverbesserung für die CDU und auf Mitgliederwerbung.
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CDU-Geschäftsführer Peter Radunski (hinten l.) mit Familienministerin Rita Süssmuth, Bundeskanzler Helmut Kohl 1988
Foto: Heinrich Sanden / dpa
1981 ernannte ihn der damalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler zum CDU-Bundesgeschäftsführer. Damit war Radunski für das parteipolitische Management der Bundestagswahlen 1983, 1987 und 1990 verantwortlich, darüber hinaus für die Landtagswahlen in den neuen Bundesländern 1990 und die Europawahlen 1984 und 1989.
1991 wurde Radunski Senator in BerlinNach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 1990 berief ihn der neue Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) 1991 als Senator für Bundes- und Europaangelegenheiten in die schwarz-rote Landesregierung. 1996 wurde Radunski unter Diepgen Leiter des neu gebildeten Ressorts Wissenschaft, Forschung und Kultur.
Nach der Abgeordnetenhauswahl 1999 gab Radunski bekannt, aus gesundheitlichen Gründen für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen. Bis 2001 gehörte er dem Abgeordnetenhaus aber noch als Mitglied an. Danach war er als Politikberater tätig.Radunski war verheiratet und Vater von zwei Söhnen.
Mehr zum Wahlkampf in den Achtziger- und Neunzigerjahren lesen Sie hier.
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