TTS-Player überspringen↵ <!–> ]–>Artikel weiterlesen Sie übersehen eher ein wichtiges Symptom und zahlen womöglich mit ihrem Leben: Farbenblindheit kann das Sterberisiko bei Blasenkrebs deutlich erhöhen. Eine Farbsehstörung reicht von leichten Problemen beim Erkennen einzelner Farben bis hin zur vollständigen Farbenblindheit. Gefährlich ist das zunächst nicht. Doch genau diese Einschränkung kann dazu führen, dass Betroffene wichtige…
Knapp zwei Jahre ist es her, dass Dachauer Künstler auf Litfaßsäulen und Plakatwänden ein Zeichen setzten gegen Hass, Hetze und Ausgrenzung. „Haltung zeigen“ nannte sich die Aktion. Von kommender Woche an sind die 33 Plakate in der internationalen Jugendbegegnungsstätte (IJBS) in Oświęcim zu sehen. Besucht wird sie von Jugendgruppen aus aller Welt, der größte Teil…
Das neue Kapitel beginnt quasi im Dunkeln. Bis mit einem Rauschen ein Countdown aufleuchtet, von hoch oben Scheinwerfer auf den Boden strahlen, rote Banden pulsieren. Dann ziehen Lichter über den rauen Beton des früheren Heizkraftwerks in Berlin-Mitte, synchronisiert zur Musik von Violinen und dem Gesang eines Chors und einer Solistin. „This is the beginning“, singt…
Die Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck bittet um Hinweise zu einer Auseinandersetzung, die sich bereits am Samstagmorgen auf einem Parkplatz an der A96 ereignet hat. Wie es im Bericht vom Mittwoch heißt, waren auf dem Rastplatz Martinsberg-Süd zwischen den Anschlussstellen Inning und Wörthsee offensichtlich zwei Fußballfans aneinandergeraten. Die Auseinandersetzung dauerte wohl nicht lange, laut Polizei nämlich von 11…
Die Benediktinerabtei Rohr will Missbrauchsfälle in den ihr angeschlossenen Bildungseinrichtungen aufarbeiten. In dem Gymnasium und dem Internat, die zu dem niederbayerischen Kloster gehörten, hätten Schüler sexuelle Gewalt erlitten, erklärte Abt Markus Eller am Mittwoch in einer Mitteilung. Die Aufarbeitung gliedere sich in ein zum Januar gestartetes Projekt der bayerischen Benediktiner ein, das Missbrauchsfälle im Ordenskontext…
Simon Terodde ist Rekordtorschütze der zweiten Fußball-Bundesliga und jetzt für einen Vortrag zu Gast bei der AOK in Kleve. Terodde erklärt, wie jeder trotz Rückschlägen selbst gesetzte Ziele erreichen kann. Was Interessierte dazu wissen müssen.
Die Gemütslage sei bei jeder Messe dieselbe, erzählt Petra Wolf. „Mit hoher Skepsis und vielen Zweifeln“ würden die Aussteller ihre Stände aufbauen und auch der erste Messetag starte stets mit Bedenken und Unsicherheit. Schließlich machen Krisen keinen Halt vor Messehallen, auch nicht, wenn diese in Nürnberg stehen. Die deutsche Wachstumsschwäche, Trumps irrlichternde Zollpolitik, die globalen…
Nach einem mutmaßlichen Anschlagsplan auf einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern sind zwei Verdächtige aus der Untersuchungshaft in ihr Heimatland abgeschoben worden. „Eine weitere Person befindet sich aktuell noch in Untersuchungshaft, wobei eine Abschiebung dieser Person zeitnah geplant ist“, teilte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums in München mit. SZ Bayern auf Whatsapp :Nachrichten aus der Bayern-Redaktion –…
Der Möbelkonzern Ikea wird zum Stromanbieter. Das schwedische Einrichtungshaus will ab sofort Strom verkaufen und dabei etwas anders vorgehen, als es bisher viele Kunden in Deutschland gewohnt sind. Das Neue am „Svea Strom“ ist, dass der Preis dafür alle 15 Minuten aktualisiert wird. Es handelt sich um einen dynamischen Tarif, der sich ständig ändert.
