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  • SZ-Serie: Die machen Mut: Zweite Chance auf ein Praktikum

    SZ-Serie: Die machen Mut: Zweite Chance auf ein Praktikum

    „Ich bin zwar gerade gekleidet wie ein Pädagoge, aber im Herzen bin ich doch ein Schreiner“, erklärt Thomas Jaud lachend, während er stolz die Geräte präsentiert, die in der geräumigen Werkstatt stehen. Von der Hobelmaschine bis zur Kantenschleifmaschine – die Schreinerei der Jobwerkstatt in Oberhaching ist bestens ausgestattet. Und normalerweise würden auch an diesem Montagmorgen Schülerinnen und Schüler an Holzstühlen arbeiten, Löcher bohren und Möbelstücke lackieren.

    Doch gerade haben sie in der Werkstatt alle Aufträge abgearbeitet. Im Eingangsbereich stapeln sich allerdings schon alte blaue Holzbänke, die auf eine Überarbeitung und Auffrischung warten. Statt die großen Schreinerei-Maschinen zu bedienen, beladen zwei Schüler gerade eine Schubkarre mit Wasserwaagen, Holzbalken und Schraubzwingen. Heute sind die beiden im Garten- und Landschaftsbau eingeteilt und sollen einen Unterstand für einen Anhänger bauen.

    Thomas Jaud leitet die Jobwerkstatt der Kolping-Bildungsagentur seit ihrer Gründung vor zehn Jahren. In diesen zehn Jahren haben Jaud und sein Team mehr als 1200 Praktikantinnen und Praktikanten in der Einrichtung betreut. Das Angebot richtet sich vor allem an Mittelschüler, die keinen Platz für ihr verpflichtendes Schulpraktikum gefunden haben oder deren Betrieb kurzfristig abgesagt hat. „Das kann ganz unterschiedlich Gründe haben. Manche bemühen sich nicht um einen Platz, anderen wird noch am Montag ganz kurzfristig wegen Krankheitsfällen im Betrieb abgesagt“, erklärt Jaud.

    Betroffene Schüler könnten dann einfach zur Jobwerkstatt kommen. Sechs Praktikumsplätze bietet die Einrichtung an, in dieser Woche sind allerdings nur vier davon besetzt. „Die anderen halte ich frei, für Notfälle“, erklärt der Werkstattleiter. Immer wieder würden auch unter der Woche noch Praktikanten nachrücken. Die Schulen in der Umgebung haben über das Jahr verteilt feste Zeitfenster, in denen die Praktika geleistet werden, sodass auch die Jobwerkstatt im ganzen Jahr ausgelastet ist.

    Das Angebot reicht von der Schreinerei über den Gartenbau bis zur Hauswirtschaft

    Neben der Schreinerwerkstatt gibt es in der Einrichtung eine Fahrradwerkstatt, die Praktikanten erhalten Einblick in die Hauswirtschaft und seit September auch in den Garten- und Landschaftsbau. Im Idealfall sollen die Schülerinnen und Schüler einen Tag in jedem der Bereiche verbringen, teilweise auch in Teams arbeiten. Neben der Berufserfahrung sollen so auch soziale Kompetenzen vermittelt werden.

    Ein zentraler Aspekt des Praktikums sei auch der Kontakt mit Oberhachingern, die mit ihren Aufträgen in die Jobwerkstatt kämen, erklärt Jaud. „Uns ist ganz wichtig, dass die Schüler echte Aufträge bearbeiten, sei es der Bau des neuen Vogelhäuschens oder der wackelnde Stuhl, der begradigt werden soll“, erklärt der Werkstattleiter. Dabei möchte die Jobwerkstatt keinesfalls anderen Unternehmen die Aufträge abnehmen. „In der Fahrradwerkstatt schaffen wir manchmal ein Rad pro Tag. Wir machen das alles hier wirklich auf kleinster Flamme“, erklärt Jaud.

