Die Bundesanwaltschaft hat in Hamburg Anklage gegen zwei mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe »Letzte Verteidigungswelle« erhoben. Die Behörde wirft ihnen unter anderem die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und Beihilfe zum versuchten Mord vor.
Die beiden Angeklagten sollen laut Bundesanwaltschaft im Januar 2025 versucht haben, in der Geflüchtetenunterkunft in Schmölln einen Brand auszulösen. Dazu hätten sie ein Fenster eingeschlagen und versucht, mit einer Feuerwerksbatterie in das Innere des Gebäudes zu schießen. Ein Feuer sei jedoch nicht ausgebrochen. Einer der Angeklagten habe die Tatausführung gefilmt, teilte die Behörde mit.
Nach Angaben der Bundesanwaltschaft versteht sich die Gruppierung als
»letzte Instanz zur Verteidigung der Deutschen Nation«. Die mutmaßlichen
Mitglieder – Jugendliche und Heranwachsende zwischen 14 und 21
Jahren – sollen sich im April 2024 zusammengeschlossen haben, um
politisch motivierte Gewalttaten in Form von Brand- und Bombenanschlägen
mit
potenziell tödlichen Folgen zu verüben. Ihr Ziel sei es gewesen, durch
Gewalttaten gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch
des
demokratischen Systems der Bundesrepublik herbeizuführen.
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