Der Verein Theaterforum Gauting veranstaltet unter dem Titel: „Demokratie ist schön, macht aber viel Arbeit“, am Donnerstag, 22. Januar, einen langen Abend mit Texten zum Thema Demokratie. Mit großartigen Dichtern und Schriftstellerinnen mache man sich auf den Weg durch die deutsche Geschichte, heißt es in der Ankündigung. Der Literaturmarathon mit Musik im Bürger- und Kulturhaus…
Sie übersehen eher ein wichtiges Symptom und zahlen womöglich mit ihrem Leben: Farbenblindheit kann das Sterberisiko bei Blasenkrebs deutlich erhöhen.
Eine Farbsehstörung reicht von leichten Problemen beim Erkennen einzelner Farben bis hin zur vollständigen Farbenblindheit. Gefährlich ist das zunächst nicht. Doch genau diese Einschränkung kann dazu führen, dass Betroffene wichtige Warnzeichen ihres Körpers übersehen. Eine Studie zeigt nun, wie gravierend die Folgen sein können.
Blut im Urin bleibt unbemerkt
Die Farbe des Urins gilt als wichtiger Gesundheitsindikator. Eine rötliche Verfärbung kann auf Blut hindeuten und damit auf ernsthafte Erkrankungen. Gerade bei Blasenkrebs ist dies oft das einzige Warnzeichen. Denn die Krankheit tritt oft schmerzlos auf.
Menschen mit Farbenblindheit sind hier klar im Nachteil. Sie nehmen eine solche Veränderung unter Umständen nicht wahr. Die Folge: kein Arztbesuch, keine frühe Diagnose, schlechtere Überlebenschancen.
Forscher analysieren riesige Datenbank
Forscher untersuchten jetzt systematisch den Einfluss von Farbsehstörungen auf den Krankheitsverlauf. Grundlage waren Daten aus der internationalen Forschungsdatenbank TriNetX mit elektronischen Gesundheitsakten von mehr als 275 Millionen Patienten.
Verglichen wurden 135 farbenblinde Blasenkrebspatienten mit einer gleich großen Kontrollgruppe mit normalem Farbsehen. Alter, Geschlecht und Begleiterkrankungen wurden statistisch angeglichen. Zusätzlich analysierten die Forscher vergleichbare Gruppen mit Darmkrebs.
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52 Prozent höhere Sterblichkeit
Bei Blasenkrebs war die Sterblichkeit über einen Zeitraum von 20 Jahren bei Patienten mit Farbsehstörung um etwa 52 Prozent höher. Bei Darmkrebs zeigte sich kein signifikanter Unterschied. Dieser geht im Gegensatz zu Blasenkrebs mit merklichen Symptomen wie Schmerzen oder Gewichtsverlust einher.
Die Erkenntnis: Eine scheinbar harmlose Sinnesbeeinträchtigung kann mit einem deutlich ungünstigeren Krankheitsverlauf bei Blasenkrebs verbunden sein. Die Studie liefert zumindest interessante Hinweise auf diesen Zusammenhang.
Knapp zwei Jahre ist es her, dass Dachauer Künstler auf Litfaßsäulen und Plakatwänden ein Zeichen setzten gegen Hass, Hetze und Ausgrenzung. „Haltung zeigen“ nannte sich die Aktion. Von kommender Woche an sind die 33 Plakate in der internationalen Jugendbegegnungsstätte (IJBS) in Oświęcim zu sehen. Besucht wird sie von Jugendgruppen aus aller Welt, der größte Teil kommt aus Deutschland. Zur Eröffnung am 26. Januar reist eine achtköpfige Delegation aus Dachau an. Schirmherren der Ausstellung sind der Dachauer Landrat Stefan Löwl und sein polnischer Amtskollege, Andrzej Skrzypiński.