    In der Jobwerkstatt in Oberhaching lernen die Jugendlichen unter anderem den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen.
    In der Jobwerkstatt in Oberhaching lernen die Jugendlichen unter anderem den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen. (Foto: Sebastian Gabriel)

    Wichtig sei der geordnete Ablauf für die Schüler trotzdem: Vom ersten Gespräch mit dem Kunden über die Bearbeitung des Auftrags bis hin zur Ausstellung einer Rechnung, all das sei Teil des Praktikums, erklärt Jaud. „Die Rechnung ist aber eher symbolisch“, relativiert der gelernte Schreiner. Auch die Holzausstattung der Werkstatt selbst hat Jaud zusammen mit den Praktikanten der vergangenen zehn Jahre selbst gebaut.

    Während Jaud durch die verschiedenen Bereiche der Werkstatt führt, werkelt die 13-jährige Ilayda Heil in der Küche der Werkstatt. Sie ist heute für das Mittagessen zuständig und schnippelt Gemüse für den Nudelauflauf. Bevor es richtig losgeht, stattet Jaud die Schülerin noch schnell mit einer Schürze und einem Haargummi aus. „Wenn du eine Frage hast, melde dich. Und du musst die Nudeln vorkochen“, erklärt der geschulte Pädagoge. Dabei genießen die Schüler in der Jobwerkstatt viel Freiheiten, sollen auch eigenständig arbeiten können.

    „Der Nudelauflauf wird gelingen, selbst wenn das Wasser mal überkocht.“

    Gerade im Hauswirtschaftsbereich sei das gut möglich, sagt Jaud. „Der Nudelauflauf wird gelingen, selbst wenn das Wasser mal überkocht.“ Das Praktikum soll bei den Schülern Angst vor Fehlern abbauen und auch die Kommunikationsfähigkeiten trainieren, denn viele der Schüler, die in die Jobwerkstatt kommen, haben in der Schule Probleme. „Manche sind suspendiert für zwei Wochen und kommen für die Zeit dann hierher. Manchmal schaffen wir es dann, dass die Schüler nach dem Praktikum bei uns entspannter in die Schule zurückkommen“, erklärt der Pädagoge. Ein neues Umfeld, ohne Konflikte sei oftmals schon genug, um die Jugendlichen zu beruhigen.

    Praktikantin Ilayda Heil kocht heute das Mittagessen. Thomas Jaud erklärt ihr, wie es geht.
    Praktikantin Ilayda Heil kocht heute das Mittagessen. Thomas Jaud erklärt ihr, wie es geht. (Foto: Sebastian Gabriel)

    Ruhig geht derweil auch Jauds Kollege Danilo Gabbert die Einführung der beiden Schüler in die Grundlagen des Garten- und Landschaftsbaus an. Ihre heutige Aufgabe: Einen Unterstand für den Anhänger der Jobwerkstatt bauen. Dafür weist Gabbert die Schüler auf einer Grasfläche hinter der Werkstatt ein. „Manche Schüler haben mit vielen Dingen noch gar keine Erfahrung, zum Beispiel mit einer Wasserwaage“, erläutert Jaud, der das Treiben beobachtet. Aber nicht nur im handwerklichen Bereich fehlt es vielen der Praktikanten an Grundkenntnissen. „In Zeiten von Klettverschlüssen und Schuhen, in die man nur noch so hereinschlüpft, da wissen einige nicht, wie man eine Schleife bindet“, erzählt der Werkstattleiter. Auch so etwas zu vermitteln, sei daher Teil des Auftrags der Jobwerkstatt.

    Viele Praktikanten lernen in der Werkstatt erst einmal Grundlegendes ‒  beispielsweise das Binden einer Schleife.
    Viele Praktikanten lernen in der Werkstatt erst einmal Grundlegendes ‒  beispielsweise das Binden einer Schleife. (Foto: Sebastian Gabriel)

    Nach der meist zweiwöchigen Praktikumszeit bekommen die Jugendlichen eine Teilnahmebescheinigung und einen sogenannten Kompetenzbogen. Jaud und sein Team führen auch Abschlussgespräche mit den Praktikanten. „Wir besprechen so etwas wie: ‚Du warst immer da, aber viermal zu spät. Da wirst du später Ärger bekommen bei deinem Arbeitgeber‘“, erläutert Jaud. So bekämen die Schüler ein ehrliches Feedback, man spiegele ihnen aber auch, dass man sie, ihre Erfolge und Misserfolge wahrnehme.

