Saaeid Saaeid hält kurz nach 18 Uhr seine Hände vor sein Gesicht. So dreht er sich um, geht weg. Als er sich ein paar Minuten später auf die kleine Mauer vor dem Bürohaus in der Magdeburger Innenstadt setzt, wischt er sich die Tränen aus dem Gesicht. Er schweigt, dann sagt er: »Es ist verletzend.«
Alles, was sich verändert hat in dem Moment, als das Wahlergebnis kam, lässt sich von seinem Gesicht ablesen. Der ganze Schmerz. Saaeid Saaeid wohnt seit sechseinhalb Jahren in Magdeburg, ist mittlerweile Deutscher, ursprünglich kommt er aus Syrien. In der Stadt kennt man ihn, er ist Mitglied im Integrationsbeirat, im Wahlkampf wurde er zu einer der wichtigsten Stimmen der migrantischen Community. Dass die Rechten triumphieren würden, war ihm klar. Aber so?
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Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wie reagieren Menschen in Magdeburg auf den AfD-Erdrutschsieg?
- Was zeigt der Wahlabend über die politische Spaltung in Sachsen-Anhalt?