2024 hatte Florian Marschall, Vorstandsmitglied der Künstlervereinigung Dachau (KVD), die Aktion „Haltung zeigen“ ins Leben gerufen. Die erbittert geführten Kontroversen während der Corona-Pandemie und die zunehmend aggressive politische Rhetorik alarmierten ihn: Ein offener Diskurs schien kaum mehr möglich. Hinter dem öffentlichen Bekenntnis „gegen Hass, Polemik und Egoismus“ versammelten sich Dutzende Künstlerinnen und Künstler der Stadt, nicht nur aus den Reihen der KVD. Zu jedem Plakat steuerten sie ein Motiv bei – gewissermaßen als persönliche künstlerische Signatur.
„Das ist ein sehr wichtiges Projekt“, sagt Bernadetta Czech-Sailer. Sie koordiniert im Büro von Landrat Stefan Löwl die Landkreispartnerschaft Dachau-Oświęcim. Eigentlich wollte sie die Ausstellung schon im vergangenen Jahr nach Polen bringen – zum 80. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz und zu zehn Jahren Landkreispartnerschaft. Das scheiterte damals an den Terminplänen der KVD-Vertreter. „Ich kann mir nicht vorstellen, so eine Ausstellung zu machen, und unsere Künstler sind nicht dabei.“ Denn sie waren es, die schon vor mehr als 30 Jahren den Grundstein für diese Partnerschaft gelegt haben. Die tragende Achse bilden Heiko Klohn und Paweł Warchoł; die beiden Zeichner sind Freunde.
Dass „Haltung zeigen“ eine Neuauflage an der internationalen Jugendbegegnungsstätte erlebt, freut Florian Marschall besonders, „weil die IJBS die Geburtsstätte der internationalen Biennale des sozialpolitischen Plakats ist“. Die Initiatoren dieses Projekts, darunter Paweł Warchoł, gingen davon aus, dass die „Stimme von Oświęcim“ im heutigen Informationsrummel eher gehört werde. Oświęcim sollte daher ein Forum werden für einen künstlerischen Meinungsaustausch über die wichtigsten Probleme der heutigen Welt. Das Projekt existiert seit 2006. Die Ausstellung ist bis 28. Februar zu sehen.
Das neue Kapitel beginnt quasi im Dunkeln. Bis mit einem Rauschen ein Countdown aufleuchtet, von hoch oben Scheinwerfer auf den Boden strahlen, rote Banden pulsieren. Dann ziehen Lichter über den rauen Beton des früheren Heizkraftwerks in Berlin-Mitte, synchronisiert zur Musik von Violinen und dem Gesang eines Chors und einer Solistin. „This is the beginning“, singt sie. Ein Rapper reimt von einer Mission, von Leidenschaft und Mut. Auf einer riesigen Leinwand flackern Bewegtbilder, dazu Manifeste: to start something – stop at nothing. Und schließlich die Fahrer, die Manager, das Auto, der R26 in Titanium, Karbon-Schwarz und leuchtendem Rot lackiert. So sieht er also aus, der Anfang von Audi in der Formel 1. Licht an!
Dass der Vorhang in Berlin fällt und nicht in Ingolstadt am Hauptsitz der Marke, erklärt Audi mit jenem Ansatz, der ein Motto des Rennstalls werden soll: Wir bringen die Formel 1 zu den Leuten. In diesem Fall in eine Stadt, die nicht viel mit Motorsport zu tun hat, aber, wie Audi findet, niemals stillsteht. „Es geht darum, die Fans einzubeziehen und über das hinauszugehen, was Teams bisher gemacht haben“, sagt Teamchef Jonathan Wheatley am Dienstag wenige Stunden vor der Show. Deshalb wird die Veranstaltung nach der Premiere für geladene Gäste einen Tag später für 600 Fans wiederholt. Während der gesamten Saison sind ähnliche Aktionen geplant. Audi möchte in der Königsklasse gar zu einer kulturellen Erfahrung werden, alle sollen nach den Ringen greifen.