    Inzwischen ist es kurz vor 12 Uhr – Zeit für die Mittagspause. Während die Carport-Architekten schon von ihrem Außeneinsatz zurück sind, greift Jaud noch einmal der 13-jährigen Ilayda unter die Arme und erklärt, wie die Schülerin am besten Gemüse und Pasta in der Auflaufform schichtet.

    Inzwischen sei die Jobwerkstatt bei den Schülern so beliebt, dass man aufpassen müsse, dass die angehenden Praktikanten nicht absichtlich keinen anderen Praktikumsplatz fänden, um zur Jobwerkstatt gehen zu dürfen, erzählt Jaud. Wie viele von seinen Schützlingen dann später auch wirklich im Handwerk landen kann er nicht einschätzen. Das sei aber auch nicht wirklich wichtig, betont Jaud: „Ich freue mich auch sehr, wenn ich die zwei ehemaligen Praktikanten hier im Ort sehe, die inzwischen eine Ausbildung in Supermärkten machen.“

  • Münchner Fußgängerzone: Großes Mode-Kaufhaus schließt, Nachfolger steht offenbar fest

    Münchner Fußgängerzone: Großes Mode-Kaufhaus schließt, Nachfolger steht offenbar fest

    Die Insolvenz des Herrenmode-Kaufhauses Wormland hat offenbar auch für dessen prominentesten Standort Folgen: Die Filiale am Münchner Marienplatz steht vor dem Aus. Das berichtet die Textilwirtschaft unter Berufung auf Branchen- und Immobilienkreise. Demnach konnte sich das Unternehmen im laufenden Insolvenzantragsverfahren nicht mit dem Vermieter der Immobilie einigen; die Fläche sei bereits neu vermietet worden.

    Das Haus am Marienplatz 28 galt als Flaggschiff von Wormland. Auf rund 1500 Quadratmetern nutzte das Unternehmen vier Etagen, davon zwei für den Verkauf. Die oberen Stockwerke dienten als Lager, da Wormland über keine zentrale Logistik verfügt. Unternehmenskenner bezeichneten den Standort deshalb intern als „Deutschlands teuerstes Warenlager“.

    Nach Informationen der Textilwirtschaft soll der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli neuer Mieter werden. Zuvor hätten sich auch internationale Marken wie Nike, Adidas oder Lululemon für die Fläche interessiert. Der Standort zählt zu den begehrtesten Einzelhandelslagen Deutschlands.

    Ein wesentlicher Belastungsfaktor für Wormland war offenbar die Miethöhe. Der Modehändler habe rund drei Millionen Euro Jahresmiete gezahlt, zitiert die Textilwirtschaft einen Insider. Trotz guter Flächenleistung und engagierter Mitarbeiter sei es kaum möglich gewesen, den dafür notwendigen Umsatz zu erwirtschaften.

    Der vorläufige Insolvenzverwalter Stephan Michels wollte das Ende des Mietverhältnisses auf Anfrage nicht bestätigen. In einer Stellungnahme teilte er mit: „Wormland befindet sich im Insolvenzantragsverfahren. Insofern wäre es nachvollziehbar, wenn ein Vermieter Überlegungen für die künftige Nutzung seiner Immobilie anstellt.“ Zu einzelnen Mietverhältnissen äußere man sich grundsätzlich nicht.

    Wormland hatte Anfang November 2025 zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit Insolvenz angemeldet. Erst 2024 war der Herrenausstatter aus einem Verfahren hervorgegangen und vom Osnabrücker Modehaus Lengermann & Trieschmann (L&T) übernommen worden. Rückblickend habe man zu viel von den bestehenden Strukturen beibehalten und notwendige Einschnitte zu spät umgesetzt, räumte L&T-Geschäftsführer Mark Rauschen damals ein.

    Als Gründe für die erneute Schieflage nannte das Management die anhaltende Kaufzurückhaltung bei Herrenmode sowie hohe Fixkosten an Top-Standorten. Bundesweit betreibt Wormland neun Filialen mit rund 250 Beschäftigten. Deren Gehälter sind derzeit über Insolvenzgeld gesichert.

