Friedrich Merz stand auf keinem Wahlzettel, er hatte keinerlei Kontakt zu Wählern, er wurde im Wahlkampf geradezu versteckt, und doch: Diese historische Wahl in Sachsen-Anhalt, der mit Abstand größte AfD-Sieg bislang, diese CDU-Demontage, das alles ist zu einem großen Teil seine Niederlage.
Es wird in der CDU noch einiges zu besprechen sein, der zurückhaltende Wahlkampf, der Mangel an Ideen und Inspiration in Sachsen-Anhalt wie in der Bundes-CDU, aber Klarheit herrscht bereits über den Merz-Faktor: »Wenn die Bundesregierung bessere Politik machen würde, wäre die AfD nicht so stark in Sachsen-Anhalt« – dieser Aussage stimmen 88 Prozent aller Befragten zu, und sogar 86 Prozent der CDU-Anhänger. Das sind die Zahlen im ZDF. In der ARD noch einmal 86 Prozent: So viele der in Sachsen-Anhalt abgewanderten CDU-Wähler sagen, die Bundesregierung habe viel versprochen, aber wenig davon gehalten. Wahlsieger Ulrich Siegmund legte im ersten Interview kurz nach sechs direkt nach: »Ein sehr guter Wahlkämpfer war für uns Friedrich Merz.«
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Warum gilt der AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt als Niederlage für Friedrich Merz?
- Weshalb konnte Merz den Aufstieg der AfD trotz seines politischen Kurses nicht stoppen?