Nico Hülkenberg in der Formel 1
:„Ich nehme schon wahr, dass da etwas Großes kommt“
Wie wird aus einem chancenlosen ein erfolgreicher Rennstall? Daran arbeitet das künftige Audi-Werksteam intensiv. Maßgeblich dazu beitragen soll Nico Hülkenberg – der einzig verbliebene deutsche Fahrer in der Formel 1.
Mit wie viel Aufwand Audi in die Formel 1 startet, erinnert an frühere Zeiten, als die Präsentationen der Autos bisweilen zu Partys wurden, bei denen schon mal die Spice Girls auftraten (1997, McLaren). 2025, zum 75. Jubiläum der Rennserie, ließen alle Teams zusammen die Hüllen fallen, jetzt gestaltet jedes seine Show wieder individuell. Der Audi-Auftritt passt zur Herangehensweise, die Wheatley so formuliert: „Wir sind demütig. Wir wissen, wo wir anfangen, aber wir wissen auch, wo wir hinwollen. Wir wollen, dass Audi das erfolgreichste Team der Geschichte wird.“ Das hieße, die Scuderia Ferrari zu überholen, die insgesamt 31 Titel in der Fahrer- und Konstrukteurswertung geholt hat. Mit Red Bull gewann Wheatley immerhin insgesamt 14 Weltmeisterschaften. Sollte er sich in dem Moment gefragt haben, ob diese Aussage nicht doch etwas drüber war, ließ der 58-jährige Brite sich das nicht anmerken.
Die Erkenntnis vor den ersten offiziellen Tests: Immer noch viel zu tun bis zum Saisonstart
Den Weg zu diesem Ziel hatte der Vorstandsvorsitzende Gernot Döllner bei der Vorstellung eines Konzepts des R26 am Münchner Flughafen Mitte November aufgezeigt: 2026 Herausforderer sein, von 2028 an wettbewerbsfähig, ab 2030 will Audi um den Titel fahren. „Das Formel-1-Projekt“, sagt er nun in Berlin, „ist ein Schnellboot, das uns inspiriert.“ Seine Zuversicht ist historisch begründet. Audi hat viele Erfolge gesammelt im Rallyesport, in der DTM, der Formel E und der Langstrecke. Nach 13 von 18 Starts stand die Marke bei den 24 Stunden von Le Mans ganz oben auf dem Treppchen. So groß muss Döllner dieses Projekt, das er von seinen Vorgängern übernommen hat, aber auch denken und verkaufen. Intern ist die Formel 1 umstritten angesichts der vielen investierten Millionen, die den bis zu 7500 Stellen gegenüberstehen, die abgebaut werden, weil das Geschäft nicht mehr so brummt wie einst.
Aber die Formel 1 boomt weltweit und ist attraktiv für Sponsoren, Ferrari, Mercedes und Red Bull machen mit ihren Rennställen Profit, dieser globale Glanz könnte abfärben. Der katarische Staatsfonds stieg Ende 2024 als Investor beim Audi-Team ein, eine britische Neobank ist Titelpartner. Außerdem werden die Karten 2026 für neu gemischt. Das Reglement wurde stark überarbeitet, die Autos sind kleiner und leichter, die Antriebseinheiten müssen ihre Leistung künftig zur Hälfte aus einem Verbrennungsmotor und einer Batterie beziehen. Der Kraftstoff ist zu 100 Prozent nachhaltig.
Für den R26 hat Audi klare Linien und kontrastreiche Farben gewählt. (Foto: Soeren Stache/dpa)
Audi hat sich gleich das große Ganze vorgenommen: Der Motor wird in Neuburg an der Donau gebaut, der Rennwagen im schweizerischen Hinwil entwickelt, wo die Fabrik des übernommenen Sauber-Teams steht, dazu ein Technologiezentrum im englischen Bicester. Die beiden anderen neuen Autokonzerne in der Formel 1 starten mit kleineren Schritten: Ford liefert Red Bull nur den Motor, Cadillac kooperiert mit Ferrari. Vor zwei Wochen teste Audi als erstes Team überhaupt im Rahmen von Filmtagen ein Auto der neuen Generation auf der Strecke in Barcelona mit seinen Fahrern Nico Hülkenberg, 38, und Gabriel Bortoleto, 21, die vergangene Saison das Sauber-Duo bildeten.