    Eigentümer der Immobilie am Marienplatz ist eine Erbengemeinschaft, zu der nach Angaben der Textilwirtschaft auch die Familie Biehler gehört, die im selben Gebäude das Café Glockenspiel betreibt. Eine Anfrage an die Eigentümerseite blieb zunächst unbeantwortet.

  • Computer: Warum Speicherchips immer teurer werden

    Computer: Warum Speicherchips immer teurer werden

    Man nennt sie auch digitales Kurzzeitgedächtnis. Speicherchips des Typs DRAM (Dynamic Random Access Memory) behalten die Informationen, die ein Computer oder Smartphone benötigt, während eine Anwendung läuft. Wird das Gerät ausgeschaltet, vergessen sie die Informationen wieder. DRAM-Chips werden auch Arbeitsspeicher genannt.

  • Umstieg auf Wärmepumpe Kunden müssen nicht für Stilllegung des Gasanschlusses bezahlen Der

    Umstieg auf Wärmepumpe Kunden müssen nicht für Stilllegung des Gasanschlusses bezahlen Der

    Umstieg auf Wärmepumpe

    Kunden müssen nicht für Stilllegung des Gasanschlusses bezahlen

    Der Einbau einer Wärmepumpe kann teuer werden, wenn Hausbesitzer ihren Gasanschluss stilllegen wollen. Nun hat ein Gericht entschieden, dass Netzbetreiber diese Kosten nicht auf Eigentümer umlegen dürfen.

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    Gaszähler: »Ein wichtiges Signal für Verbraucherinnen und Verbraucher«

    Foto: Bihlmayerfotografie / IMAGO

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    Wenn Hausbesitzer ihren Gasanschluss abklemmen lassen wollen, um auf eine Wärmepumpe umzurüsten, kann das Tausende Euro kosten. Doch nun hat das Oberlandesgericht Oldenburg in einem wegweisenden Urteil entschieden, dass Gasnetzbetreiber die Kosten für die Stilllegung eines Gasanschlusses nicht an Verbraucher weitergeben dürfen. Zunächst berichtete das gemeinnützige Verbraucherportal »Finanztip« darüber.

    Im konkreten Fall hatte der regionale Netzbetreiber EWE Netz GmbH für die Stilllegung 965 Euro berechnet und sich auf die sogenannte Niederdruckanschlussverordnung berufen. Diese Rechtsauffassung hat das OLG Oldenburg zurückgewiesen (Az. 6 UKl 2/25). Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die EWE Netz GmbH hat dagegen Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt.

    »Das Urteil ist ein wichtiges Signal für Verbraucherinnen und Verbraucher«, sagte Sandra Duy, »Finanztip«-Expertin für Energetische Sanierung. »Wer die Pauschale bereits zahlen musste, sollte diese dringend zurückfordern. Wer aktuell eine entsprechende Rechnung erhält, sollte gegen die Stilllegungskosten Widerspruch einlegen.«

    Zahlung vorbehaltlich leistenDie Expertin empfiehlt Betroffenen, die Zahlung unter Vorbehalt der Rückforderung aber trotzdem erst mal zu leisten, um laufende Mahn- oder Inkassoverfahren zu vermeiden. Der Geldratgeber bietet für den unkomplizierten Widerspruch und die Rückforderung kostenlose Musterschreiben 

    an. »Es ist sinnvoll, sich frühzeitig bei den Netzbetreibern zu melden, auch wenn manche die Erstattung verweigern werden«, rät Duy.

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    Im vergangenen Jahr hatte der SPIEGEL über horrende Kosten für Kunden berichtet, die sich von ihrem Gasanschluss trennen wollten.Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte Anfang 2025 alle regionalen Gasnetzbetreiber in dem Bundesland befragt, mit welchen Kosten Haushalte rechnen müssen, die ihren Gasanschluss stilllegen lassen wollen – also Anschlüsse verplomben und den Gaszähler im Haus ausbauen lassen. Zwei Drittel der Betreiber stellten keine Kosten in Rechnung. Manche Firmen verlangten jedoch drei- bis vierstellige Gebühren, im Schnitt waren es 930 Euro.Nach einer jüngeren bundesweiten Erhebung des Portals »Finanztip« verlangen Netzbetreiber Pauschalen zwischen 100 und 2300 Euro. Laut der Auswertung verwenden die Netzbetreiber die Begriffe Stilllegung, Außerbetriebnahme und Rückbau aber uneinheitlich und definieren diese teilweise anders als im Urteil des OLG Oldenburg zugrunde gelegt.

