Man merkt Elif Eralp die
Anspannung an, als sie am Freitagabend ans Podium tritt. Die erste Rede nach
ihrem Wahlsieg, der erste große Auftritt, nachdem eine Woche lang das halbe
Land über sie gesprochen hatte. Darüber, wie antisemitisch ihre Partei, die Linke, wohl sei, darüber, dass sie doch mit
kriminellen Clans gemeinsame Sache mache. Am Abend zuvor noch hatte der
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt über sie in einer Talkshow gesprochen
und auf die Aussage, Eralp persönlich sei keine Antisemitin, behauptet: »Na,
doch!«
Was also hat Eralp vor:
Entschuldigen? Ignorieren? Oder: Gegenangriff?
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wie reagiert Elif Eralp nach dem Wahlsieg auf die Vorwürfe gegen die Linke?
- Kann die Berliner Linke trotz interner Konflikte Vertrauen für eine Regierungsbildung gewinnen?