Die Erkenntnis vor den ersten offiziellen Tests und dem Saisonauftakt am 8. März in Australien: Immer noch viel zu tun. Nicht nur technisch, sondern auch menschlich. Sauber war die vergangenen Jahre ein Hinterbänkler, quasi überall musste investiert werden, jede Menge Leute wurden dazugeholt, mehr als 1500 sind auf die drei Standorte verteilt. Die Formel 1 ist ein komplexer Mannschaftssport. Was fehlt noch, um die Lücke auf die Etablierten zu schließen? Infrastruktur, Leute, Geld? „Alles, außer die Finanzierung“, sagt Mattia Binotto, jahrelang bei Ferrari und nun Leiter des Audi-Projekts, und schaut lachend rüber zu Döllner und Wheatley, die am Nachmittag vor dem Launch neben ihm für ein Mediengespräch sitzen. „Und alles außer Engagement. Da haben wir auch, was es braucht, um das hier zu einem Erfolg zu machen. Wir brauchen nur Zeit.“
Ziele werden sicherheitshalber erst mal nicht an Siegen, Punkten oder einer Platzierung festgemacht, sondern im Entwickeln von Haltung und Verhalten. Audi will direkt zeigen, dass es ein ernst zu nehmender Konkurrent ist. Gut also, dass eine Panne nur bei der Generalprobe passierte. Da tauchten auf der Leinwand hinter dem Showcar Bilder von einer Version des echten Autos auf. Wer das erkannte, bekam Hinweise zum R26 geliefert, die eigentlich geheim bleiben sollten.
Die Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck bittet um Hinweise zu einer Auseinandersetzung, die sich bereits am Samstagmorgen auf einem Parkplatz an der A96 ereignet hat. Wie es im Bericht vom Mittwoch heißt, waren auf dem Rastplatz Martinsberg-Süd zwischen den Anschlussstellen Inning und Wörthsee offensichtlich zwei Fußballfans aneinandergeraten.
Die Auseinandersetzung dauerte wohl nicht lange, laut Polizei nämlich von 11 bis 11.10 Uhr, war aber offenbar so heftig, dass die Gesetzeshüter gerufen wurden. Als diese jedoch am Rastplatz eintrafen, waren die beiden Männer schon nicht mehr da. Einer der beiden entfernte sich mit einem weißen BMW mit schweizerischer Zulassung in Richtung München. Der andere soll anschließend, ebenfalls mit einem Fanklub, den Parkplatz auch in Richtung München verlassen haben.
Wer den Vorfall beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der 089/89118-0 bei der Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck zu melden.
Die Benediktinerabtei Rohr will Missbrauchsfälle in den ihr angeschlossenen Bildungseinrichtungen aufarbeiten. In dem Gymnasium und dem Internat, die zu dem niederbayerischen Kloster gehörten, hätten Schüler sexuelle Gewalt erlitten, erklärte Abt Markus Eller am Mittwoch in einer Mitteilung.
Die Aufarbeitung gliedere sich in ein zum Januar gestartetes Projekt der bayerischen Benediktiner ein, das Missbrauchsfälle im Ordenskontext umfassend aufarbeiten soll. Als unabhängige Forscherin begleite die Historikerin Annette Eberle von der Katholischen Stiftungshochschule München das Projekt. Zudem sei der Ausschuss für unabhängige Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bereich von Ordensgemeinschaften daran beteiligt.
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Die Kongregation wolle Verantwortung übernehmen, betonte Eller. Im Laufe des Februars soll ein öffentlicher Aufruf an Betroffene und Zeitzeugen erfolgen, wie sie sich in die Studie einbringen können. „Für viele der Menschen, die in Rohr sexualisierte Gewalt erlitten haben, kommt das Projekt zu spät. Sie mussten oder müssen mit den Folgen ihrer Erfahrungen leben.“
Die Abtei Rohr wurde 1133 als Augustiner-Chorherrenstift gegründet. Nach längerem Leerstand siedelten sich nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946 die Benediktiner dort an. Bereits im Folgejahr wurde das Johannes-Nepomuk-Gymnasium mit Internat gegründet. Derzeit leben fünf Mönche in der Abtei.