    »Was bei einem Netzbetreiber als Stilllegung gilt, wird bei einem anderen als Rückbau bezeichnet, obwohl sich die zugrunde liegenden technischen Maßnahmen teilweise überschneiden«, schreibt »Finanztip«.

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    Wächst Europa gerade ein Rückgrat?

    Europa hat lange versucht, mit den USA zu kooperieren, ohne Erfolg. Präsident Trump setzt eher auf Zölle und Härte. Und so langsam hat auch Brüssel dieses Spiel offenbar verstanden.

    Juan Moreno

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    Es ist relativ klar, was Donald Trump möchte: Grönland soll den USA gehören. Es reicht ihm nicht, dass Dänemark bereit wäre, den Amerikanern unter anderem mehr Militärbasen zu erlauben. Donald Trump will Grönland besitzen. Die dänische Regierung sowie europäische Partner weisen diese Forderung jedoch zurück. Worauf Donald Trump kurzerhand Strafzölle verhängte.

    In dieser Ausgabe von »Trumps Amerika« spricht Host Juan Moreno mit Timo Lehmann, dem Brüssel-Korrespondenten des SPIEGEL. Die beiden gehen folgenden Fragen nach: Wie haben die Europäer bisher versucht, mit Trump zu verhandeln – und warum ist das schiefgegangen? Und was will Trump eigentlich genau in Grönland?

    Lehmanns Verdacht ist, dass der US-Präsident weniger für die Sicherheitslage des eigenen Landes kämpft, sondern vielmehr für sein eigenes Vermächtnis: Trump möchte der Präsident sein, der den Vereinigten Staaten die über zwei Millionen Quadratkilometer Grönland beschert. Im Zweifel auch gegen den Willen Europas. Doch Brüssel, sagt Timo Lehmann, wird in dieser Frage nicht einknicken.

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  • Zukunft ab 2030 VW will bis zu 15.000 Autos pro Jahr in

    Zukunft ab 2030 VW will bis zu 15.000 Autos pro Jahr in

    Zukunft ab 2030

    VW will bis zu 15.000 Autos pro Jahr in Zwickau recyceln

    Volkswagen setzt in Zwickau künftig mehr auf Kreislaufwirtschaft und weniger auf Produktion: Im Werk sollen Autos zerlegt und aufbereitet werden. Es geht um Bauteile und Rohstoffe.

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    VW-Werk in Zwickau: Volkswagen will 90 Millionen Euro investieren und 1000 Arbeitsplätze sichern

    Foto: Jan Woitas / dpa / picture alliance

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    Der Autobauer Volkswagen will ab 2030 jährlich bis zu 15.000 Fahrzeuge am Standort Zwickau zerlegen und aufbereiten. Nachdem das Werk beim Umstieg auf E-Autos Pionier im Konzern gewesen sei, übernehme es nun erneut eine Vorreiterrolle, sagte VW-Sachsen-Chef Danny Auerswald. »Jetzt erschließen wir den wichtigen Geschäftsbereich der Kreislaufwirtschaft.«

    Dazu wird Volkswagen den Angaben zufolge bis zu 90 Millionen Euro investieren und 1000 Arbeitsplätze sichern. Was das für die restlichen der rund 8500 Beschäftigten bedeutet, dazu machte VW bislang keine Angaben. Das Land Sachsen fördert das Vorhaben mit rund 10,8 Millionen Euro.Was genau ist geplant?Künftig sollen in Zwickau Fahrzeuge zerlegt werden, um einzelne Bauteile zum Beispiel für Gebrauchtwagen erneut zu verwenden. Auch sollen Rohstoffe zurückgewonnen werden.

    »Damit wird Volkswagen unabhängiger vom weltweiten Rohstoffhandel, verringert den CO₂-Fußabdruck der Fahrzeuge und schafft neue Geschäftsmodelle«, erläuterte der Verantwortliche für den Bereich Kreislaufwirtschaft, Andreas Walingen.

