Wer gedacht hatte, Angela Merkel ließe sich aus dem Konzept bringen, nur weil die Menschen vier- bis fünfhundert Kilometer entfernt von einem ehemaligen Raumduftverkäufer und seiner rechtsextremen Partei regiert werden wollen, kennt die ehemalige Bundeskanzlerin schlecht.
Vor vier Tagen hat die AfD in Sachsen-Anhalt 43,8 Prozent der Stimmen bekommen, Jens Spahn hat im Windschatten der Wahl einen Brief an seine Parteifreunde geschrieben und sich entschuldigt, weil er »zu feige« gewesen sei, eine Debatte über seine Leihmuttervaterschaft zu führen, in Mecklenburg-Vorpommern ist die CDU um einen weiteren Punkt auf sieben Prozent abgerutscht, in Berlin kämpft Friedrich Merz um seine Regierung – es ist so einiges los, könnte man sagen.
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Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Welche politische Botschaft sendet Angela Merkel bei ihrer Lesung zum Umgang mit der AfD?
- Wie reagiert das Publikum auf Merkels Erinnerungen, ihre Haltung zu 2015 und ihre Aussagen zur Gegenwart?