Simon Terodde ist Rekordtorschütze der zweiten Fußball-Bundesliga und jetzt für einen Vortrag zu Gast bei der AOK in Kleve. Terodde erklärt, wie jeder trotz Rückschlägen selbst gesetzte Ziele erreichen kann. Was Interessierte dazu wissen müssen.
Die Gemütslage sei bei jeder Messe dieselbe, erzählt Petra Wolf. „Mit hoher Skepsis und vielen Zweifeln“ würden die Aussteller ihre Stände aufbauen und auch der erste Messetag starte stets mit Bedenken und Unsicherheit. Schließlich machen Krisen keinen Halt vor Messehallen, auch nicht, wenn diese in Nürnberg stehen.
Die deutsche Wachstumsschwäche, Trumps irrlichternde Zollpolitik, die globalen politischen und ökonomischen Verwerfungen – all das drückt auf die Gemüter. Wenn eine Messe aber erst einmal in Schwung komme, sagt Wolf, verflüchtige sich die schlechte Stimmung an den Ständen sehr schnell. „Ein Aussteller hat das mir gegenüber so formuliert: ,Hier drinnen in den Hallen leuchtet das Licht heller als draußen.’“
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Da schwingt Pathos mit, doch so ganz falsch sei der Satz trotzdem nicht, sagen die Manager der Nürnberg-Messe GmbH, zu denen auch Wolf gehört, als Zuständige für alle Eigen- und Gastveranstaltungen vor Ort. Denn allen ökonomischen Widrigkeiten zum Trotz ist die Nürnberger Messegesellschaft auf Rekordjagd wie nie. 350 Millionen Euro Umsatz im abgelaufenen Jahr, knapp 85 Millionen mehr als im vergleichbaren 2023 (manche Messen finden nur alle zwei Jahre statt, weshalb ungerade mit ungeraden und gerade mit geraden Jahren verglichen werden).
2026 wird sich die Rekordjagd fortsetzen; darauf deuten die Buchungen für die Messen hin. 390 Millionen Euro Umsatz wird die hauptsächlich von Freistaat und Stadt getragene Nürnberg-Messe in diesem Jahr erwirtschaften. 40 Millionen Euro mehr als 2024 und so viel wie noch nie in ihrer 52-jährigen Geschichte. Aussteller, Besucher, Inlandsgeschäft und Auslandsmessen – alles wächst zweistellig, der Absturz auf nahezu null Geschäft während der Pandemiejahre mit ihren Lockdowns ist Geschichte.
„Wir gehen mit super Rückenwind und großer Zuversicht in das neue Jahr“, sagt Messechef Peter Ottmann. Dabei gab es nicht wenige, die mit Beginn der Corona-Pandemie dem traditionellen Messegeschäft ganz generell das Ende prophezeiten. Digitale Formate würden an die Stelle des persönlichen Austausches an eigens aufgebauten Ständen treten, wurde allenthalben prophezeit. Es kam ganz anders und Ottmann – der zugleich Vizepräsident der Branchenvereinigung Auma ist, dem Verband der deutschen Messewirtschaft – wundert das nicht.