    Die Demontage von Fahrzeugen soll in den kommenden Jahren schrittweise hochgefahren werden. Dazu seien Umbauten nötig und werde in neue Anlagen und KI-Anwendungen investiert, hieß es. Dieses Jahr sollen die ersten 500 Fahrzeuge zerlegt werden, ab 2027 werde die Zahl Stück für Stück steigen.

    Autoproduktion wird reduziertVolkswagen kämpft mit Überkapazitäten an seinen deutschen Standorten. Deswegen wird die Autoproduktion in Zwickau reduziert und in den kommenden Jahren mehrere Modelle an andere Auto-Fabriken abgegeben.

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    Dafür erhält der Standort mit aktuell rund 8500 Beschäftigten laut einer Vereinbarung von Ende 2024 das neue Geschäftsfeld der Kreislaufwirtschaft.Zwickau werde im Volkswagen-Konzern nun das zentrale Kompetenzzentrum für diesen Bereich, hieß es. Neue Geschäftsfelder in diesem Sektor sollen auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft, Standards festgelegt und das Wissen für andere Standorte weltweit zur Verfügung gestellt werden.

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  • Das Debüt kam wohl zu schnell für den richtigen Helm! Deutschlands Vize-Olympiasieger

    Das Debüt kam wohl zu schnell für den richtigen Helm! Deutschlands Vize-Olympiasieger

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    Das Debüt kam wohl zu schnell für den richtigen Helm! Deutschlands Vize-Olympiasieger Danny aus den Birken (40) wechselte Anfang Januar zu den Krefeld Pinguinen und stand am Dienstagabend erstmals für den Zweitliga-Tabellenführer auf dem Eis. Wer genauer hinsah, hatte beim 7:2-Sieg gegen Kaufbeuren aber Grund zum Staunen.

    Denn aus den Birken, der letzte Saison noch mit den Dresdner Eislöwen die DEL2-Meisterschaft und so den Aufstieg in die DEL gefeiert hatte, trug einen Helm seines Ex-Klubs. Auf beiden Seiten des Kopfschutzes waren die Zacken des Dresdner Wappentiers eindeutig zu erkennen.

    Die Maske von Danny aus den Birken zeigte eindeutig das Logo seines Ex-Klubs Dresdner Eislöwen

    Die Maske von Danny aus den Birken zeigte eindeutig das Logo seines Ex-Klubs Dresdner Eislöwen

    „Die individuelle Maske lässt noch auf sich warten, das Pinguine-Debüt für unsere 33 jedoch nicht“, schrieb der Verein selbstironisch auf Facebook. Knapp drei Wochen Lieferzeit haben offensichtlich nicht gereicht. Jedenfalls gab es so ein paar Lacher mehr.

    „Es hat wirklich Spaß gemacht, war aber nicht einfach für mich reinzukommen, weil wir sehr dominiert haben. Im letzten Drittel habe ich ein paar Schüsse gekriegt, das hat sich dann gut angefühlt“, meinte aus den Birken zu seiner Profi-Premiere für Krefeld. Bei den Rheinländern war er im Nachwuchs ausgebildet worden, ehe er über die Jungadler Mannheim seine große Karriere startete.

    Doppelfunktion für aus den Birken in Krefeld

    Nun erfolgte für den vierfachen Deutschen Meister die Rückkehr in seine Heimat. Der Routinier soll bei den Pinguinen einerseits das Torhüter-Trio Richtung der Aufstiegs-Playoffs entlasten und gleichzeitig in die Funktion des Torwarttrainers hineinwachsen. Letzteren Job soll er ab der neuen Saison komplett übernehmen. Vielleicht dann schon in der DEL, Krefeld gilt als Favorit für den DEL2-Titel.

    [–>Brachte ihm die „falsche“ Maske der Dresdner Eislöwen jetzt Glück? Anfangs nicht wirklich, aber am Ende dann doch. Bis zur 38. Minute lag sein Team überraschend mit 1:2 zurück. Dank drei Toren in 3:27 Minuten vor und nach der zweiten Drittelpause bog der Spitzenreiter die Partie aber noch klar um. So kann man auch den einen oder anderen Spruch zum besonderen Outfit locker wegstecken…