Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.

Zverev-Auftaktsieg bei Australian Open: „Ich brauche nicht 80 Millionen Deutsche, die mir das jedes Mal sagen“

Zverev-Auftaktsieg bei Australian Open: „Ich brauche nicht 80 Millionen Deutsche, die mir das jedes Mal sagen“ - Fetchub

Geschreven door

in

Als die Arbeit erfolgreich erledigt war und sich Alexander Zverev das Stirnband auf dem Weg zum Netz vom Kopf gestreift hatte, um Gabriel Diallo, 24, die Hand zu geben, wartete noch ein zweiter Einsatz auf ihn. Andrea Petkovic pirschte sich bereits mit dem Mikrofon heran. Die frühere deutsche Spitzenspielerin ist inzwischen die Allzweckwaffe der Tennisbranche, sie kann und macht im Grunde alles, außer vielleicht den Profis im Players Restaurant das Essen zu kochen. Bei den Australian Open ist sie nun als Interviewerin auf dem Platz gebucht worden, so fragte sie erst mal ihren früheren deutschen Kollegen, ob er erleichtert sei nach dem 6:7 (1), 6:1, 6:4, 6:2 in der ersten Runde beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison. Kurz blieb das Gespräch tatsächlich seriös.

„Als ich die Auslosung sah, war ich nicht zu glücklich, um ehrlich zu sein“, erläuterte Zverev, „er ist talentiert, unglaublich aggressiv. Ich musste meinen Rhythmus finden, ich habe nicht viele Matches in dem Jahr gespielt.“ Im ersten Satz hätte er „nicht mein bestes Tennis“ gezeigt, „aber als ich im Match war, fühlte ich mich wirklich gut. Ich bin definitiv zufrieden mit meinem Niveau“. Zverev lächelte, und als er meinte, er hätte dann seine Vorhand viel besser getroffen, besser returniert, mehr die Initiative übernommen, fügte er amüsiert hinzu: „Das ist die Art, wie ich spielen muss, ich weiß das. Ich brauche nicht 58 Experten, die mir das sagen, oder 80 Millionen Deutsche, die mir das jedes Mal sagen, wenn ich ein Grand Slam spiele.“ Er grinste.

MeinungAustralian Open

:Einmal Federer die Hand schütteln? Macht 20 000 Dollar, bitte!

SZ PlusKommentar von Gerald Kleffmann

Portrait undefined Gerald Kleffmann

Just in dem Moment schwenkte die Kamera auf ein Schild, das im Publikum der Rod Laver Arena hochgehalten wurde, „marry me Sascha“, stand darauf, heirate mich. Gut möglich, dass Zverev, der auch Sascha genannt wird und nach Lage der Dinge mit Sophia Thomalla liiert ist, nicht erkannte, dass dieses Begehr von einem Mann übermittelt wurde, er antwortete jedenfalls belustigt: „Ich möchte einen Ring, aber nicht einen so billigen.“ Er dreht sich daraufhin zu Petkovic um und konstatierte: „Wir zwei sind unfähig, ein Interview auf dem Platz zu machen, was?“ Diese erwiderte: „Aber du hast doch gesehen, wie ernsthaft ich begann, um ein professionelles Interview zu führen?“  Zverev ließ das nicht gelten. „Es wird nie mit uns funktionieren“, frotzelte er, stockte und ergänzte: „Auf dem Platz!“  Dann umarmte er Petkovic herzlich. Auf internationaler Bühne die Zuschauer bestens zu unterhalten, das ist eine Qualität, die der 28-Jährige aus Hamburg tatsächlich besitzt.

Zwei Deutsche, die auf dem Platz unterhalten:  Alexander Zverev nimmt nach seinem Sieg die frühere Spitzenspielerin Andrea Petkovic, die das Siegerinterview führte, in die Arme.
Zwei Deutsche, die auf dem Platz unterhalten:  Alexander Zverev nimmt nach seinem Sieg die frühere Spitzenspielerin Andrea Petkovic, die das Siegerinterview führte, in die Arme. (Foto: Frank Molter/dpa)

Entspannt durfte er allemal sein, sein Auftaktmatch war nur anfangs kompliziert gewesen. Der Weltranglistendritte hatte gegen den Weltranglisten-41. einen schlechten Start erwischt, sein Aufschlagspiel zum 1:3 verloren, sich das Break zurückgeholt, musste bei 4:5 einen ersten Satzball abwehren, ehe er im Tiebreak chancenlos war. Sein Manko im Entscheidungsspiel bei 6:6: Viel zu passiv agierte er in dieser Phase, Diallo war der aktivere, stand mehr im Platz, ging ans Netz. Aber wie das manchmal im Tennis ist: Wenn ein Außenseiter ein Erfolgserlebnis feiert, lässt die Körperspannung kurz nach, einer wie Zverev nützt das aus.

Die Vorhand funktionierte endlich, er spielte so, wie es seine Idee gewesen war, dominant, sobald sich nur die Chance dafür bot. Das schnelle 6:1 war die Folge. Kreativ wollte Diallo auftreten, er wollte das Ballmaschinentennis von Zverev unterbinden, dem Deutschen keinen Rhythmus geben. Dass der 24-Jährige aus Montreal ein Mann mit Potenzial ist, zeigt auch die Tatsache, dass nicht irgendwer seit Kurzem in seiner Box sitzt. Der Schwede Jonas Björkman, einst in der Weltrangliste die Nummer vier im Einzel und gar die Nummer eins im Doppel, unterstützt ihn als Trainer.

Auch wenn Diallo 41. der Weltrangliste ist, fehlt jedoch noch einiges zur Klasse eines Alexander Zverev, der fortan die Partie an sich riss und von vorne weg, wie es in der Tennissprache heißt, das Match runterspielte. Seine Fehlerquote sank, sein Aufschlag (15 Asse, nur ein Doppelfehler) war verlässlich, Zverev strahlte jetzt den inneren Frieden des deutlich Überlegenen aus. Sein erster Auftritt sah also schon mal passabel aus, zumindest hat er ein erstes Gefühl erhalten, dass er das Tennis nach seiner wechselhaften vergangenen Saison nicht verlernt hat. Vor einem Jahr war er in Melbourne im Finale.

Zverevs nächster Gegner ist entweder der Australier Alexei Popyrin oder der Franzose Alexandre Müller, die beiden treffen an diesem Montag aufeinander. Gerade Popyrin könnte gefährlicher werden, er hat 2024 bei den US Open den 24-maligen Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic besiegt. Was er an diesem Sommersonntag noch mache, fragte ihn schließlich Petkovic als Letztes. „Vielleicht gehe ich ins Casino“, sagte Zverev. „Mein Bruder hat viel Geld dort gewonnen in dieser Woche. Ich hoffe, dieser Lauf hält an. Vielleicht sollte ich auch einsteigen.“ Und wieder hatte er die Lacher auf seiner Seite.