Selbst die beste künstliche Intelligenz könne persönlichen Austausch zwischen möglichen und wirklichen Geschäftspartnern nicht ersetzen. Überdies erfüllten Messen gerade in unübersichtlichen und als grau empfundenen Zeiten eine besonders wichtige Mission. „Wir sind die Oberbeleuchter, wir stellen Branchen ins richtige Licht“, sagt Ottmann. „Zu Messen, und damit zu uns, kommen nur Menschen, die an die Zukunft glauben.“
Zum Beispiel in der kommenden Woche zur weltgrößten Spielwarenmesse, die ihre 75. Auflage erlebt. Sie wird allerdings nicht von der eigentlichen Messegesellschaft organisiert, sondern von einer Genossenschaft aus der Spielwarenbranche, die dafür von der Messe GmbH das Gelände und einiges mehr mietet. Letztere wiederum ist (mit Ausnahme der Corona-Zeit) kontinuierlich im Aufschwung. Staat und Stadt Nürnberg hatten als Eigentümerinnen der Messegesellschaft im Zuge des Strukturwandels der 1980er- und 1990er-Jahre erkannt, dass das Messegeschäft mit allem, was an Logistik, Hotellerie und anderem in Stadt und Umland dran hängt, ein vielversprechendes Vehikel ist für den Strukturwandel der alten fränkischen Industriestadt ist. Zug um Zug wurde daher in den vergangenen Jahrzehnten das Messegelände im Stadtteil Langwasser ausgebaut. Nunmehr soll dort die nächste Entwicklungsstufe gezündet werden.
In der kommenden Woche beginnt in Nürnberg die Spielwarenmesse, die bereits zum 75. Mal stattfindet. (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Eine halbe Milliarde Euro wird die Messegesellschaft nach Angaben ihres Finanzchefs Dirk Blum in den kommenden zehn Jahren in ihr angestammtes Gelände im Süden der Stadt investieren. Vor allem in den Umbau der Frankenhalle, bekannt als Schauplatz nicht nur von Messen, sondern auch von Konzerten und aufwendigen TV-Produktionen wie einst „Wetten, dass“ oder der jährlich vorweihnachtlichen Sternstunden-Gala des BR. Eine andere Messehalle wird ersetzt, es wird zudem ein neues Eingangsgebäude geben. Man werde auch an der Nachhaltigkeit der Gebäude arbeiten und an deren „äußerer Anmutung“, wie Blum formuliert. Die 500 Millionen seien „eine Rekordinvestition“ mit deren Hilfe die Nürnberger ihren Platz unter den 15 größten Messegesellschaften in Europa behaupten wollen.
Wir sind in diesen Sicherheitsthemen inzwischen der führende Messestandort in Europa.
Petra Wolf, Managerin der Nürnberg Messe
Ihr Wachstum verdankt die Gesellschaft nicht nur dem Umstand, dass sie politischen Rückenwind erfährt und der wirtschaftlichen Misere ebenso robust wie geschickt trotzt. Sie profitiert auch ganz massiv von dieser Krise. Mit der Enforce-Tac (Rüstungs- und Verteidigungstechnik), die 2026 erstmals unter Schirmherrschaft des Bundeskanzlers steht, sowie der Perimeter Protection (Gebäudesicherheit) und der it-sa (IT-Sicherheit) finden in Nürnberg gleich drei Fachmessen in Branchen statt, nach deren Produkten und Dienstleistungen die Nachfrage aus gegebenen weltpolitischen Anlässen sprunghaft steigt. Entsprechend sprunghaft wachsen die Aussteller- und Besucherzahlen. „Wir sind in diesen Sicherheitsthemen inzwischen der führende Messestandort in Europa“, sagt Petra Wolf.
In den Umbau der Frankenhalle soll nach den Plänen der Messemacher viel Geld fließen. (Foto: Jürgen Schott/Imago)
Dabei geht einmal mehr die Strategie der Nürnberger Messemacher auf, spezialisierte Fachmessen aufzuziehen wie Gärtner kleine Pflanzen. Was oftmals klein und unscheinbar in ein oder zwei Nürnberger Messehallen beginnt, wächst im Laufe der Jahre nicht nur, sondern entwickelt sich auch zum international unverzichtbaren Branchentreff. 150 Messen und Kongresse organisiert die Gesellschaft jedes Jahr, 66 davon in Nürnberg, den Rest im Ausland. Dem Geschäft außerhalb Deutschlands, sowie mit ausländischen Ausstellern und Besuchern in Nürnberg verdankt man die Hälfte des Umsatzes. „Wir profitieren ganz gewaltig von der EU und dem europäischen Markt“, sagt Ottmann.
Das Geschäft beschränkt sich längst nicht mehr nur auf die Vermietung von Ausstellungsfläche. Ein Viertel des Umsatzes steuern nach Angaben des zuständigen Vorstandsmitglieds Martin Kassubek Service-Dienstleistungen bei, erbracht von eigenen Tochtergesellschaften und knapp zwei Dutzend Servicepartnern. Längst geht es dabei nicht mehr nur um praktische Dinge wie Standaufbau, Strom oder Catering, immer größer werden Angebot und Anteil digitaler Services. Kassubek zufolge wird die Messegesellschaft in diesem Jahr eine Online-Plattform einführen, auf der Aussteller ihre Messeauftritte in etwa so konfigurieren können, wie Autokäufer das beim Neuwagenkauf tun. Mit Unterstützung von KI, die auch in vielen internen Bereichen der Nürnberg-Messe immer häufiger zum Einsatz kommt.
Nach einem mutmaßlichen Anschlagsplan auf einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern sind zwei Verdächtige aus der Untersuchungshaft in ihr Heimatland abgeschoben worden. „Eine weitere Person befindet sich aktuell noch in Untersuchungshaft, wobei eine Abschiebung dieser Person zeitnah geplant ist“, teilte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums in München mit.
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Im Dezember hatte die Polizei insgesamt fünf Männer festgenommen. Die Generalstaatsanwaltschaft München hatte damals berichtet, dass die Verdächtigen auf einen Weihnachtsmarkt im Landkreis Dingolfing-Landau einen Anschlag geplant hätten. Die Männer hätten die Tat wohl mit einem Fahrzeug verüben wollen, die Ermittler gingen von einem islamistischen Motiv aus.
Konkrete Angaben zu der Staatsangehörigkeit der nun abgeschobenen Personen machte das Ministerium nicht. Vier Verdächtige waren nach Bekanntwerden des mutmaßlichen Anschlagsplans zunächst in Untersuchungshaft genommen worden. Der fünfte Beschuldigte kam bis zum Ende der Weihnachtszeit in Gewahrsam, er wurde nach Weihnachten entlassen.
Bei einem weiteren Verdächtigen war die Untersuchungshaft Mitte Januar gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Die Ermittlungen der Münchner Generalstaatsanwaltschaft, die in Bayern die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus ist, dauern an.
Der Möbelkonzern Ikea wird zum Stromanbieter. Das schwedische Einrichtungshaus will ab sofort Strom verkaufen und dabei etwas anders vorgehen, als es bisher viele Kunden in Deutschland gewohnt sind. Das Neue am „Svea Strom“ ist, dass der Preis dafür alle 15 Minuten aktualisiert wird. Es handelt sich um einen dynamischen Tarif, der sich ständig ändert.
Der Verein Theaterforum Gauting veranstaltet unter dem Titel: „Demokratie ist schön, macht aber viel Arbeit“, am Donnerstag, 22. Januar, einen langen Abend mit Texten zum Thema Demokratie. Mit großartigen Dichtern und Schriftstellerinnen mache man sich auf den Weg durch die deutsche Geschichte, heißt es in der Ankündigung. Der Literaturmarathon mit Musik im Bürger- und Kulturhaus Gauting Bosco beginnt um 18 Uhr.
Thomas Birnstiel, Daniel Friedrich, Ernst Matthias Friedrich, Bettina Fritsche, Elisabeth Günther, Johanna Jacobi und Stefan Merki lesen Texte unter anderem von Hannah Arendt, Georg Büchner, Heinrich Böll, Christa Wolf, Loriot, Mary Wollstonecraft, Carolin Emcke und Martin Walser. Musikalisch begleitet wird der Abend von Monika Drasch, Martin Danes und Michael Heigenhuber. Die Veranstalter versprechen einen „Abend über Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und soziale Gerechtigkeit – streitbar, leidenschaftlich und aktuell“.